Giftlattich - als Heilpflanze verwenden

Giftlattich / Lactuca virosa

Giftlattich

Name: Lactuca virosa L.
Pflanzennamen im Volksmund: Giftsalat, Milchpflanzerl, wilder Lattich
Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)
Wuchshöhe: 60 bis 250 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich,
Die kosmetische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Alpdrücken, Couperose, Husten, Nervosität, Schlaflosigkeit

Steckbrief / Beschreibung

Der in Mitteleuropa eher selten zu findende Giftlattich ist ein Verwandter des weit verbreiteten Kompaßlattichs (L. serriola L.). Die therapeutische Wirkung dieser beiden Latticharten ist als gleichwertig anzusehen. Der unangenehme Geruch und seine enorme Größe, der Giftlattich kann eine Wuchshöhe von gut 2,5 m erreichen, machen diese Heilpflanze zu einer auffälligen Erscheinung. Getrocknete Blätter und getrockneter Milchsaft des Giftlattich werden als stark giftig angesehen.

Die Einnahme von erheblich mehr als einem Gramm Lactucarium führt zuerst zu Kopfschmerz, dann folgen Schweißausbrüche und Schwindel. Eine Vergiftung mit dieser Pflanze kann bis zum Herzstillstand führen. Bei einem Verdacht auf Vergiftung durch den Färberginster sollte man deshalb auf jeden Fall eine Giftnotrufzentrale verständigen. Die Telefonnummern für Notrufe kann man online im Telefonbuch nachlesen. Dies ist besonders wichtig, da die Giftnotrufzentralen der einzelnen Bundesländer unterschiedliche Rufnummern besitzen.

Wie auch bei allen anderen Latticharten sickert bei Verletzungen des Stängels oder der Blätter dieser Pflanzen ein milchiger, weißer, bitter schmeckender Saft aus. In diesem Milchsaft befinden sich die wesentlichen wirksamen Substanzen der Heilpflanze. Früher wurde der Giftlattich als Betäubungsmittel bei Operationen, zur Linderung von Krämpfen, gegen Asthma, bei nervösen Zuständen, anhaltender Schlaflosigkeit und bei Herzklopfen eingesetzt.

Der zweijährig wachsende Giftlattich erreicht je nach Standort eine Wuchshöhe zwischen 60 cm und 2,5 m. Bei Verletzungen tritt aus den betroffenen Stellen ein weißer, milchiger, bitter schmeckender Saft aus. Die derben, oft rot überlaufenen Stängel des Giftlattich sind in den oberen Bereichen verzweigt. Die großen dunkelgrün bis bläulichgrün gefärbten, stängelumfassenden Blätter dieser Heilpflanze haben einen fein gezahnten, leicht dornigen Rand. Die Form der ungeteilten oder etwas wellig gelappten Blätter ist länglich herzförmig. Der unterseitige Mittelnerv der Blätter ist mit kleinen Dornen bewachsen. Vom Juni bis in den September bildet der Giftlattich gelbe, flache Blütenköpfe in einer aufgelockerten Rispe. Die Wurzeln dieser Heilpflanzen sind spindelförmig.

Standort / Hier findet man den Giftlattich

Die Pflanze wächst gelegentlich in Mitteleuropa bis bis in Höhenlagen von etwa 1300 m. Bevorzugte Standorte dieser wärmeliebenden Heilkräuter sind steinige Hänge, Weinberge und Wegränder mit kräftigem Wildwuchs.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Giftlattich

Der Giftlattich wirkt balsamisch, schlaffördernd und sedativ.

Der Geruch dieser Heilpflanze ist unangenehm. Der Giftlattich hat einen bitteren Geschmack.

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Giftlattich die getrockneten Blätter und den getrockneten Milchsaft.

Inhaltsstoffe des Giftlattichs

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Bitterstoffe, Inulin, Flavonoide, Alkaloide, Kautschuk, organische Säuren

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Der Giftlattich wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit Giftlattich in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Alpdrücken, Couperose, Husten, Nervosität, Schlaflosigkeit

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Bilder des Giftlattichs

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Giftlattich / Lactuca virosa

Giftlattich

Lactuca virosa
Foto: H. Brisse
Lizenz: GFDL

Giftlattich / Lactuca virosa

Giftlattich

Lactuca virosa
Foto: H. Brisse
Lizenz: GFDL

Giftlattich / Lactuca virosa

Giftlattich

Lactuca virosa
Foto: T.Voekler
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