Cellulite – Hausmittel der Naturheilkunde

ca. 21 Min. Lesezeit Aktualisiert: 

Die Cellulite nennt man im Volksmund auch Orangenhaut. Bei der Cellulite sind an der Hautoberfläche leichte bis stärkere Dellen zu erkennen. Die Cellulite bildet sich meist an den Oberschenkeln, der Hüfte, dem Po oder an den Oberarmen.

Eine Cellulite entsteht durch die Veränderung des Bindegewebes und tritt biologisch bedingt überwiegend bei Frauen auf. Bei Übergewichtigen und bei Frauen mit einem schwächelnden Bindegewebe kann sich die Cellulite bereits in jungem Alter entwickeln. Die Cellulite ist keine Krankheit, durch die psychische Belastung dieses ästhetischen Problems können sich jedoch psychisch bedingte Krankheiten bei den von einer Cellulite betroffenen Frauen bilden. Vorbeugende oder die Cellulite vermindernde Methoden gibt es aus dem medizinischen, alternativmedizinischen und kosmetischen Bereich. Leider ist keine der bisher angewandten Methoden vollständig erfolgreich. Sport, eine gesunde Ernährung mit frischem Gemüse und Obst, Massagen und die Behandlung mit Kompressen zum Entschlacken und zur Straffung des Bindegewebes sollen die Behandlung und Bekämpfung der Cellulite günstig beeinflussen.

Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel mit Heilkräutern und Heilpflanzen, die traditionell bei Cellulite angewendet werden.

Efeu (Hedera helix): kugelige Dolden mit gelbgrünen Blüten zwischen glänzenden, dunkelgrünen Blättern

Efeu: Seine frisch gesammelten Blätter kommen in den Absud für die Kompressen im Abschnitt „Kompressen gegen Cellulite“. Zum Rezept

Efeu von H. Zell, CC BY-SA 3.0

Kompressen gegen Cellulite

Absud mit Efeu

Man gibt 100 g frisch gesammelte Blätter vom Efeu in 1 Liter Wasser. Der Efeu muss 15 Minuten kochen. Mit diesem Absud tränkt man Kompressen, die man 2- bis 3-mal täglich möglichst heiß auf die von der Cellulite betroffenen Stellen auflegt.

Sicherheitshinweis für den Efeu »

Breiumschläge gegen Cellulite

Von folgenden Zubereitungen zum Bekämpfen der Cellulite macht man 3 mal pro Woche eine Behandlung mit Breiumschlägen.

Breiumschlag aus Bockshornklee

Man kocht 50 g Samen vom Bockshornklee in etwas Wasser.

Sicherheitshinweis für den Bockshornklee »

Breiumschlag mit Efeublättern

Für diese Zubereitung verwendet man frisch gesammelte und gehackte Efeublätter.

Sicherheitshinweis für den Efeu »

Breiumschlag mit Gewöhnlichem Blasentang

Man kocht 1 Handvoll vom getrockneten Tang in Wasser. Der Blasentang wird möglichst warm auf die von der Cellulite betroffenen Stellen aufgelegt.

Sicherheitshinweis für die Laminarien »

Breiumschlag mit Blasentang, Kleie und Salz

Man kocht 50 g getrockneten Blasentang, 150 g Kleie und 100 g Meersalz in ein wenig Wasser. Die Mischung wird möglichst warm aufgelegt.

Sicherheitshinweis für die Laminarien »

Breiumschlag mit Eisenkraut

Man kocht 50 g frische Blätter vom Eisenkraut so lange in Obstessig, bis die Flüssigkeit fast verdunstet ist. Diese Zubereitung gegen die Cellulite wird in einem Leinentuch eingeschlagen und auf die betroffenen Hautstellen gelegt.

Sicherheitshinweis für das Eisenkraut »

Einreiben der Cellulite

Diese Zubereitung benutzt man zum Einreiben der von einer Cellulite betroffenen Hautpartien.

Ligusterblüten

Man gibt 150 g getrocknete Ligusterblüten in 1 Liter Olivenöl. Das Öl muss 4 Wochen ziehen, danach wird es filtriert und zum Einreiben der Cellulite verwendet.

⚠️ Hinweis: Beeren und Blätter des Ligusters sind giftig (Giftzentrale Bonn: gering giftig); Kinder sollten die Beeren nicht essen – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für den Liguster »

Nervenberuhigende Anwendungen gegen Cellulite

Bei der Bekämpfung einer Cellulite sollte auch der psychische Aspekt nicht vernachlässigt werden. Es ist wichtig, die Nerven mit einer Teemischung zu beruhigen. Mit den hier beschriebenen Zubereitungen kann man Kuren von 2 bis 3 Wochen durchführen.

Auszug aus Baldrian

Man gibt 10 g frische Wurzeln vom Baldrian über Nacht in 1 Tasse kaltes Wasser. Den Auszug trinkt man morgens, danach sollte man wieder eine Tasse für den Abend zubereiten.

Sicherheitshinweis für den Baldrian »

Saft der Gemeinen Quecke

Man nimmt täglich 4 Suppenlöffel vom frisch gepressten Wurzelsaft der Gemeinen Quecke.

Sicherheitshinweis für die Kriech-Quecke »

Zitronensaft

Man trinkt täglich 1 Glas vom ungesüßten und mit einem Glas Wasser vermischten Saft einer frisch gepressten Zitrone.

Sicherheitshinweis für den Zitronenbaum »

2- bis 3-wöchige Cellulitekur, 2 Tassen täglich

Mit den hier beschriebenen Zubereitungen zur Beruhigung der Nerven bei der Bekämpfung einer Cellulite kann man ebenfalls Kuren von 2 bis 3 Wochen durchführen, wobei man täglich 2 Tassen von der jeweiligen Zubereitung trinkt.

Absud mit Gemeinen Quecken und Sauerkirschstielen

Man gibt 20 g getrocknete Wurzeln der Gemeinen Quecke und 25 g getrocknete Stiele von Sauerkirschen in 1 Liter Wasser. Der Absud muss 10 Minuten kochen.

Sicherheitshinweis für die Kriech-Quecke » · Sicherheitshinweis für die Sauerkirsche »

Tee (Aufguss) mit Dost

Man gibt 10 g blühende Sprossspitzen vom Dost in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilkräuter müssen 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für den Dost »

Tee (Aufguss) mit Ausgebreitetem Glaskraut

Man gibt 60 g der ganzen, frisch gesammelten Pflanze in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilpflanzen müssen 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für das Glaskraut »

2- bis 3-wöchige Cellulitekur, 3 Tassen täglich

Mit den hier beschriebenen Zubereitungen zur Beruhigung der Nerven bei der Bekämpfung einer Cellulite kann man ebenfalls Kuren von 2 bis 3 Wochen durchführen, wobei man täglich 3 Tassen von der jeweiligen Zubereitung trinkt. Die erste Tasse nimmt man morgens auf nüchternen Magen.

Tee (Aufguss) der Gemeinen Schafgarbe

Man gibt 50 g frisch gesammelte blühende Sprossspitzen der Gemeinen Schafgarbe in 1 Liter kochendes Wasser. Die Gemeine Schafgarbe muss 10 Minuten ziehen.

ℹ️ Hinweis: Bei Allergie gegen Korbblütler soll Schafgarbe nicht angewendet werden; Hautreaktionen wurden berichtet – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für die Schafgarbe »

Tee mit Artischocken

Man gibt 10 g getrocknete Blätter der Artischocke in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen 5 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für die Artischocke »

Tee mit Schwarzen Johannisbeeren und Eschenblättern

Man gibt je 10 g Blätter der beiden Heilpflanzen in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen 15 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für die Schwarze Johannisbeere » · Sicherheitshinweis für die Esche »

Tee mit Efeu

Man gibt 50 g getrocknete und zerkleinerte Blätter vom Efeu in 1 Liter kochendes Wasser. Die Efeublätter müssen 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für den Efeu »

Absud mit Vogelknöterich

Man gibt 40 g der ganzen Pflanze in 1 Liter Wasser. Der Absud wird solange gekocht, bis die Hälfte der Flüssigkeit verdampft ist.

ℹ️ Hinweis: Bei Erkrankungen, bei denen weniger getrunken werden soll (z. B. schwere Herzerkrankungen), wird diese Anwendung nicht empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für den Vogelknöterich »

Tee (Aufguss) mit Kanadischem Berufkraut

Man gibt 50 g getrocknete blühende Stiele vom Kanadischen Berufkraut in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilkräuter müssen 2 Minuten kochen und weitere 15 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für das Berufkraut »

Absud mit Roten Weinreben

Man gibt 50 g getrocknete Blätter der Roten Weinrebe in 1 Liter kaltes Wasser. Nach dem Aufkochen lässt man den Absud 15 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für die Weinrebe »

2 Wochen täglich 1 Liter trinken

Von dieser traditionell bei Cellulite angewendeten Zubereitung trinkt man über den Zeitraum von 2 Wochen täglich einen Liter.

Tee (Aufguss) mit dem Gemeinen Andorn

Man gibt 35 g getrocknete blühende Sprossspitzen vom Gemeinen Andorn in 1 Liter kochendes Wasser. Die Pflanzen müssen 10 Minuten ziehen. Nach dem Erkalten wird der Tee (Aufguss) filtriert.

Sicherheitshinweis für den Gemeinen Andorn »

Badetherapie gegen Cellulite

Für ein Bad gegen die Cellulite stellt man zuerst einen Absud von frischen Efeublättern her. Man lässt die Blätter 2 Stunden lang in 3 Liter Wasser zugedeckt leicht kochen. Danach werden die Blätter abgeseiht und der Absud direkt in das Badewasser geschüttet. Die Badetemperatur sollte etwa 32 °C betragen, die Badedauer 20 Minuten nicht übersteigen.

Sicherheitshinweise zu den Pflanzen

Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).

Sicherheit & Toxizität von Hedera helix (Efeu)

Efeublätter-Zubereitungen dürfen nicht bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder gegen Pflanzen der Familie der Araliengewächse angewendet werden, und nicht bei Kindern unter 2 Jahren (Risiko einer Verschlechterung der Atemwegssymptome durch schleimlösende Wirkstoffe).

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Efeu – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Efeu

Toxizität und offizielle Sicherheitsbewertung von Trigonella foenum-graecum (Bockshornklee)

Laut EU-Kräutermonographie der EMA/HMPC ist Bockshornklee kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen Erdnüsse, Soja oder andere Hülsenfrüchtler (Fabaceae) — es besteht Kreuzreaktionspotenzial.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Bockshornklee – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Bockshornklee

Sicherheit von Laminaria digitata und Laminaria hyperborea (Laminarien)

Für Laminaria digitata und Laminaria hyperborea liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Laminarien – Heilpflanzen der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Laminarien

Sicherheit & Toxizität von Verbena officinalis (Eisenkraut)

Echtem Eisenkraut wird traditionell eine wehenfördernde, die Gebärmutterkontraktionen stimulierende Wirkung nachgesagt; ein wissenschaftlicher Nachweis dafür fehlt allerdings. Da die Sicherheitslage unzureichend ist, sollte Eisenkraut in Schwangerschaft und Stillzeit nicht ohne fachliche Beratung angewendet werden — eine unkontrollierte Anwendung wird mit einem möglichen Frühgeburtsrisiko in Verbindung gebracht.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Eisenkraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Eisenkraut

Sicherheit von Ligustrum vulgare (Liguster)

Die Giftinformationszentrale Bonn stuft den Gemeinen Liguster als gering giftig ein; bis zu 5 Beeren werden in der Regel problemlos vertragen. Möglich sind Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle, gelegentlich Kopfschmerzen, Krampfanfälle, schwere Magen-Darm-Reizungen und Kreislaufstörungen; in der älteren Literatur beschriebene Todesfälle werden nach heutigen Erfahrungen bezweifelt. Nach dem BfR sind Beeren und Blätter giftig; bei 1 bis 5 Beeren genügt Flüssigkeit, bei Symptomen soll ein Arzt aufgesucht werden. Die Vergiftungsinformationszentrale Wien führt den Liguster unter den Pflanzen mit mäßiger Giftigkeit, der Giftnotruf Berlin seine Früchte unter den gering giftigen. Die Datenbank TPPT von Agroscope stuft Rinde, Früchte und Blätter für Mensch und Tier als giftig ein; die Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) führt den Liguster als giftig. Für Ligustrum vulgare liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

⚠️ Hinweis: Beeren und Blätter des Ligusters sind giftig (Giftzentrale Bonn: gering giftig); Kinder sollten die Beeren nicht essen – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Liguster – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Liguster

Toxizität und offizielle Sicherheitsbewertung von Valeriana officinalis (Baldrian)

Laut HMPC-Bewertungsbericht der EMA sollten Baldrianwurzel-Präparate nicht bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Baldrian angewendet werden. Die gleichzeitige Einnahme mit anderen beruhigenden (sedierenden) Mitteln wird nicht empfohlen, da Wechselwirkungen nicht ausgeschlossen werden können.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Baldrian – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Baldrian

Sicherheit & Toxizität von Elymus repens (Quecke)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine EU-Monographie zum Queckenwurzelstock (Agropyron repens, syn. Elymus repens) veröffentlicht (Revision 2022). Sie gilt für den zerkleinerten Wurzelstock als Tee sowie für bestimmte Flüssigextrakte und Tinkturen. Die Anwendung ist als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft: zur Erhöhung der Harnmenge, um bei leichten Harnwegsbeschwerden die Harnwege durchzuspülen, unterstützend. Die Anwendung wird traditionell über einen Zeitraum von 2 bis 4 Wochen beschrieben.

⚠️ Hinweis: Laut EMA ist während der Anwendung eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr nötig; der EMA-Bewertungsbericht nimmt Patienten mit schwerer Nieren- oder Herzerkrankung von der Einstufung als sicher aus – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Kriech-Quecke – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Kriech-Quecke

Sicherheit von Citrus × limon (Zitronenbaum)

Für Citrus × limon liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Zitronenbaum – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Zitronenbaum

Sicherheit von Prunus cerasus (Sauerkirsche)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Kirschstiele (von Süß- und Sauerkirsche) als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bewertet: zur Linderung leichter Harnwegsbeschwerden, zusammen mit reichlicher Flüssigkeitszufuhr. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren und in Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen, ebenso nicht bei ärztlich angeordneter Einschränkung der Trinkmenge. Bei Fieber, Schmerzen oder Krämpfen beim Wasserlassen oder Blut im Urin soll ein Arzt aufgesucht werden.

ℹ️ Hinweis: Kirschstiele laut EMA nicht unter 18 Jahren, nicht in Schwangerschaft und Stillzeit und nicht bei eingeschränkter Trinkmenge – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Sauerkirsche – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Sauerkirsche

Sicherheit von Origanum vulgare (Dost)

Für den Dost (Origanum vulgare) liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor; die EU-Monographie zum Majorankraut gilt nur für den Majoran (Origanum majorana). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt in ihrer Monographie zum Oreganokraut, dass starke (konzentrierte) Tees Gebärmutterkontraktionen auslösen können; Frauen sollen das Kraut in Schwangerschaft und Stillzeit meiden. Nach der Kommission E können Extrakte mit hoher Ölkonzentration Haut und Schleimhäute reizen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat in Proben aus der Gruppe ‚Oregano, Majoran‘ 1,2-ungesättigte Pyrrolizidinalkaloide nachgewiesen.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Dost (Oregano) – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Dost (Oregano)

Sicherheit von Parietaria judaica (Glaskraut)

Für Parietaria judaica liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Glaskraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Glaskraut

Sicherheit & Toxizität von Achillea millefolium (Schafgarbe)

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat Schafgarbenkraut (Millefolii herba) und Schafgarbenblüten (Millefolii flos) als traditionelle pflanzliche Arzneimittel bewertet. Die Monographien gelten für Tee und bestimmte Extrakte bei vorübergehender Appetitlosigkeit, leichten krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden einschließlich Blähungen, leichten Menstruationskrämpfen sowie äußerlich bei kleinen oberflächlichen Wunden.

ℹ️ Hinweis: Bei Allergie gegen Korbblütler soll Schafgarbe nicht angewendet werden; Hautreaktionen wurden berichtet – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Die EMA empfiehlt Schafgarbe in Schwangerschaft und Stillzeit mangels Daten nicht – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Die EMA rät, bei Beschwerden, die länger als ein bis zwei Wochen anhalten, ärztlichen Rat einzuholen – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Die EMA empfiehlt Schafgarbe für Kinder unter 12 Jahren mangels Daten nicht – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Schafgarbe – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Schafgarbe

Sicherheit von Cynara cardunculus subsp. scolymus (Artischocke)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Artischockenblätter als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Linderung von Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl, Blähungen und Verdauungsstörungen bewertet. Artischockenblätter-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Allergie gegen Korbblütler (Asteraceae) sowie bei Verschluss der Gallenwege, Gallenwegsentzündung, Lebererkrankungen, Gallensteinen und anderen Gallenleiden, die ärztlicher Überwachung bedürfen. Als Nebenwirkungen sind leichter Durchfall mit Bauchkrämpfen, Übelkeit und Sodbrennen beschrieben; allergische Reaktionen können auftreten. Die Anwendung ist für Erwachsene und Jugendliche über 12 Jahren vorgesehen; in Schwangerschaft und Stillzeit wird sie mangels Daten nicht empfohlen. Halten die Beschwerden länger als zwei Wochen an, soll ein Arzt aufgesucht werden.

⚠️ Hinweis: Artischockenblätter-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Verschluss der Gallenwege, Gallenwegsentzündung, Lebererkrankungen, Gallensteinen und anderen Gallenleiden, die ärztlicher Überwachung bedürfen – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Die EMA hat Artischockenblätter nur zur Linderung von Verdauungsbeschwerden bewertet – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Artischocke – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Artischocke

Sicherheit von Ribes nigrum (Schwarze Johannisbeere)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat für die Blätter der Schwarzen Johannisbeere eine Monographie erstellt (traditionelle Anwendung bei leichten Gelenkschmerzen und zur Durchspülung der Harnwege). Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird die Anwendung nicht empfohlen; zur Durchspülung sollen die Blätter nicht angewendet werden, wenn eine verringerte Flüssigkeitszufuhr empfohlen ist (z. B. bei schweren Herz- oder Nierenerkrankungen). In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung mangels ausreichender Daten nicht empfohlen.

ℹ️ Hinweis: Die EMA hat die Blätter der Schwarzen Johannisbeere bei leichten Gelenkschmerzen und zur Durchspülung der Harnwege bewertet – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Schwarze Johannisbeere – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Schwarze Johannisbeere

Sicherheit & Toxizität von Fraxinus excelsior (Esche)

Eschenblätter gelten bei traditioneller Anwendung als gut verträglich; spezifische Nebenwirkungen oder toxikologische Daten sind nicht dokumentiert. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Esche oder verwandte Pflanzen ist Vorsicht geboten. Eine Durchspülungstherapie mit Eschenblätter-Tee ist nicht angezeigt, wenn eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr ungeeignet ist, etwa bei schwerer Herz- oder Nierenerkrankung. In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung mangels ausreichender Daten nicht empfohlen. Bei Gelenkbeschwerden mit Schwellung, Rötung oder Fieber sowie bei Harnwegsbeschwerden mit Fieber, Schmerzen beim Wasserlassen oder Blut im Urin ist ärztlicher Rat einzuholen.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Esche – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Esche

Sicherheit & Toxizität von Polygonum aviculare (Vogelknöterich)

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat 2016 eine Monographie zu Vogelknöterichkraut veröffentlicht. Sie stuft das zerkleinerte Kraut als traditionelles pflanzliches Arzneimittel ein: zur Linderung von Erkältungsbeschwerden, zur Behandlung leichter Entzündungen im Mund- und Rachenraum (zum Gurgeln) und zur Erhöhung der Harnmenge zur Durchspülung der Harnwege bei leichten Harnwegsbeschwerden. Nach dem Bewertungsbericht der EMA kann die Einnahme in traditionell verwendeten Dosen als sicher angesehen werden.

ℹ️ Hinweis: Die EMA bewertet Vogelknöterich nur als traditionelles Mittel bei Erkältung, leichten Mund- und Rachenentzündungen und leichten Harnwegsbeschwerden – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Bei Erkrankungen, bei denen weniger getrunken werden soll (z. B. schwere Herzerkrankungen), wird diese Anwendung nicht empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Vogelknöterich – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Vogelknöterich

Sicherheit von Conyza canadensis (Kanadisches Berufkraut)

Für Conyza canadensis liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Berufkraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Kanadisches Berufkraut

Sicherheit von Vitis vinifera (Europäische Weinrebe)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat rote Weinblätter (Vitis vinifera) bei chronischer Veneninsuffizienz sowie als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei schweren Beinen, bei Juckreiz und Brennen durch Hämorrhoiden und bei empfindlichen Hautkapillaren bewertet; unter 18 Jahren sowie in Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen. Nach der Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) sind Weintrauben für Hunde stark giftig; die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die Weinrebe für den Menschen als hautreizend ein.

⚠️ Hinweis: Selbst hergestellte Aufgüsse nicht am Auge anwenden – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Die EMA hat nur die roten Weinblätter bewertet – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Weinrebe – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Weinrebe

Sicherheit von Marrubium vulgare (Gemeiner Andorn)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Andornkraut als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bewertet: als Hustenmittel bei Erkältungshusten, bei leichten Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und Blähungen sowie bei vorübergehender Appetitlosigkeit. Es soll nur bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahren angewendet werden. Andorn-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Überempfindlichkeit gegen Lippenblütler (Lamiaceae), bei Verschluss der Gallenwege, Gallenwegsentzündung, Lebererkrankungen und Darmverschluss. Bei aktivem Magengeschwür, Gallensteinen und anderen Gallenleiden soll vor der Anwendung ein Arzt gefragt werden. Die Anwendung in Schwangerschaft und Stillzeit wird mangels Daten nicht empfohlen. Hält der Husten länger als eine Woche an oder bestehen Verdauungsbeschwerden oder Appetitlosigkeit länger als zwei Wochen, soll ein Arzt aufgesucht werden. Zum Zeitpunkt der Bewertung waren keine Nebenwirkungen bekannt.

⚠️ Hinweis: Andorn-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Verschluss der Gallenwege, Gallenwegsentzündung, Lebererkrankungen und Darmverschluss – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Die EMA hat Andornkraut nur bei Erkältungshusten, leichten Verdauungsbeschwerden und vorübergehender Appetitlosigkeit bewertet – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Gemeiner Andorn – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Gemeiner Andorn

Verwandte Hausmittel

Weitere Hausmittel zu verwandten Themen finden Sie auf diesen Seiten:

  • Orangenhaut bekämpfen

    Massagen, Bürstungen und Kräuter, die das Hautbild bei Orangenhaut verbessern können.

  • Altersflecken entfernen

    Hausmittel aus der Naturkosmetik, mit denen Altersflecken aufgehellt werden sollen.

  • Haut, fettige

    Klärende Masken und Kräuter, die fettige Haut ausgleichen können.

  • Fettleibigkeit

    Pflanzliche Hilfen und Ernährungstipps, die beim Abnehmen unterstützen können.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Wikipedia - Pflanzenheilkunde
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zur Cellulite

Wie nennt man die Cellulite im Volksmund?

Die Cellulite nennt man im Volksmund auch Orangenhaut.

Wo bildet sich die Cellulite meist?

Die Cellulite bildet sich meist an den Oberschenkeln, der Hüfte, dem Po oder an den Oberarmen.

Wie entsteht eine Cellulite?

Eine Cellulite entsteht durch die Veränderung des Bindegewebes und tritt biologisch bedingt überwiegend bei Frauen auf.

Ist die Cellulite eine Krankheit?

Die Cellulite ist keine Krankheit, durch die psychische Belastung dieses ästhetischen Problems können sich jedoch psychisch bedingte Krankheiten bei den von einer Cellulite betroffenen Frauen bilden.