Husten – Hausmittel der Naturheilkunde
Die traditionell bei Husten benutzten Heilkräuter und Heilpflanzen sollen in zweifacher Weise wirken: Sie sollen den Hustenreiz beruhigen oder den Auswurf des Schleimes fördern. Obwohl einigen Heilpflanzen beide Eigenschaften nachgesagt werden, haben wir sie auf dieser Seite in zwei verschiedene Gruppen eingeteilt, die Zubereitungen sind jeweils in der für sie spezifischen Wirkungsgruppe zu finden. Keine dieser Zubereitungen mit Heilpflanzen und Heilkräutern kann jedoch den Kranken davon entbinden, die ursprüngliche Ursache des Hustens zu behandeln. Ein Husten ist lediglich das Symptom einer Krankheit, Pflanzen sollen den Husten zwar lindern, können aber nicht die Ursache für den Husten heilen.
Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel mit Heilkräutern und Heilpflanzen, die traditionell bei Husten angewendet werden.
Echter Eibisch: Seine Wurzeln kommen in den Sirup im Abschnitt „Sirup zur Auswurfförderung bei Husten“. Zum Rezept
Eibisch von Meneerke bloem, CC BY-SA 4.0
Allgemeine Hausmittel gegen Husten
Traditionell wird bei Husten folgende Anwendung empfohlen: Eine große Zwiebel ausquetschen und die Flüssigkeit der Zwiebel in eine Tasse mit heißer Milch einrühren. Zum Süßen gibt man noch einen Esslöffel Honig hinzu, alles wird gut umgerührt und schluckweise möglichst heiß getrunken. Sie können für diese Anwendung Winterzwiebeln oder Küchenzwiebeln verwenden.
Sirup zur Auswurfförderung bei Husten
Von folgenden Zubereitungen zum Fördern des Auswurfes bei einem Husten nimmt man täglich 2 bis 4 Esslöffel
Sirup mit Echtem Eibisch
Man gibt 40 g Wurzeln vom Echten Eibisch in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen vor dem Abseihen 15 Minuten kochen. Danach gibt man 1,5 kg Zucker in die Flüssigkeit und bringt alles erneut zum Kochen. Der fertige Hustensirup wird in Flaschen abgefüllt.
Sicherheitshinweis für den Eibisch »
Sirup mit Ysop
Man gibt 100 g vom Ysop in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilpflanzen müssen vor dem Abseihen 10 Minuten ziehen. Danach gibt man 1,5 kg Zucker in die Flüssigkeit und bringt alles erneut zum Kochen. Die Flüssigkeit bleibt solange auf dem Herd, bis sie eine sirupartige Konsistenz erreicht. Der fertige Hustensirup wird in Flaschen abgefüllt.
ℹ️ Hinweis: Vom Gebrauch höherer Dosen über längere Zeit und besonders des ätherischen Öls wird abgeraten.
Sicherheitshinweis für den Ysop »
Sirup mit Myrten
Man gibt 75 g Blätter der Myrten in 1 Liter fast kochendes Wasser. Die Blätter müssen vor dem Abseihen 6 Stunden ziehen. Danach gibt man 1,7 kg Zucker in die Flüssigkeit und bringt alles erneut zum Kochen. Nachdem der Zucker geschmolzen ist, füllt man den fertigen Hustensirup in Flaschen ab.
Sicherheitshinweis für die Myrte »
Sirup mit Lauch
Man gibt 150 g der Pflanze in 1 Liter Wasser. Der Lauch muss vor dem Abseihen 30 Minuten kochen. Danach gibt man 1 Liter Honig hinzu, erhitzt alles nochmals bis es zu kochen beginnt und füllt dann den fertigen Hustensirup in Flaschen ab.
Sicherheitshinweis für den Lauch »
Sirup mit Rettich
Man legt einen in Scheiben geschnittenen Rettich auf ein Sieb. Die Rettichscheiben werden mit Puderzucker bestreut, und der herabtropfende Saft wird aufgefangen.
⚠️ Hinweis: Bei bestehenden Gallensteinen ist laut Altmeyers Enzyklopädie von einer Einnahme abzusehen; es können Koliken ausgelöst werden – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für den Rettich »
Sirup mit Meerrettich
Man legt eine in Scheiben geschnittene Meerrettichwurzel auf ein Sieb und bestreut die Wurzeln mit Puderzucker. Der herabtropfende Saft wird über mehrere Stunden aufgefangen.
Krampfhaften Husten behandeln
Bei krampfhaftem Husten trinkt man traditionell von einer der folgenden Zubereitungen über den Tag verteilt 3 Tassen.
Tee mit Mandelbaumblättern
Man gibt 30 g Blätter vom Mandelbaum in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen 10 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für den Mandelbaum »
Tee mit Anis
Man gibt 15 g Anissamen in 1 Liter kochendes Wasser. Die Anissamen müssen 10 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für den Anis »
Tee mit Balsamkraut
Man gibt 15 g blühende Sprossspitzen und Blätter in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilkräuter müssen 10 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für das Balsamkraut »
Tee mit Basilikum
Man gibt 20 g blühende Sprossspitzen und Blätter vom Basilikum in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilpflanzen müssen 10 Minuten ziehen.
⚠️ Hinweis: Basilikum enthält Estragol und Methyleugenol; vorsorglich sollte der dauerhafte und regelmäßige Verzehr über den gelegentlichen Küchengebrauch hinaus eingeschränkt werden – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für das Basilikum »
Tee mit der Großen Bibernelle
Man gibt 30 g blühende Sprossspitzen der Großen Bibernelle in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilpflanzen müssen 10 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für die Bibernelle »
Tee mit Echter Katzenminze
Man gibt 20 g der Echten Katzenminze in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilkräuter müssen 10 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für die Katzenminze »
Tee mit Edelkastanien
Man gibt 40 g getrocknete Blätter der Edelkastanie in 1 Liter kochendes Wasser. Der Tee zur Behandlung von Husten muss 10 Minuten ziehen.
ℹ️ Hinweis: Edelkastanien nicht mit den ungenießbaren, giftigen Rosskastanien verwechseln – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für die Edelkastanie »
Tee aus Waldgeißblatt
Man gibt 5 g Blüten vom Waldgeißblatt in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen vor dem Abseihen 5 Minuten ziehen.
⚠️ Hinweis: Die Beeren des Waldgeißblatts sind giftig – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für das Waldgeißblatt »
Tee mit dem Rundblättrigen Sonnentau
Man gibt 15 g vom Rundblättrigen Sonnentau in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilkräuter müssen 10 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für den Rundblättrigen Sonnentau »
Tee mit Wildem Fenchel
Man gibt 15 g Samen vom Wilden Fenchel in 1 Liter kochendes Wasser. Die Samen müssen 10 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für den Fenchel »
Tee aus Mistelblättern
Man gibt 25 g fein geschnittene Blätter der Mistel in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen 10 Minuten ziehen.
ℹ️ Hinweis: Verwendet wird das Kraut; nach Verzehr der Beeren wurden in seltenen Fällen Magen-Darm-Beschwerden und Kreislaufreaktionen beschrieben – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für die Mistel »
Tee mit Attich
Man gibt 30 g Blüten vom Attich in 1 Liter kochendes Wasser. Der Tee zur Behandlung von Husten muss 10 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für den Attich »
Tee mit Echtem Lavendel und Minze
Man gibt eine Mischung von 20 g Echtem Lavendel und 25 g der blühenden Sprossspitzen und Blätter von Minzen in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilpflanzen müssen 5 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für den Lavendel » · Sicherheitshinweis für die Minze »
Tee mit den Weißen Seerosen
Man gibt 25 g Blüten der Weißen Seerose in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blüten müssen 10 Minuten ziehen.
⚠️ Hinweis: Seerosen und Teichrosen sind giftig – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für die Seerose »
Tee mit Zwiebel
Man gibt 250 g geschälte Zwiebeln in 1 Liter kochendes Wasser. Die Zwiebeln müssen vor dem Abseihen 10 Minuten ziehen. Dieser Tee wird sehr kräftig mit Honig gesüßt. Sie können für diese Anwendung Winterzwiebeln oder Küchenzwiebeln verwenden.
Tee mit Dost
Man gibt 10 g blühende Sprossspitzen vom Dost in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilkräuter müssen 10 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für den Dost »
Tee mit Pfingstrosen
Man gibt 40 g Blüten der Pfingstrose in 1 Liter kochendes Wasser. Der Tee zur Behandlung von Husten muss 10 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für die Pfingstrose »
Absud mit der Moorkreuzblume
Man gibt 120 g Wurzeln der Moorkreuzblume in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen 3 Minuten kochen und weitere 10 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für die Moorkreuzblume »
Süßholzauszug
Man gibt 40 g Wurzeln vom Süßholz in 1 Liter kaltes Wasser. Die Wurzeln müssen über Nacht ziehen.
⚠️ Hinweis: Süßholz kann bei längerer Einnahme den Blutdruck erhöhen – siehe Sicherheitshinweise.
⚠️ Hinweis: Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Süßholzwurzel als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei Verdauungsbeschwerden mit Brennen und als schleimlösendes Mittel bei Erkältungshusten bewertet; bei Verdauungsbeschwerden soll sie nicht länger als 4 Wochen angewendet werden.
Sicherheitshinweis für das Süßholz »
Absud mit Feldthymian oder Echtem Thymian
Man gibt 250 g der Heilpflanze in 1 Liter Wasser. Der Absud muss vor dem Abseihen 10 Minuten kochen. Diese Zubereitung wird kräftig mit Honig gesüßt, man nimmt täglich nur 5 Esslöffel.
ℹ️ Hinweis: Die EMA hat Thymiankraut nur als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei produktivem Husten im Zusammenhang mit Erkältungen bewertet – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für den Feldthymian » · Sicherheitshinweis für den Echten Thymian »
Absud mit Seifenkraut
Man gibt 15 g Wurzeln vom Seifenkraut in 1 Liter kochendes Wasser. Die Wurzeln müssen 10 Minuten ziehen. Von dieser Zubereitung trinkt man nur 1 Tasse pro Tag.
Sicherheitshinweis für das Gewöhnliche Seifenkraut »
Tee mit dem Echten Lungenkraut
Man gibt 10 g der Heilpflanze in 1 Liter kochendes Wasser. Der Tee muss 10 Minuten ziehen. Von dieser Zubereitung gegen den Husten trinkt man täglich 2 Tassen.
Auswurffördernde Behandlung bei Husten
Zur Förderung des Auswurfes bei Husten trinkt man von einer der folgenden Zubereitungen über den Tag verteilt 3 bis 4 Tassen.
Absud mit Echtem Sellerie
Man gibt 25 g Wurzeln vom Sellerie in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen vor dem Abseihen 10 Minuten kochen.
ℹ️ Hinweis: Die DFG-Senatskommission empfiehlt, den Verzehr lange gelagerter oder schimmelbefallener Sellerieknollen zu vermeiden – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für den Echten Sellerie »
Tee mit dem Echten Alant
Man gibt 15 g getrocknete Wurzeln vom Echten Alant in 1 Liter kochendes Wasser. Die Wurzeln müssen 10 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für den Echten Alant »
Tee mit der Gemeinen Ochsenzunge
Man gibt 30 g Blüten in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blüten müssen vor dem Abseihen 10 Minuten ziehen.
⚠️ Hinweis: Die Ochsenzunge gilt als giftig – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für die Ochsenzunge »
Absud mit Möhren
Man gibt 100 g Wurzeln der Möhren in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen 10 Minuten kochen.
⚠️ Hinweis: Bei Birkenpollen- oder Beifußallergie kann roher Karottenverzehr (Saft, Raspel) allergische Reaktionen auslösen – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für die Möhre »
Tee mit Gartenkerbel
Man gibt 40 g der Heilpflanze in 1 Liter kochendes Wasser. Die Pflanzen müssen 5 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für den Gartenkerbel »
Absud mit Feigen
Man gibt 100 g getrocknete Feigen in 1 Liter Wasser. Die Feigen müssen vor dem Abseihen 10 Minuten kochen.
Sicherheitshinweis für den Feigenbaum »
Absud mit Isländisch Moos
Man gibt 20 g der Heilkräuter 3 Stunden lang in 1 Liter kaltes Wasser. Während dieser Zeit muss das Wasser 3 mal gewechselt werden. Danach bringt man alles für 5 Minuten zum Kochen, das Wasser wird nochmals abgegossen und dann wieder durch 1 Liter frisches Wasser ersetzt. Die Pflanzen müssen nun nochmals 15 Minuten kochen, danach seiht man den Absud ab.
Sicherheitshinweis für das Isländische Moos »
Tee mit Gemeinem Andorn
Man gibt 20 g blühende Sprossspitzen und Blätter vom Gemeinen Andorn in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilkräuter müssen 10 Minuten ziehen.
ℹ️ Hinweis: Die EMA hat Andornkraut nur bei Erkältungshusten, leichten Verdauungsbeschwerden und vorübergehender Appetitlosigkeit bewertet – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für den Gemeinen Andorn »
Absud mit der Wilden Malve
Man gibt 15 g Blüten der Wilden Malve in 1 Liter Wasser. Die Blüten müssen 10 Minuten kochen.
ℹ️ Hinweis: Halten Beschwerden im Rachen länger als eine Woche (im Magen-Darm-Bereich länger als zwei Wochen) an oder treten Atemnot, Fieber oder eitriger Auswurf auf, ist ärztlicher Rat einzuholen – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für die Wilde Malve »
Tee mit der Kleinblütigen Königskerze
Man gibt 20 g blühende Sprossspitzen der Kleinblütigen Königskerze in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilkräuter gegen den Husten müssen 5 Minuten ziehen.
ℹ️ Hinweis: Bei Beschwerden über eine Woche oder bei Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf ärztlichen Rat einholen – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für die Königskerze »
Tee mit der Gemeinen Pestwurz
Man gibt 20 g Wurzeln der Gemeinen Pestwurz in 1 Liter kochendes Wasser. Der Tee zur Behandlung von Husten muss 10 Minuten ziehen.
⚠️ Hinweis: Pestwurz enthält Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen können; laut NCCIH kommen nur PA-frei verarbeitete Produkte in Betracht – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für die Pestwurz »
Absud mit Echten Schlüsselblumen
Man gibt 20 g Wurzeln der Echten Schlüsselblume in 1 Liter Wasser. Der Absud zur Behandlung von Husten muss 10 Minuten kochen.
ℹ️ Hinweis: Die EMA hat Schlüsselblume nur als Schleimlöser bei Erkältungshusten bewertet und rät, bei Beschwerden über eine Woche ärztlichen Rat einzuholen – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für die Schlüsselblume »
Tee mit der Gemeinen Wegrauke
Man gibt 30 g der Heilkräuter in 1 Liter kochendes Wasser. Die Pflanzen müssen 20 Minuten ziehen.
⚠️ Hinweis: Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die Weg-Rauke für den Menschen als giftig ein.
⚠️ Hinweis: Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat das Kraut der Weg-Rauke als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Linderung von Halsreizungen wie Heiserkeit und trockenem Husten bewertet; für Kinder unter 3 Jahren (Lutschtabletten unter 6 Jahren) sowie in Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen.
Sicherheitshinweis für die Weg-Rauke »
Tee mit Ebereschen
Man gibt 20 g Blätter der Eberesche in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen 10 Minuten ziehen.
⚠️ Hinweis: Frische Ebereschenfrüchte gelten als schwach giftig; größere Mengen können Durchfall, eventuell Übelkeit und Erbrechen auslösen – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für die Eberesche »
Tee mit Huflattich
Man gibt 50 g Blüten vom Huflattich in 1 Liter kochendes Wasser. Der Tee zur Behandlung von Husten muss 10 Minuten ziehen.
⚠️ Hinweis: Huflattich enthält Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen und das Erbgut verändern können. Von der innerlichen Anwendung (Tee, Saft, Sirup, Gemüse) wird nach heutigem Kenntnisstand abgeraten, besonders bei Schwangeren, Stillenden und Kindern – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweise zu den Pflanzen
Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).
Sicherheit & Toxizität von Althaea officinalis (Eibisch)
Nur Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff gilt als Gegenanzeige. Keine bekannten Nebenwirkungen.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Eibisch – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Eibisch
Sicherheit von Hyssopus officinalis (Ysop)
⚠️ Hinweis: Das ätherische Ysopöl enthält Pinocamphon; vom Gebrauch höherer Dosen über längere Zeit und besonders des ätherischen Öls wird abgeraten – siehe Sicherheit.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Ysop – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Ysop
Sicherheit von Myrtus communis (Myrte)
Für Myrtus communis liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Myrte – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Myrte
Sicherheit von Allium ampeloprasum (Lauch)
Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope führt den Gemüse-Lauch (Allium porrum) für den Menschen als hautreizend und für Tiere als giftig. Für Allium ampeloprasum liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Lauch – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Lauch
Sicherheit & Toxizität von Raphanus sativus var. niger (Rettich)
Für den Schwarzen Rettich liegt keine Monographie des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) vor. Eine amtliche Sicherheitsbewertung wurde bei der Recherche nicht gefunden. Die folgenden Angaben stammen aus Altmeyers Enzyklopädie und von apotheken.de und beziehen sich auf die Wurzel und ihren Presssaft. Die Wurzel enthält laut Altmeyers Enzyklopädie Senfölglykoside (Glucosinolate).
ℹ️ Hinweis: Hohe Dosen der frischen Wurzel können laut apotheken.de die Magen-Darm-Schleimhaut reizen – siehe Sicherheitshinweise.
⚠️ Hinweis: Bei bestehenden Gallensteinen ist laut Altmeyers Enzyklopädie von einer Einnahme abzusehen; es können Koliken ausgelöst werden – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Rettich – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Rettich
Sicherheit & Toxizität von Armoracia rusticana (Meerrettich)
Meerrettichwurzel kann wegen ihrer scharfen, reizenden Inhaltsstoffe Magen, Darm, Haut und Schleimhäute reizen. Äußerlich, etwa als Auflage, kann eine zu lange oder zu konzentrierte Anwendung Hautreizungen verursachen. Diese Angaben stammen aus einer sekundären Fachquelle; eine Bewertung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) liegt für Meerrettich nicht vor.
⚠️ Hinweis: Bei Magen- oder Darmgeschwüren und Nierenentzündungen Meerrettich nicht arzneilich anwenden – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Meerrettich-Auflagen nicht zu lange und nicht zu konzentriert anwenden, da sie die Haut reizen können – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Bei Kindern unter 4 Jahren soll Meerrettich nicht angewendet werden – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Meerrettich – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Meerrettich
Sicherheit von Prunus dulcis (Mandelbaum)
Die Vergiftungsinformationszentrale Wien rät, Bittermandeln nur zum Kochen und Backen und ausschließlich in kleinen Mengen zu verwenden: Bei der Verdauung roher Bittermandeln entsteht Blausäure, die je nach Dosis lebensbedrohlich sein kann, insbesondere bei Kindern. Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft den Mandelbaum für den Menschen als schwach giftig ein. Für Prunus dulcis liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
⚠️ Hinweis: Rohe Bittermandeln können Blausäure freisetzen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Mandelbaum – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Mandelbaum
Sicherheit von Pimpinella anisum (Anis)
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Anisfrüchte und Anisöl als traditionelle pflanzliche Arzneimittel bei leichten Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und als Hustenmittel bei Erkältungen bewertet. Anis-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Allergie gegen Anis, andere Doldenblütler (Apiaceae) wie Kümmel, Sellerie, Koriander, Dill und Fenchel oder gegen Anethol. Allergische Reaktionen an Haut oder Atemwegen können auftreten. Anisfrüchte sind für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren bestimmt; Anisöl darf wegen fehlender Daten und des Gehalts an Estragol nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden. Die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit wird mangels Daten nicht empfohlen. Die Arzneimittel sollen nicht länger als zwei Wochen angewendet werden; halten die Beschwerden an oder verschlimmern sie sich, soll ein Arzt aufgesucht werden.
⚠️ Hinweis: Die Anwendung von Anis-Arzneimitteln in Schwangerschaft und Stillzeit wird mangels Daten nicht empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.
⚠️ Hinweis: Nicht bei Allergie gegen Anis, andere Doldenblütler oder Anethol; Anisöl nicht unter 18 Jahren – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Anis – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Anis
Sicherheit & Toxizität von Tanacetum balsamita (Frauenminze)
Für die Frauenminze gibt es keine Monographie einer Arzneimittelbehörde. Das ätherische Öl enthält je nach Herkunft Carvon, Thujon und Campher. Thujon und Campher gelten in höheren Dosen als nervenschädigend; in üblichen Tee-Mengen ist das Risiko wahrscheinlich gering, belegt ist das aber nicht. Wegen der traditionellen Verwendung bei Frauenleiden gilt vorsorglich: in der Schwangerschaft nicht anwenden, das ätherische Öl nicht einnehmen, Tee nicht dauerhaft trinken.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Balsamkraut / Frauenminze – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Balsamkraut
Sicherheit von Ocimum basilicum (Basilikum)
Basilikum enthält die Pflanzeninhaltsstoffe Estragol und Methyleugenol. Sie zeigen im Tierversuch krebserzeugende Wirkungen und in In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen genotoxische Effekte, wobei die Datenlage für eine endgültige wissenschaftliche Bewertung unzureichend ist; epidemiologische Untersuchungen am Menschen liegen nicht vor. Eine konkrete Gesundheitsgefährdung für den Menschen ist nach dem damaligen Kenntnisstand nicht belegt. Das potentielle Risiko lässt sich vorsorglich verringern, wenn der dauerhafte und regelmäßige Verzehr, der über den gelegentlichen Einsatz in der Küchenpraxis hinausgeht, eingeschränkt wird (BgVV, heute BfR, 2002). Nach Auffassung des BfR ist es derzeit nicht möglich, das gesundheitliche Risiko durch alkenylbenzolhaltige Lebensmittel abschließend zu bewerten; insbesondere basilikumhaltiges Pesto kann einen hohen Gehalt an Alkenylbenzolen aufweisen (BfR 2022). Die Kommission E hat Basilikumkraut wegen seines Estragolgehalts negativ bewertet. Für Basilikum liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
⚠️ Hinweis: Basilikum enthält Estragol und Methyleugenol; vorsorglich sollte der dauerhafte und regelmäßige Verzehr über den gelegentlichen Küchengebrauch hinaus eingeschränkt werden – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Basilikum – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Basilikum
Toxizität und Sicherheitsbewertung von Pimpinella major (Bibernelle)
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Bibernelle – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Bibernelle
Sicherheit von Nepeta cataria (Katzenminze)
Für Nepeta cataria liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Katzenminze – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Katzenminze
Sicherheit von Castanea sativa (Edelkastanie)
Die Giftzentrale Bonn (Informationszentrale gegen Vergiftungen NRW) grenzt die Edelkastanie von der Rosskastanie (Aesculus hippocastanum) ab: „Im Gegensatz zu den Samen der echten Kastanie (Castanea vesca) sind Roßkastanien ungenießbar.“ Bei der Rosskastanie sind alle Organe giftig, besonders die grünen Samenschalen und unreifen Früchte. Für Castanea sativa liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
ℹ️ Hinweis: Edelkastanien nicht mit den ungenießbaren, giftigen Rosskastanien verwechseln – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Edelkastanie – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Edelkastanie
Sicherheit von Lonicera periclymenum (Waldgeißblatt)
Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft Früchte und Samen des Waldgeißblatts für den Menschen als giftig ein. Für Lonicera periclymenum liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
⚠️ Hinweis: Die Beeren des Waldgeißblatts sind giftig – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Waldgeißblatt – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Waldgeißblatt
Sicherheit von Drosera rotundifolia (Rundblättriger Sonnentau)
Nach Altmeyers’ Wiedergabe der Monographie hat die Kommission E Sonnentaukraut bei Krampf- und Reizhusten positiv bewertet; für Arzneimittel werden heute meist andere Sonnentau-Arten verwendet. Für Drosera rotundifolia liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Rundblättriger Sonnentau – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Sonnentau
Sicherheit von Foeniculum vulgare (Fenchel)
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Bitterfenchelfrüchte (Foeniculum vulgare subsp. vulgare var. vulgare) als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei leichten krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden mit Völlegefühl und Blähungen, bei leichten Krämpfen während der Menstruation und als schleimlösendes Mittel bei Husten mit Erkältung bewertet. Bei Überempfindlichkeit gegen Fenchel, andere Doldenblütler (Anis, Kümmel, Sellerie, Koriander, Dill), Anethol oder Beifußpollen dürfen sie nicht angewendet werden. Für Kinder unter 4 Jahren wird die Anwendung mangels Daten nicht empfohlen, bei Menstruationsbeschwerden nicht unter 12 Jahren; bei Kindern zwischen 4 und 12 Jahren nur, wenn die tägliche Estragol-Aufnahme den Richtwert von 1,0 µg je kg Körpergewicht nicht überschreitet. In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung mangels Daten nicht empfohlen; trans-Anethol geht in die Muttermilch über. Erwachsene sollen die Zubereitungen nicht länger als 2 Wochen anwenden. Allergische Reaktionen der Haut oder der Atemwege sind möglich. Nach dem damaligen BgVV (heute BfR) gehören Bitter- und Süßfenchelfrüchte zu den Pflanzen, in denen Estragol und Methyleugenol vorkommen; das BfR nennt Fenchel 2022 unter den Kräutern mit Alkenylbenzolen.
⚠️ Hinweis: Fenchelfrüchte enthalten Estragol; die EMA empfiehlt Fenchel-Arzneitee nicht für Kinder unter 4 Jahren sowie nicht in Schwangerschaft und Stillzeit – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Fenchel – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Fenchel
Sicherheit & Toxizität von Viscum album (Mistel)
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat für Mistelkraut (Viscum album L., herba) keine Monographie erstellt. Nach seiner Stellungnahme von 2012 erfüllt Mistelkraut weder für Herz-Kreislauf-Anwendungen noch für die Krebstherapie die Anforderungen an ein pflanzliches Arzneimittel. Im zugehörigen Bewertungsbericht wird die Mistel nach Einnahme über den Mund als nicht giftig eingestuft; eine chronische Giftigkeit ist nicht bekannt. In sehr wenigen Fällen wurden – vor allem nach dem Verzehr der Beeren – Übelkeit, Erbrechen, Durchfall sowie Blutdruckanstieg mit anschließendem Schock beschrieben. Injektionen in die Vene gelten laut Bericht als giftiger als Injektionen unter die Haut oder in den Muskel.
ℹ️ Hinweis: Die EMA hat Mistelkraut für Herz-Kreislauf-Anwendungen nicht als pflanzliches Arzneimittel anerkannt – siehe Sicherheitshinweise.
⚠️ Hinweis: In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung von Mistelzubereitungen laut EMA-Bewertungsbericht nicht empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Verwendet wird das Kraut; nach Verzehr der Beeren wurden in seltenen Fällen Magen-Darm-Beschwerden und Kreislaufreaktionen beschrieben – siehe Sicherheitshinweise.
⚠️ Hinweis: Eine Wirkung von Mistelextrakten gegen Krebs ist laut Krebsinformationsdienst wissenschaftlich nicht allgemein anerkannt; Mistelpräparate zur Krebstherapie werden gespritzt – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Mistel – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Mistel
Sicherheit von Sambucus ebulus (Attich)
Die Giftzentrale Bonn (Informationszentrale gegen Vergiftungen NRW) stuft den Zwerg-Holunder als gering giftig ein. Die unreifen Früchte, Blätter und Samen enthalten geringe Mengen an zyanogenen Glykosiden (Sambunigrin, Prunasin). Als Symptome werden Erbrechen und Durchfall genannt; in der Regel ist keine Behandlung erforderlich. Die Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) und die Datenbank TPPT von Agroscope stufen den Zwerg-Holunder dagegen als giftig ein; nach der Zürcher Datenbank sind auch die gekochten Kerne giftig.
⚠️ Hinweis: Unreife Früchte, Blätter und Samen des Attichs enthalten zyanogene Glykoside und können Erbrechen und Durchfall auslösen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Attich – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Attich (Zwergholunder)
Sicherheit & Toxizität von Lavandula angustifolia (Lavendel)
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat zwei Monographien zum Echten Lavendel (Lavandula angustifolia Mill.) veröffentlicht: eine für die Lavendelblüten und eine für das ätherische Lavendelöl zum Einnehmen und als Badezusatz. Beide stufen den Lavendel als traditionelles pflanzliches Arzneimittel ein, dessen Anwendung auf langjähriger Erfahrung beruht. Andere Lavendel-Arten sind nicht Gegenstand dieser Bewertungen.
ℹ️ Hinweis: Lavendel kann die Verkehrstüchtigkeit beeinträchtigen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Lavendel – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Lavendel
Sicherheit & Toxizität von Mentha × piperita (Pfefferminze)
Die Seite behandelt die ganze Gattung Mentha. Der folgende Sicherheitsabschnitt der EMA gilt für die Pfefferminze (Mentha × piperita). Die Poleiminze (Mentha pulegium) ist nach der Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) und der Datenbank TPPT von Agroscope giftig. Ihr ätherisches Öl besteht nach der EMA zu 85 bis 97 % aus Pulegon; Zielorgane von Pulegon und seinem Abbauprodukt Menthofuran sind Leber und Niere. Poleiminzenöl wurde früher zur Auslösung der Menstruation und als Abtreibungsmittel verwendet und wird heute nicht mehr eingesetzt. Das BfR beschreibt Pulegon als unter anderem lebertoxisch.
ℹ️ Hinweis: Bei Gallensteinen und anderen Erkrankungen der Gallenwege sollen Pfefferminzblätter laut EMA mit Vorsicht angewendet werden – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Minzen – Heilpflanzen der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Minzen
Sicherheit von Nymphaea alba und Nuphar lutea (Weiße Seerose, Gelbe Teichrose)
Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die Weiße Seerose und die Gelbe Teichrose für den Menschen als giftig ein; die Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) führt bei beiden alle Pflanzenteile als giftig. Für Nymphaea alba und Nuphar lutea liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
⚠️ Hinweis: Seerosen und Teichrosen sind giftig – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Seerose – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Seerose
Sicherheit von Origanum vulgare (Dost)
Für den Dost (Origanum vulgare) liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor; die EU-Monographie zum Majorankraut gilt nur für den Majoran (Origanum majorana). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt in ihrer Monographie zum Oreganokraut, dass starke (konzentrierte) Tees Gebärmutterkontraktionen auslösen können; Frauen sollen das Kraut in Schwangerschaft und Stillzeit meiden. Nach der Kommission E können Extrakte mit hoher Ölkonzentration Haut und Schleimhäute reizen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in Proben aus der Gruppe ‚Oregano, Majoran‘ 1,2-ungesättigte Pyrrolizidinalkaloide nachgewiesen.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Dost (Oregano) – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Dost (Oregano)
Sicherheit & Toxizität von Paeonia officinalis (Pfingstrose)
Für die Echte Pfingstrose liegt keine Monographie des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) vor. Die EMA hat sich nur mit der Wurzel einer anderen Art, der Chinesischen Pfingstrose (Paeonia lactiflora), befasst und festgestellt, dass dafür keine EU-Monographie erstellt werden kann. Laut dem Arzneipflanzenlexikon AWL hat die Kommission E Pfingstrosenblüten und Pfingstrosenwurzel negativ bewertet. Eine amtliche Giftigkeitsbewertung wurde bei der Recherche nicht gefunden; die folgenden Angaben stammen aus AWL und PharmaWiki. Gartenformen und andere Paeonia-Arten können laut AWL botanisch und phytochemisch abweichen.
ℹ️ Hinweis: Bei Krämpfen, neurologischen Beschwerden, Hämorrhoiden, starken Magen-Darm-Beschwerden oder Blutungen ist laut AWL eine ärztliche Abklärung nötig – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Pfingstrose – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Pfingstrose
Sicherheit von Polygala amarella (Moorkreuzblume)
Für Polygala amarella liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Moorkreuzblume – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Moorkreuzblume
Sicherheit von Glycyrrhiza glabra (Süßholz)
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Süßholzwurzel als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei Verdauungsbeschwerden mit Brennen und als schleimlösendes Mittel bei Erkältungshusten bewertet; bei Verdauungsbeschwerden soll sie nicht länger als 4 Wochen angewendet werden. Bei Bluthochdruck, Nieren-, Leber- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Kaliummangel, unter 18 Jahren und in der Schwangerschaft wird die Anwendung nicht empfohlen, ebenso zusammen mit entwässernden Mitteln, Herzglykosiden, Kortikosteroiden oder stimulierenden Abführmitteln. Bei längerer Einnahme oder großen Mengen sind Wassereinlagerungen, Kaliummangel, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen möglich.
⚠️ Hinweis: Süßholz kann bei längerer Einnahme den Blutdruck erhöhen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Süßholz – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Süßholz
Sicherheit von Thymus pulegioides (Feldthymian)
Für Thymus pulegioides liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor; die EU-Monographien zu Thymian gelten nur für Thymus vulgaris und Thymus zygis.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Feldthymian – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Feldthymian
Sicherheit von Thymus vulgaris (Echter Thymian)
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Thymiankraut als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei produktivem Husten im Zusammenhang mit Erkältungen bewertet. Thymian-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Allergie gegen Thymian oder andere Lippenblütler (Lamiaceae). Die meisten Zubereitungen sind nur für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bestimmt, einige wenige für Kinder ab 4 Jahren. Als Nebenwirkung können Magenbeschwerden auftreten. Hält der Husten länger als eine Woche an oder verschlimmert er sich, soll ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachperson aufgesucht werden. Die WHO rät in ihrer Monographie, Thymiankraut in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach ärztlichem Rat anzuwenden.
ℹ️ Hinweis: Die EMA hat Thymiankraut nur als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei produktivem Husten im Zusammenhang mit Erkältungen bewertet – siehe Sicherheitshinweise.
⚠️ Hinweis: Thymian-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Allergie gegen Thymian oder andere Lippenblütler (Lamiaceae) – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Echter Thymian – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Echter Thymian
Sicherheit von Saponaria officinalis (Gewöhnliches Seifenkraut)
Nach Altmeyers’ Wiedergabe hat die Kommission E die rote Seifenwurzel bei Katarrhen der oberen Luftwege positiv bewertet; selten kann sie den Magen reizen. Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft das Gewöhnliche Seifenkraut für den Menschen als schwach giftig ein, am stärksten in der Wurzel. Für Saponaria officinalis liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Gewöhnliches Seifenkraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Gewöhnliches Seifenkraut: Heilpflanze
Sicherheit & Toxizität von Pulmonaria officinalis (Lungenkraut)
Eine amtliche Sicherheitsbewertung des Lungenkrauts, etwa eine Monographie des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), wurde bei der Recherche nicht gefunden. Die folgenden Hinweise stützen sich daher auf eine toxikologische Fachgesellschaft und eine pharmazeutische Fachseite.
ℹ️ Hinweis: Lungenkraut kann laut Gesellschaft für Toxikologie Pyrrolizidinalkaloide enthalten – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Bei Kindern sowie in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach fachlicher Rücksprache verwenden – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Lungenkraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Lungenkraut
Sicherheit & Toxizität von Apium graveolens (Sellerie)
Für Sellerie gibt es keine Monographie der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA/HMPC). Die folgenden Angaben stammen aus Bewertungen von Sellerie als Lebensmittel: zur Sellerieallergie (Paul-Ehrlich-Institut) und zu Furocumarinen in Sellerieknollen (DFG-Senatskommission zur Beurteilung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit von Lebensmitteln). Selleriesamen und Selleriekraut als Arzneidroge sind darin nicht gesondert bewertet.
ℹ️ Hinweis: Die DFG-Senatskommission empfiehlt, den Verzehr lange gelagerter oder schimmelbefallener Sellerieknollen zu vermeiden – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Echter Sellerie – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Echter Sellerie
Sicherheit von Inula helenium (Echter Alant)
Die Kommission E des früheren Bundesgesundheitsamtes hat Alantwurzel negativ bewertet: Die Wirksamkeit ist nicht ausreichend belegt, das Allergiepotenzial ist hoch. Auch die Datenbank TPPT von Agroscope führt den Echten Alant als allergieauslösend. Nach Wikipedia können größere Mengen zu Erbrechen, Durchfall, Krämpfen und Lähmungen führen.
⚠️ Hinweis: Größere Mengen Alant können zu Erbrechen, Durchfall, Krämpfen und Lähmungen führen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Echter Alant – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Echter Alant
Sicherheit von Anchusa officinalis (Gemeine Ochsenzunge)
Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft Blüten, Blätter und Kraut der Gemeinen Ochsenzunge für den Menschen als giftig ein. Für Anchusa officinalis liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
⚠️ Hinweis: Die Ochsenzunge gilt als giftig – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Ochsenzunge – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Ochsenzunge
Sicherheit & Toxizität von Daucus carota subsp. sativus (Karotte)
Bei einer Birkenpollenallergie können unter anderem Karotten Beschwerden auslösen; auch bei der Beifußallergie sind Allergene bekannt, die in ähnlicher Form in Karotten vorkommen. Typisch sind Jucken oder Anschwellen von Lippen, Zunge, Gaumen und Rachen, die sich häufig nach 10 bis 15 Minuten von selbst bessern. In schwereren Fällen können Schwellungen, Atem- oder Schluckbeschwerden, Bauchschmerzen und Erbrechen hinzukommen; selten treten anaphylaktische Reaktionen auf. Rohe Zubereitungen wie Rohkostsalat, geraspelte Karotten oder frisch gepresster Saft gelten als die typischen Auslöser. Nach starker Erhitzung sind entsprechende Lebensmittel für Kreuzallergiker meist gut verträglich; das ist jedoch nicht bei allen Betroffenen sicher.
⚠️ Hinweis: Bei Birkenpollen- oder Beifußallergie kann roher Karottenverzehr (Saft, Raspel) allergische Reaktionen auslösen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Möhre (Karotte) – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Möhre (Karotte)
Sicherheit & Toxizität von Anthriscus cerefolium (Gartenkerbel)
Gartenkerbel ist ein Küchengewürz; in üblichen Mengen sind keine gesundheitlichen Bedenken dokumentiert. Beim Sammeln wild wachsender Pflanzen besteht Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Gefleckten Schierling: dessen Stängel trägt rotbraunviolette Flecken, der Kerbelstängel bleibt ungefleckt. Nur eindeutig erkannte Pflanzen ernten; im Zweifel nicht verwenden.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Gartenkerbel – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Gartenkerbel
Sicherheit & Toxizität von Ficus carica (Feigenbaum)
Der Milchsaft frischer Feigenblätter, -zweige und unreifer Früchte enthält Furocumarine (u. a. Psoralen, Bergapten) und kann die Haut reizen; bei anschließender Sonnenexposition sind phototoxische Hautreaktionen (Phytophotodermatitis) möglich. Beim Schneiden des Feigenbaums werden daher Handschuhe und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung empfohlen.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Feigenbaum – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Feigenbaum
Sicherheit & Toxizität von Cetraria islandica (Isländisches Moos)
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat für Isländisches Moos (Flechtenthallus) eine EU-Monographie zur traditionellen Anwendung veröffentlicht. Sie umfasst die Anwendung bei Reizungen von Mund und Rachen mit trockenem Husten sowie bei vorübergehender Appetitlosigkeit. Zum Zeitpunkt der Bewertung waren keine Nebenwirkungen gemeldet. Als Schleimstoff bei Mund- und Rachenreizung ist die Anwendung für Erwachsene, Jugendliche und Kinder über 6 Jahren vorgesehen, bei Appetitlosigkeit nur für Erwachsene.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Isländisches Moos – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Isländisches Moos
Sicherheit von Marrubium vulgare (Gemeiner Andorn)
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Andornkraut als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bewertet: als Hustenmittel bei Erkältungshusten, bei leichten Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und Blähungen sowie bei vorübergehender Appetitlosigkeit. Es soll nur bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahren angewendet werden. Andorn-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Lippenblütler (Lamiaceae), bei Verschluss der Gallenwege, Gallenwegsentzündung, Lebererkrankungen und Darmverschluss. Bei aktivem Magengeschwür, Gallensteinen und anderen Gallenleiden soll vor der Anwendung ein Arzt gefragt werden. Die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit wird mangels Daten nicht empfohlen. Hält der Husten länger als eine Woche an oder bestehen Verdauungsbeschwerden oder Appetitlosigkeit länger als zwei Wochen, soll ein Arzt aufgesucht werden. Zum Zeitpunkt der Bewertung waren keine Nebenwirkungen bekannt.
⚠️ Hinweis: Andorn-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Verschluss der Gallenwege, Gallenwegsentzündung, Lebererkrankungen und Darmverschluss – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Die EMA hat Andornkraut nur bei Erkältungshusten, leichten Verdauungsbeschwerden und vorübergehender Appetitlosigkeit bewertet – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Gemeiner Andorn – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Gemeiner Andorn
Sicherheit & Toxizität von Malva neglecta (Käsepappel)
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat für Malvenblätter (Malva sylvestris L. und/oder Malva neglecta Wallr.) eine Monographie für die traditionelle Anwendung erstellt. Als Gegenanzeige gilt eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Nebenwirkungen und Wechselwirkungen sind laut Monographie nicht bekannt. Die experimentellen toxikologischen Daten sind begrenzt; wegen der langen Anwendung auch als Lebensmittel sieht der Bewertungsbericht keine Sicherheitsbedenken.
ℹ️ Hinweis: Halten Beschwerden im Rachen länger als eine Woche (im Magen-Darm-Bereich länger als zwei Wochen) an oder treten Atemnot, Fieber oder eitriger Auswurf auf, ist ärztlicher Rat einzuholen – siehe Sicherheitshinweise.
⚠️ Hinweis: Selbst hergestellte Tee-Aufgüsse sind nicht steril und nicht auf den pH-Wert der Tränenflüssigkeit abgestimmt – sie können Reizungen oder Infektionen des Auges verursachen. Für Anwendungen am Auge werden heute sterile, apothekenübliche Präparate empfohlen.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Wilde Malve – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Wilde Malve
Sicherheit & Toxizität von Verbascum spp. (Königskerze)
Die EU-Pflanzenmonographie (EMA/HMPC) bewertet die Blüten von Verbascum thapsus, V. densiflorum und V. phlomoides als traditionelles Arzneimittel zur Linderung von Halsschmerzen bei trockenem Husten und Erkältung. Als Gegenanzeige gilt eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Wechselwirkungen und Nebenwirkungen sind laut Monographie nicht bekannt. Bei Beschwerden, die sich verschlimmern oder länger als eine Woche anhalten, sowie bei Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf sollte ein Arzt aufgesucht werden.
ℹ️ Hinweis: Bei Beschwerden über eine Woche oder bei Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf ärztlichen Rat einholen – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Für Kinder unter 12 Jahren wird die Anwendung von Königskerzenblüten laut EMA mangels ausreichender Daten nicht empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Königskerze – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Königskerze
Sicherheit & Toxizität von Petasites hybridus (Pestwurz)
Für die Pestwurz liegt keine Monographie des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) vor. Die folgenden Angaben stammen vom US-amerikanischen National Center for Complementary and Integrative Health (NCCIH), von der Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic und ergänzend aus dem Arzneipflanzenlexikon AWL.
⚠️ Hinweis: Pestwurz enthält Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen können; laut NCCIH kommen nur PA-frei verarbeitete Produkte in Betracht – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Pestwurz – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Pestwurz
Sicherheit & Toxizität von Primula veris, Primula elatior (Schlüsselblume)
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat Schlüsselblumenwurzel (Primulae radix) und Schlüsselblumenblüten (Primulae flos) von Primula veris und Primula elatior als traditionelle pflanzliche Arzneimittel bewertet. Beide Monographien gelten für Tee und bestimmte Extrakte zum Einnehmen als Schleimlöser bei Husten im Zusammenhang mit einer Erkältung.
ℹ️ Hinweis: Die EMA hat Schlüsselblume nur als Schleimlöser bei Erkältungshusten bewertet und rät, bei Beschwerden über eine Woche ärztlichen Rat einzuholen – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Bei Gastritis oder Magengeschwür rät die EMA zur Vorsicht; Überdosierung kann Magenverstimmung, Erbrechen oder Durchfall verursachen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Schlüsselblume – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Schlüsselblume
Sicherheit von Sisymbrium officinale (Weg-Rauke)
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat das Kraut der Weg-Rauke als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Linderung von Halsreizungen wie Heiserkeit und trockenem Husten bewertet; für Kinder unter 3 Jahren (Lutschtabletten unter 6 Jahren) sowie in Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen. Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die Weg-Rauke für den Menschen als giftig ein.
ℹ️ Hinweis: Die EMA hat das Kraut nur bei Halsreizungen bewertet – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Weg-Rauke – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Weg-Rauke
Sicherheit von Sorbus aucuparia (Eberesche)
Die Giftzentrale Bonn (Informationszentrale gegen Vergiftungen NRW) stuft die Eberesche als gering giftig ein. Nur die frischen Früchte sind schwach giftig. Nur bei der Einnahme größerer Menge sind leichte Symptome in Form von Durchfall, eventuell Übelkeit und Erbrechen zu erwarten. Spezielle Erste Hilfe-Maßnahmen sind nicht erforderlich. Auch der Giftnotruf Berlin zählt die Früchte der Eberesche (Vogelbeere) zu den gering giftigen Pflanzen. Das BfR zählt die Rote Vogelbeere zu den ungiftigen Pflanzen, bei denen erst nach großen Mengen meist leichte Magen-Darm-Beschwerden auftreten; nach der Vergiftungsinformationszentrale Wien ist das Verschlucken kleiner Mengen in der Regel unbedenklich. Nach Wikipedia enthalten die Beeren Parasorbinsäure, die zu Magenproblemen führen kann; durch Kochen wird die Parasorbinsäure zu Sorbinsäure abgebaut, die gut verträglich ist.
⚠️ Hinweis: Frische Ebereschenfrüchte gelten als schwach giftig; größere Mengen können Durchfall, eventuell Übelkeit und Erbrechen auslösen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Eberesche – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Eberesche (Vogelbeere)
Sicherheit & Toxizität von Tussilago farfara (Huflattich)
Huflattich enthält Pyrrolizidinalkaloide (PA). Für toxische, ungesättigte PA empfiehlt der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der EU (HMPC) für Erwachsene eine Aufnahme von höchstens 1,0 Mikrogramm pro Tag; bei Kindern ist der Wert dem Körpergewicht anzupassen (z. B. 0,5 Mikrogramm bei 20 kg). Verschiedene PA schädigen nachweislich das Erbgut, und für Extrakte PA-haltiger Pflanzen, darunter Huflattich, sieht die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) Hinweise auf eine krebserzeugende Wirkung. Für PA mit erbgutverändernder Wirkung gibt es keine sichere Aufnahmemenge.
⚠️ Hinweis: Huflattich enthält Pyrrolizidinalkaloide, die die Leber schädigen und das Erbgut verändern können. Von der innerlichen Anwendung (Tee, Saft, Sirup, Gemüse) wird nach heutigem Kenntnisstand abgeraten, besonders bei Schwangeren, Stillenden und Kindern – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Huflattich – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
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Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Wikipedia - Pflanzenheilkunde
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Für die Überarbeitung gelesen:
- EMA/HMPC – European Union herbal monograph on Althaea officinalis L., radix (übernommen in die Sicherheitshinweise: Eibisch)
- Altmeyers Enzyklopädie – Herba Hyssopi (Kommission E: Negativmonographie, Teemischungen bis 5 %) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Ysop)
- Wikipedia – Ysop, Abschnitt Heilpflanze (Pinocamphon, Vergiftungserscheinungen) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Ysop)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung; keine Angaben einer Giftinformationszentrale oder des BfR; gelesen am 21.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Myrte, Moorkreuzblume)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Allium porrum: Mensch „skin-irritating“, Zwiebel; Tier „toxic“; gelesen am 17.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Lauch)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung; gelesen am 17.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Lauch)
- Altmeyers Enzyklopädie – Raphani sativi radix (Gallensteine, Inhaltsstoffe) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Rettich)
- apotheken.de – Rettich (Koliken bei Gallensteinträgern, Schleimhautreizungen bei hohen Dosen) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Rettich)
- AWL (awl.ch) – Meerrettich (Armoracia rusticana) (Reizwirkung, Hautreizung, Gegenanzeigen, Kinder, Wechselwirkungen) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Meerrettich)
- Vergiftungsinformationszentrale Wien, gesundheit.gv.at – Vergiftung durch Pflanzen (Eintrag „Bittermandel Prunus dulcis“: „nur zum Kochen und Backen verwenden und ausschließlich in kleinen Mengen“; gelesen am 21.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Mandelbaum)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Prunus dulcis: Mensch „weak toxic“, Frucht, Blatt, Samen; gelesen am 21.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Mandelbaum)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung; gelesen am 21.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Mandelbaum, Ochsenzunge)
- EMA – Community herbal monograph on Pimpinella anisum L., fructus (EMA/HMPC/321184/2012) (Final; Indikationen „mild, spasmodic gastro-intestinal complaints including bloating and flatulence“ und „as an expectorant in cough associated with cold“ (Zusammenfassung); Kontraindikation Allergie gegen Anis, Apiaceae oder Anethol; „The use in children under 12 years of age is not recommended“; Schwangerschaft/Stillzeit „not recommended“; gelesen am 31.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Anis)
- EMA – Community herbal monograph on Pimpinella anisum L., aetheroleum (EMA/HMPC/321185/2012) (Final; „Children and adolescents under 18 years of age“ kontraindiziert „due to lack of adequate data“ und Gehalt an Estragol; Schwangerschaft/Stillzeit „not recommended“; nicht länger als zwei Wochen; gelesen am 31.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Anis)
- Frauenminze – Wikipedia (übernommen in die Sicherheitshinweise: Balsamkraut / Frauenminze)
- Tanacetum balsamita – Wikipedia (en) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Balsamkraut / Frauenminze)
- PubMed 10888559 (übernommen in die Sicherheitshinweise: Balsamkraut / Frauenminze)
- salbeitee-wirkung.de – Thujon im Salbei: Wie gefährlich ist Salbeitee wirklich? (übernommen in die Sicherheitshinweise: Balsamkraut / Frauenminze)
- BgVV (heute BfR) – Minimierung von Estragol- und Methyleugenol-Gehalten in Lebensmitteln (Hintergrundpapier vom 15. Januar 2002) (gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Basilikum)
- BfR – Alkenylbenzole in Lebensmitteln: Wie groß ist das gesundheitliche Risiko? (Mitteilung Nr. 22/2022 vom 2. August 2022) (gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Basilikum)
- Giftnotruf Erfurt – Verwechslungsgefahr beim Sammeln von Doldengewächsen (übernommen in die Sicherheitshinweise: Bibernelle)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung; keine Angaben einer Giftinformationszentrale oder des BfR; gelesen am 17.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Katzenminze)
- Giftzentrale Bonn – Roßkastanie (Abgrenzung zur echten Kastanie, giftige Pflanzenteile der Rosskastanie; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Edelkastanie)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Edelkastanie)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Lonicera periclymenum: Mensch „toxic“; Frucht, Samen; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Waldgeißblatt)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung für Lonicera periclymenum; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Waldgeißblatt)
- Altmeyers Enzyklopädie – Drosera herba („Kommission E-Monographie: Krampf- und Reizhusten“; „Für die arzneiliche Verwendung wird statt Drosera rotundifolia eine andere afrikanische Sonnentau-Art verwendet“; Kommission E nach Altmeyers’ Wiedergabe der Monographie; gelesen am 24.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Rundblättriger Sonnentau)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung für Drosera rotundifolia; gelesen am 24.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Rundblättriger Sonnentau)
- EMA – Foeniculi amari fructus (EU-Monographie EMA/HMPC/372841/2016 Rev. 1, Abschnitte 4.1–4.8) (Übersetzung nah am englischen Wortlaut; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Fenchel)
- BgVV (heute BfR) – Minimierung von Estragol- und Methyleugenol-Gehalten in Lebensmitteln (Hintergrundpapier vom 15. Januar 2002; Bitter- und Süßfenchel-Früchte; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Fenchel)
- BfR – Alkenylbenzole in Lebensmitteln: Wie groß ist das gesundheitliche Risiko? (Mitteilung Nr. 22/2022 vom 2. August 2022; Fenchel; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Fenchel)
- EMA/HMPC – Public statement on Viscum album L., herba (2012) (keine Monographie, Gründe) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Mistel)
- EMA/HMPC – Assessment report on Viscum album L., herba (orale Giftigkeit, Beeren, Injektion, Schwangerschaft, Kinder) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Mistel)
- Krebsinformationsdienst (DKFZ) – Mistelpräparate zur Krebstherapie (Wirksamkeitsstatus, Nebenwirkungen, Gegenanzeigen, Darreichung) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Mistel)
- Giftzentrale Bonn – Zwerg-Holunder (Giftigkeit, giftige Pflanzenteile und Inhaltsstoffe, Symptome, Erste Hilfe; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Attich)
- Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) (Sambucus ebulus: „Giftpflanze: giftig +“; ganze Pflanze, auch die gekochten Kerne; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Attich)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Sambucus ebulus: Mensch und Tier „toxic“, ganze Pflanze; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Attich)
- EMA/HMPC – Community herbal monograph on Lavandula angustifolia Miller, flos (Blüten: Gegenanzeige, Kinder, Schwangerschaft, Verkehrstüchtigkeit) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Lavendel)
- EMA/HMPC – Community herbal monograph on Lavandula angustifolia Miller, aetheroleum (Öl: Kinder, Schwangerschaft) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Lavendel)
- EMA – Lavandulae flos, herbal medicinal product (Art, Stand der Überprüfung) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Lavendel)
- EMA – Lavandulae aetheroleum, herbal medicinal product (Art, Stand der Überprüfung) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Lavendel)
- Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) (Mentha pulegium: „Giftpflanze: giftig +“, ganze Pflanze; Ergänzung zur Gattung; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Minzen)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Mentha pulegium: Mensch und Tier „toxic“, oberirdische Teile; Ergänzung zur Gattung; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Minzen)
- EMA – Public statement on the use of herbal medicinal products containing pulegone and menthofuran (EMA/HMPC/138386/2005 Rev. 1; Pulegonanteil, Verwendung, toxikologische Schlussfolgerungen; Ergänzung zur Gattung; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Minzen)
- BfR – Gesundheitliche Bewertung von Zusatzstoffen für Tabakerzeugnisse und elektronische Zigaretten (Poleyminze; Ergänzung zur Gattung; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Minzen)
- EMA/HMPC – European Union herbal monograph on Mentha × piperita L., folium, Rev. 1 (2020) (Blätter: Anwendungsgebiet, Reflux, Gallensteine, Kinder, Schwangerschaft/Stillzeit, Nebenwirkungen) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Minzen)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Nymphaea alba: Mensch „toxic“; Blüte, Rhizom; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Seerose)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Nuphar lutea: Mensch „toxic“; ganze Pflanze, am meisten in der Wurzel; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Seerose)
- Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) (Nymphaea alba: „giftig +“; „Alle Pflanzenteile“; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Seerose)
- Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) (Nuphar lutea: „giftig +“; „Alle Pflanzenteile“; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Seerose)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung für Nymphaea alba und Nuphar lutea; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Seerose)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung für O. vulgare; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Dost (Oregano))
- EMA – Origani majoranae herba (EU-Monographie EMA/HMPC/166517/2015, gilt für Origanum majorana) (Geltungsbereich; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Dost (Oregano))
- WHO-Monographie – Herba Origani (Selected Monographs on Medicinal Plants in the Newly Independent States, 2010) (Abschnitt „Pregnancy“; Kopie auf e-lactancia.org, gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Dost (Oregano))
- Altmeyers Enzyklopädie – Origani herba (Nullmonographie; unerwünschte Wirkungen bei hoher Ölkonzentration; Kommission E nach Altmeyers’ Wiedergabe der Monographie; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Dost (Oregano))
- AWL (awl.ch) – Pfingstrose (Paeonia officinalis) (Giftigkeit, Nebenwirkungen, Samen und Wurzel, Kinder, Schwangerschaft/Stillzeit, ärztliche Abklärung, Artunterschiede, Kommission E) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Pfingstrose)
- EMA/HMPC – Public statement on Paeonia lactiflora Pallas, radix (2017) (keine EU-Monographie für die Wurzel der Chinesischen Pfingstrose) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Pfingstrose)
- EMA – European Union herbal monograph on Glycyrrhiza glabra L. and/or Glycyrrhiza inflata Bat. and/or Glycyrrhiza uralensis Fisch., radix, Revision 1 (EMA/HMPC/108399/2024) (Final, 04.03.2026; Indikation 1 „Not to be used for more than 4 weeks“; unter 18 Jahren „not recommended“; „not recommended in patients affected by hypertension, kidney diseases, liver or cardiovascular disorders or hypokalaemia“; Schwangerschaft „not recommended“; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Süßholz)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung für T. pulegioides; Thymi herba/aetheroleum nur T. vulgaris, T. zygis; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Feldthymian)
- EMA – Thymi herba (Zusammenfassung zur EU-Monographie EMA/HMPC/342332/2013) (Anwendungsgebiet, Gegenanzeige, Altersgrenzen, Nebenwirkung, Arzthinweis; gelesen am 14.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Echter Thymian)
- WHO-Monographie – Herba Thymi (WHO monographs on selected medicinal plants, Band 1) (Abschnitt „Precautions“: Schwangerschaft und Stillzeit; Kopie auf e-lactancia.org, gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Echter Thymian)
- Altmeyers Enzyklopädie – Saponariae rubrae radix („Kommission E Monographie : Katarrhe der oberen Luftwege“; „Es kann in seltenen Fällen zu einer Reizung des Magens kommen.“; Kommission E nach Altmeyers’ Wiedergabe der Monographie; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gewöhnliches Seifenkraut)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Saponaria officinalis: Mensch „weak toxic“; ganze Pflanze, am meisten in der Wurzel; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gewöhnliches Seifenkraut)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung für Saponaria officinalis; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gewöhnliches Seifenkraut)
- Gesellschaft für Toxikologie – Gift des Monats Juli 2024: Pyrrolizidinalkaloide (Pyrrolizidinalkaloide in Lungenkraut, Gattung Pulmonaria) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Lungenkraut)
- AWL (awl.ch) – Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) (kurzzeitige Anwendung, Kinder, Schwangerschaft und Stillzeit) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Lungenkraut)
- Paul-Ehrlich-Institut: Neue Erkenntnisse zur Sellerieallergie und deren Risiken (Pressemitteilung, 2024) (Häufigkeit, Symptome, Beifußpollen, Kennzeichnungspflicht) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Echter Sellerie)
- DFG-Senatskommission (SKLM): Toxikologische Beurteilung von Furocumarinen in Lebensmitteln (Furocumarin-Gehalte, UVA-Fallbericht, Lagerung) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Echter Sellerie)
- Altmeyers Enzyklopädie – Helenii rhizoma („Negativmonographie (Wirksamkeit nicht ausreichend belegt, hohes Allergiepotential)“; Kommission E nach Altmeyers’ Wiedergabe der Monographie; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Echter Alant)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Inula helenium: Mensch „allergenic“, ganze Pflanze; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Echter Alant)
- Wikipedia – Echter Alant (Abschnitt „Alant in der Heilkunde“, nur Wikipedia; gelesen am 14.10.2026, vor dem Bau erneut abgeglichen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Echter Alant)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Anchusa officinalis: Mensch „toxic“; Blüte, Blatt, Kraut; gelesen am 21.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Ochsenzunge)
- Allergieinformationsdienst (Helmholtz Munich) – Nahrungsmittel als Allergene und Kreuzallergien (Birken-/Beifuß-Kreuzreaktion, Symptome, Erhitzung) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Möhre (Karotte))
- Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst – Pollenassoziierte Nahrungsmittel-Allergien (rohe Karotte als Auslöser; nachrangige Quelle) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Möhre (Karotte))
- AOK-Gesundheitsmagazin – Volle Möhre: So gesund sind Karotten (Allergen Dau c 1, Erhitzung; nachrangige Quelle) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Möhre (Karotte))
- Gesundheitsportal Österreich (gesundheit.gv.at) – Kerbel (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gartenkerbel)
- WWF Deutschland – Wildkräuter und giftige Doppelgänger (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gartenkerbel)
- AWL.ch – Feige (Ficus carica): Wirkung, Anwendung & Sicherheit (übernommen in die Sicherheitshinweise: Feigenbaum)
- EMA – Lichen islandicus, herbal medicinal product (Indikationen, Alter, Anwendungsdauer, Nebenwirkungen) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Isländisches Moos)
- EMA – Marrubii herba (Zusammenfassung EMA/HMPC/446032/2013; EU-Monographie EMA/HMPC/604271/2012, Abschnitte 4.3, 4.4, 4.6, 4.8) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gemeiner Andorn)
- EMA – Malvae folium (Übersichtsseite) (Arten, Alter, Anwendungsdauer) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Wilde Malve)
- EMA/HMPC – EU-Monographie Malva sylvestris L. und/oder Malva neglecta Wallr., folium (Gegenanzeige, Kinder, Schwangerschaft, Wechselwirkungen) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Wilde Malve)
- EMA/HMPC – Assessment Report Malva sylvestris/neglecta (Toxikologie, Sicherheitsbewertung) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Wilde Malve)
- PharmaNow – Gerstenkorn, Hagelkorn & Co.: Tee im Auge? (übernommen in die Sicherheitshinweise: Wilde Malve)
- EMA – Verbasci flos (Königskerzenblüten), Übersichtsseite (Arten, Indikation, Altersgrenze, Wochenfrist) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Königskerze)
- EMA/HMPC – Final EU herbal monograph Verbascum flos (Gegenanzeigen, Warnhinweise, Schwangerschaft) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Königskerze)
- NCCIH (National Institutes of Health) – Butterbur (Pyrrolizidinalkaloide, PA-freie Produkte, Leberschäden, Nebenwirkungen, Allergien, Schwangerschaft/Stillzeit) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Pestwurz)
- AWL (awl.ch) – Pestwurz (Petasites hybridus) (Tee und Eigenzubereitungen, Monographie-Status) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Pestwurz)
- EMA/HMPC: Community herbal monograph on Primula veris L. and/or Primula elatior (L.) Hill, radix (2012) (Wurzel: Anwendungsbereich, Magen, Überdosierung, Kinder, Schwangerschaft, Stillzeit) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Schlüsselblume)
- EMA/HMPC: Community herbal monograph on Primula veris L. and/or Primula elatior (L.) Hill, flos (2012) (Blüten: Allergie gegen Primel-Arten, allergische Reaktionen, Kinder, Schwangerschaft, Stillzeit) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Schlüsselblume)
- EMA – European Union herbal monograph on Sisymbrium officinale (L.) Scop., herba (EMA/HMPC/280193/2013) (Final, 30.09.2014; „Traditional herbal medicinal product for the relief the symptoms of throat irritation such as hoarseness and dry cough“; Kinder unter 3 Jahren (Lutschtabletten unter 6 Jahren) „not recommended“; Schwangerschaft/Stillzeit „not recommended“; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Weg-Rauke)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Sisymbrium officinale: Mensch „toxic“; ganze Pflanze; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Weg-Rauke)
- Altmeyers Enzyklopädie – Sisymbrii herba („Kommission E : keine Monographie“; Kommission E nach Altmeyers’ Wiedergabe der Monographie; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Weg-Rauke)
- Giftzentrale Bonn – Eberesche (Giftigkeit, giftige Pflanzenteile, Symptome, Erste Hilfe; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Eberesche)
- Giftnotruf Berlin – Pflanzen (Eberesche/Vogelbeere unter „Gering giftige Pflanzen“; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Eberesche)
- BfR – Risiko Pflanze: Einschätzung und Hinweise (Broschüre 2017; „Beispiele für ungiftige Pflanzen sind … die rote Vogelbeere“; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Eberesche)
- Vergiftungsinformationszentrale Wien, gesundheit.gv.at – Vergiftung durch Pflanzen („Nicht oder nur leicht giftige Pflanzen“: Vogelbeere, Eberesche, Sorbus aucuparia; gelesen am 16.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Eberesche)
- Wikipedia – Vogelbeere (Abschnitt „Medizin“, nur Wikipedia; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Eberesche)
- EMA/HMPC – Public statement on the use of herbal medicinal products containing toxic, unsaturated pyrrolizidine alkaloids (PAs) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Huflattich)
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) – Pyrrolizidinalkaloide in Kräutertees und Tees (übernommen in die Sicherheitshinweise: Huflattich)
- AWL.ch – Huflattich (Tussilago farfara) (Alternativen, Marktlage) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Huflattich)
Häufige Fragen zum Husten
Wie sollen Heilkräuter bei Husten wirken?
Die traditionell bei Husten benutzten Heilkräuter und Heilpflanzen sollen in zweifacher Weise wirken: Sie sollen den Hustenreiz beruhigen oder den Auswurf des Schleimes fördern.
Welches allgemeine Hausmittel wird bei Husten empfohlen?
Traditionell wird bei Husten folgende Anwendung empfohlen: Eine große Zwiebel ausquetschen und die Flüssigkeit der Zwiebel in eine Tasse mit heißer Milch einrühren. Zum Süßen gibt man noch einen Esslöffel Honig hinzu, alles wird gut umgerührt und schluckweise möglichst heiß getrunken.
Was ist ein Husten?
Ein Husten ist lediglich das Symptom einer Krankheit, Pflanzen sollen den Husten zwar lindern, können aber nicht die Ursache für den Husten heilen.