Basilikum – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Ocimum basilicum L.

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🌿 Basilikum – Auf einen Blick

  • Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
  • Wuchshöhe: 12 bis 70 cm
  • Herkunft: vermutlich Nordwest-Indien
  • Wichtig: enthält Estragol und Methyleugenol; dauerhaften und regelmäßigen Verzehr über den Küchengebrauch hinaus einschränken (BfR)

Volksmund: Basilienkraut

Basilikum (Ocimum basilicum): glänzend grüne, eiförmige Blätter und ein Blütenstand mit kleinen weißen Lippenblüten

Basilikum von Mariuszjbie, CC BY-SA 3.0

Steckbrief von Basilikum

Steckbrief des Basilikums
Wissenschaftlicher NameOcimum basilicum L.
FamilieLippenblütler (Lamiaceae)
Wuchshöhe12 bis 70 cm
Verwendunginnerlich und äußerlich

Das vermutlich aus Nordwest-Indien stammende Basilikum wurde etwa seit der Jahrtausendwende in Europa angepflanzt. Basilikum wird mittlerweile in vielen klimatisch gemäßigten Zonen auf der gesamten Welt kultiviert. Die Pflanze wird gerne als Gewürz in Salaten, in Suppen und für Fleisch verwendet. Feinschmecker schätzen außer dem großblättrigen Ocimum basilicum L. besonders auch Ocimum basilicum subsp. minimum, dessen Blättchen sehr klein sind, dafür aber ein noch feineres Aroma besitzen. Der köstliche, dem Basilikum entströmende Duft stammt vom Estragol (diese Substanz ist auch im Würzkraut Estragon enthalten), vom Eugenol (findet man auch im Gewürznelkenöl) und vereinzelt vom Thymol (in den Aufbaustoffen der Thymianarten enthalten). Die Blätter des Basilikums sollten möglichst frisch verwendet werden, da sie beim Trocknen einige ihrer aktiven Wirkstoffe verlieren. Basilikum soll krampflösend, stimulierend (anregend) und beruhigend wirken. Die frischen, fein zerriebenen Blätter sollen beruhigend bei Hautröte wirken. Früher wurde das Basilikum als Mittel gegen Hysterie verwendet.

Lesetipp: Basilikum Anbau im Garten, Pflege im Topf oder Pflanzkübel

Heilkraft von Basilikum

In der Volksmedizin werden dem Basilikum folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • hustenbekämpfend

    Hustenbekämpfend (antitussiv) nennt man Mittel, die den Hustenreiz unterdrücken.

  • wundreinigend

    Wundreinigend bezieht sich auf die Wundreinigung, bei der infiziertes, geschädigtes oder abgestorbenes Gewebe aus einer Wunde entfernt wird.

  • krampflösend

    Krampflösend (spasmolytisch) heißt, dass die Spannung der glatten Muskulatur gesenkt oder ihre Verkrampfung gelöst wird.

  • milchtreibend

    Milchtreibend nennt man Mittel (Galaktagoga), die die Milchbildung in der Brust anregen.

  • niesreizerzeugend

    Niesreizerzeugend nennt man Mittel (Sternutatorien), die die Nasenschleimhaut so reizen, dass man niesen muss.

  • sedativ

    Sedativ bzw. beruhigend heißt, dass Funktionen des zentralen Nervensystems gedämpft werden.

  • stimulierend (anregend)

    Stimulierend (anregend) heißt, dass die Tätigkeit der Nerven verstärkt, beschleunigt oder verbessert wird.

Anwendung von Basilikum

Basilikum wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Basilikum in der Naturheilkunde finden Sie auf folgenden Seiten:

  • Alpdrücken

    Beruhigende Kräuter und Hausmittel für einen ruhigeren Schlaf ohne Alpdrücken.

  • Asthenie

    Stärkende Kräuter und Hausmittel bei allgemeiner Kraftlosigkeit und Schwäche.

  • Blähungen

    Kräutertees und sanfte Hausmittel, die den Magen-Darm-Trakt beruhigen können.

  • Erbrechen

    Sanfte Hausmittel und Tees, die bei Übelkeit und Erbrechen beruhigend wirken können.

  • Haarausfall stoppen

    Pflanzliche Haarwasser und Pflegetipps, die bei Haarausfall unterstützend wirken können.

  • Husten

    Hustentees, Sirupe und Wickel, die Reizhusten und festsitzenden Husten lindern können.

  • Insekten

    Natürliche Mittel, mit denen sich lästige Insekten fernhalten lassen.

  • Katarrh

    Schleimlösende Tees und Inhalationen, die bei Katarrh befreiend wirken können.

  • Keuchhusten

    Hausmittel, die eine ärztliche Behandlung von Keuchhusten begleitend unterstützen können.

  • Kopfschmerzen

    Pflanzliche Hausmittel und Anwendungen, die Kopfschmerzen lindern können.

  • Krämpfe

    Mineralstoffe und entspannende Kräuter, die bei Muskelkrämpfen helfen können.

  • Magenbeschwerden

    Beruhigende Tees und Hausmittel für einen empfindlichen Magen.

  • Magenkrämpfe

    Krampflösende Kräuter und Wärme, die bei Magenkrämpfen wohltuend wirken können.

  • Nervosität

    Entspannende Kräutertees und Bäder, die bei Nervosität zur Ruhe verhelfen können.

  • Reizhusten

    Überlieferte Tees und Absude mit Heilkräutern, die bei Reizhusten den Hustenreiz beruhigen sollen.

  • Schlaf

    Beruhigende Kräutertees und Abendrituale, die das Einschlafen erleichtern können.

  • Stillen & Ernährung

    Ernährungstipps und Kräuter für die Stillzeit.

  • Übelkeit

    Sanfte Hausmittel wie Ingwer- oder Pfefferminztee, die bei Übelkeit beruhigend wirken können.

⚠️ Hinweis: Basilikum enthält Estragol und Methyleugenol; vorsorglich sollte der dauerhafte und regelmäßige Verzehr über den gelegentlichen Küchengebrauch hinaus eingeschränkt werden – siehe Sicherheitshinweise.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Basilikum - Wikipedia
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu Basilikum

Woher stammt das Basilikum?

Das vermutlich aus Nordwest-Indien stammende Basilikum wurde etwa seit der Jahrtausendwende in Europa angepflanzt. Basilikum wird mittlerweile in vielen klimatisch gemäßigten Zonen auf der gesamten Welt kultiviert.

Woher kommt der Duft des Basilikums?

Der köstliche, dem Basilikum entströmende Duft stammt vom Estragol (diese Substanz ist auch im Würzkraut Estragon enthalten), vom Eugenol (findet man auch im Gewürznelkenöl) und vereinzelt vom Thymol (in den Aufbaustoffen der Thymianarten enthalten).

Sollte man Basilikum frisch oder getrocknet verwenden?

Die Blätter des Basilikums sollten möglichst frisch verwendet werden, da sie beim Trocknen einige ihrer aktiven Wirkstoffe verlieren.

Ist Estragol im Basilikum bedenklich?

Eine konkrete Gesundheitsgefährdung für den Menschen ist nach dem damaligen Kenntnisstand nicht belegt. Das potentielle Risiko lässt sich vorsorglich verringern, wenn der dauerhafte und regelmäßige Verzehr, der über den gelegentlichen Einsatz in der Küchenpraxis hinausgeht, eingeschränkt wird (BgVV, heute BfR, 2002).

Hat die EMA Basilikum bewertet?

Für Basilikum liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.