Eisenkraut - als Heilpflanze verwenden

Eisenkraut

Eisenkraut

Name: Verbena officinalis L.
Pflanzennamen im Volksmund: Taubenkraut, Katzenblutkraut, Sagenkraut, Wunschkraut
Familie: Eisenkrautgewächse (Verbenaceae)
Wuchshöhe: 30 bis 80 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich,
Die pharmazeutische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Bachblüten-Therapie: Vervain Bachblüte Nr. 31
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Cellulitis, Fieber, Hexenschuss, Ischias, Neuralgie, Ohr, Rheumatismus, Stillen, Steinerkrankungen

Steckbrief / Beschreibung

Das Eisenkraut ist mit seinen langen, ziemlich dünnen, steif aufrechten und fast drahtartig wirkenden Zweigen eine fast unverwechselbare Pflanze. Man sieht das Eisenkraut häufig an Wegrändern, auf Ödland und auf Weiden. Bei den Römern und anderen Völkern des Altertums wurde das Eisenkraut hoch geschätzt und in einigen Kulturen sogar als heilig angesehen. Laut Überlieferung und aus alten Texten geht hervor, dass Gesandte Kränze aus Eisenkraut trugen und Bündnistexte mit der Pflanze berührt wurden, um ihnen größeres Gewicht zu verleihen. Mit dem Eisenkraut schmückte und reinigte man auch die Altäre der römischen Gottheiten.

Der Name Verbena wurde damals auf alle Pflanzen übertragen, die bei religiösen und anderen feierlichen Zeremonien gebraucht wurden, geblieben ist der Ausdruck Verbena bis heute als wissenschaftlicher Name für unser Eisenkraut. Auch bei den Kelten und bei den germanischen Völkern spielte das Eisenkraut bei kultischen Handlungen sowie bei Zauberei eine wichtige Rolle. Eisenkraut galt als Wundkraut bei Verwundungen durch Eisenwaffen. Von all dieser Tradition und all dem Ruhm dieser Heilpflanze ist heute kaum etwas geblieben. Selbst der Eisenkrautaufguss wird heute nicht mehr mit der in Europa einheimischen, sondern mit der ausländischen, stärker duftenden Art Verbana odorata L. gemacht.

Je nach Standort wird das ausdauernde Eisenkraut 30 bis 80 cm hoch. Die dünnen, aufrecht wachsenden, kantigen, an 2 Seiten rinnig vertieften Stängel bilden schräg nach oben abstehende, lange und dünne Zweige. Die Blätter sind gegenständig angeordnet. Die mittleren Blätter sind dreispaltig, am Grund keilförmig und kurz gestielt. Die oberen, länglich-lanzettlich geformten Blätter des Eisenkrauts wachsen stängellos sitzend.

Blütezeit ist von Juni bis Oktober. Die lila gefärbten Blüten wachsen in end- und achselständigen, vielblütigen, zuletzt verlängerten Ähren. Der vier- bis fünfzähnige Kelch ist dicht drüsig behaart. Die Krone hat 4 Staubblätter und eine kurze, gekrümmte Röhre mit ungleich fünflappigem Saum. Die Frucht besteht aus einer einer Kapsel mit 4 Samen. Das Eisenkraut ist geruchslos, der Geschmack dieser Pflanze ist bitter.

Standort / Hier findet man das Eisenkraut

Das Eisenkraut wächst im gesamten europäischen Raum, mit Ausnahme Nordeuropas. Man findet die Pflanze bis in Höhenlagen von 1500 m. Der bevorzugte Standort des Eisenkrauts sind Wegränder und unkultiviertes Ödland.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung

Das Eisenkraut wirkt adstringierend, fiebersenkend, krampflösend, und tonisch.

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Eisenkraut die während der Blütezeit gesammelte, gesamte Pflanze.

Inhaltsstoffe des Eisenkrauts

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Glykoside, ätherisches öl, Gerbstoff, Bitterstoff, Schleim

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Das Eisenkraut wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Heilkräftige Anwendungen mit Eisenkraut in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Cellulitis, Fieber, Hexenschuss, Ischias, Neuralgie, Ohr, Rheumatismus, Stillen, Steinerkrankungen

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Bilder des Eisenkrauts

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Eisenkraut

Eisenkraut

Verbena officinalis
Foto: H. Zell
Bestimmte Rechte vorbehalten

Eisenkraut

Eisenkraut

Foto: H. Zell
Bestimmte Rechte vorbehalten

Eisenkraut, Verbena officinalis

Eisenkraut

 Verbena officinalis
Foto: Denis Barthel
Bestimmte Rechte vorbehalten