Mazari Palme - Kulturanleitung & Pflege der Zimmerpflanzen

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deutsche Pflanzennamen:
Manderine
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Mazaripalme
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Mazaripalme

Die sehr robuste aus dem nahen Osten stammende Mazaripalme ist recht kleinwüchsig. In freier Natur erreicht sie nach zahlreichen Jahren eine Wuchshöhe von etwa 5 bis 9 m. Die Mazaripalme bildet niedrig wachsende Ausläufer mit schräg kriechendem, manchmal aber auch aufrecht wachsendem Stamm.

Die zahlreichen Blattkronen werden von blaugrauen oder blaugrünen Fiederblättern gebildet. Die Stämme der Mazaripalmen  sind in der freien Natur dick mit abgestorbenen Blättern bedeckt. In Gartenkultur entfernt man diese toten Blätter. Hierfür schneidet man den Blattstiel vorsichtig an der Basis ab. Dabei achtet man darauf, das ein kleines Stück des Stiels, etwa 3 cm,  am Stamm bleibt.

Jede Blattkrone der Mazaripalme blüht nur einmal. Nach der Blüte stirbt die Krone ab. Die zahlreichen anderen Kronen der Mazaripalme wachsen jedoch normal weiter, die abgestorbene Krone kann man entfernen.

Kulturanleitung Mazaripalme

Licht: Die im Freien kultivierten Mazaripalmen sollten einen vollsonnigen Standort bekommen.

Gießen: Vom Frühling bis zum Herbst wird die Mazaripalme gleichmäßig gegossen, so dass der Wurzelballen vollständig, bis zum Grund feucht ist. Zwischen den Wassergaben sollte die oberste Schicht der Erde jedoch etwas abtrocknen. Das kann in sehr heißen Sommerwochen bereits 2 bis 3 Tage später, in den milderen Jahreszeiten erst nach einer Woche oder noch später der Fall sein. Auch die Menge des Gießwassers und der Gießrhythmus schwanken sehr stark, abhängig von der Topf- und der Pflanzengröße. 

Im Winter schränkt man das Gießen ein. Die Gießhäufigkeit ist stark von den Temperaturen abhängig. Zwischen den Wassergaben lässt man das Substrat zu 2/3 abtrocknen.

Temperatur & Frostbeständigkeit: Die Mazaripalmen wachsen gut bei normalen Temperaturen.

Eine im Freien kultivierte, an raues Klima gewöhnte Mazaripalme, gilt als frostbeständig bis -9 °C. Diese Palme ist sehr robust, kurzzeitig werden auch noch stärkere Fröste vertragen.

Geeignete Schutzmaßnahmen bei starken, anhaltenden Frösten finden Sie hier:

Winterharte Palmen: Erfolgreiche Überwinterung und Kultivierung von Palmen im Garten

Vermehrung: Für die Vermehrung von Mazaripalmen wählt man einen Bodentrieb, der bereits einige eigene Wurzeln ausgebildet hat. Diesen Trieb entfernt man vorsichtig und pflanzt ihn in ein eigenes Pflanzgefäß mit leicht angefeuchteter Erde auf Kompostbasis. Die junge Palme bekommt bis zum ersten Austrieb einen hellen, nicht sonnigen Standort. Man gießt wenig und hält die Erde nur ein wenig feucht. Sobald sich der erste Austrieb neuer Wedel zeigt wird die junge Palme wie ein ausgewachsenes Exemplar weiterkultiviert.

Alternativ kann man die Mazaripalmen auch durch die Aussaat frischer Samen im zeitigen Frühjahr vermehren. Die Aussaat erfolgt bei einer Temperatur von mindestens 18 °C.

Erdmischung: Eine Mazaripalme benötigt einen lehmigen und sandigen Boden mit einem Zusatz von etwas etwas Kies, Blähtonbruch oder Lavagranulat.

Torf- oder Humuserde ohne Zusätze eignen sich nicht, da ein solches Substrat zusammensackt und eine Drainage und Belüftung der Wurzeln nicht mehr gewährleistet ist.

Umtopfen: Je nach Wachstum setzt man die Mazaripalme im Frühjahr in ein etwas größeres Pflanzgefäß um. Dabei kann man auch die alte Erde vorsichtig entfernen und durch neues Substrat ersetzen. 

Generell sollte man für Palmen möglichst hohe Pflanzgefäße, Töpfe oder Kübel verwenden. Die Pfahlwurzeln der Palmen wachsen senkrecht nach unten, dafür benötigen sie ausreichend Platz. Wenn sich die oberen Wurzeln der Palmen aus dem Pflanzgefäß herausdrücken, wird es für die Wurzelstruktur zu eng. Spätesten zu diesem Zeitpunkt sollte man seine Mazaripalme in ein größeres, höheres Gefäß umtopfen. 

Rückschnitt: Da die Spitze der Palme der einzige Vegetationspunkt ist, darf man die Spitzen nicht beschneiden. Die braun werdenden Blätter der Mazaripalme dürfen erst nach dem vollständigen eintrocknen von der Palme entfernt werden. Hierfür schneidet man den Blattstiel vorsichtig an der Basis ab. Dabei achtet man darauf, das ein kleines Stück des Stiels, etwa 3 cm,  am Stamm bleibt.

Dünger: Zu Beginn der Wachstumsphase im Frühling gibt man alle zwei Wochen einen handelsüblichen Flüssigdünger. Als Alternative zum regelmäßigen Flüssigdünger arbeitet man einen Langzeitdünger in die obersten Substratschichten ein.

Hinweise: Mazaripalme die an lichtarmen Standorten überwintert werden, dürfen im Frühling nicht direkt in das pralle Sonnenlicht gestellt werden.

Die harte UV Strahlung kann die Blätter der Palmen verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken der Blätter zu erkennen.

Um die Mazaripalme an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie  1 bis 2 Wochen an einen halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Mazaripalme an ihren endgültigen Standort stellen.

Schädlinge: Wenn das Substrat der Mazaripalme im Sommer zu lange austrocknet und auch im Winter, besonders bei zu trockener Heizungsluft, neigen Mazaripalmen zu einem Befall durch Spinnmilben, Schildläusen oder Wollläusen. Ein regelmäßiges abbrausen oder besprühen mit lauwarmem Wasser hilft einem Schädlingsbefall vorzubeugen.

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