Guter Heinrich - als Heilpflanze verwenden

Guter Heinrich

Guter Heinrich

Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé
Gera CC-BY-SA-3.0

Wissenschaftlicher Name: Chenopodium bonus-henricus L.
Pflanzennamen im Volksmund: Wilder Spinat
Pflanzenfamilie: Guter Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
Wuchshöhe: 20 bis 60 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich,
Die pharmazeutische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Abszess, Anämie, Verstopfung

Steckbrief / Beschreibung

Der Name Heinrich taucht bei volkstümlichen Pflanzennamen manchmal auf, denn dämonische Wesen wie Elfen und Kobolde trugen früher häufig diesen Namen. Der Gute Heinrich verdankt seinen Namen den ihm zugeschriebenen Heilkräften. Die Art "bonus-henricus" ist eine ausgesprochene Dorfpflanze. Man findet sie an Straßenrändern, an Düngestätten, um Viehställe und auf ähnlich stickstoffreichen Standorten. In den Bergen wächst der Gute Heinrich besonders häufig in der Umgebung von Almhütten bis in Höhenlagen über der Baumgrenze. Die jungen Blätter dieser Heilpflanze werden in manchen Gegenden wie Spinat als Gemüse gegessen. Die Blätter des Guten Heinrichs sind reich an Mineralstoffen und wirksam bei Blutarmut. Die Heilpflanze wirkt abführend und beruhigend auf entzündete Haut und Schleimhäute. Menschen, die an Gicht oder Nierenerkrankungen leiden, ist jedoch von der Anwendung mit dieser Pflanze abzuraten. Äußerlich kann man die frischen Blätter des Guten Heinrichs als Umschläge bei Abszessen benutzen.

Je nach Standort wird der ausdauernde Gute Heinrich 20 bis 60 cm hoch. Die grünen, beblätterten und unbehaarten Stängel dieser krautig wachsenden Heilpflanze sind braun und rötlich gerieft. Die grün gefärbten, großen und fleischigen Blätter dieser Pflanze sind gestielt Die Blattform ist dreieckig spitz und am Grund spießförmig. Der Blattrand ist etwas wellig. Junge Blätter sind auf der Unterseite mehlig und etwas klebrig. Die Blütezeit des Guten Heinrichs erstreckt sich von Mai bis August. Die kleinen, zahlreichen Blüten sind grünlich und bilden sich in endständigen, unten verzweigten, langen ährenartigen Rispen.

Standort / Hier findet man den Guten Heinrich

Der Gute Heinrich wächst fast überall in Mitteleuropa, bevorzugt in der nähe menschlicher Siedlungen an Wegrändern und auf Wiesen. Man findet die Pflanze bis in Höhenlagen von 3000 m. Der gute Heinrich wächst wild, ein Anbau dieser Heilpflanze ist nicht üblich.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Guter Heinrich

abführend
blutreinigend
erweichend

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Guten Heinrich die gesamte Pflanze. Von Mai bis August sind die gesammelten Pflanzen am wirksamsten. Die Samen vom Guten Heinrich werden nicht verwendet.

Inhaltsstoffe des Guten Heinrichs

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Saponine, Mineralsalze, Eisen, Vitamin C

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Der Gute Heinrich wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Heilkräftige Anwendungen mit dem Guten Heinrich in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Abszess, Anämie, Verstopfung

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Bilder des Guten Heinrichs

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Heinrich

Guter Heinrich

Foto: Enrico Blasutto
Bestimmte Rechte vorbehalten

Der gute Heinrich

Guter Heinrich

Foto: Thomas Mathis
Bestimmte Rechte vorbehalten

Heinrich, Chenopodium bonus-henricus

Guter Heinrich

Chenopodium bonus-henricus
Foto: Enrico Blasutto
Bestimmte Rechte vorbehalten