Couperose – Hausmittel der Naturheilkunde
Unter Couperose versteht man den Blutandrang in den Haargefäßen. Eine Couperose tritt meistens an Nase oder an den Wangen auf. Die Folge einer oftmals auftretenden Couperose ist eine dauerhafte Blutgefäßerweiterung.
Wenn sich die Nase nur bei Kälte- oder Wärmeeinwirkung rötet, kann die Ursache dafür eine schlechte Blutzirkulation oder eine neurovegetative Störung sein.
Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel, die traditionell bei Couperose angewendet werden.
Wilde Malve: Ihre Blätter kommen in den Absud für die Kompressen im Abschnitt „Kompressen auflegen“. Zum Rezept
Käsepappel (Wilde Malve) von
Meneerke_bloem, CC BY-SA 3.0
Breiumschläge aus frischen Pflanzen
Zur Behandlung einer Couperose macht man einen Breiumschlag aus frisch gesammelten und gequetschten oder zerstoßenen Blättern. Für einen solchen Breiumschlag eignen sich folgende Heilpflanzen und Heilkräuter:
Breiumschlag aus Walderdbeerstrauch
Breiumschlag mit Giftlattich
Breiumschlag mit Mädesüß
⚠️ Hinweis: Wasserdost gilt als giftig und enthält nach Altmeyers Pyrrolizidinalkaloide; nicht hoch dosieren – siehe Sicherheitshinweise.
⚠️ Hinweis: Milchsaft und Blätter des Giftlattichs gelten als giftig – siehe Sicherheitshinweise.
Kompressen auflegen
Mit folgenden Zubereitungen tränkt man zweimal täglich eine Kompresse und legt diese auf die von der Couperose betroffenen Stellen auf.
Absud mit Rosskastanien
Man gibt 6 geschälte und in kleine Stücke geschnittene Rosskastanien in 1 Liter Wasser. Die Kastanien müssen 15 Minuten kochen.
⚠️ Hinweis: Die Giftzentrale Bonn stuft die Rosskastanie als gering giftig ein; alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die grünen Samenschalen und die unreifen Früchte – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für die Gewöhnliche Rosskastanie »
Absud mit der Wilden Malve
Man gibt 40 g Blätter der Wilden Malve in 1 Liter Wasser. Die Blätter dieser Heilkräuter müssen 15 Minuten kochen.
Sicherheitshinweis für die Wilde Malve »
Absud mit Heidelbeeren
Man gibt 30 g frische Heidelbeeren in 1 Liter Wasser. Die Beeren müssen 20 Minuten leicht kochen. Nach dem Erkalten des Absudes wird die Flüssigkeit filtriert.
⚠️ Hinweis: Für Heidelbeerblätter hat die Kommission E eine negative Bewertung abgegeben; bei längerer Anwendung in hoher Dosierung sind Vergiftungserscheinungen möglich. Diabetes gehört in ärztliche Behandlung; die Therapie darf nicht ohne Rücksprache durch Tee ersetzt oder verändert werden – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für die Heidelbeere »
Tee (Aufguss) mit der Winterlinde
Man gibt 40 g Blüten der Winterlinde in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blüten müssen 10 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für die Winterlinde »
Absud mit Roten Weinreben
Man gibt 80 g getrocknete und zerkleinerte Blätter der Roten Weinrebe in 1 Liter Wasser. Die Blätter müssen 5 Minuten kochen und weitere 15 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweise zu den Pflanzen
Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).
Sicherheit & Toxizität von Aesculus hippocastanum (Rosskastanie)
Die Giftzentrale Bonn stuft die Rosskastanie als gering giftig ein. Alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die grünen Samenschalen und die unreifen Früchte; sie enthalten Saponine. Als kritische Menge nennt die Giftzentrale eine Kastanie. Nach dem Verschlucken kommt es zu Übelkeit, Bauchschmerzen und Erbrechen; in der Literatur wurden außerdem Hautrötung, weite Pupillen, Angstgefühle und Schläfrigkeit beobachtet. Weil die Frucht bis zu 4 cm groß sein kann, bleibt sie möglicherweise als Fremdkörper im Magen liegen.
⚠️ Hinweis: Die Giftzentrale Bonn stuft die Rosskastanie als gering giftig ein; alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die grünen Samenschalen und die unreifen Früchte – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Für Schwangere, Stillende sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren empfiehlt die EMA Rosskastanien-Zubereitungen nicht – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Gewöhnliche Rosskastanie – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Rosskastanie
Sicherheit & Toxizität von Malva neglecta (Käsepappel)
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat für Malvenblätter (Malva sylvestris L. und/oder Malva neglecta Wallr.) eine Monographie für die traditionelle Anwendung erstellt. Als Gegenanzeige gilt eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind laut Monographie nicht bekannt. Die experimentellen toxikologischen Daten sind begrenzt; wegen der langen Anwendung auch als Lebensmittel sieht der Bewertungsbericht keine Sicherheitsbedenken.
ℹ️ Hinweis: Halten Beschwerden im Rachen länger als eine Woche (im Magen-Darm-Bereich länger als zwei Wochen) an oder treten Atemnot, Fieber oder eitriger Auswurf auf, ist ärztlicher Rat einzuholen – siehe Sicherheitshinweise.
⚠️ Hinweis: Selbst hergestellte Tee-Aufgüsse sind nicht steril und nicht auf den pH-Wert der Tränenflüssigkeit abgestimmt – sie können Reizungen oder Infektionen des Auges verursachen. Für Anwendungen am Auge werden heute sterile, apothekenübliche Präparate empfohlen.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Wilde Malve – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Wilde Malve
Sicherheit & Toxizität von Vaccinium myrtillus (Heidelbeere)
Für Heidelbeerblätter hat die Kommission E eine negative Bewertung abgegeben (ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis); bei längerer Anwendung des Blättertees in hoher Dosierung können Vergiftungserscheinungen auftreten. Die historische Anwendung bei Diabetes ist nicht ausreichend belegt. Bei Kindern, Schwangeren, Stillenden und chronisch Kranken ist besondere Vorsicht geboten; eine sichere Anwendungsdauer ist nicht festgelegt.
⚠️ Hinweis: Für Heidelbeerblätter hat die Kommission E eine negative Bewertung abgegeben; bei längerer Anwendung in hoher Dosierung sind Vergiftungserscheinungen möglich. Diabetes gehört in ärztliche Behandlung; die Therapie darf nicht ohne Rücksprache durch Tee ersetzt oder verändert werden – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Heidelbeere – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Heidelbeere
Sicherheit & Toxizität von Tilia cordata, Tilia platyphyllos (Linde)
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat die getrockneten Lindenblüten von Winterlinde (Tilia cordata), Sommerlinde (Tilia platyphyllos) und Holländischer Linde (Tilia x vulgaris) bewertet und als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft, dessen Anwendung auf langjähriger Erfahrung beruht. Andere Pflanzenteile und die Silberlinde (Tilia tomentosa) sind nicht Gegenstand dieser Monographie. Bei der Überprüfung im Jahr 2022 ergaben neue Daten keinen Anlass, die Monographie zu ändern.
ℹ️ Hinweis: Die EMA-Bewertung betrifft nur die Lindenblüten – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Halten die Beschwerden länger als eine Woche an, sollte ein Arzt aufgesucht werden – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Winterlinde – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Winterlinde
Sicherheit von Vitis vinifera (Europäische Weinrebe)
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat rote Weinblätter (Vitis vinifera) bei chronischer Veneninsuffizienz sowie als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei schweren Beinen, bei Juckreiz und Brennen durch Hämorrhoiden und bei empfindlichen Hautkapillaren bewertet; unter 18 Jahren sowie in Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen. Nach der Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) sind Weintrauben für Hunde stark giftig; die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die Weinrebe für den Menschen als hautreizend ein.
⚠️ Hinweis: Selbst hergestellte Aufgüsse nicht am Auge anwenden – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Die EMA hat nur die roten Weinblätter bewertet – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Weinrebe – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Verwandte Hausmittel
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Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Wikipedia - Pflanzenheilkunde
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Für die Überarbeitung gelesen:
- Giftzentrale Bonn: Roßkastanie (Giftigkeit, Inhaltsstoffe, kritische Dosis, Symptome, Erste Hilfe) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gewöhnliche Rosskastanie)
- EMA/HMPC: European Union herbal monograph on Aesculus hippocastanum L., semen, Revision 1 (2020) (Samenextrakte: Anwendungsbereich, Warnhinweise, Nebenwirkungen, Kinder, Schwangerschaft/Stillzeit) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gewöhnliche Rosskastanie)
- EMA/HMPC: European Union herbal monograph on Aesculus hippocastanum L., cortex, Revision 1 (2024) (Rinde: Anwendungsbereich, Warnhinweise, Kinder, Schwangerschaft/Stillzeit) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gewöhnliche Rosskastanie)
- EMA – Malvae folium (Übersichtsseite) (Arten, Alter, Anwendungsdauer) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Wilde Malve)
- EMA/HMPC – EU-Monographie Malva sylvestris L. und/oder Malva neglecta Wallr., folium (Gegenanzeige, Kinder, Schwangerschaft, Wechselwirkungen) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Wilde Malve)
- EMA/HMPC – Assessment Report Malva sylvestris/neglecta (Toxikologie, Sicherheitsbewertung) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Wilde Malve)
- PharmaNow – Gerstenkorn, Hagelkorn & Co.: Tee im Auge? (übernommen in die Sicherheitshinweise: Wilde Malve)
- PTA-Forum (Pharmazeutische Zeitung) – Arzneipflanzen: Heidelbeere (Kommission E, Blätter) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Heidelbeere)
- AWL.ch – Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) (Blätter, Diabetes) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Heidelbeere)
- EMA – Tiliae flos, herbal medicinal product (Arten, Pflanzenteil, Status) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Winterlinde)
- EMA/HMPC – Community herbal monograph on Tilia cordata Miller, Tilia platyphyllos Scop., Tilia x vulgaris Heyne or their mixtures, flos (Gegenanzeigen, Kinder, Dauer, Schwangerschaft, Nebenwirkungen) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Winterlinde)
- EMA/HMPC – Addendum to the assessment report on Tilia, flos (Überprüfung 2022, keine Änderung) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Winterlinde)
- EMA – European Union herbal monograph on Vitis vinifera L., folium, Revision 1 (EMA/HMPC/464684/2016) (Final, 30.05.2017; chronische venöse Insuffizienz (well-established); traditionell schwere Beine, Juckreiz und Brennen bei Hämorrhoiden, Kapillarfragilität; unter 18 Jahren und Schwangerschaft/Stillzeit „not recommended“; äußerlich nicht auf verletzter Haut, um die Augen oder auf Schleimhäuten; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Weinrebe)
- Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) (Vitis vinifera: „speziesspezifisch stark giftig“ (Hund; Trauben, Rosinen); gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Weinrebe)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Vitis vinifera: Mensch „skin-irritating“, Tier „strong toxic (dog)“; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Weinrebe)
Häufige Fragen zur Couperose
Was versteht man unter Couperose?
Unter Couperose versteht man den Blutandrang in den Haargefäßen.
Wo tritt eine Couperose meistens auf?
Eine Couperose tritt meistens an Nase oder an den Wangen auf.
Was ist die Folge einer oftmals auftretenden Couperose?
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