Benediktenkraut - als Heilpflanze verwenden

Benediktenkraut / Cnicus benedictus

Benediktenkraut

Name: Cnicus benedictus L.
Pflanzennamen im Volksmund: Bitterdistel, Heildistel, Spinnendistel
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Wuchshöhe: 10 bis 60 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Appetit, Fieber, Rekonvaleszenz, Verdauung, Wunde

Steckbrief / Beschreibung

Das aus dem vorderen Orient und den Mittelmeergebieten stammende Benediktenkraut ist in Mitteleuropa als verwilderte Pflanze nur an sehr geschützten Orten zu finden. Im Mittelalter hatte das Benediktenkraut eine große medizinische Bedeutung, die Pflanze gehörte zu den gegen die Pest eingesetzten Heilkräutern. Bei Erkrankungen des Magen- Darmtraktes verwendete man Bittertee, der aus einer Mischung von Benediktenkraut, Wermut und Tausendgüldenkraut bestand. In der äußerlichen Anwendung wurde das Benediktenkraut wegen der antiseptisch (keimtötend)en Wirkung bei schlecht heilenden Geschwüren und bei Frostbeulen sehr geschätzt.

Das einjährige Benediktenkraut ist eine bis zu 60 cm hoch wachsende, der Distel ähnliche Pflanze. Die aufrecht stehenden Stängel dieser Heilpflanze sind behaart. Die lanzettlich geformten, fiedrig gelappten Blätter des Benediktenkraut sind hellgrün gefärbt. Ab dem Monat April bis zum Ende des Monats Juli bildet das Benediktenkraut gelbe, von Laubblättern umgebene Blüten.

Standort / Hier findet man das Benediktenkraut

Das Benediktenkraut ist besonders im mediterranen Mittelmeerklima bis in Höhen von 1000 m zu finden. In Mitteleuropa werden diese Heilkräuter nur selten kultiviert. Eine erfolgreiche Kultur ist hier nur an sehr geschützten Stellen möglich.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung

Das Benediktenkraut wirkt antiseptisch (keimtötend), fiebersenkend, harntreibend, tonisch und magenwirksam (verdauungsfördernd). Der Geschmack dieser Heilpflanze ist ausgesprochen bitter.

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde verwendet man von dem Benediktenkraut die Blätter, die blühenden Sprossspitzen und die zu Beginn der Blütezeit gesammelten, von der Rinde befreiten Stängel. Im allgemeinen wird das Benediktenkraut  nach dem Sammeln zu Büscheln zusammengebunden und schonend im Schatten getrocknet.

Inhaltsstoffe des Benediktenkrauts

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind Bitterstoff, ätherische Öle, Schleim, Gerbstoff, Mineralsalze, Vitamin B 1.

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Das Benediktenkraut wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit Benediktenkraut in der Naturheilkunde finden Sie auf folgenden Seiten: Appetit, Fieber, Rekonvaleszenz, Verdauung, Wunde. Da alle Zubereitungen mit diesem Heilkraut ausgesprochen bitter schmecken, kann man die Anwendungen zusammen mit einem Glas Wein einnehmen.

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Bilder des Benediktenkrauts

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Benediktenkraut / Cnicus benedictus

Benediktenkraut

Cnicus benedictus
Foto: H. Zell, Lizenz: GGFDL

Benediktenkraut / Cnicus benedictus

Benediktenkraut

Cnicus benedictuss
Foto: H. Zell, Lizenz: GGFDL

Benediktenkraut / Cnicus benedictus

Benediktenkraut

Cnicus benedictus
Foto: Alberto Salguero Quiles
Lizenz: GFDL