Feldulme - als Heilpflanze verwenden

Feldulme

Name: Ulmus minor Mill.
Pflanzennamen im Volksmund: Feldulme
Familie: Ulmengewächse (Ulmaceae)
Wuchshöhe: bis 40 m
Verwendung: Innerlich und Äußerlich,
Die kosmetische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Augen, Durchfall, Haut, Hautflechte

Steckbrief / Beschreibung

In Mitteleuropa gibt es drei Ulmenarten, die zur Bastardierung neigen, die Feldulme, die Bergulme und die Flatterulme. Man kann die Ulmen an ihren schiefen, stark unsymmetrischen Blättern und den breit geflügelten Nußfrüchten recht leicht erkennen. Insbesondere die Feldulme wird, oft in Kreuzungen mit der Bergulme, gern als Allee- und Parkbaum gepflanzt. Ulmen sind nicht besonders empfindlich und wachsen auch gut in luftverschmutzten Städten. Eine Ulme kann bis 600 Jahre alt werden. Anfang des 21 Jahrhunderts, In den zwanziger Jahren wurden die Ulmenbestände durch das sogenannte Ulmensterben stark dezimiert. Diese Krankheit wird durch einen mikroskopisch kleinen, durch Käfer übertragenen Pilz verursacht. Die Pilze verstopfen die Gefäße der Ulmen und hemmen so den Saftstrom. In Folge dieser Verstopfung verwelken die Blätter und die Zweige des Baumes sterben ab.

Seit der Antike wird die Feldulme als Heilpflanze in der Naturheilkunde verwendet. Von der Wurzel sagte man, dass sie ein gutes Haarwuchsmittel sei. Die Gallen, durch Insekten hervorgerufene Blattwucherungen, und die in ihnen enthaltene Flüssigkeit wurden bei Augenkrankheiten verwendet. In der Phytotherapie werden vor allem Rinde und Blätter der Ulmen gebraucht, ihre Wirkung ist allerdings nicht sehr stark. Die Essenz aus der Rinde junger Zweige gilt in der Homöopathie als Mittel gegen Ekzeme. Das Holz der Feldulme findet in der Möbelindustrie Verwendung.

Die Ulme ist ein bis zu  40 m hoch wachsender Baum. Die Rinde der Feldulme wird im Alter rissig, es bilden sich rechteckige bis achteckige zerklüftete Felder. Die kurz gestielten, stehenden Blätter sind elliptisch bis eiförmig, am Grund stark asymmetrisch und am Ende zugespitzt. Die Blattoberseite ist anfangs behaart und später glatt. Die Nervenachseln der Blattunterseiten sind behaart.

Die Blütezeit der Feldulmen erstreckt sich von März bis April. Die rötlichen Blüten sind klein, unscheinbar, zwittrig, fast sitzend und wachsen in Büscheln. Die kahlen Früchte der Feldulme sind breit geflügelt, eiförmig, am Grund keilförmig und an der Spitze eingeschnitten. Die Samen befinden sich im oberen Teil der Frucht. Der Geschmack der Feldulme ist herb bitter und etwas schleimig.

Standort / Hier findet man die Feldulme

Die Feldulme wächst im gesamten europäischen Raum, mit Ausnahme Nordeuropas. Man findet die Pflanze in Laubmischwäldern bis in Höhenlagen von 1300 m.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung

adstringierend
blutreinigend
narbenbildend (wundheilend)
schweißtreibend
tonisch

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von der Feldulme die Rinde und die Blätter. Die Rinde schneidet man in schmale Streifen und trocknet sie im Schatten.

Inhaltsstoffe der Feldulme

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Schleimstoffe, Gerbstoffe, Kieselsäure, Kalium

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Die Feldulme wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Heilkräftige Anwendungen mit der Feldulme in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Augen, Durchfall, Haut, Hautflechte

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Bilder der Feldulme

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Feldulme (Ulmus minor)

Feldulme

 Ulmus minor
Foto: Darkone
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Samen der Feldulme (Ulmus minor)

Feldulme

Samen der Feldulme
Foto: Der Michels
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