Leber – Hausmittel der Naturheilkunde

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Die Leber ist ein Organ für unterschiedliche Sammel- und Reinigungsfunktionen im Körper. Zusätzlich sorgt die Leber auch für die ständige Sekretion der Galle. Heilpflanzen und Heilkräuter, die diese Tätigkeit fördern, werden Choleretika genannt.

Bei Problemen mit der Leber finden Sie verwandte Themen auf folgenden Seiten: Gallenblase, Gelbsucht, Steinerkrankungen.

Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel mit Heilkräutern und Heilpflanzen, die traditionell bei Leberbeschwerden angewendet werden.

Rosmarin (Salvia rosmarinus): Zweige mit nadelförmigen Blättern und hellblauen Lippenblüten

Rosmarin: Das Kraut kommt in den Absud im Abschnitt „Morgens 1 Tasse trinken“. Zum Rezept

Rosmarin von THOR, CC BY 2.0

Nahrung für die Leberfunktion

Zahlreichen Heilkräutern und Heilpflanzen wird eine günstige Wirkung auf die Leberfunktion nachgesagt. Die hier aufgelisteten Heilpflanzen und Heilkräuter können traditionell zur Unterstützung der Leberfunktion roh oder gekocht gegessen werden:

Spargel, Auberginen, Rote Rüben, Möhren, Gartenkerbel, Wegwarte, Gartenkresse, Gartenbohnen, Löwenzahn, Rettich

⚠️ Hinweis: Die roten Beeren sind gering giftig; Spargel kann Hautallergien auslösen – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Unreife und junge Früchte sind wegen ihres Gehalts an Bitterstoffen und Solanin nicht zum Rohverzehr geeignet – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Bei Birkenpollen- oder Beifußallergie kann roher Karottenverzehr (Saft, Raspel) allergische Reaktionen auslösen – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Samen und Hülsen der Gartenbohne enthalten roh das Eiweiß Phasin, das schon in sehr kleinen Mengen gesundheitsschädlich sein kann. Typisch sind Bauchschmerzen und Übelkeit, in schweren Fällen blutige Durchfälle, Fieber und Blutdruckabfall, meist zwei bis drei Stunden nach dem Verzehr. Bohnen deshalb nur ausreichend gegart essen; Kinder sind besonders gefährdet. Bei versehentlichem Verzehr roher Bohnen ein Giftinformationszentrum anrufen.

⚠️ Hinweis: Bei Gallensteinen, Gallenwegsverschluss oder -entzündung und Lebererkrankungen ist Löwenzahn laut EMA nicht geeignet – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Bei bestehenden Gallensteinen ist laut Altmeyers Enzyklopädie von einer Einnahme abzusehen; es können Koliken ausgelöst werden – siehe Sicherheitshinweise.

Olivenöl

Auch der Verzehr von kalt gepresstem, hochwertigem Olivenöl soll sich günstig auf die Funktionen der Leber auswirken. Man nimmt morgens 1 bis 2 Esslöffel vom Olivenöl oder man mischt dieses einem gesunden, frisch zubereiteten Salat bei.

Sicherheitshinweis für den Olivenbaum »

Folgende Früchte werden traditionell zur Unterstützung der Leberfunktion empfohlen:

Melonen, Orangen, Pflaumen, Trauben

⚠️ Hinweis: Bitter schmeckende Melonen nicht verzehren – siehe Sicherheitshinweise.

Morgens 1 Tasse trinken

Von einer der beiden folgenden Zubereitungen zur Verbesserung der Leberfunktion trinkt man morgens 1 Tasse auf nüchternen Magen.

Absud mit Rosmarin

Man gibt 40 g Rosmarin in 1 Liter Wasser. Die Heilkräuter müssen 5 Minuten kochen.

⚠️ Hinweis: Für die Einnahme als Tee nennt die EMA Verschluss der Gallenwege, Gallengangsentzündung, Lebererkrankungen, Gallensteine und andere Gallenwegserkrankungen, die ärztliche Überwachung erfordern – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für den Rosmarin »

Tee mit Mariendistel

Man gibt 10 g Samen der Mariendistel in 1 Tasse Wasser. Die Samen müssen über Nacht einweichen, am Morgen wird alles kurz aufgekocht. Diesen Tee kann man morgens auf nüchternen Magen trinken, besser ist es jedoch, die Tasse mit dem Tee langsam über den Tag verteilt in kleinen Schlucken zu trinken.

⚠️ Hinweis: Bei Gelbsucht oder verfärbtem Urin oder Stuhl sofort ärztliche Hilfe holen; die Anwendung zur Unterstützung der Leberfunktion setzt laut EMA voraus, dass ernste Erkrankungen ärztlich ausgeschlossen wurden – siehe Sicherheitshinweise.

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Tee mit Besenginster

Man gibt 30 g Blüten vom Besenginster in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blüten müssen 10 Minuten ziehen. Von dieser Zubereitung zur Verbesserung der Leberfunktion trinkt man täglich maximal 1 Tasse.

⚠️ Hinweis: Der Besenginster ist in allen Teilen giftig (Spartein); Vergiftungen äußern sich unter anderem durch Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufkollaps und Rhythmusstörungen – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für den Besenginster »

Täglich 3 Tassen trinken

Den hier aufgeführten Zubereitungen der Naturheilkunde wird nachgesagt, die Funktion der Leber und die Produktion der Galle anzuregen. Zusätzlich sollen die Zellen entgiftet werden. Soweit bei den Zubereitungen keine anderen Angaben stehen, trinkt man täglich 3 Tassen, die erste morgens auf nüchternen Magen.

Artischocken und Buchsbaum

Man gibt 30 g Artischockenblätter und 20 g Buchsbaumblätter in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen vor dem Abseihen 10 Minuten ziehen.

⚠️ Hinweis: Blätter und Früchte des Buchsbaums enthalten giftige Alkaloide; mögliche Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Krämpfe und Kollaps – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Artischockenblätter-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Verschluss der Gallenwege, Gallenwegsentzündung, Lebererkrankungen, Gallensteinen und anderen Gallenleiden, die ärztlicher Überwachung bedürfen – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Artischockenblätter-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Allergie gegen Korbblütler (Asteraceae) sowie bei Verschluss der Gallenwege, Gallenwegsentzündung, Lebererkrankungen, Gallensteinen und anderen Gallenleiden, die ärztlicher Überwachung bedürfen.

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Absud mit Silberdistel

Man gibt 30 g Wurzeln der Silberdistel in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen vor dem Filtrieren 5 Minuten kochen, danach wird der Absud mit Honig gesüßt und möglichst warm getrunken. Diese Zubereitung wird immer frisch zubereitet.

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Absud mit Artischocken, Löwenzahn, Schwarzen Johannisbeerblättern und Ringelblumen

Man stellt eine Mischung aus 35 g Blättern vom Schwarzen Johannisbeerstrauch, 30 g Artischockenblättern, 25 g Löwenzahnblättern und 10 g blühenden Sprossspitzen der Ringelblume her. Alle Heilkräuter müssen vor der Verwendung gut getrocknet sein. Von dieser Heilpflanzenmischung gibt man 3 Teelöffel in eine Tasse kaltes Wasser und setzt dieses zum Kochen auf. Man lässt die Heilkräutermischung 1 Minute leicht kochen und vor dem Abseihen weitere 10 Minuten ziehen.

⚠️ Hinweis: Artischockenblätter-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Verschluss der Gallenwege, Gallenwegsentzündung, Lebererkrankungen, Gallensteinen und anderen Gallenleiden, die ärztlicher Überwachung bedürfen – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Bei Gallensteinen, Gallenwegsverschluss oder -entzündung und Lebererkrankungen ist Löwenzahn laut EMA nicht geeignet – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Die EMA-Bewertung umfasst nur die äußerliche Anwendung und das Spülen/Gurgeln mit Ringelblumenblüten, nicht das Trinken des Tees – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Artischockenblätter-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Allergie gegen Korbblütler (Asteraceae) sowie bei Verschluss der Gallenwege, Gallenwegsentzündung, Lebererkrankungen, Gallensteinen und anderen Gallenleiden, die ärztlicher Überwachung bedürfen.

⚠️ Hinweis: Bei Verschluss der Gallenwege, Gallenwegsentzündung, Lebererkrankungen, Gallensteinen und anderen Gallenleiden ist Löwenzahn nach beiden EMA-Monographien nicht geeignet, da er die Gallensekretion anregen kann.

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Absud mit Sauerdorn (=Berberitze)

Man gibt 30 g Rinde vom Sauerdorn in 1 Liter kochendes Wasser. Die Rinde muss 3 Minuten kochen und vor dem Abseihen weitere 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für den Sauerdorn »

Tee mit Zaunwinden

Man gibt 5 g Blätter der Zaunwinde in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für die Zaunwinde »

Tee mit Liebstöckel

Man gibt 50 g Samen vom Liebstöckel in 1 Liter kochendes Wasser. Die Samen müssen vor dem Filtrieren 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für den Liebstöckel »

Tee mit Melisse und Winterlindenblüten

Man gibt eine Mischung von 20 g blühenden Sprossspitzen und Blättern der Melisse und 15 g Blüten der Winterlinde in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilkräuter müssen vor dem Abseihen 10 Minuten ziehen.

ℹ️ Hinweis: Die EMA-Bewertung betrifft nur die Einnahme von Melissenblättern – siehe Sicherheitshinweise.

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Tee mit Walnussbaumblättern

Man gibt 25 g Blätter vom Walnussbaum in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für die Echte Walnuss »

Absud mit dem Stumpfblättrigen Ampfer

Man gibt 20 g Wurzeln vom Stumpfblättrigen Ampfer in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen 5 Minuten kochen und weitere 10 Minuten ziehen.

⚠️ Hinweis: Die Blätter haben einen relativ hohen Oxalsäureanteil; ihr Verzehr kann zu Unverträglichkeiten oder einem Mangel an Mineralstoffen, insbesondere Calcium, führen – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für den Stumpfblättrigen Ampfer »

Absud mit Tüpfelfarn

Man gibt 40 g Wurzeln vom Tüpfelfarn in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen 1 Minute kochen und vor dem Abseihen weitere 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für den Gewöhnlichen Tüpfelfarn »

Tee mit Robinien

Man gibt 30 g Blüten der Robinie in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blüten müssen 10 Minuten ziehen.

⚠️ Hinweis: Nur die Blüten der Robinie sind ungiftig; Rinde, Samen und Blätter sind giftig – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für die Gewöhnliche Robinie »

Absud mit Echtem Seifenkraut

Man gibt 40 g Wurzeln vom Echten Seifenkraut in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen 5 Minuten kochen, danach werden sie direkt abgeseiht. Diese Zubereitung wird immer frisch zubereitet.

Sicherheitshinweis für das Gewöhnliche Seifenkraut »

Absud mit Knöllchensteinbrech

Man gibt 20 g vom Knöllchensteinbrech in 1 Liter Wasser. Die Heilkräuter müssen 5 Minuten kochen.

Sicherheitshinweis für den Knöllchensteinbrech »

Tee mit Hirschzungen

Man gibt 20 g Blätter der Hirschzunge in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für den Hirschzungenfarn »

Absud mit der Knotigen Braunwurz

Man gibt 15 g Wurzeln der Knotigen Braunwurz in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen vor dem Abseihen 15 Minuten kochen.

Sicherheitshinweis für die Knotige Braunwurz »

Tee mit dem Schwarzen Holunder

Man gibt 50 g getrocknete Blüten vom Schwarzen Holunder in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blüten werden einmal kräftig umgerührt und sofort wieder abfiltriert.

⚠️ Hinweis: Rohe Holunderbeeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin; sie müssen vor dem Verzehr kurz auf über 80 °C erhitzt werden – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für den Holunder »

Absud mit Waldehrenpreis

Man gibt 80 g getrocknete Blüten und Blätter vom Waldehrenpreis in 1 Liter Wasser. Die Heilpflanzen müssen 10 Minuten kochen und weitere 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für den Waldehrenpreis »

Sicherheitshinweise zu den Pflanzen

Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).

Sicherheit von Olea europaea (Olivenbaum)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Olivenbaumblätter als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur vermehrten Ausscheidung von Wasser bei leichter Wassereinlagerung bewertet, nachdem ein Arzt ernste Ursachen ausgeschlossen hat. Bei Erkrankungen, bei denen eine eingeschränkte Flüssigkeitszufuhr empfohlen ist (z. B. schwere Herz- oder Nierenerkrankungen), darf es nicht angewendet werden; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie in Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen.

ℹ️ Hinweis: Die EMA hat die Olivenbaumblätter nur bei leichter Wassereinlagerung bewertet – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Olivenbaum – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Olivenbaum

Sicherheit & Toxizität von Salvia rosmarinus (Rosmarin)

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) bewertet Rosmarin unter dem Namen Rosmarinus officinalis in zwei getrennten Monographien als traditionelles pflanzliches Arzneimittel. Die Rosmarinblätter sind bewertet als Tee bei Verdauungsbeschwerden und leichten Krämpfen im Magen-Darm-Bereich sowie als Badezusatz bei leichten Muskel- und Gelenkschmerzen und leichten Durchblutungsstörungen. Das ätherische Rosmarinöl ist nur zur Anwendung auf der Haut bewertet, und zwar in Salben und ähnlichen Zubereitungen mit 6 bis 10 Prozent Öl.

⚠️ Hinweis: Für die Einnahme als Tee nennt die EMA Verschluss der Gallenwege, Gallengangsentzündung, Lebererkrankungen, Gallensteine und andere Gallenwegserkrankungen, die ärztliche Überwachung erfordern – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Rosmarin – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Rosmarin

Sicherheit & Toxizität von Silybum marianum (Mariendistel)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Früchte der Mariendistel (Silybum marianum) als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bewertet, dessen Anwendung auf langjähriger Erfahrung beruht. Die Bewertung umfasst zerkleinerte Früchte für Tee, Pulver und Extrakte zum Einnehmen; andere Pflanzenteile sind nicht Gegenstand dieser Monographie. Die Monographie stammt aus dem Jahr 2018 und wird derzeit turnusmäßig überprüft.

⚠️ Hinweis: Bei Gelbsucht oder verfärbtem Urin oder Stuhl sofort ärztliche Hilfe holen; die Anwendung zur Unterstützung der Leberfunktion setzt laut EMA voraus, dass ernste Erkrankungen ärztlich ausgeschlossen wurden – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Bei Überempfindlichkeit gegen Korbblütler (Asteraceae) nicht anwenden – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Bei Beschwerden über 2 Wochen hinaus ärztlichen Rat einholen – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Mariendistel – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Mariendistel

Sicherheit von Cytisus scoparius (Besenginster)

Die Giftzentrale Bonn (Informationszentrale gegen Vergiftungen NRW) stuft den Besenginster als gering giftig bis giftig ein. Giftig ist die ganze Pflanze, durch Chinolizin-Alkaloide (Hauptwirkstoffe Spartein und Lupanin; Gesamtalkaloidgehalt: Samen 1,5 %, Blüte 0,3 %, Blatt und Zweig 0,2–0,8 %). Vergiftungen mit Besenginster sind selten; bei Erwachsenen ist ab 0,3 g Spartein mit Vergiftungserscheinungen zu rechnen. Die Vergiftungserscheinungen ähneln denen durch Nicotin; beobachtet wurden Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Speichelfluss, neurologische Symptome, Kreislaufkollaps und Rhythmusstörungen. In der Literatur beschriebene Todesfälle waren durch sparteinhaltige Arzneimittel bedingt; in neuerer Literatur finden sich keine Berichte über schwerwiegende Verläufe. Nach dem BfR sind bei mehreren Samen Magen-Darm-Beschwerden, Unruhe, Kaltschweißigkeit und Lähmungen möglich; bis zu 4 Samen genügt Flüssigkeit, bei Symptomen soll ein Arzt aufgesucht werden.

⚠️ Hinweis: Der Besenginster ist in allen Teilen giftig (Spartein); Vergiftungen äußern sich unter anderem durch Übelkeit, Erbrechen, Kreislaufkollaps und Rhythmusstörungen – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Besenginster – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Besenginster

Sicherheit von Cynara cardunculus subsp. scolymus (Artischocke)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Artischockenblätter als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Linderung von Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsstörungen bewertet. Artischockenblätter-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Allergie gegen Korbblütler (Asteraceae) sowie bei Verschluss der Gallenwege, Gallenwegsentzündung, Lebererkrankungen, Gallensteinen und anderen Gallenleiden, die ärztlicher Überwachung bedürfen. Als Nebenwirkungen sind leichter Durchfall mit Bauchkrämpfen, Übelkeit und Sodbrennen beschrieben; allergische Reaktionen können auftreten. Die Anwendung ist für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren vorgesehen; in Schwangerschaft und Stillzeit wird sie mangels Daten nicht empfohlen. Halten die Beschwerden länger als zwei Wochen an, soll ein Arzt aufgesucht werden.

⚠️ Hinweis: Artischockenblätter-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Verschluss der Gallenwege, Gallenwegsentzündung, Lebererkrankungen, Gallensteinen und anderen Gallenleiden, die ärztlicher Überwachung bedürfen – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Die EMA hat Artischockenblätter nur zur Linderung von Verdauungsbeschwerden bewertet – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Artischocke – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Artischocke

Sicherheit von Buxus sempervirens (Buchsbaum)

Die Giftzentrale Bonn (Informationszentrale gegen Vergiftungen NRW) stuft den Buchsbaum als gering giftig bis giftig ein. Giftig sind Blätter und Früchte durch Buxus-Alkaloide. Über schwere Vergiftungen beim Menschen liegen keine Berichte vor; nach Einnahme einer unbekannten Menge Blätter war ein einjähriges Kind kurzzeitig apathisch, dann übererregt. Mögliche Symptome sind zunächst Erregung, dann Lähmung und Blutdrucksenkung, außerdem Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Krämpfe und Kollaps. Die Vergiftungsinformationszentrale Wien führt den Buchsbaum als mäßig giftig, die Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) und die Datenbank TPPT von Agroscope als stark giftig.

⚠️ Hinweis: Blätter und Früchte des Buchsbaums enthalten giftige Alkaloide; mögliche Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Krämpfe und Kollaps – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Buchsbaum – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Buchsbaum

Sicherheit von Carlina acaulis (Silberdistel)

Für Carlina acaulis liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Silberdistel – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Silberdistel

Sicherheit & Toxizität von Taraxacum officinale (Löwenzahn)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat zwei Monographien zum Löwenzahn veröffentlicht: eine aus dem Jahr 2009 für die Wurzel mit Kraut und eine aus dem Jahr 2022 für die Wurzel allein. Beide stufen Löwenzahn als traditionelles pflanzliches Arzneimittel ein, dessen Anwendung auf langjähriger Erfahrung beruht. Blüten und Milchsaft sind nicht Gegenstand dieser Bewertungen. Die Monographie für Wurzel mit Kraut wird derzeit überprüft.

⚠️ Hinweis: Bei Gallensteinen, Gallenwegsverschluss oder -entzündung und Lebererkrankungen ist Löwenzahn laut EMA nicht geeignet – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Bei Nierenversagen, Herzschwäche oder Diabetes laut EMA wegen möglicher erhöhter Kaliumwerte meiden – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Bei Überempfindlichkeit gegen Korbblütler (Asteraceae) nicht anwenden – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Halten die Beschwerden länger als zwei Wochen an, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Löwenzahn – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Löwenzahn

Sicherheit von Ribes nigrum (Schwarze Johannisbeere)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat für die Blätter der Schwarzen Johannisbeere eine Monographie erstellt (traditionelle Anwendung bei leichten Gelenkschmerzen und zur Durchspülung der Harnwege). Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird die Anwendung nicht empfohlen; zur Durchspülung sollen die Blätter nicht angewendet werden, wenn eine verringerte Flüssigkeitszufuhr empfohlen ist (z. B. bei schweren Herz- oder Nierenerkrankungen). In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung mangels ausreichender Daten nicht empfohlen.

ℹ️ Hinweis: Die EMA hat die Blätter der Schwarzen Johannisbeere bei leichten Gelenkschmerzen und zur Durchspülung der Harnwege bewertet – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Schwarze Johannisbeere – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Schwarze Johannisbeere

Sicherheit & Toxizität von Calendula officinalis (Ringelblume)

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat für Ringelblumenblüten eine Monographie als traditionelles pflanzliches Arzneimittel erstellt. Sie gilt für zwei Anwendungen: äußerlich bei leichten Hautentzündungen (zum Beispiel Sonnenbrand) und zur Unterstützung der Heilung kleiner Wunden sowie als Spül- oder Gurgelmittel bei leichten Entzündungen in Mund und Rachen. Bewertet sind nur die Blüten. Das Trinken von Ringelblumentee und das Kraut sind von dieser Bewertung nicht erfasst.

ℹ️ Hinweis: Die EMA-Bewertung umfasst nur die äußerliche Anwendung und das Spülen/Gurgeln mit Ringelblumenblüten, nicht das Trinken des Tees – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Bei Allergie gegen Korbblütler nicht anwenden – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Ringelblume – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Ringelblume

Sicherheit von Berberis vulgaris (Sauerdorn)

Nach der Giftinformationszentrale Bonn ist die Berberitze gering giftig, besonders die Wurzelrinde, gefolgt von der Stammrinde; Blüten, Fruchtfleisch und Samen sind in der Regel alkaloidfrei. Die WHO-Monographie zur Berberitzenrinde rät wegen fehlender Sicherheitsdaten von der Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit und bei Kindern unter 12 Jahren ab (Kopie auf e-lactancia.org). Nach Altmeyers’ Wiedergabe hat die Kommission E zur Wurzelrinde eine Negativmonographie veröffentlicht. Für Berberis vulgaris liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

⚠️ Hinweis: Rinde und Wurzel des Sauerdorns enthalten Berberin; nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit und nicht bei Kindern unter 12 Jahren anwenden – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Sauerdorn – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Sauerdorn (Berberitze)

Sicherheit von Calystegia sepium (Zaunwinde)

Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die Echte Zaunwinde für den Menschen als schwach giftig ein (ganze Pflanze). Für Calystegia sepium liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Zaunwinde – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Zaunwinde

Sicherheit & Toxizität von Levisticum officinale (Liebstöckel)

Die Monographie des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) betrifft ausschließlich die Wurzel des Liebstöckels (Levisticum officinale W.D.J. Koch) und stuft sie als traditionelles pflanzliches Arzneimittel ein, dessen Anwendung auf langjähriger Erfahrung beruht. Blätter, Samen und Öl sind nicht Gegenstand dieser Bewertung. Ausreichende Untersuchungen zur Reproduktionstoxizität, Erbgutschädigung und krebserzeugenden Wirkung liegen laut EMA nicht vor.

ℹ️ Hinweis: Die EMA-Bewertung betrifft nur die Wurzel – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Liebstöckel – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Liebstöckel

Sicherheit & Toxizität von Melissa officinalis (Melisse)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die Blätter der Zitronenmelisse (Melissa officinalis) zum Einnehmen – als Tee, Pulver, Tinktur oder Extrakt – als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bewertet, dessen Anwendung auf langjähriger Erfahrung beruht. Zum Zeitpunkt der Bewertung waren keine Nebenwirkungen bekannt. Als Gegenanzeige gilt eine Überempfindlichkeit gegen Melisse. Äußerliche Anwendungen und das ätherische Öl sind nicht Gegenstand dieser Monographie, die derzeit turnusmäßig überprüft wird.

ℹ️ Hinweis: Melisse kann die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Halten die Beschwerden länger als 2 Wochen an oder verschlechtern sie sich, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Die EMA-Bewertung betrifft nur die Einnahme von Melissenblättern – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren sowie in Schwangerschaft und Stillzeit wird laut EMA mangels Daten nicht empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Melisse – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Melisse

Sicherheit & Toxizität von Tilia cordata, Tilia platyphyllos (Linde)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die getrockneten Lindenblüten von Winterlinde (Tilia cordata), Sommerlinde (Tilia platyphyllos) und Holländischer Linde (Tilia x vulgaris) bewertet und als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft, dessen Anwendung auf langjähriger Erfahrung beruht. Andere Pflanzenteile und die Silberlinde (Tilia tomentosa) sind nicht Gegenstand dieser Monographie. Bei der Überprüfung im Jahr 2022 ergaben neue Daten keinen Anlass, die Monographie zu ändern.

ℹ️ Hinweis: Die EMA-Bewertung betrifft nur die Lindenblüten – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Halten die Beschwerden länger als eine Woche an, sollte ein Arzt aufgesucht werden – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Winterlinde – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Winterlinde

Sicherheit & Toxizität von Juglans regia (Walnuss)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Monographie zu Walnussblättern veröffentlicht (Stand 2013, 2022 ohne Änderungsbedarf überprüft). Anerkannt ist ausschließlich die äußerliche, traditionelle Anwendung als Umschlag oder Bad bei leichten Hautentzündungen und bei übermäßigem Schwitzen an Händen und Füßen. Eine innerliche Anwendung ist in der Monographie nicht vorgesehen. Grüne Fruchtschalen und Nüsse sind nicht Gegenstand dieser Bewertung.

⚠️ Hinweis: Die EMA hat für Walnussblätter nur die äußerliche Anwendung anerkannt – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Die EMA empfiehlt die Anwendung unter 18 Jahren nicht – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Echte Walnuss – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Walnussbaum

Sicherheit von Rumex obtusifolius (Stumpfblättriger Ampfer)

Die Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) führt den Stumpfblättrigen Ampfer als schwach giftig; die Datenbank TPPT von Agroscope nennt ihn für den Menschen hautreizend und für Tiere schwach giftig. Nach Wikipedia haben die Blätter einen relativ hohen Oxalsäureanteil, deshalb kann ihr Verzehr bei Menschen und Tieren zu Unverträglichkeiten oder einem Mangel an Mineralstoffen, insbesondere Calcium, führen.

⚠️ Hinweis: Die Blätter haben einen relativ hohen Oxalsäureanteil; ihr Verzehr kann zu Unverträglichkeiten oder einem Mangel an Mineralstoffen, insbesondere Calcium, führen – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Stumpfblättriger Ampfer – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Stumpfblättriger Ampfer: Heilpflanze

Sicherheit von Polypodium vulgare (Gewöhnlicher Tüpfelfarn)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat den Wurzelstock des Tüpfelfarns als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zum Abhusten bei Husten und Erkältung und zur kurzzeitigen Anwendung bei gelegentlicher Verstopfung bewertet; er soll nicht länger als eine Woche angewendet werden. Für Kinder unter 12 Jahren sowie in Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen.

ℹ️ Hinweis: Die EMA hat nur den Wurzelstock bewertet; nicht unter 12 Jahren – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Gewöhnlicher Tüpfelfarn – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Tüpfelfarn

Sicherheit von Robinia pseudoacacia (Gewöhnliche Robinie)

Nach der Giftinformationszentrale Bonn ist die Robinie giftig, vor allem die Rinde, weniger Samen und Blätter; die Blüten sind nicht giftig. Ab etwa fünf Samen ist mit Krankheitszeichen zu rechnen. Das BfR zählt die Robinie zu den Pflanzen mit mittlerem Vergiftungsrisiko für Kleinkinder (Kategorie 2). Für Robinia pseudoacacia liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

⚠️ Hinweis: Nur die Blüten der Robinie sind ungiftig; Rinde, Samen und Blätter sind giftig – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Gewöhnliche Robinie – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Gewöhnliche Robinie

Sicherheit von Saponaria officinalis (Gewöhnliches Seifenkraut)

Nach Altmeyers’ Wiedergabe hat die Kommission E die rote Seifenwurzel bei Katarrhen der oberen Luftwege positiv bewertet; selten kann sie den Magen reizen. Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft das Gewöhnliche Seifenkraut für den Menschen als schwach giftig ein, am stärksten in der Wurzel. Für Saponaria officinalis liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Gewöhnliches Seifenkraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Gewöhnliches Seifenkraut: Heilpflanze

Sicherheit von Saxifraga granulata (Knöllchensteinbrech)

Für Saxifraga granulata liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Knöllchensteinbrech – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Knöllchensteinbrech

Sicherheit von Asplenium scolopendrium (Hirschzungenfarn)

Für Asplenium scolopendrium liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Hirschzungenfarn – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Hirschzungenfarn

Toxizität und Sicherheitsbewertung von Scrophularia nodosa (Braunwurz)

Die Knotige Braunwurz wird von Giftinformationszentren (GIZ) und botanischen Institutionen offiziell als gering giftig oder leicht giftig bewertet.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Knotige Braunwurz – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Knotige Braunwurz

Sicherheit & Toxizität von Sambucus nigra (Schwarzer Holunder)

Rohe Holunderbeeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin und können Erbrechen, Durchfall und Schüttelfrost auslösen. Sie müssen vor dem Verzehr kurz auf über 80 °C erhitzt werden; unreife Früchte enthalten deutlich mehr Giftstoff.

⚠️ Hinweis: Rohe Holunderbeeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin; sie müssen vor dem Verzehr kurz auf über 80 °C erhitzt werden – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Holunder – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Holunder

Sicherheit & Toxizität von Veronica officinalis (Ehrenpreis)

Für Echten Ehrenpreis liegen nur begrenzte klinische Sicherheitsdaten vor; schwerwiegende Risiken sind bei traditioneller Anwendung nicht dokumentiert, verlässliche Langzeitstudien fehlen jedoch. Bei äußerlicher Anwendung sind vereinzelt Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut möglich. Ohne fachliche Beratung sollte die Pflanze nicht in Schwangerschaft, Stillzeit oder bei Kindern angewendet werden.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Waldehrenpreis – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Waldehrenpreis

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  • Verstopfung

    Ballaststoffreiche Hausmittel und Kräuter, die bei Verstopfung die Verdauung anregen können.

  • Gicht

    Kräuter und Ernährungstipps, die bei Gicht begleitend eingesetzt werden.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Wikipedia - Pflanzenheilkunde
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zur Leber

Welche Aufgaben hat die Leber?

Die Leber ist ein Organ für unterschiedliche Sammel- und Reinigungsfunktionen im Körper. Zusätzlich sorgt die Leber auch für die ständige Sekretion der Galle.

Was sind Choleretika?

Heilpflanzen und Heilkräuter, die diese Tätigkeit fördern, werden Choleretika genannt.

Wie nimmt man Olivenöl für die Leber?

Man nimmt morgens 1 bis 2 Esslöffel vom Olivenöl oder man mischt dieses einem gesunden, frisch zubereiteten Salat bei.