Hirse – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Panicum miliaceum L.

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🌿 Hirse – Auf einen Blick

  • Familie: Süßgräser (Poaceae)
  • Wuchshöhe: 30 bis 100, selten bis 150 cm
  • Blütezeit: Juni bis September
  • Verwendung: innerlich und äußerlich

Volksmund: Kleine Hirse

Rispenhirse (Panicum miliaceum): lockere, überhängende Rispe mit kleinen Ährchen zwischen breiten, grünen Blättern

Hirse von Len Worthington, CC BY-SA 2.0

Steckbrief von Hirse

Steckbrief der Hirse
Wissenschaftlicher Name Panicum miliaceum L.
Familie Süßgräser (Poaceae)
Wuchshöhe 30 bis 100, selten bis 150 cm
Blütezeit Juni bis September
Verwendung innerlich und äußerlich

Der gebräuchliche Name „Hirse“ steht für unterschiedliche wildwachsende Gräserarten. Die beiden kulturell am weitesten verbreiteten Arten sind die Echte Hirse und die Kolbenhirse bzw. Mohairhirse (Setaria italica P. Beauv.). Beide kommen wildwachsend in verschiedenen Zonen Asiens vor.

Die Echte Hirse bevorzugt ein gemäßigtes Klima, die Kolbenhirse wächst besser in den trockenen, südlichen Gebieten. Die Grenze ihrer ursprünglichen Heimat ist jedoch verwischt. Bereits vor etwa 5000 Jahren haben die Chinesen Echte Hirse landwirtschaftlich kultiviert. Überreste der Kolbenhirse wurden in einer Ausgrabungsstätte aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. in Frankreich sowie in Pfahlbauten in der Schweiz und auch in Italien gefunden.

Da Hirsebrot in Europa nicht mehr gegessen wird, ist der Hirseanbau bei uns stark zurückgegangen. In Asien, Afrika und auch in einigen Gebieten Osteuropas dagegen wird die Echte Hirse noch heute angebaut. Der Geschmack der Echten Hirse ist angenehm und süß. Die Hirsekörner werden ähnlich wie Reiskörner zubereitet.

Hirsebrei und Hirsekuchen sind sehr bekömmlich und werden auch von Menschen mit einem empfindlichen Magen gut vertragen. Weit entfernt verwandt mit der Echten Hirse ist die häufig in den Wäldern Europas anzutreffende Waldhirse, welche auch unter dem Namen Flattergras bekannt ist.

Heilkraft von Hirse

In der Volksmedizin werden der Hirse folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • antianämisch

    Antianämisch bzw. blutbildend bezieht sich auf Blutarmut (Anämie), bei der der rote Blutfarbstoff zu niedrig ist, und auf die Bildung der Blutzellen (Hämatopoese).

  • erweichend

    Erweichend nennt man Mittel, die bei einer Verstopfung des Darmtraktes eingesetzt werden.

  • harntreibend

    Harntreibend (diuretisch) heißt, dass die Harnbildung in den Nieren verstärkt und mehr Urin ausgeschieden wird.

  • schweißtreibend

    Schweißtreibend (diaphoretisch) nennt man Mittel, die das Schwitzen anregen.

  • stimulierend (anregend)

    Stimulierend (anregend) heißt, dass die Tätigkeit der Nerven verstärkt, beschleunigt oder verbessert wird.

Anwendung von Hirse

Die Hirse wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit der Hirse in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:

  • Grippe

    Wärmende Tees und Hausmittel, die typische Grippebeschwerden lindern können.

  • Ohrensausen

    Pflanzliche Hausmittel und Entspannung, die bei Ohrensausen unterstützen können.

  • Rekonvaleszenz

    Stärkende Kräuter und Hausmittel für die Erholungsphase nach einer Krankheit.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Rispenhirse - Wikipedia
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu Hirse

Welche Hirsearten gibt es?

Der gebräuchliche Name „Hirse“ steht für unterschiedliche wildwachsende Gräserarten. Die beiden kulturell am weitesten verbreiteten Arten sind die Echte Hirse und die Kolbenhirse bzw. Mohairhirse (Setaria italica P. Beauv.).

Seit wann wird Hirse angebaut?

Bereits vor etwa 5000 Jahren haben die Chinesen Echte Hirse landwirtschaftlich kultiviert.

Warum wird in Europa kaum noch Hirse angebaut?

Da Hirsebrot in Europa nicht mehr gegessen wird, ist der Hirseanbau bei uns stark zurückgegangen.

Wie schmeckt Hirse?

Der Geschmack der Echten Hirse ist angenehm und süß. Die Hirsekörner werden ähnlich wie Reiskörner zubereitet.

Ist Hirse bekömmlich?

Hirsebrei und Hirsekuchen sind sehr bekömmlich und werden auch von Menschen mit einem empfindlichen Magen gut vertragen.