Die Zubereitung der Kräuter, Heilpflanzen oder Heilkräuter

Um den Heilpflanzen ihre aktiven Substanzen zu entziehen, benötigt man im allgemeinen eine Flüssigkeit die eine solch aktive Substanz auflöst. Pflanzliche Lösungen gewinnt man durch Zusetzen von Alkohol, Wasser oder Äther.

Die drei wichtigsten Arten der Zubereitung mit Wasser sind der klassische Tee-Aufguss, der Absud und der Kaltauszug. Alle drei Zubereitungen werden vor der Anwendung oder dem Trinken gefiltert.

Die unterschiedlichen Arten der Zubereitungen werden, je nach dem zu behandelnden Organ oder gemäß ihrer Zusammensetzung und Konsistenz, auf unterschiedliche Weise angewendet. So werden Aufguss, Absud und Auszug meist getrunken oder für Wickel benutzt, eine Salbe wird auf die Haut gerieben. Die warmen Dämpfe eines Aufgusses werden meist inhaliert.

Der Pflanzenaufguss - Tee

Der Aufguss ist die bekannteste und gebräuchlichste Art der Zubereitung eines Tees. Für die Herstellung eines Tees gießt man kochendes Wasser über die aktiven Bestandteile der Pflanze, meist sind dies die Blüten und die Pflanzenblätter. Die mit siedendem Wasser übergossenen Pflanzenbestandteile werden nach 5 bis 15 Minuten abgefiltert. Bei einigen Tees kann die Wartezeit jedoch auch länger sein, in den Beschreibungen der Heilpflanzen weisen wir jedoch darauf hin.

Je nach Art der Heilpflanze ist die zu verwendende Dosis unterschiedlich. Die Teekanne sollte nach Möglichkeit aus Glas, Steingut oder Porzellan bestehen und über einen Deckel verfügen. Die Abdeckung ist notwendig, da einige wirksame Bestandteile sich leicht verflüchtigen. Bei einem geschlossenen Gefäß kondensieren solche flüchtigen Substanzen unter dem Deckel und tropfen wieder in den Teeaufguß zurück. Generell sollte man auch beachten, das die Tees mit leicht flüchtigen Substanzen möglichst schnell getrunken werden sollten.

Der Absud

Zur Gewinnung eines Heilpflanzenabsuds gibt man die Pflanzenteile in kaltes Wasser in einen geschlossenen Topf. Je nach Heilpflanze wird dieses Gemisch über einen gewissen Zeitraum gekocht und danach zur Verwendung gefiltert. Bei einigen Absuden muss die Pflanze nach dem Kochen noch eine bestimmte Zeit, ohne weitere Zufuhr von Hitze, ziehen. Die Angaben dazu sind in den jeweiligen Zubereitungen aufgeführt. Absude werden in der Regel aus Hölzern, Baumrinden oder den Wurzeln der Pflanzen hergestellt.

Der Kaltauszug

Für die Zubereitung eines Kaltauszuges werden die Bestandteile der Heilpflanze in kaltes Wasser gegeben. Der Behälter wird zugedeckt und der Kaltauszug muss dann an einem kühlen Ort ziehen. Je nach Pflanze und gewünschter Wirkung kann die Wartezeit 10 Stunden bis hin zu mehreren Wochen dauern. Zur Zubereitung eines Kaltauszuges verwendet man nicht immer Wasser, in manchen Fällen benutzt man reinen Alkohol, alkoholische Getränke, Äther oder Öle.

Das Öl

Zur Herstellung von Ölen werden die Früchte und Samen der Heilpflanzen ausgepresst. Diese Art der Ölgewinnung ist jedoch etwas aufwendig, da man eine spezielle Ölpresse benötigt. Eine weitere Art medizinisch wirksames Öl zu bekommen besteht darin, Wurzeln oder getrocknete Pflanzenteile in einem Ölbad ziehen zu lassen. Einige dieser so gewonnenen Öle nimmt man zum Einreiben, andere werden oral eingenommen. Lavendelöl oder Pfefferminzöl gewinnt man durch Auspressen der gesamten Pflanze. Obwohl man sie als Öle bezeichnet, gehören sie nicht zu den Ölen sondern zu den Essenzen.

Das Puder

Zur Herstellung von Pflanzenpuder nimmt man die getrockneten Pflanzen oder ihre den Wirkstoff enthaltenen Teile. Diese zerstößt man mit einem Mörser oder sie werden in einer Mühle zerrieben. Das Pflanzenpuder dient zur Herstellung von Heilextrakten, es wird in Wasser aufgelöst oder direkt oral genommen.

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