Spinat – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Spinacia oleracea L.
🌿 Spinat – Auf einen Blick
- Familie: Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
- Wuchshöhe: 50 bis 100 cm
- Verwendung: innerlich und äußerlich
Volksmund: Echter Spinat, Gemüsespinat, Gartenspinat
Spinat von Rasbak, CC BY-SA 3.0
Steckbrief von Spinat
| Wissenschaftlicher Name | Spinacia oleracea L. |
|---|---|
| Familie | Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae) |
| Wuchshöhe | 50 bis 100 cm |
| Verwendung | innerlich und äußerlich |
Den Griechen und den Römern war der Spinat wahrscheinlich nicht bekannt. Etwa im 11. Jahrhundert wurde dieses ursprünglich aus Persien stammende Suppengemüse von den Arabern nach Spanien gebracht. Erst im 13. Jahrhundert wurde der Spinat dann auch im übrigen Europa angebaut und die Pflanze verbreitete sich rasch. Man unterscheidet zwei Kulturformen des Spinats: den Sommerspinat, dessen Blätter länglich und am Grund keilförmig sind, und den Winterspinat, dessen Blätter spießförmig sind. Der Spinat ist reich an Mineralsalzen und enthält wichtige Aminosäuren, die Vitamine C, B1, B2, PP sowie Karotin und Glykoside.
Heilkraft von Spinat
In der Volksmedizin werden dem Spinat folgende Eigenschaften zugeschrieben:
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abführend
Abführend (laxierend) nennt man Mittel, die den Stuhlgang bzw. die Darmentleerung fördern.
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antianämisch
Antianämisch bzw. blutbildend bezieht sich auf Blutarmut (Anämie), bei der der rote Blutfarbstoff zu niedrig ist, und auf die Bildung der Blutzellen (Hämatopoese).
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mineralisierend
Mineralisierend bzw. mineralsalzzuführend bezieht sich auf Mineralstoffe: lebensnotwendige anorganische Nährstoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann und mit der Nahrung aufnehmen muss.
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stimulierend (anregend)
Stimulierend (anregend) heißt, dass die Tätigkeit der Nerven verstärkt, beschleunigt oder verbessert wird.
Außerdem gilt er als blutdrucksenkend.
Anwendung von Spinat
Der Spinat wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Spinat in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:
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Akne bekämpfen
Kräuter, Masken und Pflegetipps, die unreine Haut bei Akne unterstützen können.
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Anämie
Eisenreiche Pflanzen und Hausmittel, die bei Blutarmut unterstützend eingesetzt werden.
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Kalkmangel
Kalziumreiche Lebensmittel und Kräuter, die bei Kalkmangel die Versorgung unterstützen.
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Mineralsalzmangel
Mineralstoffreiche Pflanzen und Lebensmittel, die bei Mineralsalzmangel die Versorgung unterstützen.
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Rachitis
Ernährungstipps und Hausmittel, die den Knochenaufbau bei Rachitis unterstützen sollen.
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Rekonvaleszenz
Stärkende Kräuter und Hausmittel für die Erholungsphase nach einer Krankheit.
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Verbrennungen
Kühlende Hausmittel für leichte Verbrennungen und die anschließende Hautpflege.
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Verstopfung
Ballaststoffreiche Hausmittel und Kräuter, die bei Verstopfung die Verdauung anregen können.
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Wachstum
Hausmittel und Ernährungstipps rund um ein gesundes Wachstum bei Kindern.
Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Spinat - Wikipedia
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Für die Überarbeitung gelesen:
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Spinacia oleracea: Sicherheitsabschnitt; gelesen am 24.10.2026)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (Sicherheitsabschnitt; gelesen am 24.10.2026)
- Wikipedia – Spinat (Wuchshöhe; gelesen am 24.10.2026)
Häufige Fragen zu Spinat
Woher stammt der Spinat?
Etwa im 11. Jahrhundert wurde dieses ursprünglich aus Persien stammende Suppengemüse von den Arabern nach Spanien gebracht.
Seit wann wird Spinat in ganz Europa angebaut?
Erst im 13. Jahrhundert wurde der Spinat dann auch im übrigen Europa angebaut und die Pflanze verbreitete sich rasch.
Welche Kulturformen des Spinats gibt es?
Man unterscheidet zwei Kulturformen des Spinats: den Sommerspinat, dessen Blätter länglich und am Grund keilförmig sind, und den Winterspinat, dessen Blätter spießförmig sind.
Was enthält Spinat?
Der Spinat ist reich an Mineralsalzen und enthält wichtige Aminosäuren, die Vitamine C, B1, B2, PP sowie Karotin und Glykoside.
Kann Spinat die Haut reizen?
Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft den Spinat für den Menschen als hautreizend ein.