Frostbeulen – Hausmittel der Naturheilkunde
Unter Frostbeulen versteht man eine durch Kälte ausgelöste, örtlich begrenzte, rote, harte und schmerzhafte Geschwulst an Fingern oder Zehenspitzen. Ohne Behandlung verheilen Frostbeulen meist nach etwa 3 Wochen. Heilkräutern und Heilpflanzen wird nachgesagt, das Verheilen der Frostbeulen zu beschleunigen.
Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel, die traditionell bei Frostbeulen angewendet werden.
Madonnenlilie: Ihre Zwiebel kommt in den Breiumschlag im Abschnitt „Umschläge auf die Frostbeulen“. Zum Rezept
Madonnenlilie von Abraham, CC BY-SA 4.0
Umschläge auf die Frostbeulen
Breiumschlag mit Raps
Man reinigt und schält eine Rapswurzel, diese wird dann in ein wenig Wasser gekocht. Sobald die Wurzel weich genug ist, zerdrückt man sie und legt den Brei noch warm auf die Frostbeulen.
Sicherheitshinweis für den Raps »
Breiumschlag der Madonnenlilien
Man kocht 1 Zwiebel der Madonnenlilie in Milch. Danach wird die Zwiebel zerdrückt und warm auf die Frostbeule aufgelegt.
Sicherheitshinweis für die Madonnenlilie »
Breiumschlag mit Rosskastanien
Man gibt etwa 20 Kastanien in einen Topf und bedeckt sie mit Wasser. Die Kastanien müssen 30 Minuten kochen, bei Bedarf füllt man während des Kochens noch ein wenig Wasser hinzu. Nach dem Kochen werden die Kastanien geschält und zerdrückt. Die Frostbeulen werden mit dem abgekühlten Brei bestrichen und mit einem Tuch oder einer Binde abgedeckt.
⚠️ Hinweis: Die Giftzentrale Bonn stuft die Rosskastanie als gering giftig ein; alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die grünen Samenschalen und die unreifen Früchte – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für die Gewöhnliche Rosskastanie »
Breiumschlag mit Ringelblumen
Man macht einen Breiumschlag mit gekochten Blüten der Ringelblume.
ℹ️ Hinweis: Die EMA-Bewertung umfasst nur die äußerliche Anwendung und das Spülen/Gurgeln mit Ringelblumenblüten, nicht das Trinken des Tees – siehe Sicherheitshinweise.
Weitere Rezepte zur Behandlung von Frostbeulen
Um die unangenehm aussehenden und schmerzhaften Frostbeulen zu behandeln, macht man Fuß- oder Handbäder, Einreibungen, Kompressen oder Breiumschläge.
Absud mit Möhren
Man gibt 100 g Möhrenblätter in 1 Liter Wasser. Die Blätter müssen 20 Minuten kochen, danach wird der Absud abgeseiht. Die Frostbeulen werden 2-mal täglich mit dem Möhrenabsud abgewaschen.
⚠️ Hinweis: Bei Birkenpollen- oder Beifußallergie kann roher Karottenverzehr (Saft, Raspel) allergische Reaktionen auslösen – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für die Möhre »
Absud mit Echtem Sellerie
Man gibt eine ganze, gut gewaschene, frische und in kleine Stücke geschnittene Sellerie mitsamt ihren Wurzeln und Blättern in 2 Liter Wasser. Die Sellerie muss 1 Stunde kochen, danach wird der Absud filtriert. Die Frostbeulen werden 2-mal täglich mit dem möglichst warmen Sellerieabsud abgewaschen. Alternativ kann man auch ein Hand- oder Fußbad mit dem Absud machen.
ℹ️ Hinweis: Die DFG-Senatskommission empfiehlt, den Verzehr lange gelagerter oder schimmelbefallener Sellerieknollen zu vermeiden – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für den Echten Sellerie »
Absud aus Stieleichenrinde
Man gibt 50 g getrocknete und pulverisierte Rinde der Stieleiche in 1 Liter Wasser. Die Rinde muss 10 Minuten kochen und vor dem Abseihen weitere 30 Minuten ziehen. Die von den Frostbeulen befallenen Stellen werden 1-mal täglich in dem warmen Absud gebadet.
Sicherheitshinweis für die Stieleiche »
Absud mit Quitten
Man gibt 50 g getrocknetes Fruchtfleisch und 50 g gestampfte Quittenkerne in 200 g Wasser. Der Absud muss 30 Minuten kochen, danach wird filtriert. Die Frostbeulen werden einmal täglich mit dem Absud gewaschen.
Sicherheitshinweis für die Quitte »
Absud mit der Kleinblütigen Königskerze
Man gibt 60 g frisch gesammelte Blüten und Blätter der Kleinblütigen Königskerze in 1 Liter Milch. Die Heilkräuter müssen 10 Minuten schwach kochen. Die Frostbeulen werden abends mit diesem Absud gewaschen.
Sicherheitshinweis für die Königskerze »
Absud mit Walnussbaumblättern
Man gibt 50 g getrocknete Blätter vom Walnussbaum in 1 Liter Wasser. Die Blätter müssen 20 Minuten kochen. Die Hände oder Füße werden 30 bis 40 Minuten lang in dem Absud gebadet.
Sicherheitshinweis für die Echte Walnuss »
Absud mit Weißtannen
Man gibt 50 g Schösslinge der Weißtanne in 1 Liter Wasser, die Pflanzen müssen 10 Minuten kochen, danach wird der Absud filtriert. Man tränkt Kompressen in dieser Zubereitung und legt diese auf die betroffenen Hautpartien.
Sicherheitshinweis für die Weiß-Tanne »
Absud mit Schwarzem Holunder
Man gibt 30 g getrocknete Blüten vom Schwarzen Holunder in 1 Liter Wasser. Die Heilpflanzen müssen 10 Minuten kochen und weitere 15 Minuten ziehen. Die von den Frostbeulen betroffenen Stellen werden mit diesem Absud warm gewaschen oder gebadet.
⚠️ Hinweis: Rohe Holunderbeeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin; sie müssen vor dem Verzehr kurz auf über 80 °C erhitzt werden – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für den Holunder »
Absud mit Echtem Lungenkraut
Man gibt 50 g Blätter vom Echten Lungenkraut in 1 Liter Wasser. Die Blätter müssen 10 Minuten kochen. Die Frostbeulen werden mit der Flüssigkeit gewaschen, der Absud soll den Juckreiz und die Schmerzen mindern.
Sicherheitshinweis für das Echte Lungenkraut »
Zwiebelsaft, Kohlblätter
Ebenfalls traditionell angewendet wird bei Frostbeulen das Auftragen von frischem Zwiebelsaft oder zerstoßenen Blättern des Weißkohls. Sie können für diese Anwendung Winterzwiebeln oder Küchenzwiebeln verwenden.
ℹ️ Hinweis: Bei Schilddrüsenunterfunktion oder Jodmangel Kohl nur maßvoll verzehren und größere Mengen ärztlich besprechen – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweise zu den Pflanzen
Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).
Sicherheit von Brassica napus (Raps)
Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft Raps für den Menschen als hautreizend und für Tiere als sehr stark giftig ein; die Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) führt ihn als stark giftig. Für Brassica napus liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Raps – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Raps
Sicherheit von Lilium candidum (Madonnenlilie)
Für Lilium candidum liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Madonnenlilie – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Madonnenlilie
Sicherheit & Toxizität von Aesculus hippocastanum (Rosskastanie)
Die Giftzentrale Bonn stuft die Rosskastanie als gering giftig ein. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die grünen Samenschalen und die unreifen Früchte; sie enthalten Saponine. Als kritische Menge nennt die Giftzentrale eine Kastanie. Nach dem Verschlucken kommt es zu Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen; in der Literatur wurden außerdem Hautrötung, weite Pupillen, Angstgefühle und Schläfrigkeit beobachtet. Weil die Frucht bis zu 4 cm groß sein kann, bleibt sie möglicherweise als Fremdkörper im Magen liegen.
⚠️ Hinweis: Die Giftzentrale Bonn stuft die Rosskastanie als gering giftig ein; alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die grünen Samenschalen und die unreifen Früchte – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Für Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren empfiehlt die EMA Rosskastanien-Zubereitungen nicht – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Gewöhnliche Rosskastanie – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Rosskastanie
Sicherheit & Toxizität von Calendula officinalis (Ringelblume)
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat für Ringelblumenblüten eine Monographie als traditionelles pflanzliches Arzneimittel erstellt. Sie gilt für zwei Anwendungen: äußerlich bei leichten Hautentzündungen (zum Beispiel Sonnenbrand) und zur Unterstützung der Heilung kleiner Wunden sowie als Spül- oder Gurgelmittel bei leichten Entzündungen in Mund und Rachen. Bewertet sind nur die Blüten. Das Trinken von Ringelblumentee und das Kraut sind von dieser Bewertung nicht erfasst.
ℹ️ Hinweis: Die EMA-Bewertung umfasst nur die äußerliche Anwendung und das Spülen/Gurgeln mit Ringelblumenblüten, nicht das Trinken des Tees – siehe Sicherheitshinweise.
⚠️ Hinweis: Bei Allergie gegen Korbblütler nicht anwenden – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Ringelblume – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Ringelblume
Sicherheit & Toxizität von Daucus carota subsp. sativus (Karotte)
Bei einer Birkenpollenallergie können unter anderem Karotten Beschwerden auslösen; auch bei der Beifußallergie sind Allergene bekannt, die in ähnlicher Form in Karotten vorkommen. Typisch sind Jucken oder Anschwellen von Lippen, Zunge, Gaumen und Rachen, die sich häufig nach 10 bis 15 Minuten von selbst bessern. In schwereren Fällen können Schwellungen, Atem- oder Schluckbeschwerden, Bauchschmerzen und Erbrechen hinzukommen; selten treten anaphylaktische Reaktionen auf. Rohe Zubereitungen wie Rohkostsalat, geraspelte Karotten oder frisch gepresster Saft gelten als die typischen Auslöser. Nach starker Erhitzung sind entsprechende Lebensmittel für Kreuzallergiker meist gut verträglich; das ist jedoch nicht bei allen Betroffenen sicher.
⚠️ Hinweis: Bei Birkenpollen- oder Beifußallergie kann roher Karottenverzehr (Saft, Raspel) allergische Reaktionen auslösen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Möhre (Karotte) – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Möhre (Karotte)
Sicherheit & Toxizität von Apium graveolens (Sellerie)
Für Sellerie gibt es keine Monographie der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA/HMPC). Die folgenden Angaben stammen aus Bewertungen von Sellerie als Lebensmittel: zur Sellerieallergie (Paul-Ehrlich-Institut) und zu Furocumarinen in Sellerieknollen (DFG-Senatskommission zur Beurteilung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Lebensmitteln). Selleriesamen und Selleriekraut als Arzneidroge sind darin nicht gesondert bewertet.
ℹ️ Hinweis: Die DFG-Senatskommission empfiehlt, den Verzehr lange gelagerter oder schimmelbefallener Sellerieknollen zu vermeiden – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Echter Sellerie – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Echter Sellerie
Sicherheit & Toxizität von Quercus robur (Eichenrinde)
Eine länger dauernde innerliche Anwendung gerbstoffreicher Eichenrinden-Zubereitungen sollte vermieden werden. Bei Durchfall, der länger als 3–4 Tage anhält, bei Blut im Stuhl, Fieber, starken Schmerzen oder Anzeichen von Austrocknung ist ärztliche Abklärung nötig.
⚠️ Hinweis: Nach heutigem Kenntnisstand sollte Eichenrinde nicht bei nässenden, großflächigen Ekzemen angewendet werden; bei Säuglingen und Kindern wird vor der Anwendung eine fachliche Beurteilung empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Für die Anwendung von Eichenrinden-Zubereitungen bei Kindern wird eine fachliche Beurteilung empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Stieleiche – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Stieleiche
Sicherheit von Cydonia oblonga (Quitte)
Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die Quitte für den Menschen als schwach giftig ein. Nach Wikipedia enthalten die Samen giftige cyanogene Glycoside. Für Cydonia oblonga liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Quitte – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Quitte
Sicherheit & Toxizität von Verbascum spp. (Königskerze)
Die EU-Pflanzenmonographie (EMA/HMPC) bewertet die Blüten von Verbascum thapsus, V. densiflorum und V. phlomoides als traditionelles Arzneimittel zur Linderung von Halsschmerzen bei trockenem Husten und Erkältung. Als Gegenanzeige gilt eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Wechselwirkungen und Nebenwirkungen sind laut Monographie nicht bekannt. Bei Beschwerden, die sich verschlimmern oder länger als eine Woche anhalten, sowie bei Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf sollte ein Arzt aufgesucht werden.
ℹ️ Hinweis: Bei Beschwerden über eine Woche oder bei Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf ärztlichen Rat einholen – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Für Kinder unter 12 Jahren wird die Anwendung von Königskerzenblüten laut EMA mangels ausreichender Daten nicht empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Königskerze – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Königskerze
Sicherheit & Toxizität von Juglans regia (Walnuss)
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Monographie zu Walnussblättern veröffentlicht (Stand 2013, 2022 ohne Änderungsbedarf überprüft). Anerkannt ist ausschließlich die äußerliche, traditionelle Anwendung als Umschlag oder Bad bei leichten Hautentzündungen und bei übermäßigem Schwitzen an Händen und Füßen. Eine innerliche Anwendung ist in der Monographie nicht vorgesehen. Grüne Fruchtschalen und Nüsse sind nicht Gegenstand dieser Bewertung.
⚠️ Hinweis: Die EMA hat für Walnussblätter nur die äußerliche Anwendung anerkannt – siehe Sicherheitshinweise.
⚠️ Hinweis: Die EMA empfiehlt die Anwendung unter 18 Jahren nicht – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Echte Walnuss – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Walnussbaum
Sicherheit von Abies alba (Weiß-Tanne)
Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die oberirdischen Teile der Weiß-Tanne für den Menschen als allergieauslösend und hautreizend ein. Für Abies alba liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Weiß-Tanne – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Weiß-Tanne
Sicherheit & Toxizität von Sambucus nigra (Schwarzer Holunder)
Rohe Holunderbeeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin und können Erbrechen, Durchfall und Schüttelfrost auslösen. Sie müssen vor dem Verzehr kurz auf über 80 °C erhitzt werden; unreife Früchte enthalten deutlich mehr Giftstoff.
⚠️ Hinweis: Rohe Holunderbeeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin; sie müssen vor dem Verzehr kurz auf über 80 °C erhitzt werden – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Holunder – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Holunder
Sicherheit & Toxizität von Pulmonaria officinalis (Lungenkraut)
Eine amtliche Sicherheitsbewertung des Lungenkrauts, etwa eine Monographie des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), wurde bei der Recherche nicht gefunden. Die folgenden Hinweise stützen sich daher auf eine toxikologische Fachgesellschaft und eine pharmazeutische Fachseite.
ℹ️ Hinweis: Lungenkraut kann laut Gesellschaft für Toxikologie Pyrrolizidinalkaloide enthalten – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Bei Kindern sowie in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach fachlicher Rücksprache verwenden – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Lungenkraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Lungenkraut
Sicherheit & Toxizität von Brassica oleracea (Kohl)
Nach der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie sind Anwendungsbeschränkungen für Kohlwickel nicht bekannt. Sie sollen jedoch nicht auf offener Haut angewendet werden und nicht bei bekannter Kohlallergie; in den ausgewerteten Studien wurden vereinzelt Juckreiz und Brennen berichtet. Für die Wirksamkeit bei rheumatoider Arthritis liegen keine Studien vor. Kohlwickel ersetzen keine ärztliche Abklärung und Behandlung von Gelenkbeschwerden.
⚠️ Hinweis: Kohlblätter nicht auf offener Haut und nicht bei bekannter Kohlallergie anwenden – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Kohlwickel ersetzen keine ärztliche Behandlung – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Bei Schilddrüsenunterfunktion oder Jodmangel Kohl nur maßvoll verzehren und größere Mengen ärztlich besprechen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Kohl – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
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Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Wikipedia - Pflanzenheilkunde
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Für die Überarbeitung gelesen:
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Brassica napus: Mensch „skin-irritating“, Tier „very strong toxic“; Frucht, Blatt; gelesen am 21.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Raps)
- Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) (Brassica napus: „stark giftig ++“; „Glucosinolate vor allem in den Samen (> 3%); grüne Pflanze: Nitrat“; gelesen am 21.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Raps)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung; gelesen am 21.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Raps, Quitte)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung; keine Angaben einer Giftinformationszentrale oder des BfR; TPPT und Uni Zürich nur zu anderen Lilium-Arten; gelesen am 31.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Madonnenlilie)
- Giftzentrale Bonn: Roßkastanie (Giftigkeit, Inhaltsstoffe, kritische Dosis, Symptome, Erste Hilfe) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gewöhnliche Rosskastanie)
- EMA/HMPC: European Union herbal monograph on Aesculus hippocastanum L., semen, Revision 1 (2020) (Samenextrakte: Anwendungsbereich, Warnhinweise, Nebenwirkungen, Kinder, Schwangerschaft/Stillzeit) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gewöhnliche Rosskastanie)
- EMA/HMPC: European Union herbal monograph on Aesculus hippocastanum L., cortex, Revision 1 (2024) (Rinde: Anwendungsbereich, Warnhinweise, Kinder, Schwangerschaft/Stillzeit) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gewöhnliche Rosskastanie)
- EMA/HMPC: European Union herbal monograph on Calendula officinalis L., flos, Revision 1 (2018) (Anwendungsbereich, Gegenanzeigen, Kinder, Schwangerschaft/Stillzeit, Nebenwirkungen, Anwendungsdauer) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Ringelblume)
- PharmaNow – Gerstenkorn, Hagelkorn & Co.: Tee im Auge? (übernommen in die Sicherheitshinweise: Ringelblume)
- Allergieinformationsdienst (Helmholtz Munich) – Nahrungsmittel als Allergene und Kreuzallergien (Birken-/Beifuß-Kreuzreaktion, Symptome, Erhitzung) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Möhre (Karotte))
- Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst – Pollenassoziierte Nahrungsmittel-Allergien (rohe Karotte als Auslöser; nachrangige Quelle) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Möhre (Karotte))
- AOK-Gesundheitsmagazin – Volle Möhre: So gesund sind Karotten (Allergen Dau c 1, Erhitzung; nachrangige Quelle) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Möhre (Karotte))
- Paul-Ehrlich-Institut: Neue Erkenntnisse zur Sellerieallergie und deren Risiken (Pressemitteilung, 2024) (Häufigkeit, Symptome, Beifußpollen, Kennzeichnungspflicht) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Echter Sellerie)
- DFG-Senatskommission (SKLM): Toxikologische Beurteilung von Furocumarinen in Lebensmitteln (Furocumarin-Gehalte, UVA-Fallbericht, Lagerung) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Echter Sellerie)
- AWL.ch – Eiche, Eichenrinde (Quercus robur): Wirkung (übernommen in die Sicherheitshinweise: Stieleiche)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Cydonia oblonga: Mensch „weak toxic“; ganze Pflanze; gelesen am 21.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Quitte)
- Wikipedia – Quitte („Die Samen enthalten Schleimstoffe, giftige cyanogene Glycoside und Öl.“; nur Wikipedia, gekennzeichnet; gelesen am 21.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Quitte)
- EMA – Verbasci flos (Königskerzenblüten), Übersichtsseite (Arten, Indikation, Altersgrenze, Wochenfrist) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Königskerze)
- EMA/HMPC – Final EU herbal monograph Verbascum flos (Gegenanzeigen, Warnhinweise, Schwangerschaft) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Königskerze)
- EMA/HMPC: Community herbal monograph on Juglans regia L., folium (2013) (Anwendung, Gegenanzeigen, Hautverfärbung, Alter, Schwangerschaft) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Echte Walnuss)
- EMA/HMPC: Addendum to Assessment report on Juglans regia L., folium (2022) (Überprüfung, Juglon in Extrakten zur Einnahme) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Echte Walnuss)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Abies alba: Mensch „allergenic, skin-irritating“; oberirdische Teile; gelesen am 24.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Weiß-Tanne)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung für Abies alba; gelesen am 24.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Weiß-Tanne)
- EMA/HMPC – European Union herbal monograph on Sambucus nigra L., flos (Revision 1) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Holunder)
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- Galanty et al. – Do Brassica Vegetables Affect Thyroid Function?, Int. J. Mol. Sci. 2024 (Übersichtsarbeit) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Kohl)
Häufige Fragen zu Frostbeulen
Was versteht man unter Frostbeulen?
Unter Frostbeulen versteht man eine durch Kälte ausgelöste, örtlich begrenzte, rote, harte und schmerzhafte Geschwulst an Fingern oder Zehenspitzen.
Wann verheilen Frostbeulen ohne Behandlung?
Ohne Behandlung verheilen Frostbeulen meist nach etwa 3 Wochen.