Muskatellersalbei - als Heilpflanze verwenden

Muskatellersalbei

Name: Salvia sclarea L.
Pflanzennamen im Volksmund: Römische Salbei, Muskat-Salbei
Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Wuchshöhe: 30 bis 120 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Erbrechen, Hautgeschwür, Keuchhusten, Menstruation, Ödem, Rekonvaleszenz, Übelkeit

Steckbrief / Beschreibung

Der hochwüchsige, kräftige Muskatellersalbei mit seinen großen Blättern und weinrot bis violett gefärbten Hochblättern, in dessen Achseln lila bis rosa Blüten mit blasser Unterlippe stehen, duftet stark nach Muskateller. Man findet diese Heilpflanze in den Gebieten rund um das Mittelmeer auf trockenen, warmen Hügeln, an Mauern und an Wegrändern. Bereits seit dem Altertum wird der Muskatellersalbei auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz als Heil- und Gewürzpflanze kultiviert. Früher wurde das aus den Pflanzen gewonnene Öl benutzt, um dem Wein eine muskatellerähnliche Geschmacksnote zu verleihen. Zur Herstellung von Muskatelleröl wird die Pflanze auch heute noch kultiviert. In der Naturheilkunde ist der Muskatellersalbei vor allem ein stimulierendes und die Menstruation regulierendes Mittel. Muskatellersalbei wird auch bei Überanstrengung verabreicht. Die Heilpflanze kann anstelle des Echten Salbeis verwendet werden. Der Muskatellersalbei verlangt allerdings etwas höhere Dosierungen als Anwendungen mit dem Echten Salbei. Das an Schleimstoffen reiche Samenkorn des Muskatellersalbeis wurde früher zum Entfernen von Fremdkörpern aus dem Auge verwendet.

Je nach Standort wird der ausdauernde Muskatellersalbei 30 bis 120 cm hoch. Die steifen, derben, vierkantigen, verzweigten und zottig-drüsig behaarten Stängel wachsen aufrecht. Die großen, gekerbten, gestielten, eiförmigen Blätter sind gegenständig angeordnet. Die Blütezeit des Muskatellersalbeis erstreckt sich vom Mai bis in den September. Die hellila bis rosa gefärbten Blüten sind an der Unterlippe gelblich. Die Blüten stehen in vier- bis sechsblütigen Scheinquirlen. Der Geruch des Muskatellersalbeis ist aromatisch. Der Geschmack dieser Heilpflanze ist bitter.

Standort / Hier findet man Muskatellersalbei

Der Muskatellersalbei wächst in Südeuropa. Die Pflanze bevorzugt trockene und warme Hanglagen. Man findet den Muskatellersalbei bis in Höhenlagen von 1000 m.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Muskatellersalbei

Krampflösend, reguliert die Menstruation, schweißhemmend, stimulierend (anregend), wundreinigend

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Muskatellersalbei die vor der Blüte gesammelten Blätter, die blühenden Sproßspitzen und die Samen.

Inhaltsstoffe des Muskatellersalbeis

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Ätherisches Öl, Gerbstoff, Saponin, Terpene, Glykoside, Schleimstoffe, Cholin

Der Muskatellersalbei wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Muskatellersalbei in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Erbrechen, Hautgeschwür, Keuchhusten, Menstruation, Ödem, Rekonvaleszenz, Übelkeit

 

Muskatellersalbei

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Bilder des Muskatellersalbeis

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Muskatellersalbei

Muskatellersalbei

Foto: Kurt Stüber
Bestimmte Rechte vorbehalten

Muskatellersalbeiblüte

Muskatellersalbei

Blüte des Muskatellersalbeis
Foto: H. Zell
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Muskatellersalbei

Muskatellersalbei

Salvia sclarea
Foto: H. Zell
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