Mazari-Palme (Nannorrhops ritchiana) pflegen

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Mazari-Palme – Auf einen Blick

  • Licht: Vollsonnig; als Kübelpflanze im Sommer im Freien; im Winter mind. 1.500 Lux
  • Gießen: Gleichmäßig; zwischen Gaben oberste Schicht leicht antrocknen; kein Kalk; gute Drainage unbedingt nötig
  • Temperatur: Liebt Hitze; frosthart bis ca. −23 °C (Wurzeln weniger resistent)
  • Luftfeuchtigkeit: Niedrig bis mittel; verträgt trockenes Klima, keine hohe Luftfeuchtigkeit
  • Schwierigkeit: Pflegeleicht
Nannorrhops ritchiana – Mazari-Palme mit blaugrauen Fächerwedeln

Nannorrhops ritchiana – Mazari-Palme

Die Mazari-Palme (Nannorrhops ritchiana (Griff.) Aitch.) ist eine sehr robuste Fächerpalme aus den kalten und trockenen Höhenlagen des Mittleren Ostens – Afghanistan und Pakistan. Sie gehört zusammen mit der Nadelpalme (Rhapidophyllum hystrix) zu den frostresistentesten Palmen weltweit und eignet sich ideal für die Gartenkultur sowie als Kübelpflanze.

Steckbrief Mazari-Palme
Deutscher NameMazari-Palme, Mazaripalme
Wissenschaftl. NameNannorrhops ritchiana (Griff.) Aitch.
FamiliePalmengewächse (Arecaceae), Gattung Nannorrhops
HerkunftAfghanistan, Pakistan, Mittlerer Osten
WuchshöheCa. 4–6 m in Natur; 1–2 m als Kübelpflanze
BlüteJede Blattkrone blüht einmal, dann stirbt sie ab; andere Kronen wachsen weiter
ToxizitätKeine bekannten Hinweise auf Giftigkeit

Beschreibung & Pflege

Nannorrhops ritchiana ist recht kleinwüchsig und erreicht in freier Natur nach zahlreichen Jahren etwa 5 bis 6 m. Sie bildet, ähnlich wie die Chamaerops humilis, niedrig wachsende Ausläufer mit schräg kriechendem oder aufrechtem Stamm.

Die zahlreichen Blattkronen werden von blaugrauen oder blaugrünen Fiederblättern gebildet. Die Stämme sind dicht mit abgestorbenen Blättern bedeckt, die in der Gartenkultur entfernt werden. Wichtig: Jede Blattkrone blüht nur einmal und stirbt danach ab – die anderen Kronen wachsen jedoch normal weiter.

Mit einer Frostresistenz bis ca. −23 °C gehört die Mazari-Palme zu den kältetoleranten Palmen für den Garten. Die Wurzeln sind jedoch deutlich weniger frostresistent als die oberirdischen Pflanzenteile.

Standort / Licht

Im Garten / Freiland: Die Mazari-Palme benötigt einen möglichst hellen bis vollsonnigen Standort. Zu wenig Licht schwächt die Palme und lässt sie sehr langsam wachsen.

Als Kübelpflanze: Im Sommer muss sie vollsonnig im Freien gepflegt werden. Im Zimmer wählt man einen Süd- oder Westfensterplatz. Im Winter sind mindestens 1.500, besser 2.000 Lux erforderlich.

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Gießen / Wässern

Der Wasserbedarf ist mittelgroß. Vom Frühling bis Herbst gleichmäßig gießen, so dass der Wurzelballen vollständig bis zum Grund feucht ist. Zwischen den Wassergaben die oberste Schicht leicht antrocknen lassen.

Als Gießwasser kein zu kalkhaltiges Wasser verwenden – Regenwasser ist ideal.

⚠ Drainage ist Pflicht

Eine kieshaltige Drainageschicht und ein gut wasserdurchlässiges Substrat sind für die Mazari-Palme unbedingt notwendig. Beachtet man dies nicht, kann bereits eine länger anhaltende Regenperiode zum Absterben der Pflanze führen.

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Expertentipp: Genießen, nicht vernässen

Die Mazari-Palme ist an trockene, halbwüstenartige Bedingungen angepasst. Beim Gießen gilt: Das Substrat muss vollständig durchfeuchtet werden, aber auch die Möglichkeit haben, das überschüssige Wasser rasch abzuführen. Staunässe ist der häufigste Pflegefehler bei dieser Art.

Mazari-Palme überwintern

Überwinterungsmöglichkeiten:

  • Im Freien mit Frostschutzmaßnahmen (gut gehärtete Exemplare)
  • Kalthaus 5–12 °C, mindestens 1.500 Lux / 12 Stunden pro Tag
  • Lauwarmhaus 12–18 °C, mindestens 2.000 Lux / 12 Stunden pro Tag
  • Warmhaus 18–24 °C, mindestens 2.500 Lux / 12 Stunden pro Tag

Palmen so spät wie möglich einräumen und so früh wie möglich ausräumen. Der Standort im Winterquartier muss sehr hell sein. Im Frühjahr müssen sich die Palmen wieder an kräftiges Sonnenlicht gewöhnen (1–2 Wochen halbschattig aufstellen).

Lesetipp: Frostschutz für Palmen im Garten

Temperatur

Die Mazari-Palme liebt die Hitze des Sommers bei ausreichender Wasserversorgung. Feuchtes, tropisches Klima verträgt sie dagegen nicht gut. Kurzzeitig und bei trockenem Standort übersteht sie bis etwa −23 °C.

Bei länger anhaltendem und strengem Frost sind geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen – besonders der Wurzelballen muss vor vollständigem Durchfrieren geschützt werden.

Substrat / pH-Wert

Ideal ist ein humoses Substrat mit einem Zusatz lehmiger Gartenerde, Sand und grobkörnigen Perliten. pH-Wert: 5,5 bis 6,5. In Palmenbllättern werden Silikate eingelagert, daher sollte jedes Palmsubstrat mit Sand gemischt sein.

Substratmischung für Mazari-Palme

  • 70% Kokos-Substrat oder grobfaseriger Hochmoortorf oder handelsübliche Blumenerde auf Torfbasis
  • 5% feinkrümeliger, kalkarmer Ton oder lehmige Gartenerde
  • 10% Quarzsand 1 bis 4 mm
  • 15% mineralische Drainage (Lavalit, Bimskies, Perlite, Blähton)

Nach Fertigstellung bis zu 20% Rindenhumus oder lockeren Kompost untermischen. Auf den Gefäßboden eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton legen.

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Umpflanzen / Auspflanzen im Garten

Als Kübelpflanze: Ältere, gut eingewurzelte Palmen nur nach vollständiger Durchwurzelung umtopfen (März bis Mai, nicht nach Mitte Juli). Bei gesunden Wurzeln den alten Wurzelballen nicht lockern. Nach dem Umtopfen 2–3 Wochen vor direkter Sonne schützen.

Im Garten auspflanzen: Die Palme sollte mindestens 50 cm hoch und nicht jünger als 4 Jahre alt sein. Beste Auspflanzzeit: Mai bis Juni.

  1. Pflanzloch ausheben: ca. 20 cm breiter und tiefer als der Wurzelballen.
  2. Ca. 15 cm Palmenerde einfüllen.
  3. Plastiktopf vorsichtig entfernen; Pfahlwurzel senkrecht nach unten ausrichten.
  4. Seitlichen Zwischenraum mit Palmenerde auffüllen, verdichten, kräftig ankässern.
  5. Die Erdoberfläche sollte 3–5 cm tiefer liegen als der umgebende Garten (erleichtert das Gießen).

In Gebieten mit starken Frösten den Wurzelbereich zusätzlich schützen. Organische Stoffe als Mulchschicht aufstreuen, nicht in das Substrat einarbeiten.

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Düngen / Nährstoffbedarf

Palmen sind keine Starkzehrer. Während der Wachstumsphase von März bis September alle 14 Tage mit einem Palmendünger düngen. Im kühlen Winterquartier nicht düngen; in Wohnräumen überwinterte Palmen schwach weiter düngen.

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Mazari-Palme schneiden

Abgestorbene Wedel erst entfernen, wenn sie vollständig eingetrocknet sind. Den Palmwedel am Blattstiel einige Zentimeter vom Stamm entfernt mit einer scharfen Gartenschere abschneiden.

Da die Spitze der Mazari-Palme der einzige Vegetationspunkt ist, darf sie nicht beschnitten werden.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

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Expertentipp: Schädlinge durch optimale Pflege verhindern

Trockenstress und Staunässe sind die Hauptursachen für Schädlingsbefall. Eine vollsonnige Aufstellung im Sommer und optimale Bodenfeuchtigkeit stärken die Widerstandskraft der Mazari-Palme erheblich.

Der Befall mit Schmier- und Wollläusen wird gelegentlich beobachtet. Das weiße Gespinst der Schmierläuse ist auf den Blättern gut zu erkennen.

Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit verbreitet sich manchmal die Rote Spinne. Besonders die Blattunterseiten regelmäßig kontrollieren.

Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit kommt es zu Trockenschäden; die Blattspitzen werden braun und trocknen ab.

Schadbilder und Symptome bestimmen

Quellen

RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A–Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298. Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5. Wikipedia – Nannorrhops

Häufige Fragen zur Mazari-Palme

Wie frosthart ist die Mazari-Palme?

Die Mazari-Palme gehört zusammen mit Rhapidophyllum hystrix zu den frosthartärtesten Palmen weltweit. Ausgewachsene Exemplare vertragen bis etwa −23 °C, jedoch müssen der Wurzelbereich und besonders Kübelpflanzen besser geschützt werden, da die Wurzeln weit weniger frostresistent sind als die oberirdischen Pflanzenteile.

Welcher Standort ist für die Mazari-Palme ideal?

Die Mazari-Palme braucht einen möglichst hellen bis vollsonnigen Standort. Als Kübelpflanze muss sie im Sommer vollsonnig im Freien stehen. Im Winter bevorzugt sie ein Kalthaus mit 5–12 °C und mindestens 1.500 Lux.

Wann pflanzt man die Mazari-Palme in den Garten aus?

Die beste Auspflanzzeit ist Mai bis Juni. Die Palme sollte mindestens 50 cm groß und nicht jünger als 4 Jahre alt sein. Der Wurzelbereich muss in frostgefährdeten Regionen gesondert geschützt werden.

Wie gießt man die Mazari-Palme?

Vom Frühling bis Herbst gleichmäßig gießen, so dass der Wurzelballen vollständig durchfeuchtet ist. Zwischen den Wassergaben die oberste Schicht leicht antrocknen lassen. Als Gießwasser ist kalkfreies Wasser (Regenwasser) ideal. Eine kieshaltige Drainageschicht ist unbedingt notwendig.

Wie überwintert man die Mazari-Palme als Kübelpflanze?

Kübelpflanzen sollten im Kalthaus bei 5–12 °C oder im Lauwarmhaus bei 12–18 °C überwintert werden. Der Standort muss sehr hell sein (mind. 1.500–2.500 Lux je nach Temperatur). Im Garten ausgepflanzte Exemplare können mit geeigneten Schutzmaßnahmen am Standort verbleiben.