Rote Nase – Hausmittel der Naturheilkunde
Wenn sich die Nase bei Kälte- oder Wärmeeinwirkung rötet, kann die Ursache dafür eine schlechte Blutzirkulation oder eine neurovegetative Störung sein. Eine ständig rote Nase deutet jedoch auf eine Couperose hin.
Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel mit Heilkräutern und Heilpflanzen, die traditionell bei einer roten Nase angewendet werden.
Gartenkerbel: Er kommt in den Aufguss für das Nasenbad im Abschnitt „Behandlung einer roten Nase“. Zum Rezept
Gartenkerbel von Stefan, CC BY-SA 4.0
Behandlung einer roten Nase
Traditionell werden zur Behandlung einer roten Nase Fußbäder mit abwechselnd heißem und sehr kaltem Wasser angewendet. Diese Anwendung wird immer mit kaltem Wasser beendet.
Folgende Zubereitungen benutzt man als Nasenbad zum Abschwellen einer roten Nase.
Aufguss mit Gartenkerbel
Man gibt 40 g vom Gartenkerbel in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilpflanzen müssen vor der Verwendung des Aufgusses 15 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für den Gartenkerbel »
Aufguss mit Orangenblüten
Man gibt 20 g Orangenblüten in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blüten müssen 5 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für den Orangenbaum »
Aufguss mit Rosen
Man gibt 20 g Kronblätter der Rosen in 1 Liter kochendes Wasser. Die Kronblätter müssen 10 Minuten ziehen.
ℹ️ Hinweis: Die EMA hat Rosenblüten nur äußerlich bei leichten Entzündungen von Mund, Rachen und Haut bewertet – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweise zu den Pflanzen
Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).
Sicherheit & Toxizität von Anthriscus cerefolium (Gartenkerbel)
Gartenkerbel ist ein Küchengewürz; in üblichen Mengen sind keine gesundheitlichen Bedenken dokumentiert. Beim Sammeln wild wachsender Pflanzen besteht Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Gefleckten Schierling: dessen Stängel trägt rotbraunviolette Flecken, der Kerbelstängel bleibt ungefleckt. Nur eindeutig erkannte Pflanzen ernten; im Zweifel nicht verwenden.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Gartenkerbel – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Gartenkerbel
Sicherheit von Citrus × aurantium (Bitterorange)
Nach einer Stellungnahme des BfR enthält die Bitterorange Synephrin, das chemisch mit Ephedrin verwandt ist; mit Nahrungsergänzungsmitteln sollten nicht mehr als etwa 6,7 Milligramm Synephrin pro Tag aufgenommen werden, zusammen mit Koffein können sich Wirkungen auf Herzfrequenz und Blutdruck verstärken. Nach Altmeyers’ Wiedergabe hat die Kommission E die Bitterorangenschale bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit positiv, die Blüten negativ bewertet. Für Citrus × aurantium liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
ℹ️ Hinweis: Bitterorangen-Präparate enthalten Synephrin; die Kommission E hat nur die Schale positiv bewertet – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Orangenbaum (Bitterorange) – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Orangenbaum (Bitterorange)
Sicherheit von Rosa gallica (Essigrose)
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Rosenblüten (von Rosa gallica, Rosa centifolia und Rosa damascena) als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut (als Mundspülung) und bei leichten Hautentzündungen (als feuchter Umschlag) bewertet. Bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff dürfen sie nicht angewendet werden; für Kinder unter 12 Jahren wird die Anwendung mangels Daten nicht empfohlen, ebenso in Schwangerschaft und Stillzeit. Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Halten die Beschwerden länger als eine Woche an, soll ein Arzt aufgesucht werden. Der Giftnotruf Berlin zählt Blätter und Blüten von Rosen zu den ungiftigen Pflanzen.
ℹ️ Hinweis: Die EMA hat Rosenblüten nur äußerlich bei leichten Entzündungen von Mund, Rachen und Haut bewertet – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Essigrose – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
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Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Wikipedia - Pflanzenheilkunde
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Für die Überarbeitung gelesen:
- Gesundheitsportal Österreich (gesundheit.gv.at) – Kerbel (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gartenkerbel)
- WWF Deutschland – Wildkräuter und giftige Doppelgänger (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gartenkerbel)
- BfR – Gesundheitliche Bewertung von synephrin- und koffeinhaltigen Sportlerprodukten und Schlankheitsmitteln (Stellungnahme Nr. 004/2013 vom 16. November 2012 („Für Synephrin bedeutet dies, dass generell mit einem Nahrungsergänzungsmittel nicht mehr als ca. 6,7 Milligramm pro Tag zugeführt werden sollten“; „chemisch mit Ephedrin verwandt“; Koffein und Blutdruck; gelesen am 21.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Orangenbaum (Bitterorange))
- Altmeyers Enzyklopädie – Aurantii amari epicarpium et mesocarpium („Kommission E Monographie: Dyspeptischen Beschwerden und Appetitlosigkeit“; Kommission E nach Altmeyers’ Wiedergabe der Monographie; gelesen am 21.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Orangenbaum (Bitterorange))
- Altmeyers Enzyklopädie – Aurantii amari flos („Negativmonographie bei unzureichenden wissenschaftlichen Erkenntnissen, keine Bedenken als Geschmacks- oder Geruchskorrigens“; Kommission E nach Altmeyers’ Wiedergabe der Monographie; gelesen am 21.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Orangenbaum (Bitterorange))
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung; gelesen am 21.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Orangenbaum (Bitterorange))
- EMA – Rosae flos (Community herbal monograph EMA/HMPC/137299/2013, Abschnitte 4.1–4.8) (Übersetzung nah am englischen Wortlaut; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Essigrose)
- Giftnotruf Berlin – Pflanzen („Rosen“ unter „Ungifte Pflanzen – Blätter/Blüten“; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Essigrose)
Häufige Fragen zur roten Nase
Warum rötet sich die Nase bei Kälte oder Wärme?
Wenn sich die Nase bei Kälte- oder Wärmeeinwirkung rötet, kann die Ursache dafür eine schlechte Blutzirkulation oder eine neurovegetative Störung sein.
Worauf deutet eine ständig rote Nase hin?
Eine ständig rote Nase deutet jedoch auf eine Couperose hin.