Goldrute - als Heilpflanze verwenden

Goldrute

Name: Solidago virgaurea
Pflanzennamen im Volksmund: Goldrauten
Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)
Wuchshöhe: 30 bis 100 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich,
Die pharmazeutische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Albuminurie, Blasenentzündung, Cholesterin
Ekzem, Mund, Ödem

Steckbrief / Beschreibung

Obwohl man in Mitteleuropa mehrere Goldrutenarten findet, sind allein die Echten Goldruten bei uns einheimisch. Die meisten Arten stammen aus Nordamerika. Sie wurden in Mitteleuropa als Gartenzierblumen angepflanzt, verwilderten und bürgerten sich in vielen Gegenden ein. Vor allem die Kanadische Goldruten und die Späte Goldruten haben sich zahlreich verwildert und sind nun häufig an unkultivierten Plätzen und in Auwäldern anzutreffen. Schon seit dem Mittelalter ist die Goldrute als harntreibendes Mittel bekannt, sie wurde aber später nur noch selten gebraucht.

Erst in neuerer Zeit wurde die Goldruten für die Pflanzenheilkunde wieder entdeckt. Die Heilpflanzen sind wegen ihrer milden Wirkung auf Verdauungs- und Harnwege und aufgrund ihres günstigen Einflusses bei Durchfall zu empfehlen. Der Pollen der Goldruten ist allerdings eine der Hauptursachen des lästigen Heuschnupfens. Früher waren die zerquetschten, frischen Blätter und das getrocknete, pulverisierte Kraut dieser Heilpflanzen ein beliebtes Heilmittel. Die Indianer verwenden eine amerikanische Goldrutenart noch heute als Bestandteil zur Behandlung von Klapperschlangenbissen.

Je nach Standort werden die ausdauernden Echten Goldruten 30 bis 100 cm hoch. Die aufrechten Stängel verzweigen sich erst in den oberen Bereichen. Die Stängel sind meist kahl oder oben spärlich behaart, reich beblättert und mit aufrechten, blühenden Ästen bewachsen. Die gestielten, elliptisch bis lanzettlich geformten Blätter sind kahl oder leicht behaart. Die Blattränder der unteren Blätter sind grob gesägt, die der oberen gesägt bis ganzrandig. Die Blütezeit der Goldruten erstreckt sich von Juli bis Oktober. Die gelben Blütenköpfe stehen in dichten, endständigen, beblätterten Trauben oder Rispen, mit je 8 bis 12 randlich stehenden Zungenblüten. Der Geschmack einer Echten Goldrute ist bitter.

Standort / Hier findet man Goldruten

Die Goldrute wächst fast im gesamten europäischen Raum, bevorzugt in Wäldern, Gebüschen, Heiden und Magerwiesen. Man findet die Pflanze bis in Höhenlagen von 2800 m.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Goldrute

adstringierend
auswurffördernd
entzündungshemmend
harntreibend
wundheilend

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von der Echten Goldrute die blühenden Sproßspitzen und die ganze Pflanze. Die Pflanzenteile werden nach dem Sammeln an einem luftigen, schattigen Ort rasch getrocknet.

Inhaltsstoffe der Goldrute

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Saponine, ätherisches Öl, Gerbstoff, Flavonoid, Zitronensäure, Oxalsäure

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Die Goldrute wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Heilkräftige Anwendungen mit der Goldrute in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Albuminurie, Blasenentzündung, Cholesterin, Ekzem, Mund, Ödem

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Bilder der Goldrute

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Goldruteblüte

Goldrute

Blüte einer Goldrute
Foto: Σ64
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Goldruten Solidago virgaurea

Goldrute

Solidago virgaurea
Foto: Stef1432
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