Pericallis x cruenta
(Garten-Zinerarie, Läusepflanze)

Garten-Zinerarie

Garten-Zinerarie - Pericallis x cruenta

Handelsnamen: Gartencinarie, Aschenblume, Läuseblume, Läusepflanze, Garten-Zinerarie
Wissenschaftl. Name: Pericallis hybrida B.Nord.L.
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Synonyme: Pericallis-Hybriden, Pericallis x cruenta, Cinaria-hybrida, S x hybridus, Senecio-Cruentus-Hybriden
Wuchshöhe: 20 bis 40 cm
Verwendung: Blütenschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht
minimale Beleuchtung: 2000 bis 3000 Lux

Pericallis x cruenta

Pericallis x hybrida

Pericallis x hybrida von KENPEI, CC BY-SA 3.0

Bei den Pericallis x cruenta Hybriden handelt sich um eine Zuchtform. Die ursprünglichen Wildarten stammen von den Kanaren und Madeira. In Gärtnereien wird der Samen im frühen Sommer ausgebracht und die jungen Pflanzen werden dann bis zum Verkauf bei Temperaturen von etwa 10 bis 12 °C angezogen. Sobald sich die ersten Blütenknospen öffnen findet man die Pflanzen dann im Handel. Weitere Bezeichnungen sind Garten-Zinerarie (Pericallis hybrida) oder Läusepflanze.

Die Skala der Blütenfarben reicht von blau, violett, purpurn, unterschiedliche Rottöne bis zu reinem, strahlendem Weiß. Oftmals sind die Blüten zweifarbig, dann sind die Blütenblätter am Rand blau, violett oder rot gefärbt und der Blütengrund ist weiß. Sie sind um eine Scheibe aus Röhrenblüten angeordnet. Bei einigen Pericallis x cruenta Hybriden sind die Blüten einfarbig. Die Blüten bilden eine flache oder leicht gewölbten Doldentraube, die das grüne Laub der Pflanze fast ganz überdeckt. Pericallis x cruenta Hybriden werden etwa 20 bis 40 cm groß.

Die Pericallis x cruenta Pflege ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler.

Standort / Licht

Die Pericallis x cruenta Hybriden pflegt man an einem hellen Standort ohne volle Sonnenbestrahlung. Südostfenster oder Südwestfenster eignen sich besonders gut. Die minimale Beleuchtungsstärke für diese Pflanzen liegt bei etwa 2000 bis 3000 Lux.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Gießen / Wässern

Pericallis x cruenta Hybriden werden mäßig aber gleichmäßig gegossen.

Senecio cruentus

Gartencinarie,  von P. Champion, CC BY-SA 2.0

Mäßiges, gleichmäßiges Gießen

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats, bis in eine Tiefe von etwa 1 cm, antrocknen. Im Inneren des Topfballens bleibt so eine leichte, gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen, das Substrat darf nicht durchtrocknen. Die Fingerprobe funktioniert zur Überprüfung gut. Wenn sich die oberste Schicht des Substrats leicht trocken anfühlt, wird gegossen.
  2. Beim Gießen gibt man soviel Wasser, dass der Ballen gleichmäßig feucht aber nicht mit Wasser gesättigt ist.
  3. Sobald die ersten Tropfen Wasser aus dem Abzugsloch laufen gießt man nicht mehr weiter. Überschüssiges Wasser wird nach ca. 5 Minuten abgeschüttet.

Regenwasser ist für die Bewässerung aller Pericallis x cruenta Hybriden optimal, die Pflanzen nehmen aber auch mit gewöhnlichem, nicht zu kalkhaltigem Leitungswasser vorlieb. Die Pflanzen sollten nicht über die Blüten oder die Blätter gegossen werden.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

Messgeräte und Bodentester

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

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Luftfeuchtigkeit

Trocken-warme Luft sollte vermieden werden. Eine ausgewogene Luftfeuchte ist zu empfehlen.

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Überwintern / Ruheperiode

Im Handel werden Pericallis x cruenta Hybriden als einjährige Pflanzen verkauft. In warmen Regionen kann man die Samen auch im Freiland aussäen. Im Sommer ist sie dann mit ihren zahlreichen, farbenfrohen Blüten eine schöne Bereicherung für den Garten. Bereits kurz nach der Blütezeit geht die Pflanze allerdings ein.

Als Zimmerpflanze gehalten, beginnt sie bereist zum Winterende mit der Blüte und kann dann immer wieder von neuem blühen, bis sie schließlich im Sommer endgültig verblüht und eingeht.

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Aufenthalt im Sommer

Pericallis x cruenta Hybriden eignen sich besonders gut auch zur zur Gruppenbepflanzung auf Balkon oder Terrasse.

Cinaria-hybrida

Pericallis x cruenta von brewbooks, CC BY-SA 2.0

Pflanzen die in geschlossenen Räumen überwintert werden, dürfen zu Beginn der warmen Jahreszeit nicht sofort dem vollen Sonnenlicht unter freiem Himmel ausgesetzt werden. Die harte UV Strahlung kann die Blätter verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken auf den Blättern zu erkennen. Um eine Pflanze an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen schattigen bis halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Pericallis x cruenta Hybriden an ihren endgültigen, sonnigeren Standort stellen.

Temperatur

Pericallis x cruenta Hybriden mögen kühle Standorte mit Temperaturen zwischen 12 und 18 °Celsius.

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Vermehren

Die Vermehrung erfolgt ausschließlich durch Aussaat.

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Erde / Substrat

Blumenerde kaufen: Im Handel erhältliche Qualitätserden für Topfpflanzen haben alle wichtigen Eigenschaften um ein gesundes Wachstum der Pericallis x cruenta Hybriden zu gewährleisten. Wählen Sie eine lockere, mittelgrobe Erde mit ausreichend Nährstoffen aus. Für die Pericallis x cruenta Hybriden liegt der geeignete Boden ph-Wert zwischen 6,0 bis 7. Auf dem Verpackungsaufdruck der Erde wird der ph-Wert (Säuregrad) angegeben.

Substrat selber mischen: Ideal für die Pflege der Pericallis x cruenta Hybriden ist ein humoses Substrat mit etwas Zusatz von Landerde und einigen Perliten.

Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Pericallis x hybrida

Pericallis x hybrida von Guptaele, CC BY-SA 4.0

Substratmischung für Pericallis x cruenta Hybriden

  • 3 Anteile Blumenerde auf Kompostbasis
  • etwa 1,5 Anteile Ackererde mit Tonanteil
  • 1,5 Anteile Quarzsand

Der Boden ph-Wert wird mit der Zugabe von mehr oder weniger Landerde eingestellt. Wichtig dafür ist das Mischungsverhältnis von Blumenerde (Verpackungsaufdruck pH-Wert beachten). Alles muss gut miteinander vermischt werden. Die Landerde (Ackererde mit Tonanteil) kann vor der Verwendung durch Erhitzen sterilisiert werden.

Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die richtige Mischung für Zimmerpflanzen

Umtopfen

Als einjährige Zimmerpflanzen braucht man die Pericallis x cruenta Hybriden nicht umzutopfen. Ein gutes Substrat reicht vollkommen für eine Saison aus.

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Düngen / Nährstoffbedarf

Die Pericallis x cruenta Hybriden werden vom Mai bis September alle 14 Tage gedüngt. Alternativ mischt man Langzeitdünger in das Substrat. Dieser gibt die Nährstoffe langsam und kontinuierlich ab, so dass die Pflanze über einen längeren Zeitraum gleichmäßig mit Nährstoffen versorgt ist.

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Pericallis schneiden

Pericallis x cruenta Hybriden vertragen bei Bedarf einen Rückschnitt. Das regelmäßige Entfernen verwelkter Blüten regt neue Knospenbildung an.

LesetippLesetipp: Der richtige Rückschnitt von Pflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Zu viel Nässe und Feuchtigkeit bilden ein Problem für diese Pflanzen. Pericallis x cruenta Hybriden sind anfällig Thripse, Blattläuse, Spinnmilben, Raupen, Schnecken, Rost und den Echten Mehltau.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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