Butia paraguayensis - Kulturanleitung & Pflege der Palmen

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Winterharte Palmen | «Butia paraguayensis»
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Butia paraguayensis

Die aus Paraguay stammende Butia paraguayensis weist fast die gleiche Wuchsform wie ihre große Schwester die Butia capitata auf.  Butia paraguayensis ist eine sehr robuste, kurzstämmige Palme mit blaugrün gefärbten Blättern, welche den etwa 120 cm langen, dornigen Blattstielen entspringen.

Siehe auch Butia capitata

Kulturanleitung Butia paraguayensis:

Licht: Die Butia paraguayensis benötigen wie alle Palmen dieser Gattung einen hellen Standort mit möglichst voller Sonnenbestrahlung.

Gießen: Während der Wachstumsperiode gießt man die Palmen mäßig, die Erde sollte vor der nächsten Wassergabe an der Oberfläche leicht abtrocknen. In der Ruheperiode gibt man nur soviel Wasser, dass die Erde nicht vollständig austrocknet. Ein durchfeuchten des Substrates sollte in dieser Zeit vermieden werden.

Temperatur & Frostbeständigkeit: Die aus Paraguay stammende Palme ist bis etwa -11 °C frostbeständig. Kurzfristig verträgt diese Palme auch stärkere Fröste. Geeignete Schutzmaßnahmen für langanhaltende und starke Fröste finden Sie hier:

Winterharte Palmen: Erfolgreiche Überwinterung und Kultivierung von Palmen im Garten

Vermehrung: Diese Palmen werden durch Samen vermehrt. Den Palmensamen oder junge Palmen findet man im Versandhandel.

Erdmischung: Für die Kultivierung von Butia paraguayensis verwendet man ein Erdgemisch auf Kompostbasis mit einem Zusatz von etwas scharfem Sand und etwas Kies, Blähtonbruch oder Lavagranulat.

Torf- oder Humuserde ohne Zusätze eignen sich nicht, da ein solches Substrat zusammensackt und eine Drainage und Belüftung der Wurzeln nicht mehr gewährleistet ist.

Umtopfen: Je nach Wachstum setzt man die Palme im Frühjahr in ein etwas größeres Pflanzgefäß um. Dabei kann man auch die alte Erde vorsichtig entfernen und durch neues Substrat ersetzen. 

Generell sollte man für Palmen möglichst hohe Pflanzgefäße, Töpfe oder Kübel verwenden. Die Pfahlwurzeln der Palmen wachsen senkrecht nach unten, dafür benötigen sie ausreichend Platz. Wenn sich die oberen Wurzeln der Palmen aus dem Pflanzgefäß herausdrücken, wird es für die Wurzelstruktur zu eng. Spätesten zu diesem Zeitpunkt sollte man seine Palme in ein größeres, höheres Gefäß umtopfen. 

Rückschnitt: Da die Spitze der Palme der einzige Vegetationspunkt ist, darf man die Spitzen nicht beschneiden. Die braun werdenden Blätter der Palme dürfen erst nach dem vollständigen eintrocknen von der Palme entfernt werden. Hierfür schneidet man den Blattstiel vorsichtig an der Basis ab. Dabei achtet man darauf, das ein kleines Stück des Stiels, etwa 3 cm,  am Stamm bleibt.

Dünger: Die Palmen werden während der Hauptwachstumsphase alle 4 Wochen mit Flüssigdünger in mäßiger Konzentration gedüngt. Während der Ruheperiode stellt man das Düngen vollständig ein.

Hinweise: Palmen, die an lichtarmen Standorten überwintert werden, dürfen im Frühling nicht direkt in das pralle Sonnenlicht gestellt werden.

Die harte UV Strahlung kann die Blätter der Palmen verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken der Blätter zu erkennen.

Um die Palme an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie  1 bis 2 Wochen an einen halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Palme an ihren endgültigen Standort stellen.

Schädlinge: Wenn das Substrat der Palme im Sommer zu lange austrocknet und auch im Winter, besonders bei zu trockener Heizungsluft, neigen Palmen zu einem Befall durch Spinnmilben, Schildläusen oder Wollläusen. Ein regelmäßiges abbrausen oder besprühen mit lauwarmem Wasser hilft einem Schädlingsbefall vorzubeugen.


Die nächste winterharte Palme für den Garten:
Butia yatay - Yatay Palme


vorherige winterharte Palme: Butia eriospatha - Wollige Geleepalme

Informieren Sie sich hier über die Grundlagen der Palmenpflege