Glaskraut - als Heilpflanze verwenden

Glaskraut / Parietaria judaica

Name: Parietaria judaica L.
Pflanzennamen im Volksmund: keine bekannt
Pflanzenfamilie: Brennnesselgewächse (Urticaceae)
Wuchshöhe: 10 bis 100 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich,
Die pharmazeutische Industrie, die kosmetische Industrie und die Tiermedizin verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Albuminurie, Blasenentzündung, Hämorrhoiden, Hautflecken, Nierenentzündung, Steinerkrankungen, Verbrennung, Zahn

Steckbrief / Beschreibung

Über die Entstehung des deutschen Namen "Glaskraut" gibt es verschieden Theorien. Das Ausgebreitete Glaskraut und auch seine verwandte Art, das aufrechte Glaskraut (P. officinalis L.), wurden im späten Mittelalter wahrscheinlich zum Reinigen von Glasscheiben benutzt. Da man die Asche dieser Pflanzen der Emaille beimischte, kann die Namensgebung des Glaskrautes auch von dieser Verwendung abgeleitet werden. Die dritte These besagt, das der Name "Glaskraut" aufgrund der leicht brüchigen Stängel dieser Pflanze entstanden ist. Das ausgebreitete Glaskraut stammt ursprünglich aus den Gebieten rund um das Mittelmeer. Später wurden diese Heilkräuter in Mitteleuropa angebaut, einige Pflanzen verwilderten und im Laufe der Zeit verbreitet sich das Glaskraut dann in fast allen warmen Gebieten Mitteleuropas.  Das Glaskraut besiedelt gerne die Ritzen und Spalten alter Gemäuer und geborstener Felsblöcke.

Beide Arten, das Ausgebreitete und das Aufrechte Glaskraut, besitzen die gleichen medizinischen Eigenschaften. Frisch gesammelte Pflanzen wirken erweichend und harntreibend. Getrocknete Pflanzenteile können nicht zu lange verwendet werden, da sie recht schnell ihre heilsame Wirkung verlieren. Das Glaskraut wurde bereits im Altertum bei Entzündungen der Harnblase, Steinerkrankungen und bei Nierenentzündungen angewandt. Äußerlich verwendete man diese Heilpflanze bei Verbrennungen.

Je nach Klima und Alter erreicht das ausdauernde Glaskraut eine Wuchshöhe zwischen 10 cm und 1 m. Die flaumig behaarten, aufrecht und einfachen oder ausgebreitet und verästelten Stängel dieser Pflanzen sind brüchig. Die wechselständig angeordneten, lang-eiförmigen, gestielten Blätter der Glaskräuter sind ganzrandig. Vom Juni bis in den September bildet das Glaskraut in den Blattachseln unscheinbare, grünlich gefärbte Blütenknäuel.

Standort / Hier findet man Glaskraut

Die Pflanze wächst im gesamten europäischen Raum bis bis in Höhenlagen von etwa 1400 m. Bevorzugte Standorte dieser Heilkräuter sind Felsspalten, steinige Hänge und alte Gemäuer.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Glaskraut

blutreinigend, erfrischend, erweichend, harntreibend

Die Pflanze hat einen faden Geruch, ihr Geschmack ist krautig und leicht salzig.

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Glaskraut die gesamte Pflanze ohne den Wurzelstock. Gesammelte Pflanzen sollten rasch aber schonend im Schatten getrocknet werden.

Inhaltsstoffe des Glaskrauts

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Schleim, Flavonoide, Kaliumnitrat, Schwefel, Kalzium

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Das Glaskraut wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit Glaskraut in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Albuminurie, Blasenentzündung, Hämorrhoiden, Hautflecken, Nierenentzündung, Steinerkrankungen, Verbrennung, Zahn

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Bilder des Glaskrauts

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Glaskraut / Parietaria judaica

Glaskraut

Parietaria judaica
Foto: Adrian

Glaskraut / Parietaria judaica

Glaskraut

Parietaria judaica
Foto: Epiforums
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Glaskraut

Parietaria judaica
Foto: Adria