Rosskastanie - als Heilpflanze verwenden

Rosskastanie

Name: Aesculus hippocastanum
Pflanzennamen im Volksmund: Gewöhnliche Rosskastanie, Gemeine Rosskastanie, Weiße Rosskastanie
Pflanzenfamilie: Seifenbaumgewächse (Sapindaceae)
Wuchshöhe: bis 30 m
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische Industrie und die Tiermedizin verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Bachblüten-Therapie: Chestnut Bud Bachblüte Nr. 7, White Chestnut Bachblüte Nr. 35
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Bäder, Blutkreislauf, Couperose, Fettleibigkeit, Frostbeule, Krampfadern, Wechseljahre

Steckbrief / Beschreibung

Bereits im zeitigen Frühjahr bildet die Rosskastanie als einer der ersten Bäume ihre Blätter und Blüten. Dieser in Mitteleuropa in Parkanlagen und Alleen häufig vorkommende Baum stammt ursprünglich aus dem Balkan. In Mitteleuropa wurden vermutlich erstmals im Jahr 1576 Rosskastanien aus Samen gezogen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden dann weitere Samen in viele Teile Europas verteilt, und im 18. Jahrhundert war die Rosskastanie bereits fast im gesamten europäischen Raum verbreitet.

Die Bezeichnung Rosskastanie zeigt an, dass die Samen der Rosskastanie im Gegensatz zu den Samen der Esskastanie hauptsächlich als Tierfutter verwendet wurden. Vor allem von Schweine, Ziegen und Wild nehmen die Kastanien gerne als Futter an. Wegen ihres hohen Gehaltes an Bitterstoffen sind die Kastanien in frischem Zustand für den Menschen ungenießbar. Nach dem Entfernen des Bitterstoffes und dem Zermahlen der Samen liefern die Rosskastanien jedoch ein gutes und nahrhaftes, für Suppen und Gebäck geeignetes Stärkemehl.

Extrakte aus den Kastanien werden auch in der Kosmetik zur Hautpflege verwendet. Die Samen der Rosskastanien werden in verschiedener Form bei Geschwüren und Hautkrankheiten angewendet, auch Badezusätze zur Behandlung von Krampfadern enthalten oft Extrakte der Rosskastanien.

Standort / Hier findet man Rosskastanien

Die Rosskastanie wächst fast im gesamten europäischen Raum und im Balkan bis in Höhenlagen von etwa 1200 m. Diese Bäume lieben schattige bis halbschattige Standorte. Basen- und stickstoffreiche, tiefgründige Böden mit neutralen bis leicht alkalischen Werten werden von der Rosskastanie bevorzugt.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Rosskastanie

Die Rosskastanie wirkt antiseptisch (keimtötend), gallentreibend, harntreibend, krampflösend, magenwirksam (verdauungsfördernd), stimulierend (anregend), tonisch und wundheilend. Der Geschmack der Kastanien (Früchte) ist kräftig bitter.

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von der Rosskastanie die Rinde und die an der Sonne getrockneten Samen.

Inhaltsstoffe der Rosskastanien

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Gerbstoffe, Saponine, Flavonoide, Cumarin, Stärke, Zucker, fettes Öl

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Die Rosskastanie wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit der Rosskastanie in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Bäder, Blutkreislauf, Couperose, Fettleibigkeit, Frostbeule, Krampfadern, Wechseljahre

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Bilder der Rosskastanien

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Rosskastanie

Rosskastanie

Foto: Alina Zienowicz
Lizenz: GFDL 

Rosskastanie

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Foto: Aktron
Lizenz: GFDL