Holunder - als Heilpflanze verwenden

Holunder

Holunder

Name: Sambucus nigra L.
Pflanzennamen im Volksmund: Holder, Holler, Holderbusch
Pflanzenfamilie: Moschuskrautgewächse (Adoxaceae)
Wuchshöhe: bis über 7 m
Verwendung: Innerlich und Äußerlich,
Die pharmazeutische Industrie, die kosmetische Industrie und die Tiermedizin verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Abszess, Augen, Bronchitis, Frostbeule, Furunkel, Gerstenkorn, Gicht, Hämorrhoiden, Haut, Herz, Insektenstich, Karbunkel, Leber, Nasenbluten, Niere, Rauchen aufhören, Rheumatismus, Schwitzen, Tabakmißbrauch, Transpiration

Steckbrief / Beschreibung

Bereits die alten Griechen und die Römer verwendeten den Schwarzen Holunder häufig. Im Aberglauben und im Volksbrauchtum spielte der Holderbusch eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund findet man den Holunder oft in der Nähe von Dörfern, auf Bauernhöfen und am Rand von Bauerngärten. Früher pflanzte man die Holunderpflanze, um gute Hausgeister anzuziehen. Heute jedoch wird der Holunderstrauch besonders wegen seines intensiven, für die meisten Menschen unangenehmen Geruches in den Gärten kaum noch gezogen. Die Anwendung des Holunders in der Naturheilkunde ist vielfältig. Vor allem die Blüten und Beeren finden bei zahlreichen Anwendungen Verwendung. Die grüne Rinde wird ebenfalls benutzt, Anwendungen mit ihr sind jedoch selten. Früher benutzte man auch die giftigen Blätter des Holunders. Ein Aufguss der Blüten wirkt schweißtreibend und wird bei fiebrigen Erkrankungen und Erkältungen verabreicht. Im Ausbackteig gewendet, ergeben die Holunderblüten eine wohlschmeckende Süßspeise. Aus den Früchten kann man Saft, Holundersuppe, Mus und Eingemachtes herstellen.

Der Holunder ist ein bis über 7 m hoher Strauch oder Baum. Die Rinde am Stamm ist hellbraun bis grau und warzig. Die Rinde der jungen Zweigen ist grün gefärbt.  Die leicht zerbrechlichen Zweige enthalten ein weißes, weiches Mark. Die Blätter des Holunders sind unpaarig, mit 5 bis 7 großen, länglichen Fiederblättchen gefiedert. Die Blattränder sind gesägt. Die Blütezeit des Holunders erstreckt sich von Juni bis Juli. Die weißen bis gelbweißen Blüten wachsen in Scheindolden mit meist 5 Hauptästen. Die Holunderbeeren sind schwarzviolett, ihr Geschmack ist säuerlich.

Standort / Hier findet man Holunder

Der Holunder wächst im gesamten europäischen Raum mit Ausnahme des hohen Nordens. Die Pflanze bevorzugt lichte Wälder und Gebüsche. Man findet den Holunder bis in Höhenlagen von etwa 15000 m.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Holunder

abführend, blutreinigend, erweichend, harntreibend, schweißtreibend

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Holunder die Blüten, die reifen Früchte und die Blätter. Diese werden schonend im Schatten getrocknet.

Inhaltsstoffe des Holunders

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Ätherisches Öl, Flavonoide, Gerbstoff, Schleim, Harz, Glykosid, Saponin, Alkaloid, organische Säuren, Zucker, Vitamine A, C

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Der Holunder wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Holunder in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Abszess, Augen, Bronchitis, Frostbeule, Gerstenkorn, Gicht, Hämorrhoiden, Haut, Herz, Insektenstich, Karbunkel, Leber, Nasenbluten, Niere, Rauchen aufhören, Rheumatismus, Schwitzen, Tabakmißbrauch, Transpiration

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Bilder des Holunders

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Holunderbusch

Holunderbusch

Foto: H. Zell
Bestimmte Rechte vorbehalten

Holunderblüte

Holunderblüte

Foto: H. Zell
Bestimmte Rechte vorbehalten

Holunderbeeren

Holunder mit Beeren

Foto: H. Zell
Bestimmte Rechte vorbehalten