Feldrittersporn – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Consolida regalis Gray
🌿 Feldrittersporn – Auf einen Blick
- Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
- Wuchshöhe: 20 bis 50 cm
- Blütezeit: Mai bis August
- Wichtig: alle Pflanzenteile sind giftig, besonders die Samen
Volksmund: Feldritsporn, Ackerrittersporn
Feldrittersporn, Consolida regalis
von Agnieszka Kwiecień, Nova, CC BY-SA 4.0
Steckbrief von Feldrittersporn
| Wissenschaftlicher Name | Consolida regalis Gray (Syn. Delphinium consolida) |
|---|---|
| Familie | Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) |
| Wuchshöhe | 20 bis 50 cm |
| Blütezeit | Mai bis August |
| Verwendung | innerlich und äußerlich |
Der Feldrittersporn kommt ursprünglich von Europa bis Westsibirien vor. Da der Feldrittersporn von den Landwirten als Unkraut angesehen wird, ist er aufgrund des intensiven Gebrauchs von Herbiziden auf unseren Getreidefeldern mittlerweile recht selten geworden. Es gibt von dieser sehr hübschen, grazilen Pflanze jedoch einige Kultursorten, die gerne in Gärten angepflanzt werden. Die Blüten des Feldrittersporns ähneln auf den ersten Blick den Blüten des stark giftigen Blauen Eisenhuts (Aconitum napellus L.). Bei genauerem Hinsehen kann man den Feldrittersporn jedoch an den leicht aufwärts gerichteten, langen, mit Nektar gefüllten Spornen der Blüten erkennen.
Man verwendete den blühenden Feldrittersporn früher in Form von Aufgüssen als harn- und wurmtreibendes Mittel. Da diese Heilkräuter jedoch giftige Alkaloide enthalten, werden sie nur noch gelegentlich in der Homöopathie verwendet. Die Blüten und Samen eines Feldrittersporns sollen zur Bekämpfung von Parasiten dienen.
Der einjährig wachsende Feldrittersporn kann eine Wuchshöhe von 20 bis 50 cm erreichen. Der aufrecht stehende Stängel dieser Pflanzen ist reichlich verzweigt und fast kahl. Die in tiefe lange Zipfel eingeschnittenen Blätter des Feldrittersporns sind glattrandig und unbehaart. Von Mai bis August bildet diese Heilpflanze ihre tiefblauen Blüten aus. Diese stehen in endständigen Trauben an länglichen Stielen. Die Samen des Feldrittersporns sind schwarz gefärbt und haben eine runzelige, schuppige Oberfläche. Die Wurzel dieser Heilkräuter ist pfahlförmig.
Standort von Feldrittersporn
Der Feldrittersporn ist überwiegend in Mitteleuropa bis in Höhenlagen von 1700 m zu finden. Bevorzugte Standorte dieser Heilkräuter sind Getreidefelder und Wegränder mit kalkreichen, trockenen Böden. In Deutschland ist er in der Roten Liste als gefährdet eingestuft (BfN, FloraWeb).
Heilkraft von Feldrittersporn
In der Volksmedizin werden dem Feldrittersporn folgende Eigenschaften zugeschrieben:
-
antiparasitär
Antiparasitär nennt man Mittel, die Parasiten wie Insekten, Milben oder Würmer abtöten sollen.
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entzündungshemmend
Entzündungshemmend heißt, dass eine Entzündung abgeschwächt wird, ohne dass ihre Ursache beseitigt ist.
Der Geschmack dieser Heilkräuter ist bitter und scharf. Die Pflanze ist fast geruchlos.
Verwendete Pflanzenteile von Feldrittersporn
In der Naturheilkunde benutzt man von dem Feldrittersporn die gesamte blühende Pflanze, die Blüten und die von Juni bis August gesammelten Samen.
Inhaltsstoffe von Feldrittersporn
Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind Alkaloide, Glykoside und fettes Öl.
Anwendung von Feldrittersporn
Der Feldrittersporn wird in der Heilpflanzenkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Feldrittersporn in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:
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Krätze
Überlieferte Hausmittel, die eine ärztliche Behandlung von Krätze begleiten können.
-
Kopfläuse
Natürliche Mittel und Kämmtipps, die bei Kopfläusen helfen können.
-
Läuse
Natürliche Hausmittel, die bei Läusebefall unterstützend eingesetzt werden.
⚠️ Hinweis: Alle Pflanzenteile des Feldrittersporns sind giftig, besonders die Samen – siehe Sicherheitshinweise.
Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Gewöhnlicher Feldrittersporn - Wikipedia
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Für die Überarbeitung gelesen:
- BfR – Liste besonders giftiger Gartenpflanzen und einheimischer Pflanzen in der freien Natur, BAnz AT 02.07.2021 B4 (Sicherheitsabschnitt; gelesen am 15.10.2026)
- Wikipedia – Gewöhnlicher Feldrittersporn (Autor Gray; Wuchshöhe „20 bis 50 Zentimetern“; Blütezeit „von Mai bis August“; Vorkommen „von Europa bis Westsibirien“; gelesen am 15.10.2026)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Consolida regalis: Sicherheitsabschnitt; gelesen am 16.10.2026)
- Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) (Consolida regalis: Sicherheitsabschnitt; gelesen am 16.10.2026)
- Bundesamt für Naturschutz, FloraWeb – Consolida regalis (Rote Liste 3 „gefährdet“, nicht besonders geschützt; Standort; gelesen am 16.10.2026)
Häufige Fragen zu Feldrittersporn
Woher stammt der Feldrittersporn?
Der Feldrittersporn kommt ursprünglich von Europa bis Westsibirien vor.
Warum ist der Feldrittersporn selten geworden?
Da der Feldrittersporn von den Landwirten als Unkraut angesehen wird, ist er aufgrund des intensiven Gebrauchs von Herbiziden auf unseren Getreidefeldern mittlerweile recht selten geworden.
Wie unterscheidet man Feldrittersporn und Eisenhut?
Bei genauerem Hinsehen kann man den Feldrittersporn jedoch an den leicht aufwärts gerichteten, langen, mit Nektar gefüllten Spornen der Blüten erkennen.
Wann blüht der Feldrittersporn?
Von Mai bis August bildet diese Heilpflanze ihre tiefblauen Blüten aus.
Ist der Feldrittersporn giftig?
Die Datenbank TPPT von Agroscope stuft den Feldrittersporn für Mensch und Tier als sehr stark giftig ein (ganze Pflanze, am höchsten in den Samen); die Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) führt ihn als giftig, giftig sind alle Pflanzenteile, besonders die Samen.