Goldregen - als Heilpflanze verwenden

Goldregen

Name: Laburnum anagyroides Medik.
Pflanzennamen im Volksmund: Bohnenbaum, Kleebaum, Gemeiner Goldregen
Pflanzenfamilie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Wuchshöhe: 3 bis 10 m
Verwendung: Innerlich
Die pharmazeutische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Gallenblase

Steckbrief / Beschreibung

Der Goldregen wird in Mitteleuropa gerne als Zierstrauch in Gärten gepflanzt Seine sich im Frühjahr entfaltenden großen, hängenden, goldgelb leuchtenden Blütentrauben bezaubern so manchen Pflanzenfreund. Gelegentlich findet man den Goldregen auch verwildert. Die eigentliche Heimat dieser Pflanze ist der Süden Europas, von wo er bis in die südlichen Alpen vorgestoßen ist. Goldregen enthält in allen Teilen, in größter Konzentration aber in den Samen, das giftige Alkaloid Cytisin. Besonders bei Kindern, die Samen des Goldregens gekaut haben, sind schon tödliche Vergiftungen vorgekommen.

Für Tiere scheint der Goldregen sehr unterschiedlich giftig zu sein. Während Pferde recht empfindlich reagieren, ist die Pflanze für Schafe und Ziegen hingegen ungefährlich. Bei Menschen, die viel Milch von diesen Ziegen trinken, können durchaus Vergiftungserscheinungen auftreten. In der Homöopathie wird eine Essenz aus dem Goldregen bei Depressionszuständen, bei krampfartigen Zuständen und zur Förderung der Gallenblasentätigkeit verwendet. Die Blätter des Goldregens wurden früher in manchen Gegenden auch als Tabakersatz benutzt. Aus den Blüten und jungen Blättern des Goldregens wurde ein Farbstoff gewonnen. Aus dem sehr harten Holz stellte man unter anderem Armbrustbogen her.

Der Goldregen ist ein 3 bis 10 m hoch wachsender Baum oder Strauch. Die graugrüne Rinde ist glatt, das Holz ist hell, im Alter bräunlich. Die Zweige der Pflanze sind überhängend. Die wechselständig angeordneten Blätter sind aus drei gestielten, elliptisch geformten, kurz zugespitzten Blättchen zusammengesetzt. Die Blütezeit des Goldregens erstreckt sich von April bis Juni.  Die goldgelben Blüten haben einen glockenförmigen Kelch mit 5 ungleichen Zähnen. Der Geschmack der Blätter und des Samen eines Goldregens ist süßlich.

Standort / Hier findet man Goldregen

Der Goldregen wächst im südlichen Europa bis in die südlichen Alpen, in Mitteleuropa wird der Goldregen als Zierpflanze angepflanzt. Gelegentlich findet man diese Heilpflanze auch verwildert. Goldregen bevorzugt lichte Wälder und Waldränder mit kalkreichen Böden. Man findet die Pflanze bis in Höhenlagen von 2000 m.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Goldregen

abführend
gallentreibend

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Goldregen die getrockneten Blätter ausgewachsener Bäume.

Inhaltsstoffe des Goldregens

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Alkaloide, Mineralsalze

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Der Goldregen wird in der Naturheilkunde innerlich angewendet. Heilkräftige Anwendungen mit dem Goldregen in der Naturheilkunde finden Sie unter folgendem Stichwort: Gallenblase

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Bilder des Goldregens

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Goldregenblüte

Goldregen

Blüte des Goldregens
Foto: KENPEI
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Laburnum anagyroides, Goldregen

Goldregen

Laburnum anagyroides
Foto: J.F. Gaffard
Bestimmte Rechte vorbehalten

Fruchthülsen und Blüten des Goldregens

Goldregen

Fruchthülsen und Blüten des Goldregens
Foto: 4028mdk09
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