Rekonvaleszenz – Hausmittel der Naturheilkunde

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Die Gesundungs- und Erholungsphase nach einer Krankheit oder nach einem chirurgischen Eingriff nennt man Rekonvaleszenz. Die Rekonvaleszenz ist oftmals von verschiedenen gesundheitlichen Störungen begleitet. Große Müdigkeit, physische und psychische Schwäche, Appetitlosigkeit, manchmal auch Blutarmut können eine Rekonvaleszenz begleiten. Zu empfehlen sind während dieser Zeit stärkende Bäder.

Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel mit Heilkräutern und Heilpflanzen, die traditionell begleitend während der Rekonvaleszenz angewendet werden.

Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum): junge Pflanzen mit aufrechten Stängeln und dreizähligen, hellgrünen Blättern auf Gartenerde

Bockshornklee: Seine zu Pulver gestoßenen Samen werden im Abschnitt „Rekonvaleszenz mit Heilpflanzen“ mit Honig eingenommen. Zum Rezept

Bockshornklee, von Kenraiz, CC BY-SA 4.0

Ernährung während der Rekonvaleszenz

Während der Rekonvaleszenz sollte die Ernährung reichhaltig, aber leicht verdaulich sein. Wichtig ist die Zufuhr von reichlich Vitaminen, Mineralstoffen und Metallsalzen. Besonders geeignet ist die Ergänzung der täglichen Ernährung mit Vollkorngetreide wie Hafer, Hirse, Gerste, Roggen oder Echter Buchweizen.

Als Gemüsebeilagen eignen sich

Soja, Möhren, Spinat, echte Brunnenkresse, Gartenkresse und Lauch.

Auch frische Früchte sollten während der Rekonvaleszenz reichlich gegessen werden. Besonders nahrhaft und reich an Vitaminen sind Aprikosen, Süßmandeln, gekochte Esskastanien, Stachelbeeren, Feigen, unterschiedliche Walderdbeeren, Orangen und Äpfel.

Rekonvaleszenz mit Heilpflanzen

Tee mit Wasserdost

Man gibt 25 g Blätter vom Wasserdost in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen vor dem Abseihen 10 Minuten ziehen. Von diesem Tee trinkt man täglich 2 Tassen.

⚠️ Hinweis: Wasserdost gilt als giftig und enthält nach Altmeyers Pyrrolizidinalkaloide; nicht hoch dosieren – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für den Gewöhnlichen Wasserdost »

Pulver vom Bockshornklee

Man nimmt täglich einen gehäuften Teelöffel zu Pulver gestoßenen Samen vom Bockshornklee, vermischt mit etwas Honig oder Marmelade zu sich.

Sicherheitshinweis für den Bockshornklee »

Absud aus Vogelmieren

Man gibt 20 g der frisch gesammelten, blühenden Vogelmiere in 1 Liter kaltes Wasser. Das Wasser wird langsam erhitzt, die Heilkräuter müssen 20 Minuten bei kleiner Hitze schwach köcheln. Von dieser Zubereitung trinkt man 1 Tasse vor jeder Mahlzeit.

Sicherheitshinweis für die Vogelmiere »

Absud mit dem Kleinen Habichtskraut

Man gibt 80 g vom Kleinen Habichtskraut in 1 Liter Wasser. Die Heilkräuter müssen 3 Minuten kochen und vor dem Abseihen weitere 10 Minuten ziehen. Von diesem Absud zur Unterstützung der Rekonvaleszenz trinkt man täglich 3 Tassen.

Sicherheitshinweis für das Habichtskraut »

Tee mit Muskatellersalbei

Man gibt 20 g blühende Sprossspitzen vom Muskatellersalbei in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilpflanzen müssen 10 Minuten ziehen. Von diesem Tee trinkt man nach jeder Mahlzeit 1 Tasse.

Sicherheitshinweis für den Muskatellersalbei »

Tee mit Echtem Thymian

Man gibt 20 g vom Thymian in 1 Liter kochendes Wasser. Der Thymian muss 15 Minuten ziehen. Von dieser Zubereitung trinkt man täglich 2 Tassen.

Sicherheitshinweis für den Echten Thymian »

Weine mit Heilpflanzen

Von folgenden Zubereitungen trinkt man vor der Mahlzeit 2 mal pro Tag ein kleines Glas.

Wein mit Wermut und Gelbem Enzian

Man gibt 5 g Enzianwurzeln und 20 g blühende Sprossspitzen vom Wermut für 4 Tage in 1 Liter Rotwein. Nach dem Ziehen wird der Rotwein filtriert und gut verschlossen aufbewahrt.

⚠️ Hinweis: Junge, noch nicht blühende Enzianpflanzen können mit dem hochgiftigen Weißen Germer (Veratrum album) verwechselt werden – eine Verwechslung beim Wurzelausgraben kann zu schweren, potenziell lebensbedrohlichen Vergiftungen führen. Sichere Unterscheidungsmerkmale: Enzian hat gegenständige Blätter und eine gelbe Wurzel, der Weiße Germer wechselständige bzw. schraubig angeordnete Blätter und eine innen weiße Wurzel. Im Zweifel nicht selbst sammeln.

Sicherheitshinweis für den Wermut » · Sicherheitshinweis für den Enzian »

Wein mit Echter Engelwurz

Man gibt 40 g Stängel und Wurzeln von der Echten Engelwurz in Rotwein. Die Heilpflanzen müssen eine Woche ziehen, danach wird der Wein filtriert.

Sicherheitshinweis für die Engelwurz »

Wein mit Echtem Tausendgüldenkraut

Man gibt 50 g blühende Sprossspitzen vom Echten Tausendgüldenkraut in 1 Liter Wein. Die Sprossspitzen müssen 5 Tage lang ziehen, danach seiht man den Wein sorgfältig ab.

⚠️ Hinweis: Nicht bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten Tausendgüldenkraut nicht anwenden – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für das Tausendgüldenkraut »

Wein mit Benediktenkraut

Man gibt 30 g Blüten vom Benediktenkraut in 1 Liter erhitzten Rotwein. Die Blüten müssen vor dem Abseihen 12 Minuten ziehen.

ℹ️ Hinweis: Die Sicherheit in Schwangerschaft und Stillzeit ist laut Monographie nicht ausreichend belegt, weshalb von einer Anwendung in dieser Zeit abgeraten wird.

Sicherheitshinweis für das Benediktenkraut »

Sicherheitshinweise zu den Pflanzen

Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).

Sicherheit von Eupatorium cannabinum (Gewöhnlicher Wasserdost)

Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft den Wasserdost für den Menschen als giftig ein (ganze Pflanze). Nach Altmeyers enthält der Wasserdost auch Pyrrolizidinalkaloide. Für Eupatorium cannabinum liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

⚠️ Hinweis: Wasserdost gilt als giftig und enthält nach Altmeyers Pyrrolizidinalkaloide; nicht hoch dosieren – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Gewöhnlicher Wasserdost – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Wasserdost

Toxizität und offizielle Sicherheitsbewertung von Trigonella foenum-graecum (Bockshornklee)

Laut EU-Kräutermonographie der EMA/HMPC ist Bockshornklee kontraindiziert bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, gegen Erdnüsse, Soja oder andere Hülsenfrüchtler (Fabaceae) — es besteht Kreuzreaktionspotenzial.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Bockshornklee – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Bockshornklee

Sicherheit von Stellaria media (Vogelmiere)

Für Stellaria media liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Vogelmiere – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Vogelmiere

Sicherheit von Hieracium pilosella (Habichtskraut)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat das Kraut mit Wurzel des Kleinen Habichtskrauts als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Linderung leichter Harnwegsbeschwerden bewertet, zusätzlich zu ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Bei Überempfindlichkeit gegen Korbblütler darf es nicht angewendet werden; bei ärztlich empfohlener eingeschränkter Flüssigkeitszufuhr wird die Anwendung nicht empfohlen, ebenso für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie in Schwangerschaft und Stillzeit. Bei Fieber, Schmerzen beim Wasserlassen, Krämpfen, Blut im Urin oder Beschwerden über zwei Wochen soll ein Arzt aufgesucht werden.

ℹ️ Hinweis: Die EMA hat das Habichtskraut nur bei leichten Harnwegsbeschwerden bewertet – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Habichtskraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Habichtskraut

Sicherheit von Salvia sclarea (Muskatellersalbei)

Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die oberirdischen Teile des Muskatellersalbeis für Mensch und Tier als schwach giftig ein. Für Salvia sclarea liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Muskatellersalbei – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Muskatellersalbei

Sicherheit von Thymus vulgaris (Echter Thymian)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Thymiankraut als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei produktivem Husten im Zusammenhang mit Erkältungen bewertet. Thymian-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Allergie gegen Thymian oder andere Lippenblütler (Lamiaceae). Die meisten Zubereitungen sind nur für Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren bestimmt, einige wenige für Kinder ab 4 Jahren. Als Nebenwirkung können Magenbeschwerden auftreten. Hält der Husten länger als eine Woche an oder verschlimmert er sich, soll ein Arzt oder eine qualifizierte medizinische Fachperson aufgesucht werden. Die WHO rät in ihrer Monographie, Thymiankraut in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach ärztlichem Rat anzuwenden.

ℹ️ Hinweis: Die EMA hat Thymiankraut nur als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei produktivem Husten im Zusammenhang mit Erkältungen bewertet – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Thymian-Arzneimittel dürfen nicht angewendet werden bei Allergie gegen Thymian oder andere Lippenblütler (Lamiaceae) – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Echter Thymian – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Echter Thymian

Sicherheit & Toxizität von Artemisia absinthium (Wermut)

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA, Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel HMPC) hat eine EU-Monographie für Wermutkraut (Artemisia absinthium L., herba) veröffentlicht. Sie beschreibt es als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei vorübergehender Appetitlosigkeit und bei leichten Verdauungs- bzw. Magen-Darm-Beschwerden.

ℹ️ Hinweis: Wermutkraut und Wermutöl enthalten Thujon, das das BfR als starkes Nervengift bezeichnet – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Die EU-Monographie nennt Gallenwegsverschluss, Gallengangsentzündung und Lebererkrankungen als Gegenanzeigen; bei Gallensteinen vor der Anwendung zum Arzt – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Wermut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Wermutkraut

Sicherheit & Toxizität von Gentiana lutea (Gelber Enzian)

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Keine bekannten Nebenwirkungen laut EU-Monographie.

⚠️ Hinweis: Junge, noch nicht blühende Enzianpflanzen können mit dem hochgiftigen Weißen Germer (Veratrum album) verwechselt werden – eine Verwechslung beim Wurzelausgraben kann zu schweren, potenziell lebensbedrohlichen Vergiftungen führen. Sichere Unterscheidungsmerkmale: Enzian hat gegenständige Blätter und eine gelbe Wurzel, der Weiße Germer wechselständige bzw. schraubig angeordnete Blätter und eine innen weiße Wurzel. Im Zweifel nicht selbst sammeln.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Enzian – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Gelber Enzian

Sicherheit & Toxizität von Angelica archangelica (Engelwurz)

Engelwurz enthält Furanocumarine, die nach Hautkontakt mit Pflanzensaft und anschließender UV-Exposition phototoxische Hautreaktionen auslösen können (Rötung, Brennen, Blasenbildung, danach Hyperpigmentierung). Während der Anwendung sollten intensive Sonnenexposition und künstliche UV-Bestrahlung vermieden werden.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Engelwurz – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Engelwurz

Sicherheit & Toxizität von Centaurium erythraea (Tausendgüldenkraut)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur hat 2015 eine EU-Monographie für Tausendgüldenkraut erstellt. Sie gilt für das Kraut von Centaurium erythraea Rafn s.l., einschließlich C. majus und C. suffruticosum, und zwar als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei leichten Verdauungs- bzw. Magen-Darm-Beschwerden und bei vorübergehender Appetitlosigkeit. Erfasst sind Tee, Pulver, Flüssigextrakt, Tinktur (mit Ethanol 70 %) und wässriger Dickextrakt. Bei der Überprüfung 2026 sah das HMPC keinen Bedarf, die Monographie zu ändern.

⚠️ Hinweis: Nicht bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten Tausendgüldenkraut nicht anwenden – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Tausendgüldenkraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Tausendgüldenkraut

Toxizität und offizielle Sicherheitsbewertung von Cnicus benedictus (Benediktenkraut)

Laut EU-Kräutermonographie der EMA/HMPC gilt eine bekannte Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff sowie gegen andere Korbblütler (Asteraceae/Compositae, z. B. Kamille, Ringelblume, Beifuß) als Kontraindikation.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Benediktenkraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Benediktenkraut

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Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Wikipedia - Pflanzenheilkunde
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zur Rekonvaleszenz

Was versteht man unter Rekonvaleszenz?

Die Gesundungs- und Erholungsphase nach einer Krankheit oder nach einem chirurgischen Eingriff nennt man Rekonvaleszenz.

Welche Beschwerden können eine Rekonvaleszenz begleiten?

Große Müdigkeit, physische und psychische Schwäche, Appetitlosigkeit, manchmal auch Blutarmut können eine Rekonvaleszenz begleiten.

Wie sollte die Ernährung während der Rekonvaleszenz sein?

Während der Rekonvaleszenz sollte die Ernährung reichhaltig, aber leicht verdaulich sein.