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HesperidenpalmeDie insbesondere in Mexiko weit verbreitete Brahea Armata, die blaue Hesperidenpalme, kann in Ihrer Ursprungsheimat eine Höhe von 15 m erreichen. Auch in europäischen Gärten erreicht diese Palme nach einigen Jahren eine stattliche Höhe. Der Name dieser Palme stammt von dem silbrig blauen, wachsartigen Überzug, welcher eine Schutzschicht gegenüber zu starker Sonneneinstrahlung ist.
Die tief eingeschnittenen steifen Fächerwedel der blauen Hesperidenpalme können bis zu 80 einzelne Blätter bilden.
Diese winterharte Palme sollte im Freien in Pflanzkübeln oder direkt in den Garten ausgepflanzt werden.
Kulturanleitung blaue Hesperidenpalme
Licht: Die blauen Hesperidenpalme benötigt einen sehr hellen Standort mit möglichst voller Sonnenbestrahlung. Ein lichtarmer Standort schwächt diese Palme und lässt sie sehr langsam wachsen, der attraktive silbrig blaue Überzug bildet sich zurück.
Gießen: Während der Wachstumsperiode gießt man die blauen Hesperidenpalme mäßig, die Erde sollte vor der nächsten Wassergabe an der Oberfläche leicht abtrocknen. In der Ruheperiode gibt man nur soviel Wasser, dass die Erde nicht vollständig austrocknet. Ein durchfeuchten des Substrates sollte in dieser Zeit vermieden werden.
Temperatur & Frostbeständigkeit: Die Hesperidenpalmen sind bis etwa -10 °C beständig gegen Frost. Bei länger anhaltendem und strengem Frost sind entsprechende Vorsichtsmaßnahmen gegen zu treffen. Wie bei den meisten winterharten Palmen sind die empfindlichen Wurzeln der Pflanzen besonders vor dem einfrieren zu schützen.
Geeignete Schutzmaßnahmen finden Sie hier:
Winterharte Palmen: Erfolgreiche Überwinterung und Kultivierung von Palmen im Garten
Vermehrung: Die Hesperidenpalmen werden durch Samen vermehrt. Den Palmensamen findet man im Versandhandel.
Erdmischung: Für die Kultivierung von Hesperidenpalmen verwendet man ein Erdgemisch auf Kompostbasis mit einem Zusatz von etwas scharfem Sand und etwas Kies, Blähtonbruch oder Lavagranulat.
Torf- oder Humuserde ohne Zusätze eignen sich nicht, da ein solches Substrat zusammensackt und eine Drainage und Belüftung der Wurzeln nicht mehr gewährleistet ist.
Umtopfen: Je nach Wachstum setzt man die Hesperidenpalme im Frühjahr in ein etwas größeres Pflanzgefäß um. Dabei kann man auch die alte Erde vorsichtig entfernen und durch neues Substrat ersetzen.
Generell sollte man für Palmen möglichst hohe Pflanzgefäße, Töpfe oder Kübel verwenden. Die Pfahlwurzeln der Palmen wachsen senkrecht nach unten, dafür benötigen sie ausreichend Platz. Wenn sich die oberen Wurzeln der Palmen aus dem Pflanzgefäß herausdrücken, wird es für die Wurzelstruktur zu eng. Spätesten zu diesem Zeitpunkt sollte man seine Palme in ein größeres, höheres Gefäß umtopfen.
Dünger: Die Hesperidenpalmen werden während der Hauptwachstumsphase alle 3 Wochen mit Flüssigdünger in mäßiger Konzentration gedüngt. Während der Ruheperiode stellt man das Düngen vollständig ein.
Hinweise: Palmen, die an lichtarmen Standorten überwintert werden, dürfen im Frühling nicht direkt in das pralle Sonnenlicht gestellt werden.
Die harte UV Strahlung kann die Blätter der Palmen verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken der Blätter zu erkennen.
Um die Hesperidenpalmen an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Hesperidenpalme an ihren endgültigen Standort stellen.
Rückschnitt: Da die Spitze der Hesperidenpalme der einzige Vegetationspunkt dieser Pflanze ist, darf man die Spitzen nicht beschneiden. Die braun werdenden Blätter der Palme dürfen erst nach dem vollständigen eintrocknen von der Hesperidenpalme entfernt werden. Hierfür schneidet man den Blattstiel vorsichtig an der Basis ab. Dabei achtet man darauf das ein kleines Stück des Stiels, etwa 3 bis 7 cm, am Stamm bleibt.
Schädlinge: Wenn das Substrat der Palme im Sommer zu lange austrocknet und auch im Winter, besonders bei zu trockener Heizungsluft, neigen Hesperidenpalmen zu einem Befall durch Spinnmilben, Schildläusen oder Wollläusen. Ein regelmäßiges abbrausen oder besprühen mit lauwarmem Wasser hilft einem Schädlingsbefall vorzubeugen. Lesen Sie beliebte Hausmittel mit Heilpflanzen
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