Feigenbaum – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Ficus carica L.
🌿 Feigenbaum – Auf einen Blick
- Familie: Maulbeergewächse (Moraceae)
- Herkunft: wahrscheinlich Westasien, wild an der Mittelmeerküste
- Verwendung: Früchte innerlich, äußerlich
- Wichtig: Milchsaft von Blättern, Zweigen und unreifen Früchten kann mit Sonnenlicht die Haut schädigen; bei Diabetes Vorsicht wegen des Zuckergehalts
Volksmund: keine bekannt
Feigenbaum von Zly4ever, CC BY-SA 3.0
Steckbrief von Feigenbaum
| Wissenschaftlicher Name | Ficus carica L. |
|---|---|
| Familie | Maulbeergewächse (Moraceae) |
| Verwendung | innerlich und äußerlich |
Die wild wachsenden Feigenbäume mit ihren kleinen, schwammigen, ungenießbaren Früchten wachsen auf stark besonnten, felsigen Standorten an der Mittelmeerküste. Hin und wieder findet man auch Feigenbäume mit essbaren Früchten, dies sind dann Abkömmlinge der angebauten Arten, die ursprünglich wahrscheinlich aus dem Westen Asiens stammen. Die Feigenbäume gehören zu den ältesten, kultivierten Fruchtbäumen. Bekannt ist ein etwa 4500 Jahre altes ägyptisches Wandbild, das Menschen beim Feigenpflücken darstellt. Frische oder gekochte Feigen gehörten, zusammen mit Weizen und Olivenöl, zu den sehr wichtigen Lebensmitteln der alten mediterranen Völker.
Römische Athleten aßen Feigen vor jedem Wettkampf. Feigen enthalten viel Fruchtzucker, Proteine, Fettsubstanzen, reichlich Phosphor und Kalzium sowie Spurenelemente. Feigen sind ausgesprochen nahrhaft und gut verträglich. Frische Früchte sind reich an den Vitaminen C, A, B; man sagt ihnen deshalb nach, dass sie gegen Müdigkeit helfen. In der Volksmedizin werden den Feigen vielfältige Heilkräfte zugeschrieben: Die Samen einer Feige gelten als abführend, der Absud getrockneter Feigen als erweichend, eingelegte oder gekochte Feigen sollen die Verdauung regeln und blutreinigend wirken. Zerbricht man junge Zweige, tritt ein milchiger, scharfer und bitterer Saft aus, der Verdauungsenzyme enthält.
Heilkraft von Feigenbaum
In der Volksmedizin werden dem Feigenbaum folgende Eigenschaften zugeschrieben:
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abführend
Abführend (laxierend) nennt man Mittel, die den Stuhlgang bzw. die Darmentleerung fördern.
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blutreinigend
„Blutreinigend“ ist ein Begriff der Volksmedizin für Mittel, die das Blut von Schadstoffen befreien sollen; die Fachmedizin verwendet ihn nicht, entgiftet wird über Leber und Nieren.
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erweichend
Erweichend nennt man Mittel, die bei einer Verstopfung des Darmtraktes eingesetzt werden.
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gegen Hühneraugen
Ein Hühnerauge ist eine durch Druck entstehende, oft schmerzhafte Hornschwiele mit einem nach innen gerichteten Hornzapfen.
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stimulierend (anregend)
Stimulierend (anregend) heißt, dass die Tätigkeit der Nerven verstärkt, beschleunigt oder verbessert wird.
Anwendung von Feigenbaum
Der Feigenbaum wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Feigenbaum in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:
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Asthenie
Stärkende Kräuter und Hausmittel bei allgemeiner Kraftlosigkeit und Schwäche.
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Abszess
Überlieferte Umschläge und Kräuterauflagen, die bei Abszessen begleitend eingesetzt werden.
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Altern aufhalten
Pflanzliche Hausmittel und Lebensgewohnheiten, die ein gesundes Älterwerden unterstützen können.
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Hühnerauge
Erweichende Bäder und Auflagen, die bei Hühneraugen helfen können.
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Husten
Hustentees, Sirupe und Wickel, die Reizhusten und festsitzenden Husten lindern können.
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Rekonvaleszenz
Stärkende Kräuter und Hausmittel für die Erholungsphase nach einer Krankheit.
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Wachstum
Hausmittel und Ernährungstipps rund um ein gesundes Wachstum bei Kindern.
Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Echte Feige - Wikipedia
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Häufige Fragen zu Feigenbaum
Woher stammt der Feigenbaum?
Die wild wachsenden Feigenbäume mit ihren kleinen, schwammigen, ungenießbaren Früchten wachsen auf stark besonnten, felsigen Standorten an der Mittelmeerküste. Hin und wieder findet man auch Feigenbäume mit essbaren Früchten, dies sind dann Abkömmlinge der angebauten Arten, die ursprünglich wahrscheinlich aus dem Westen Asiens stammen.
Seit wann werden Feigen angebaut?
Die Feigenbäume gehören zu den ältesten, kultivierten Fruchtbäumen. Bekannt ist ein etwa 4500 Jahre altes ägyptisches Wandbild, das Menschen beim Feigenpflücken darstellt.
Was enthalten Feigen?
Feigen enthalten viel Fruchtzucker, Proteine, Fettsubstanzen, reichlich Phosphor und Kalzium sowie Spurenelemente. Frische Früchte sind reich an den Vitaminen C, A, B.
Ist der Milchsaft des Feigenbaums gefährlich?
Der Milchsaft frischer Feigenblätter, -zweige und unreifer Früchte enthält Furocumarine und kann die Haut reizen; bei anschließender Sonnenexposition sind phototoxische Hautreaktionen (Phytophotodermatitis) möglich. Beim Schneiden des Feigenbaums werden daher Handschuhe und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung empfohlen.