Sojabohne – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Glycine max (L.) Merr.
🌿 Sojabohne – Auf einen Blick
- Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
- Wuchshöhe: meist 60 bis 120 cm
- Blütezeit: Juli bis August
- Verwendung: innerlich und äußerlich
- Wichtig: Bohnen nur gegart essen; Sojaallergie möglich
Volksmund: Soja
Sojabohne von H. Zell, CC BY-SA 3.0
Steckbrief von Sojabohne
| Wissenschaftlicher Name | Glycine max (L.) Merr. |
|---|---|
| Familie | Hülsenfrüchtler (Fabaceae) |
| Wuchshöhe | meist 60 bis 120 cm |
| Blütezeit | Juli bis August |
| Verwendung | innerlich und äußerlich |
In Indochina und Japan, wo die Sojabohne bereits seit Jahrtausenden kultiviert wird, findet man auch die verwandte Wildform (Glycine soja). Obwohl die Sojabohnen bereits seit dem 18. Jahrhundert in Europa eingeführt sind, erlangten diese Pflanzen erst in letzter Zeit wirtschaftliche Bedeutung. Da die Sojabohnen ein ausgeglichenes, warmes Klima benötigen, gedeihen sie vor allem in den südlichen Gegenden. Trotz des bescheidenen Aussehens der Sojabohnen weisen die kleinen, rundlichen Bohnen einen hohen Nährwert auf. Sie enthalten etwa 35 Prozent verschiedene Eiweißstoffe, lebenswichtige Aminosäuren wie z. B. Glutaminsäure, außerdem kaseinartige Proteine von ähnlicher Zusammensetzung wie die in der Milch, Neutralfette und etwa 30 Prozent Kohlenhydrate. Soja soll stärkend und aufbauend wirken und gilt deshalb als wertvolles Nahrungsmittel. Sojabohnen findet man als Mehl, als Keimlinge roh oder konserviert, als Milch, als Käse oder als Tofu im Handel. Auch das Sojaöl wird immer beliebter, da es viele ungesättigte Fettsäuren enthält und als cholesterinsenkend gilt.
Heilkraft von Sojabohne
In der Volksmedizin werden der Sojabohne folgende Eigenschaften zugeschrieben:
-
cholesterinsenkend
Cholesterinsenkend bezieht sich auf Lipidsenker, die erhöhte Blutfette wie Cholesterin im Blut senken.
-
mineralisierend
Mineralisierend bzw. mineralsalzzuführend bezieht sich auf Mineralstoffe: lebensnotwendige anorganische Nährstoffe, die der Körper nicht selbst herstellen kann und mit der Nahrung aufnehmen muss.
-
stimulierend (anregend)
Stimulierend (anregend) heißt, dass die Tätigkeit der Nerven verstärkt, beschleunigt oder verbessert wird.
Anwendung von Sojabohne
Die Sojabohne wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit den Sojabohnen in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:
-
Asthenie
Stärkende Kräuter und Hausmittel bei allgemeiner Kraftlosigkeit und Schwäche.
-
Kalkmangel
Kalziumreiche Lebensmittel und Kräuter, die bei Kalkmangel die Versorgung unterstützen.
-
Mineralsalzmangel
Mineralstoffreiche Pflanzen und Lebensmittel, die bei Mineralsalzmangel die Versorgung unterstützen.
-
Rekonvaleszenz
Stärkende Kräuter und Hausmittel für die Erholungsphase nach einer Krankheit.
⚠️ Hinweis: Sojabohnen nur gegart verzehren; Sojaallergie möglich – siehe Sicherheitshinweise.
Verhalten bei Vergiftungen
Verzeichnis der giftigen und stark giftigen Pflanzen
Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Sojabohne - Wikipedia
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Für die Überarbeitung gelesen:
- Wikipedia – Sojabohne (Wildform, Wuchshöhe, Blütezeit, Sicherheitsabschnitt; gelesen am 23.10.2026)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Glycine max: Sicherheitsabschnitt; gelesen am 23.10.2026)
- BfR – Sojahaltige Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel: Gesundheitliche Aspekte, Mitteilung Nr. 36/2023 (Sicherheitsabschnitt; gelesen am 23.10.2026)
- EMA – European Union herbal monograph on Glycine max (L.) Merr., oleum raffinatum (EMA/HMPC/338914/2016) (Sicherheitsabschnitt; gelesen am 23.10.2026)
Häufige Fragen zu Sojabohne
Woher stammt die Sojabohne?
In Indochina und Japan, wo die Sojabohne bereits seit Jahrtausenden kultiviert wird, findet man auch die verwandte Wildform (Glycine soja).
Was enthalten Sojabohnen?
Sie enthalten etwa 35 Prozent verschiedene Eiweißstoffe, lebenswichtige Aminosäuren wie z. B. Glutaminsäure, außerdem kaseinartige Proteine von ähnlicher Zusammensetzung wie die in der Milch, Neutralfette und etwa 30 Prozent Kohlenhydrate.
Kann man Sojabohnen roh essen?
Nach Wikipedia sind rohe Sojabohnen giftig und müssen vor dem Verzehr erhitzt werden; die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die Samen für Mensch und Tier als stark giftig ein.
Wie häufig ist eine Sojaallergie?
Nach dem BfR gehören allergische Reaktionen auf Sojaeiweiß zu den häufigsten Nahrungsmittelallergien.
Wofür hat die EMA Sojaöl bewertet?
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat raffiniertes Sojaöl als traditionellen Badezusatz bei trockener Haut infolge leichter, wiederkehrender Ekzeme bewertet; bei Allergie gegen Soja, Erdnuss, andere Hülsenfrüchtler oder Birkenpollen darf es nicht angewendet werden, in Schwangerschaft und Stillzeit wird es nicht empfohlen.