Spinat – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Spinacia oleracea L.

ca. 3 Min. Lesezeit Aktualisiert: 

🌿 Spinat – Auf einen Blick

  • Familie: Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
  • Wuchshöhe: 50 bis 100 cm
  • Verwendung: innerlich und äußerlich

Volksmund: Echter Spinat, Gemüsespinat, Gartenspinat

Spinat (Spinacia oleracea): dichte, glänzend grüne, eiförmige Blätter

Spinat von Rasbak, CC BY-SA 3.0

Steckbrief von Spinat

Steckbrief des Spinats
Wissenschaftlicher Name Spinacia oleracea L.
Familie Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
Wuchshöhe 50 bis 100 cm
Verwendung innerlich und äußerlich

Den Griechen und den Römern war der Spinat wahrscheinlich nicht bekannt. Etwa im 11. Jahrhundert wurde dieses ursprünglich aus Persien stammende Suppengemüse von den Arabern nach Spanien gebracht. Erst im 13. Jahrhundert wurde der Spinat dann auch im übrigen Europa angebaut und die Pflanze verbreitete sich rasch. Man unterscheidet zwei Kulturformen des Spinats: den Sommerspinat, dessen Blätter länglich und am Grund keilförmig sind, und den Winterspinat, dessen Blätter spießförmig sind. Der Spinat ist reich an Mineralsalzen und enthält wichtige Aminosäuren, die Vitamine C, B1, B2, PP sowie Karotin und Glykoside.

Heilkraft von Spinat

In der Volksmedizin werden dem Spinat folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • abführend

    Abführend (laxierend) nennt man Mittel, die den Stuhlgang bzw. die Darmentleerung fördern.

  • antianämisch

    Antianämisch bzw. blutbildend bezieht sich auf Blutarmut (Anämie), bei der der rote Blutfarbstoff zu niedrig ist, und auf die Bildung der Blutzellen (Hämatopoese).

  • mineralisierend

    Mineralisierend bzw. mineralsalzzuführend bezieht sich auf Mineralstoffe: lebensnotwendige anorganische Nährstoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann und mit der Nahrung aufnehmen muss.

  • stimulierend (anregend)

    Stimulierend (anregend) heißt, dass die Tätigkeit der Nerven verstärkt, beschleunigt oder verbessert wird.

Außerdem gilt er als blutdrucksenkend.

Anwendung von Spinat

Der Spinat wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Spinat in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:

  • Akne bekämpfen

    Kräuter, Masken und Pflegetipps, die unreine Haut bei Akne unterstützen können.

  • Anämie

    Eisenreiche Pflanzen und Hausmittel, die bei Blutarmut unterstützend eingesetzt werden.

  • Kalkmangel

    Kalziumreiche Lebensmittel und Kräuter, die bei Kalkmangel die Versorgung unterstützen.

  • Mineralsalzmangel

    Mineralstoffreiche Pflanzen und Lebensmittel, die bei Mineralsalzmangel die Versorgung unterstützen.

  • Rachitis

    Ernährungstipps und Hausmittel, die den Knochenaufbau bei Rachitis unterstützen sollen.

  • Rekonvaleszenz

    Stärkende Kräuter und Hausmittel für die Erholungsphase nach einer Krankheit.

  • Verbrennungen

    Kühlende Hausmittel für leichte Verbrennungen und die anschließende Hautpflege.

  • Verstopfung

    Ballaststoffreiche Hausmittel und Kräuter, die bei Verstopfung die Verdauung anregen können.

  • Wachstum

    Hausmittel und Ernährungstipps rund um ein gesundes Wachstum bei Kindern.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Spinat - Wikipedia
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu Spinat

Woher stammt der Spinat?

Etwa im 11. Jahrhundert wurde dieses ursprünglich aus Persien stammende Suppengemüse von den Arabern nach Spanien gebracht.

Seit wann wird Spinat in ganz Europa angebaut?

Erst im 13. Jahrhundert wurde der Spinat dann auch im übrigen Europa angebaut und die Pflanze verbreitete sich rasch.

Welche Kulturformen des Spinats gibt es?

Man unterscheidet zwei Kulturformen des Spinats: den Sommerspinat, dessen Blätter länglich und am Grund keilförmig sind, und den Winterspinat, dessen Blätter spießförmig sind.

Was enthält Spinat?

Der Spinat ist reich an Mineralsalzen und enthält wichtige Aminosäuren, die Vitamine C, B1, B2, PP sowie Karotin und Glykoside.

Kann Spinat die Haut reizen?

Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft den Spinat für den Menschen als hautreizend ein.