Esche – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Fraxinus excelsior L.
🌿 Esche – Auf einen Blick
- Familie: Ölbaumgewächse (Oleaceae)
- Wuchshöhe: 20 bis 40 m
- Blütezeit: April bis Mai
- Verwendete Pflanzenteile: Samen, junge Blätter, Rinde junger Zweige
- Wichtig: keine Durchspülungstherapie bei schwerer Herz- oder Nierenerkrankung; in Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen
Volksmund: Gemeine Esche, Gewöhnliche Esche, Hohe Esche
Esche von Karduelis, Gemeinfrei
Steckbrief von Esche
| Wissenschaftlicher Name | Fraxinus excelsior L. |
|---|---|
| Familie | Ölbaumgewächse (Oleaceae) |
| Wuchshöhe | 20 bis 40 m |
| Verwendung | innerlich und äußerlich |
Die Esche gehört zur Familie der Ölbaumgewächse. Diese Familie umfasst etwa 600 Arten, von denen jedoch nur einige in Mitteleuropa vorkommen. Die Esche ist in Mitteleuropa auf feuchten und nährstoffreichen Böden ein weit verbreiteter Waldbaum.
Die Esche kann bis 40 Meter hoch werden. Der Stamm einer Esche ist schlank und von einer glatten oder nur fein rissigen, aschgrauen Rinde bedeckt. Die gegenständig angeordneten, unpaarig gefiederten Blätter der Eschen bilden sich erst ziemlich spät im Frühjahr. Man sollte die Blätter bis Ende Juni gesammelt haben, solange sie noch mit dem etwas klebrigen und süßen Überzug bedeckt sind.
Aus den Eschenblättern kann man einen belebenden Tee zubereiten, dem man auch eine harntreibende und leicht abführende Wirkung zuschreibt. Samen und Rinde der Esche sollen eine adstringierende und fiebersenkende Wirkung haben. Der schleimreiche, frische Bast der Rinde wurde seit dem Mittelalter als Auflage zur Heilung von Wunden benutzt. Das zähe Eschenholz wurde zur Herstellung von Skis verwendet. Heute benutzt man Eschenholz vor allem zur Herstellung von Werkzeugstielen und Möbeln.
Die Esche ist ein 20 bis 40 m hoch werdender Baum. Die schwarzen, samtigen Knospen wachsen gegenständig. Die gestielten Blätter sind unpaarig gefiedert. Die 7 bis 15 sitzenden eiförmigen Fiederblättchen sind gesägt. Von April bis Mai blüht die Esche, die bräunlichen Blüten stehen in Rispen und sind reduziert auf 1 Fruchtknoten und 2 Staubblätter. Die Früchte sind geflügelte Nüsse und wachsen in hängenden Rispen. Der Geschmack der Esche ist bitter.
Standort von Esche
Die Esche wächst im gesamten mitteleuropäischen Raum. Man findet die Pflanze bis in Höhenlagen von 1600 m. Der bevorzugte Standort der Esche sind feuchte Wälder mit fruchtbaren Böden.
Heilkraft von Esche
In der Volksmedizin werden der Esche folgende Eigenschaften zugeschrieben:
- abführend
Abführend (laxierend) nennt man Mittel, die den Stuhlgang bzw. die Darmentleerung fördern.
- adstringierend
Zusammenziehend: Ein Adstringens wirkt auf Haut und Schleimhaut durch Eiweißfällung austrocknend und verdichtet das Gewebe an der Oberfläche.
- harntreibend
Harntreibend (diuretisch) heißt, dass die Harnbildung in den Nieren verstärkt und mehr Urin ausgeschieden wird.
- schweißtreibend
Schweißtreibend (diaphoretisch) nennt man Mittel, die das Schwitzen anregen.
- tonisch
Tonisch heißt stärkend: Ein Tonikum ist ein Mittel, das den Körper oder einzelne Organe kräftigen soll.
Verwendete Pflanzenteile von Esche
In der Naturheilkunde benutzt man von der Esche die Samen, die jungen Blätter und die Rinde der zwei- bis dreijährigen Zweige. Die Blätter werden im Juni gesammelt und ohne Stiel getrocknet. Die Rinde der Zweige sammelt man im April.
Inhaltsstoffe von Esche
Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind Cumaringlykoside, Zucker, Harz, Gerbstoff, Kautschuk, Vitamine, Farbstoffe und Mineralsalze.
Anwendung von Esche
Die Esche wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit der Esche in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:
- Altern aufhalten
Pflanzliche Hausmittel und Lebensgewohnheiten, die ein gesundes Älterwerden unterstützen können.
- Cellulite bekämpfen
Massagen, Peelings und Kräuter, die das Hautbild bei Cellulite verbessern können.
- Cholesterin
Pflanzen und Ernährungstipps, die einen gesunden Cholesterinspiegel unterstützen können.
- Fettleibigkeit
Pflanzliche Hilfen und Ernährungstipps, die beim Abnehmen unterstützen können.
- Gicht
Kräuter und Ernährungstipps, die bei Gicht begleitend eingesetzt werden.
- Neuralgie
Wärme und Kräuter, die bei Nervenschmerzen begleitend eingesetzt werden.
- Rheumatismus
Wärmeanwendungen und Kräuter, die rheumatische Beschwerden lindern können.
- Schmerz
Pflanzliche Hausmittel, die bei verschiedenen Schmerzen lindernd wirken können.
- Steinerkrankungen
Überlieferte Kräuter, die bei Nieren- und Gallensteinen begleitend genannt werden.
- Verstopfung
Ballaststoffreiche Hausmittel und Kräuter, die bei Verstopfung die Verdauung anregen können.
Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Gemeine Esche - Wikipedia
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Häufige Fragen zu Esche
Wie sieht die Esche aus?
Die Esche ist ein 20 bis 40 m hoch werdender Baum. Die schwarzen, samtigen Knospen wachsen gegenständig. Die gestielten Blätter sind unpaarig gefiedert. Die 7 bis 15 sitzenden eiförmigen Fiederblättchen sind gesägt.
Wo wächst die Esche?
Die Esche wächst im gesamten mitteleuropäischen Raum. Man findet die Pflanze bis in Höhenlagen von 1600 m. Der bevorzugte Standort der Esche sind feuchte Wälder mit fruchtbaren Böden.
Welche Teile der Esche werden verwendet?
In der Naturheilkunde benutzt man von der Esche die Samen, die jungen Blätter und die Rinde der zwei- bis dreijährigen Zweige. Die Blätter werden im Juni gesammelt und ohne Stiel getrocknet. Die Rinde der Zweige sammelt man im April.
Was ist bei Eschenblätter-Tee zu beachten?
Eine Durchspülungstherapie mit Eschenblätter-Tee ist nicht angezeigt, wenn eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr ungeeignet ist, etwa bei schwerer Herz- oder Nierenerkrankung. In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung mangels ausreichender Daten nicht empfohlen.