Gilbweiderich – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Lysimachia vulgaris L.

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🌿 Gilbweiderich – Auf einen Blick

  • Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
  • Wuchshöhe: 40 bis 150 cm
  • Blütezeit: Juni bis August
  • Verwendete Pflanzenteile: Blüten und Blätter
  • Verwendung: innerlich und äußerlich

Volksmund: Gewöhnlicher Gilbweiderich, Gewöhnlicher Felberich, Gelbweiderich, Felberich

Gewöhnlicher Gilbweiderich (Lysimachia vulgaris): goldgelbe Blüten in endständigen Rispen über lanzettlichen, gegenständigen Blättern

Gilbweiderich von Malte, CC BY-SA 3.0

Steckbrief von Gilbweiderich

Steckbrief des Gilbweiderichs
Wissenschaftlicher Name Lysimachia vulgaris L.
Familie Primelgewächse (Primulaceae)
Wuchshöhe 40 bis 150 cm
Blütezeit Juni bis August
Verwendung innerlich und äußerlich

Da der Gewöhnliche Gilbweiderich feuchte Standorte bevorzugt, findet man diese Heilkräuter zusammen mit anderen hochwüchsigen, krautigen Pflanzen an Uferböschungen, in Entwässerungsgräben, in lichten Wäldern, an Waldrändern und in Mooren. Im späten Mittelalter wurde der Gilbweiderich gegen Fiebererkrankungen, Skorbut, Quetschungen und gegen Blutergüsse verwendet. Alle Teile des Gilbweiderichs benutzte man zum Färben von Stoffen. Die Wurzeln dieser Pflanzen ergeben beim Färben ein kräftiges Braun, die Blätter und die Stängel des Gilbweiderichs färben Stoffe gelb. Den konzentrierten Absud der Blüten verwendete man zum Bleichen von Haaren. Der Gilbweiderich ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die, je nach Standort, eine Wuchshöhe von 40 cm bis 1,50 m erreicht. Die wenig verzweigten, aufrecht stehenden Stängel sind stumpfkantig und reich beblättert.

Die länglich eiförmigen, quirlig oder gegenständig angeordneten Blätter wachsen sitzend und stängellos an den Trieben der Pflanze. Die Blattränder sind glatt und ganzrandig. Zwischen Juni und August bildet der Gilbweiderich goldgelb gefärbte Blüten an einer endständigen Rispe und an langstieligen, den Blattachseln entspringenden Trauben. Der Wurzelstock des Gilbweiderichs ist kriechend und bildet Ausläufer.

Standort von Gilbweiderich

Die Pflanze ist im gesamten europäischen Raum bis in Höhenlagen von etwa 1300 m zu finden. Bevorzugte Standorte dieser Heilkräuter sind feuchte Wiesen, lichte Wälder und Uferböschungen.

Heilkraft von Gilbweiderich

In der Volksmedizin werden dem Gilbweiderich folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • adstringierend

    Zusammenziehend: Ein Adstringens wirkt auf Haut und Schleimhaut durch Eiweißfällung austrocknend und verdichtet das Gewebe an der Oberfläche.

  • wundheilend

    Wundheilend bzw. narbenbildend bezieht sich auf die Wundheilung: den Verschluss einer Wunde durch neu gebildetes Gewebe, an deren Ende eine Narbe steht.

Verwendete Pflanzenteile von Gilbweiderich

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Gilbweiderich die von Juni bis August gesammelten und schonend im Schatten getrockneten Blüten und Blätter.

Inhaltsstoffe von Gilbweiderich

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind Gerbstoffe, Glykoside, Saponin, Zucker, Enzyme und Vitamin C.

Anwendung von Gilbweiderich

Der Gilbweiderich wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit Gilbweiderich in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:

  • Blutung

    Traditionelle blutstillende Heilpflanzen für kleinere Blutungen.

  • Durchfall

    Bewährte Hausmittel, die Magen und Darm bei Durchfall beruhigen können.

  • Mundschleimhaut

    Beruhigende Spülungen, die eine gereizte Mundschleimhaut pflegen können.

  • Weißfluss

    Sitzbäder und Kräuter, die bei Weißfluss begleitend eingesetzt werden.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Gewöhnlicher Gilbweiderich - Wikipedia
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu Gilbweiderich

Wo wächst der Gilbweiderich?

Da der Gewöhnliche Gilbweiderich feuchte Standorte bevorzugt, findet man diese Heilkräuter zusammen mit anderen hochwüchsigen, krautigen Pflanzen an Uferböschungen, in Entwässerungsgräben, in lichten Wäldern, an Waldrändern und in Mooren.

Wofür wurde der Gilbweiderich früher verwendet?

Im späten Mittelalter wurde der Gilbweiderich gegen Fiebererkrankungen, Skorbut, Quetschungen und gegen Blutergüsse verwendet. Alle Teile des Gilbweiderichs benutzte man zum Färben von Stoffen.

Welche Farben ergibt der Gilbweiderich beim Färben?

Die Wurzeln dieser Pflanzen ergeben beim Färben ein kräftiges Braun, die Blätter und die Stängel des Gilbweiderichs färben Stoffe gelb.

Wann blüht der Gilbweiderich?

Zwischen Juni und August bildet der Gilbweiderich goldgelb gefärbte Blüten an einer endständigen Rispe und an langstieligen, den Blattachseln entspringenden Trauben.

Welche Teile des Gilbweiderichs werden verwendet?

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Gilbweiderich die von Juni bis August gesammelten und schonend im Schatten getrockneten Blüten und Blätter.