Bärentraube - als Heilpflanze verwenden

Bärentraube / Arctostaphylos uva-ursi

Bärentraube

Name: Arctostaphylos uva-ursi (L.) Sprengel
Pflanzennamen im Volksmund: Wilder Buchsbaum, Wolfsbeere, Wolfstraube, Steinbeere, Moosbeere, Sandbeere, Mehlbeere
Familie: Heidekrautgewächse (Ericaceae)
Wuchshöhe: 15 bis 30 cm
Verwendung: Innerlich
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Bettnässen, Blasenentzündung, Harnstoff, Niere

Steckbrief / Beschreibung

Die zur Familie der Heidekrautgewächse gehörende Bärentraube (Arctostaphylos uva-ursi (L.) Sprengel) ist ein niedrig wachsendes, kriechendes Strauchgewächs. Die Pflanze wird kaum größer als 30 cm. Die auf der oberen Seite dunkelgrün gefärbten, glänzenden, ledrigen Blätter, sind glattrandig und den Blättern der Preiselbeeren sehr ähnlich. Ein deutliches Unterscheidungsmerkmal zwischen der Preiselbeere und der Bärentraube sind die gut sichtbaren netzartig verlaufenden Blattadern auf der Unterseite der Bärentraubenblätter. Zur Blütezeit im frühen Sommer bildet die Bärentraube kleine weißliche Blüten in traubenartigen Blütenständen.. Die sich im Spätsommer bildenden Früchte der Pflanze besitzen eine kräftige scharlachrote Färbung

Standort / Hier findet man die Bärentraube

Die Bärentraube wird nicht kultiviert, die Pharmaproduzenten importieren die Blätter aus Italien und Spanien, die Pflanze wächst aber im gesamten Mitteleuropa und in Nordamerika bis in Höhen von 2600 m. Der bevorzugte Standort der Bärentraube sind lichte Kieferwälder, auf Felsbrocken und Geröllhalden.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung

Die Bärentraube wirkt adstringierend, harntreibend und antiseptisch (keimtötend).

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde verwendet man von der Bärentraube nur die Blätter. Nach dem Sammeln trocknet man die Blätter an einem luftigen, sonnigen Platz.

Inhaltsstoffe der Bärentraube

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind Phenolglykoside Arbutin und Methylarbutin, Gerbstoffe, Gallussäure, Zitronensäure, Apfelsäure, Mineralsalze.

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Anwendungen mit Bärentraube in der Naturheilkunde finden Sie auf folgenden Seiten: Bettnässen, Blasenentzündung, Harnstoff, Niere.

Teezubereitungen aus den getrockneten Blättern der Bärentraube werden bei leichten bis mittleren Infektionen der ableitenden Harnwege und der Blase verwendet. Das in den Blättern der Pflanze enthaltene Arbutin spaltet in basischem Harn die Substanz Hydrochinon ab, diese Substanz wirkt vermutlich desinfizierend. Um die zur Abspaltung benötigte Alkalität des Harnes zu erreichen, sollte man sich während des Zeitraums der Behandlung vegetarisch ernähren. Auch eine Einnahme von Natriumhydrogencarbonat bewirkt eine Verschiebung des Harnflüssigkeit in den basischen Bereich.

Die Verwendung von Teezubereitungen aus den trockenen Blättern der Bärentraube ist in einigen Ländern sehr verbreitet. Außer dem Arbutin enthält die Bärentraube auch Bitterstoffe, Gerbstoffe, Iridoidglykoside und Flavonoide.

Bei der Zubereitung der Bärentraubenblätter als Tee werden größere Mengen an Gerbstoffen in den Tee abgegeben. Bei empfindlicheren Personen können diese Gerbstoffe Beschwerden des Magen- und Darmtraktes führen. Übelkeit und heftiges Erbrechen sind dann oftmals die Folge. Um den Gehalt an Bitterstoffen im Tee zu minimieren, sollte man den Tee kalt aufsetzten. Die Tagesdosis sollte 11 Gramm der getrockneten Blätter nicht übersteigen. Dies entspricht in etwa 4 bis 5 Teelöffeln.

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Bilder der Bärentraube

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Bärentraube / Arctostaphylos uva-ursi

Bärentraube

Arctostaphylos uva-ursi
Foto: Sten Porse, Lizenz: GFDL

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