Dill – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Anethum graveolens L.

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🌿 Dill – Auf einen Blick

  • Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
  • Wuchshöhe: 20 bis 130 cm
  • Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Samen
  • Inhaltsstoffe: ätherische Öle (vor allem mit Carvon), fettes Öl, Schleim, Harz, Gerbstoffe
  • Wichtig: Vorsicht bei Überempfindlichkeit gegen Doldenblütler (z. B. Sellerie, Karotte, Fenchel)

Volksmund: Gurkenkraut

Dill (Anethum graveolens): Stängel mit zarten, fadenförmig fein gefiederten Blättern vor unscharfem Hintergrund

Dillblätter von F. & K. Starr, CC BY 3.0

Steckbrief von Dill

Steckbrief des Dills
Wissenschaftlicher NameAnethum graveolens L.
FamilieDoldenblütler (Apiaceae)
Wuchshöhe20 bis 130 cm
Verwendunginnerlich und äußerlich
KüchenkräuterDill im Kräutergarten: Anbau, Pflege, Ernte & Verwendung »

Der einjährige, gemeine Dill ist in der Küche in Salaten und Speisen als Küchenkraut (Würzkraut) sehr beliebt.

Die in Gärten kultivierte Form des gemeinen Dills kann eine Höhe von etwa 1,3 m erreichen. Die zarten, fadenförmigen Blätter und der feine, stark aromatische Geruch machen den Dill unverwechselbar, obwohl die Pflanze im frühen Wachstumsstadium dem Fenchel recht ähnlich sieht.

Bereits zum späten Frühjahr hin beginnt der Dill seine wunderschönen kleinen, gelb gefärbten Blüten in Dolden von bis zu 20 cm Durchmesser auszubilden. Die rundlichen oder eiförmigen Früchte der Dillpflanze erreichen eine Länge von etwa 6 mm.

Standort von Dill

Als wildwachsende Pflanze findet man den Dill in fast allen Regionen des Mittelmeeres, aber auch in den südlichen Gebieten Russlands und in orientalischen Gebieten ist der Dill beheimatet. In Mitteleuropa gibt es verwilderten Dill an Wegrändern und auf Feldern bis in Höhenlagen von etwa 600 m.

Heilkraft von Dill

In der Volksmedizin werden dem Dill folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • entzündungshemmend

    Entzündungshemmend heißt, dass eine Entzündung abgeschwächt wird, ohne dass ihre Ursache beseitigt ist.

  • krampflösend

    Krampflösend (spasmolytisch) heißt, dass die Spannung der glatten Muskulatur gesenkt oder ihre Verkrampfung gelöst wird.

  • magenwirksam

    Magenwirksam nennt man Mittel, die am Magen ansetzen, etwa indem sie die Bildung von Magensaft anregen.

  • verdauungsfördernd

    Ein verdauungsförderndes Mittel (Digestivum) soll die Verdauung unterstützen.

  • windtreibend

    Windtreibend (karminativ) nennt man Mittel gegen Blähungen.

Verwendete Pflanzenteile von Dill

In der Naturheilkunde benutzt man von der Dillpflanze die Blätter und die Samen. Diese sollten schonend an einem schattigen Platz getrocknet werden.

Inhaltsstoffe von Dill

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind ätherische Öle (vor allem mit Carvon), fettes Öl, Amin, Schleim, Harz und Gerbstoffe.

Anwendung von Dill

Anwendungen mit Dill in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:

  • Blähungen

    Kräutertees und sanfte Hausmittel, die den Magen-Darm-Trakt beruhigen können.

  • Erbrechen

    Sanfte Hausmittel und Tees, die bei Übelkeit und Erbrechen beruhigend wirken können.

  • Luftschlucken

    Tipps und Kräuter, die bei Luftschlucken und Völlegefühl helfen können.

  • Schluckauf

    Bewährte Hausmittel und Tricks, die einen hartnäckigen Schluckauf beenden können.

  • Stillen & Ernährung

    Ernährungstipps und Kräuter für die Stillzeit.

In der volkstümlichen Heilkunde werden das Dillkraut und die Dillfrüchte bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. Dill wird in der Würzküche bei der Zubereitung von Salaten, Soßen und Suppen verwendet. Aus den Früchten der Dillpflanze wird das Dillöl gewonnen. Die vegetativen Bestandteile der Pflanze finden in der Küche als Würzkraut Verwendung. Das aus den Dillsamen gewonnene Öl unterscheidet sich im Geschmack vom Dillkraut. Neben dem im Dillöl vorhandenen Carvon, Limonen und Myristicin findet man im Dillkraut zusätzlich noch Phellandren und Dillether.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Dill (Pflanze) - Wikipedia
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Häufige Fragen zu Dill

Wie sieht Dill aus?

Die in Gärten kultivierte Form des gemeinen Dills kann eine Höhe von etwa 1,3 m erreichen. Die zarten, fadenförmigen Blätter und der feine, stark aromatische Geruch machen den Dill unverwechselbar, obwohl die Pflanze im frühen Wachstumsstadium dem Fenchel recht ähnlich sieht.

Wo wächst Dill?

Als wildwachsende Pflanze findet man den Dill in fast allen Regionen des Mittelmeeres, aber auch in den südlichen Gebieten Russlands und in orientalischen Gebieten ist der Dill beheimatet. In Mitteleuropa gibt es verwilderten Dill an Wegrändern und auf Feldern bis in Höhenlagen von etwa 600 m.

Welche Teile des Dills werden verwendet?

In der Naturheilkunde benutzt man von der Dillpflanze die Blätter und die Samen. Diese sollten schonend an einem schattigen Platz getrocknet werden.

Ist Dill gut verträglich?

Dill gilt in den küchenüblichen Mengen als gut verträglich, keine dokumentierten schweren Nebenwirkungen. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Doldenblütlern (z. B. Sellerie, Karotte, Fenchel) ist Vorsicht angezeigt, da Kreuzreaktionen möglich sind.