Apfelbaum – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Malus domestica Borkh.

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🌿 Apfelbaum – Auf einen Blick

  • Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
  • Herkunft: vermutlich Asien
  • Sorten: über 1100 Apfelsorten
  • Verwendete Pflanzenteile: nur die reifen Früchte
  • Wichtig: Apfelkerne enthalten Blausäure, beim Verzehr weniger Äpfel samt Kernen unbedenklich
Apfelbaum in Blüte: weiße, geöffnete Blüten mit gelben Staubbeuteln und kräftig rosa Knospen zwischen jungen Blättern

Apfelbaum (Malus)
von Oleg Bor, CC BY-SA 4.0

Steckbrief von Apfelbaum

Steckbrief des Apfelbaums
Wissenschaftlicher Name Malus domestica Borkh.
Familie Rosengewächse (Rosaceae)
Verwendung innerlich und äußerlich
Bachblüten-Therapie Crab Apple Bachblüte Nr. 10

Es ist schwierig, die ursprüngliche Heimat des Apfelbaumes genau anzugeben, da der Apfel mittlerweile auf allen Kontinenten verwildert und kultiviert zu finden ist. Die ältesten, bekannten Überlieferungen zur Kultivierung des Apfelbaumes stammen aus Zentralasien.

Mittlerweile wurden zahlreiche Sorten gezüchtet, heute kennen wir bereits über 1100 Apfelsorten. Diese Vielfalt ist durchaus berechtigt, der Apfel zählt auch in Europa zu den wertvollsten einheimischen Früchten. Je nach Sorte enthält ein durchschnittlicher Apfel etwa 85 % Wasser und 12 % Fruchtzucker, verdauungsfördernde Ballaststoffe, organische Säuren, Pektin, Gerbstoff und die Vitamine A, B1, B2, PP, C und E.

In der Apfelschale befinden sich zahlreiche Öldrüsen, die den für einen Apfel typischen aromatischen, fruchtigen Duft ausströmen. Der säuerliche Saft eines Apfels gilt als erfrischend, er soll die Verdauung anregen und die Schleimhäute des Magens stärken. Als Mittel gegen Verdauungsstörungen gilt ein geriebener Apfel, kurz vor der Mahlzeit gegessen.

Frisch gepresster Apfelsaft wird auch für eine alljährliche Frühjahrskur verwendet. Ein Apfel ist auch als Zwischenmahlzeit ausgezeichnet, er vertreibt den Hunger. In der Kosmetik verwendet man frischen Apfelsaft als Tonikum gegen faltige, schlaffe Haut.

Standort von Apfelbaum

Der Apfel wächst im gesamten Europa. Es gibt neben den Wildapfelsorten zahlreiche kultivierte Arten und Unterarten. Die ursprüngliche Heimat des Apfelbaumes ist vermutlich Asien.

Heilkraft von Apfelbaum

In der Volksmedizin werden dem Apfel folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • antiseptisch

    Antiseptisch bzw. keimtötend nennt man Mittel, die an Haut, Schleimhaut oder Wunden Krankheitserreger abtöten oder hemmen und so Wundinfektionen verhindern sollen.

  • appetitanregend

    Appetitanregend wirken vor allem Bitterstoffe: Sie regen über die Geschmacksknospen reflexartig die Bildung von Speichel und Magensaft an.

  • blutstillend

    Blutstillend (hämostatisch) nennt man Mittel, die zum Stillen einer Blutung angewendet werden.

  • erfrischend

    Erfrischend nennt die Volksheilkunde Mittel, die gegen Durst helfen und kühlend wirken sollen.

  • erweichend

    Erweichend nennt man Mittel, die bei einer Verstopfung des Darmtraktes eingesetzt werden.

  • fiebersenkend

    Fiebersenkend (antipyretisch) nennt man Stoffe, die eine erhöhte Körpertemperatur senken oder vor Fieber schützen.

  • harntreibend

    Harntreibend (diuretisch) heißt, dass die Harnbildung in den Nieren verstärkt und mehr Urin ausgeschieden wird.

  • tonisch

    Tonisch heißt stärkend: Ein Tonikum ist ein Mittel, das den Körper oder einzelne Organe kräftigen soll.

Verwendete Pflanzenteile von Apfelbaum

In der Naturheilkunde verwendet man von dem Apfelbaum nur die reifen Früchte.

Inhaltsstoffe von Apfelbaum

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind Fruchtzucker, organische Säuren, Pektin, Gerbstoffe und die Vitamine A, B1, B2, PP, C und E.

Anwendung von Apfelbaum

Der Apfel wird innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Apfel in der Naturheilkunde finden Sie auf folgenden Seiten:

  • Anämie

    Eisenreiche Pflanzen und Hausmittel, die bei Blutarmut unterstützend eingesetzt werden.

  • Asthenie

    Stärkende Kräuter und Hausmittel bei allgemeiner Kraftlosigkeit und Schwäche.

  • Bronchitis

    Hustentees, Inhalationen und Brustwickel, die bei Bronchitis lindernd wirken können.

  • Fettleibigkeit

    Pflanzliche Hilfen und Ernährungstipps, die beim Abnehmen unterstützen können.

  • Frühjahrskur

    Frische Kräuter und Hausmittel für eine belebende Frühjahrskur.

  • Harnausscheidung

    Kräutertees und Hausmittel, die eine gesunde Harnausscheidung unterstützen können.

  • Hautprobleme

    Überblick über Hausmittel, die bei verschiedenen Hautproblemen pflegend wirken können.

  • Herz

    Herzfreundliche Heilpflanzen und Hausmittel für Herz und Kreislauf.

  • Nervosität

    Entspannende Kräutertees und Bäder, die bei Nervosität zur Ruhe verhelfen können.

  • Rekonvaleszenz

    Stärkende Kräuter und Hausmittel für die Erholungsphase nach einer Krankheit.

  • Rheumatismus

    Wärmeanwendungen und Kräuter, die rheumatische Beschwerden lindern können.

  • Steinerkrankungen

    Überlieferte Kräuter, die bei Nieren- und Gallensteinen begleitend genannt werden.

  • Verstopfung

    Ballaststoffreiche Hausmittel und Kräuter, die bei Verstopfung die Verdauung anregen können.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Äpfel - Wikipedia
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu Apfelbaum

Woher stammt der Apfelbaum?

Es ist schwierig, die ursprüngliche Heimat des Apfelbaumes genau anzugeben, da der Apfel mittlerweile auf allen Kontinenten verwildert und kultiviert zu finden ist. Die ältesten, bekannten Überlieferungen zur Kultivierung des Apfelbaumes stammen aus Zentralasien.

Wie viele Apfelsorten gibt es?

Mittlerweile wurden zahlreiche Sorten gezüchtet, heute kennen wir bereits über 1100 Apfelsorten.

Was enthält ein Apfel?

Je nach Sorte enthält ein durchschnittlicher Apfel etwa 85 % Wasser und 12 % Fruchtzucker, verdauungsfördernde Ballaststoffe, organische Säuren, Pektin, Gerbstoff und die Vitamine A, B1, B2, PP, C und E.

Welche Teile des Apfelbaums werden verwendet?

In der Naturheilkunde verwendet man von dem Apfelbaum nur die reifen Früchte.

Sind Apfelkerne giftig?

Die Datenbank TPPT von Agroscope führt die Samen des Kulturapfels als schwach giftig. Apfelkerne (die Samen) enthalten Blausäure. Der Blausäuregehalt von Apfelsamen ist allerdings sehr gering, sortenspezifisch verschieden und beim Verzehr weniger Äpfel einschließlich deren Kerne unbedenklich.