Gesundheit durch Kräuter & Heilpflanzen

Die heilenden Kräfte der Pflanzen werden von der pharmazeutischen Industrie genutzt. Etwa 45 Prozent der Pharmazeutika werden aus Heilpflanzen gewonnen. Konzentrate und Auszüge aus Heilpflanzen findet man in hunderten von Medikamenten. Häufig verwendetet Wirkstoffe erhält man aus Roßkastanien, Pinien, Faulbaumrinde, Orangenbaum, Eukalyptus, Minze, Tollkirsche oder Mohn. Die Verwendung einer Heilpflanze, auch wenn es sich um eine "ganz gewöhnliche Pflanze" handelt, kann durchaus gefährlich für die Gesundheit sein.

Wer Heilpflanzen zu medizinischen Zwecken verwenden möchte, sollte nur jeweils eine einzige Art verwenden oder bei einer Mischung unterschiedlicher Heilpflanzen die überlieferten Dosierung genau einhalten. Besser ist es, einem der Naturheilkunde kundigen Arzt oder Apotheker die Mischungen herzustellen zu lassen. Fachkundiges Wissen ist notwendig, denn es bestehen auch bei der Verwendung von Pflanzen Unverträglichkeiten, die Krankheiten oder Beschwerden auslösen können.

Heilpflanzen sammeln und zubereiten

Beim Sammeln von Heilpflanzen sollte man sich nur auf die gerade benötigten Pflanzen beschränken und nicht einfach wahllos pflücken. Wie man lernt, Heilpflanzen zu Sammeln, zu Ernten und zu Konservieren wird ausführlich auf folgenden Seiten erklärt:

1) Heilpflanzen sammeln
2) Wie und wann sammeln?
3) Trocknen und Verarbeiten der Heilpflanzen


Sind die Pflanzen einmal geerntet und getrocknet, sollte man bereits wissen, welche unterschiedlichen Zubereitungsarten zu unterscheiden sind. Teeaufguß, Absud, Auszug oder Einweichen dürfen bei der Anwendung nicht verwechselt werden. Die Begriffe sind auf folgender Seite näher erläutert:

Die richtige Zubereitung der Heilpflanzen

Es gibt auch einige Regeln die unbedingt eingehalten werden müssen. Ein Aufguss sollte nie auf Vorrat hergestellt werden, wenn er sofort eingenommen werden muss. Bei längeren Aufbewahrungszeiten können gefährliche chemische Veränderungen auftreten.

Vorsichtsmaßnahmen bei der Verwendung der Pflanzen

Ohne eine Zustimmung des Arztes darf weder einem Säugling, noch einer schwangeren Frau eine pflanzliche Zubereitung aus Heilpflanzen verabreicht werden. Einige Pflanzen dürfen nicht von stillenden Müttern, von Diabetikern, Gicht-, Nerven- und Herzkranken eingenommen werden. Auch gibt es Heilpflanzen die Allergien hervorrufen können. Ganz besondere Vorsicht ist bei den als giftig bekannten Pflanzen geboten. Diese Heilpflanzen sind immer gefährlich, obwohl einige dieser Pflanzen wertvolle medizinische Wirkstoffe liefern.

Pflanzen reinigen und waschen

Alle gesammelten oder geernteten Heilpflanzen müssen von Verunreinigungen befreit und dann sorgfältig gewaschen werden. Die Pflanzen könnten durch Chemikalien oder Parasiten verunreinigt oder von Schädlingen befallen sein.

Geduld bei der Behandlung mit Heilpflanzen

Man darf in der Naturheilkunde mit Heilpflanzen keine sofortige Heilung erwarten. Eine Kur mit Heilpflanzen erstreckt sich in der Regel über etwa 10 Tage, in einigen Fällen dauert es bis zum Eintreten der Wirkung auch länger.

Frühjahrskuren oder Entschlackungskuren dauern mindestens 3 Wochen. Dieser Zeitraum ist notwendig, damit alle Gewebe des Körpers von den Wirkstoffen erfasst werden und alle Ausscheidungssysteme unseres Organismus - Leber, Darm, Nieren und Schweißdrüsen - angeregt werden, die im Körper angesammelten Giftstoffe auszuscheiden.

Man kann von den Heilpflanzen nicht erwarten, dass sie eine schwere Krankheit rasch bekämpfen und die ersehnte Heilung schnell herbeigeführt wird. Heilpflanzen wirken langsam, und eine erfolgreiche Behandlung benötigt oftmals - mit mehreren Unterbrechungen - einige Monate.

Die Heilpflanzen können gezielt eingesetzt werden, etwa als schmerzlinderndes Mittel oder zur Linderung von Juckreiz bei Diabetikern. In den meisten Fällen werden die Heilpflanzen jedoch zur Behandlung kleiner alltäglicher Beschwerden gebraucht. Besonders bewährt haben sich die Behandlung von schlechter Verdauung, Schlaflosigkeit, Müdigkeit, chronische Schmerzen, Hautunreinheiten, Schweißabsonderung und leichterer, oberflächlicher Verletzungen.

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