Fenchel - als Heilpflanze verwenden

Foeniculum vulgare, wilder Fenchel

Wilder Fenchel

Foeniculum vulgare
Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé
Gera CC-BY-SA-3.0

Name: Foeniculum vulgare (L.) Mill.
Pflanzennamen im Volksmund: Bitterfenchel
Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
Wuchshöhe: 80 bis 200 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich,
Die pharmazeutische Industrie und die Tiermedizin verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Abszess, Augen, Blähung, Bronchitis, Durchfall, Fettleibigkeit, Heiserkeit, Husten, Impotenz, Luftschlucken, Müdigkeit, Reizhusten, Stillen

Steckbrief / Beschreibung

Die ursprüngliche Heimat des Fenchels ist das Mittelmeergebiet. In Mitteleuropa hat sich der Fenchel in manchen Gebieten aus Kulturen verwildert. Der Wilde Fenchel unterscheidet sich von dem mit ihm verwandten Dill durch die ungeflügelten, eiförmig-längliche Früchtchen.  Die Blattscheiden sind beim Wilden Fenchel meist drei bis sechs Zentimeter lang und an der Spitze kapuzenförmig vorgezogen. Die Blattscheiden des Dills sind dagegen meist weniger vorgezogen und nicht länger als zwei Zentimeter.

Es gibt mehrere Arten des Fenchels, die sich im Geschmack der Früchtchen unterscheiden. Fenchel gibt es von aromatisch süßlich bis ziemlich scharf. Überwiegend sind es die Früchte und das aus ihnen gewonnene Öl, die den Fenchel als Gewürz- und Heilpflanze interessant machen. Das ätherische Öl des Fenchels enthält als Hauptbestandteil Anethol und wirkt magenstärkend, krampflösend, appetitanregend und harntreibend. Der kräftige, aromatische Geruch bei allen Arten des Fenchels und seine günstigen Wirkungen auf die Verdauungsorgane machen ihn auch zu einem idealen Speisegewürz. Die Blattansätze der kultivierten Fenchelsorten werden als Gemüse verwendet. Für den traditionell hergestellten "Fünfwurzelsirup" verwendete man Wilden Fenchel (Foeniculum vulgare Mill.), Mäusedorn (Ruscus aculeatus L.), Spargel, Attich (Sambucus ebulus L.) und Petersilie.

Je nach Standort wird der ausdauernde bis zweijährige Wilde Fenchel 80 bis 200 cm hoch. Die glänzenden, kahlen und verzweigten Stängel des Wilden Fenchels sind gestreift. Die kräftig blaugrün gefärbten, glänzenden Blätter sind gestielt. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August. Die kleinen, gelben Blüten stehen in großen Dolden. Die länglich-eiförmigen Früchte des Wilden Fenchels sind dunkelgrau, gestreift und kahl. Die Blattscheiden an der Stängelbasis sind fleischig über einem kräftigen, verholzten, dicken Wurzelstock. Der Geruch des Wilden Fenchels ist aromatisch, der Geschmack ist würzig und etwas bitter.

Standort / Hier findet man den Fenchel

Die Fenchel wächst im Mittelmeerraum gelegentlich verwildert, ansonsten wir der Fenchel in ganz Europa kultiviert.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung

appetitanregend
auswurffördernd
harntreibend
krampflösend
reguliert die Menstruation
fördert die Milchsekretion
tonisch
wurmtreibend
wundheilend
fördert die Verdauung

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Fenchel die frischen Blätter, die einjährigen Wurzeln und die Früchte.

Inhaltsstoffe des Fenchels

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Ätherisches Öl, Mineralsalze, Vitamine A, B, C

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Der Fenchel wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Heilkräftige Anwendungen mit dem Wilden Fenchel in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Abszess, Augen, Blähung, Bronchitis, Durchfall, Fettleibigkeit, Heiserkeit, Husten, Impotenz, Luftschlucken, Müdigkeit, Stillen

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Bilder des Fenchels

Klicken Sie zum Vergrößern auf die Vorschaubilder

Blüte, wilder Fenchel

Fenchel

Blüte des wilden Fenchels
Foto: Euryops
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