Eibisch pflegen

Eibisch

Deutscher Name: Eibisch, Roseneibisch, Chinarose
Wissenschaftl. Name: Hibiscus
Familie: Malvaceae
Wuchshöhe: 1 bis 2 m
Blütezeit: Februar - Oktober
Verwendung: Blüten- und Fruchtschmuckpflanze
Schwierigkeit: mittelschwer

Steckbrief / Beschreibung

Einige Arten der großen Gattung Hibiscus (Eibisch) werden nicht nur im Garten sondern auch in Wohnungen gepflegt. Bei den Eibisch Arten handelt es sich um reich verzweigte Sträucher, die 2 m Höhe erreichen können, sofern man die Pflanzen nicht durch kräftigen Rückschnitt in Grenzen hält.

Hibiscus rosa-sinensis bildet etwa 10 bis 15 cm breite, dunkelkarminrot gefärbte Blüten. Diese Pflanzen sind ein Blickfang auf der Fensterbank. Es gibt zahlreiche Sorten, einige mit fünf Blütenblättern, andere mit mehreren; die Blüten dieser Eibisch Arten können weiß, gelb, rosarot, orangerot oder rot gefärbt sein. Die Staubgefäße bei den fünfblättrigen Blüten sind zu einer röhrenförmigen, meist leicht nach oben gebogenen Säule zusammengewachsen. Die Staubfäden bei den gefüllten Blüten werden meist aus einem lockeren Büschel gebildet.

Standort / Licht

Man pflegt den Eibisch an einem hellen Standort mit mindestens etwas Sonne in den Morgen- oder Nachmittagsstunden. Der Eibisch liebt hohe Luftfeuchtigkeit.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

In der Hauptwachstumszeit wässert man den Eibisch gleichmäßig, die oberste Schicht der Erde lässt man zwischen den Wassergaben abtrocknen.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Überwintern / Ruheperiode

Während der zwei- bis dreimonatigen Winterruhe senkt man die Temperatur auf etwa 13 °C. In dieser Zeit wird der Hibiskus gerade so viel gegossen, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Von Oktober bis Februar wird der Eibisch nur schwach, etwa alle 4 Wochen, gedüngt. Auch während der Ruheperiode sollte der Eibisch einen möglichst hellen, sonnigen Standort haben.

Temperatur

Vom Frühling bis zum Herbst sind normale Raumtemperaturen geeignet, der Eibisch stellt dann keine besonderen Ansprüche an die Temperaturverhältnisse.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Eibisch Vermehren

Im zeitigen Frühjahr kann man einen Eibisch mit 10 bis 15 cm langen Kopfstecklingen vermehren. Man schneidet einen Steckling direkt unterhalb eines Blattknotens ab, entfernt dann die unteren Blätter und setzt den Steckling in ein Gemisch aus gleichen Teilen Torf und Sand. Über das Pflanzgefäß stülpt man einen Plastikbeutel oder man stellt es in einen Anzuchtkasten an einen nicht sonnigen aber hellen Platz. Das Substrat wird bis zur Bewurzelung nur schwach gegossen, die Anzuchterde sollte nur leicht feucht sein.

Man wartet bis die Pflanze sich kräftig bewurzelt hat, dies sollte bei einem Eibisch nach etwa 3 Monaten der Fall sein, und topft den Steckling dann in ein größeres Pflanzgefäß um.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Man verwendet für die Pflege eines Eibisch ein humoses, lockeres Gemisch aus ein wenig Sand und Komposterde.

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Eibisch Umtopfen

Jedes Frühjahr wird der Eibisch in etwas größere Pflanzgefäße umgesetzt, bis die gewünschte Maximalgröße erreicht ist.

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Düngen / Nährstoffbedarf

Der Nährstoffbedarf eines Eibisch ist hoch. Vom Frühling bis zum Herbst verabreicht man einem Eibisch alle zwei Wochen einen kalireichen Flüssigdünger.

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Kürzen / Schneiden der Eibisch

Im zeitigen Frühjahr schneidet man alle zu dicht gewachsenen Triebe aus und kürzt die Triebe und Zweige des Eibisch auf etwa 15 cm Länge.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Nach einem Standortwechsel (Drehen), bei Licht- oder Nährstoffmangel, bei Ballentrockenheit oder bei plötzlichen Temperaturschwankungen, reagiert der Eibisch meist mit Knospenfall.

Die im Handel erhältlichen Eibische sind mit Hemmstoffen behandelt um ein kompaktes, buschiges Wuchsbild zu erreichen. So lässt sich der Eibisch besser verkaufen. Im  Laufe der Zeit lässt die Hemmwirkung nach und die Pflanze verliert das kompakt-buschige Wuchsbild.

Der Eibisch wird manchmal von Blattläusen befallen. Hin und wieder sollte man die Pflanzen sorgfältig auf einen Befall mit diesen Pflanzenschädlingen kontrollieren.

Die gemeine Spinnmilbe kann an dem Eibisch auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Eibisch Bilder 

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Hibiscus insularis

Eibisch

Hibiscus insularis
Foto: Melburnian
Lizenz: GFDL

Hibiscus brackenridgei

Eibisch

Hibiscus brackenridgei
Foto: A. Gray
Lizenz: GFDL