Frostbeulen – Hausmittel der Naturheilkunde

ca. 16 Min. Lesezeit Aktualisiert: 

Unter Frostbeulen versteht man eine durch Kälte ausgelöste, örtlich begrenzte, rote, harte und schmerzhafte Geschwulst an Fingern oder Zehenspitzen. Ohne Behandlung verheilen Frostbeulen meist nach etwa 3 Wochen. Heilkräutern und Heilpflanzen wird nachgesagt, das Verheilen der Frostbeulen zu beschleunigen.

Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel, die traditionell bei Frostbeulen angewendet werden.

Madonnenlilie (Lilium candidum): weiße, trichterförmige Blüten in einem Klostergarten

Madonnenlilie: Ihre Zwiebel kommt in den Breiumschlag im Abschnitt „Umschläge auf die Frostbeulen“. Zum Rezept

Madonnenlilie von Abraham, CC BY-SA 4.0

Umschläge auf die Frostbeulen

Breiumschlag mit Raps

Man reinigt und schält eine Rapswurzel, diese wird dann in ein wenig Wasser gekocht. Sobald die Wurzel weich genug ist, zerdrückt man sie und legt den Brei noch warm auf die Frostbeulen.

Sicherheitshinweis für den Raps »

Breiumschlag der Madonnenlilien

Man kocht 1 Zwiebel der Madonnenlilie in Milch. Danach wird die Zwiebel zerdrückt und warm auf die Frostbeule aufgelegt.

Sicherheitshinweis für die Madonnenlilie »

Breiumschlag mit Rosskastanien

Man gibt etwa 20 Kastanien in einen Topf und bedeckt sie mit Wasser. Die Kastanien müssen 30 Minuten kochen, bei Bedarf füllt man während des Kochens noch ein wenig Wasser hinzu. Nach dem Kochen werden die Kastanien geschält und zerdrückt. Die Frostbeulen werden mit dem abgekühlten Brei bestrichen und mit einem Tuch oder einer Binde abgedeckt.

⚠️ Hinweis: Die Giftzentrale Bonn stuft die Rosskastanie als gering giftig ein; alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die grünen Samenschalen und die unreifen Früchte – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für die Gewöhnliche Rosskastanie »

Breiumschlag mit Ringelblumen

Man macht einen Breiumschlag mit gekochten Blüten der Ringelblume.

ℹ️ Hinweis: Die EMA-Bewertung umfasst nur die äußerliche Anwendung und das Spülen/Gurgeln mit Ringelblumenblüten, nicht das Trinken des Tees – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für die Ringelblume »

Weitere Rezepte zur Behandlung von Frostbeulen

Um die unangenehm aussehenden und schmerzhaften Frostbeulen zu behandeln, macht man Fuß- oder Handbäder, Einreibungen, Kompressen oder Breiumschläge.

Absud mit Möhren

Man gibt 100 g Möhrenblätter in 1 Liter Wasser. Die Blätter müssen 20 Minuten kochen, danach wird der Absud abgeseiht. Die Frostbeulen werden 2-mal täglich mit dem Möhrenabsud abgewaschen.

⚠️ Hinweis: Bei Birkenpollen- oder Beifußallergie kann roher Karottenverzehr (Saft, Raspel) allergische Reaktionen auslösen – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für die Möhre »

Absud mit Echtem Sellerie

Man gibt eine ganze, gut gewaschene, frische und in kleine Stücke geschnittene Sellerie mitsamt ihren Wurzeln und Blättern in 2 Liter Wasser. Die Sellerie muss 1 Stunde kochen, danach wird der Absud filtriert. Die Frostbeulen werden 2-mal täglich mit dem möglichst warmen Sellerieabsud abgewaschen. Alternativ kann man auch ein Hand- oder Fußbad mit dem Absud machen.

ℹ️ Hinweis: Die DFG-Senatskommission empfiehlt, den Verzehr lange gelagerter oder schimmelbefallener Sellerieknollen zu vermeiden – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für den Echten Sellerie »

Absud aus Stieleichenrinde

Man gibt 50 g getrocknete und pulverisierte Rinde der Stieleiche in 1 Liter Wasser. Die Rinde muss 10 Minuten kochen und vor dem Abseihen weitere 30 Minuten ziehen. Die von den Frostbeulen befallenen Stellen werden 1-mal täglich in dem warmen Absud gebadet.

Sicherheitshinweis für die Stieleiche »

Absud mit Quitten

Man gibt 50 g getrocknetes Fruchtfleisch und 50 g gestampfte Quittenkerne in 200 g Wasser. Der Absud muss 30 Minuten kochen, danach wird filtriert. Die Frostbeulen werden einmal täglich mit dem Absud gewaschen.

Sicherheitshinweis für die Quitte »

Absud mit der Kleinblütigen Königskerze

Man gibt 60 g frisch gesammelte Blüten und Blätter der Kleinblütigen Königskerze in 1 Liter Milch. Die Heilkräuter müssen 10 Minuten schwach kochen. Die Frostbeulen werden abends mit diesem Absud gewaschen.

Sicherheitshinweis für die Königskerze »

Absud mit Walnussbaumblättern

Man gibt 50 g getrocknete Blätter vom Walnussbaum in 1 Liter Wasser. Die Blätter müssen 20 Minuten kochen. Die Hände oder Füße werden 30 bis 40 Minuten lang in dem Absud gebadet.

Sicherheitshinweis für die Echte Walnuss »

Absud mit Weißtannen

Man gibt 50 g Schösslinge der Weißtanne in 1 Liter Wasser, die Pflanzen müssen 10 Minuten kochen, danach wird der Absud filtriert. Man tränkt Kompressen in dieser Zubereitung und legt diese auf die betroffenen Hautpartien.

Sicherheitshinweis für die Weiß-Tanne »

Absud mit Schwarzem Holunder

Man gibt 30 g getrocknete Blüten vom Schwarzen Holunder in 1 Liter Wasser. Die Heilpflanzen müssen 10 Minuten kochen und weitere 15 Minuten ziehen. Die von den Frostbeulen betroffenen Stellen werden mit diesem Absud warm gewaschen oder gebadet.

⚠️ Hinweis: Rohe Holunderbeeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin; sie müssen vor dem Verzehr kurz auf über 80 °C erhitzt werden – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für den Holunder »

Absud mit Echtem Lungenkraut

Man gibt 50 g Blätter vom Echten Lungenkraut in 1 Liter Wasser. Die Blätter müssen 10 Minuten kochen. Die Frostbeulen werden mit der Flüssigkeit gewaschen, der Absud soll den Juckreiz und die Schmerzen mindern.

Sicherheitshinweis für das Echte Lungenkraut »

Zwiebelsaft, Kohlblätter

Ebenfalls traditionell angewendet wird bei Frostbeulen das Auftragen von frischem Zwiebelsaft oder zerstoßenen Blättern des Weißkohls. Sie können für diese Anwendung Winterzwiebeln oder Küchenzwiebeln verwenden.

ℹ️ Hinweis: Bei Schilddrüsenunterfunktion oder Jodmangel Kohl nur maßvoll verzehren und größere Mengen ärztlich besprechen – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für den Kohl »

Sicherheitshinweise zu den Pflanzen

Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).

Sicherheit von Brassica napus (Raps)

Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft Raps für den Menschen als hautreizend und für Tiere als sehr stark giftig ein; die Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) führt ihn als stark giftig. Für Brassica napus liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Raps – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Raps

Sicherheit von Lilium candidum (Madonnenlilie)

Für Lilium candidum liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Madonnenlilie – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Madonnenlilie

Sicherheit & Toxizität von Aesculus hippocastanum (Rosskastanie)

Die Giftzentrale Bonn stuft die Rosskastanie als gering giftig ein. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die grünen Samenschalen und die unreifen Früchte; sie enthalten Saponine. Als kritische Menge nennt die Giftzentrale eine Kastanie. Nach dem Verschlucken kommt es zu Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen; in der Literatur wurden außerdem Hautrötung, weite Pupillen, Angstgefühle und Schläfrigkeit beobachtet. Weil die Frucht bis zu 4 cm groß sein kann, bleibt sie möglicherweise als Fremdkörper im Magen liegen.

⚠️ Hinweis: Die Giftzentrale Bonn stuft die Rosskastanie als gering giftig ein; alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die grünen Samenschalen und die unreifen Früchte – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Für Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren empfiehlt die EMA Rosskastanien-Zubereitungen nicht – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Gewöhnliche Rosskastanie – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Rosskastanie

Sicherheit & Toxizität von Calendula officinalis (Ringelblume)

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat für Ringelblumenblüten eine Monographie als traditionelles pflanzliches Arzneimittel erstellt. Sie gilt für zwei Anwendungen: äußerlich bei leichten Hautentzündungen (zum Beispiel Sonnenbrand) und zur Unterstützung der Heilung kleiner Wunden sowie als Spül- oder Gurgelmittel bei leichten Entzündungen in Mund und Rachen. Bewertet sind nur die Blüten. Das Trinken von Ringelblumentee und das Kraut sind von dieser Bewertung nicht erfasst.

ℹ️ Hinweis: Die EMA-Bewertung umfasst nur die äußerliche Anwendung und das Spülen/Gurgeln mit Ringelblumenblüten, nicht das Trinken des Tees – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Bei Allergie gegen Korbblütler nicht anwenden – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Ringelblume – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Ringelblume

Sicherheit & Toxizität von Daucus carota subsp. sativus (Karotte)

Bei einer Birkenpollenallergie können unter anderem Karotten Beschwerden auslösen; auch bei der Beifußallergie sind Allergene bekannt, die in ähnlicher Form in Karotten vorkommen. Typisch sind Jucken oder Anschwellen von Lippen, Zunge, Gaumen und Rachen, die sich häufig nach 10 bis 15 Minuten von selbst bessern. In schwereren Fällen können Schwellungen, Atem- oder Schluckbeschwerden, Bauchschmerzen und Erbrechen hinzukommen; selten treten anaphylaktische Reaktionen auf. Rohe Zubereitungen wie Rohkostsalat, geraspelte Karotten oder frisch gepresster Saft gelten als die typischen Auslöser. Nach starker Erhitzung sind entsprechende Lebensmittel für Kreuzallergiker meist gut verträglich; das ist jedoch nicht bei allen Betroffenen sicher.

⚠️ Hinweis: Bei Birkenpollen- oder Beifußallergie kann roher Karottenverzehr (Saft, Raspel) allergische Reaktionen auslösen – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Möhre (Karotte) – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Möhre (Karotte)

Sicherheit & Toxizität von Apium graveolens (Sellerie)

Für Sellerie gibt es keine Monographie der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA/HMPC). Die folgenden Angaben stammen aus Bewertungen von Sellerie als Lebensmittel: zur Sellerieallergie (Paul-Ehrlich-Institut) und zu Furocumarinen in Sellerieknollen (DFG-Senatskommission zur Beurteilung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Lebensmitteln). Selleriesamen und Selleriekraut als Arzneidroge sind darin nicht gesondert bewertet.

ℹ️ Hinweis: Die DFG-Senatskommission empfiehlt, den Verzehr lange gelagerter oder schimmelbefallener Sellerieknollen zu vermeiden – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Echter Sellerie – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Echter Sellerie

Sicherheit & Toxizität von Quercus robur (Eichenrinde)

Eine länger dauernde innerliche Anwendung gerbstoffreicher Eichenrinden-Zubereitungen sollte vermieden werden. Bei Durchfall, der länger als 3–4 Tage anhält, bei Blut im Stuhl, Fieber, starken Schmerzen oder Anzeichen von Austrocknung ist ärztliche Abklärung nötig.

⚠️ Hinweis: Nach heutigem Kenntnisstand sollte Eichenrinde nicht bei nässenden, großflächigen Ekzemen angewendet werden; bei Säuglingen und Kindern wird vor der Anwendung eine fachliche Beurteilung empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Für die Anwendung von Eichenrinden-Zubereitungen bei Kindern wird eine fachliche Beurteilung empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Stieleiche – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Stieleiche

Sicherheit von Cydonia oblonga (Quitte)

Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die Quitte für den Menschen als schwach giftig ein. Nach Wikipedia enthalten die Samen giftige cyanogene Glycoside. Für Cydonia oblonga liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Quitte – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Quitte

Sicherheit & Toxizität von Verbascum spp. (Königskerze)

Die EU-Pflanzenmonographie (EMA/HMPC) bewertet die Blüten von Verbascum thapsus, V. densiflorum und V. phlomoides als traditionelles Arzneimittel zur Linderung von Halsschmerzen bei trockenem Husten und Erkältung. Als Gegenanzeige gilt eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Wechselwirkungen und Nebenwirkungen sind laut Monographie nicht bekannt. Bei Beschwerden, die sich verschlimmern oder länger als eine Woche anhalten, sowie bei Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf sollte ein Arzt aufgesucht werden.

ℹ️ Hinweis: Bei Beschwerden über eine Woche oder bei Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf ärztlichen Rat einholen – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Für Kinder unter 12 Jahren wird die Anwendung von Königskerzenblüten laut EMA mangels ausreichender Daten nicht empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Königskerze – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Königskerze

Sicherheit & Toxizität von Juglans regia (Walnuss)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Monographie zu Walnussblättern veröffentlicht (Stand 2013, 2022 ohne Änderungsbedarf überprüft). Anerkannt ist ausschließlich die äußerliche, traditionelle Anwendung als Umschlag oder Bad bei leichten Hautentzündungen und bei übermäßigem Schwitzen an Händen und Füßen. Eine innerliche Anwendung ist in der Monographie nicht vorgesehen. Grüne Fruchtschalen und Nüsse sind nicht Gegenstand dieser Bewertung.

⚠️ Hinweis: Die EMA hat für Walnussblätter nur die äußerliche Anwendung anerkannt – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Die EMA empfiehlt die Anwendung unter 18 Jahren nicht – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Echte Walnuss – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Walnussbaum

Sicherheit von Abies alba (Weiß-Tanne)

Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die oberirdischen Teile der Weiß-Tanne für den Menschen als allergieauslösend und hautreizend ein. Für Abies alba liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Weiß-Tanne – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Weiß-Tanne

Sicherheit & Toxizität von Sambucus nigra (Schwarzer Holunder)

Rohe Holunderbeeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin und können Erbrechen, Durchfall und Schüttelfrost auslösen. Sie müssen vor dem Verzehr kurz auf über 80 °C erhitzt werden; unreife Früchte enthalten deutlich mehr Giftstoff.

⚠️ Hinweis: Rohe Holunderbeeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin; sie müssen vor dem Verzehr kurz auf über 80 °C erhitzt werden – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Holunder – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Holunder

Sicherheit & Toxizität von Pulmonaria officinalis (Lungenkraut)

Eine amtliche Sicherheitsbewertung des Lungenkrauts, etwa eine Monographie des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), wurde bei der Recherche nicht gefunden. Die folgenden Hinweise stützen sich daher auf eine toxikologische Fachgesellschaft und eine pharmazeutische Fachseite.

ℹ️ Hinweis: Lungenkraut kann laut Gesellschaft für Toxikologie Pyrrolizidinalkaloide enthalten – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Bei Kindern sowie in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach fachlicher Rücksprache verwenden – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Lungenkraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Lungenkraut

Sicherheit & Toxizität von Brassica oleracea (Kohl)

Nach der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie sind Anwendungsbeschränkungen für Kohlwickel nicht bekannt. Sie sollen jedoch nicht auf offener Haut angewendet werden und nicht bei bekannter Kohlallergie; in den ausgewerteten Studien wurden vereinzelt Juckreiz und Brennen berichtet. Für die Wirksamkeit bei rheumatoider Arthritis liegen keine Studien vor. Kohlwickel ersetzen keine ärztliche Abklärung und Behandlung von Gelenkbeschwerden.

⚠️ Hinweis: Kohlblätter nicht auf offener Haut und nicht bei bekannter Kohlallergie anwenden – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Kohlwickel ersetzen keine ärztliche Behandlung – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Bei Schilddrüsenunterfunktion oder Jodmangel Kohl nur maßvoll verzehren und größere Mengen ärztlich besprechen – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Kohl – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Kohl

Verwandte Hausmittel

Weitere Hausmittel zu verwandten Themen finden Sie auf diesen Seiten:

  • Verbrennungen

    Kühlende Hausmittel für leichte Verbrennungen und die anschließende Hautpflege.

  • Abszess

    Überlieferte Umschläge und Kräuterauflagen, die bei Abszessen begleitend eingesetzt werden.

  • Hautgeschwür

    Traditionelle Umschläge, die die Pflege von Hautgeschwüren begleiten können.

  • Badetherapie

    Kräuterbäder und ihre Anwendung in der traditionellen Naturheilkunde.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Wikipedia - Pflanzenheilkunde
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu Frostbeulen

Was versteht man unter Frostbeulen?

Unter Frostbeulen versteht man eine durch Kälte ausgelöste, örtlich begrenzte, rote, harte und schmerzhafte Geschwulst an Fingern oder Zehenspitzen.

Wann verheilen Frostbeulen ohne Behandlung?

Ohne Behandlung verheilen Frostbeulen meist nach etwa 3 Wochen.