Katarrh – Hausmittel der Naturheilkunde
Unter einem Katarrh versteht man eine Entzündung der Nasenschleimhäute, z.B. bei einem Schnupfen. Ein Katarrh kann aber auch eine Rachen-Brust-Entzündung sein. Die nachfolgenden Zubereitungen werden traditionell bei einem Katarrh angewendet.
Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel mit Heilkräutern und Heilpflanzen, die traditionell bei einem Katarrh angewendet werden.
Augentrost: Er kommt in den Absud, der durch die Nase aufgezogen wird, im Abschnitt „Katarrh / äußerliche Behandlung“. Zum Rezept
Augentrost von Qwert1234, CC BY-SA 4.0
Katarrh / äußerliche Behandlung
Basilikum oder Betonien
Bei einer verstopften Nase kann man Schnupfpulver aus getrockneten und fein pulverisierten Basilikum- oder Betonienblättern zum Abschwellen der Nasenschleimhäute benutzen.
Sicherheitshinweis für das Basilikum » · Sicherheitshinweis für die Betonie »
Absud mit Augentrost
Man gibt 25 g getrockneten Augentrost in 1 Liter Wasser. Die Heilkräuter müssen vor dem Abseihen 10 Minuten kochen. Nach dem Abkühlen wird der Absud leicht gesalzen und durch die Nase aufgezogen.
Sicherheitshinweis für den Augentrost »
Inhalation mit Gundermann
Man gibt 100 g der ganzen Heilpflanze in 1 Liter siedendes Wasser. Nachdem der Gundermann Tee (Aufguss) 10 Minuten ziehen konnte, erhitzt man ihn erneut und benutzt die dampfende Flüssigkeit zum Inhalieren.
Katarrh / innerliche Behandlung
Zur Behandlung vom Katarrh trinkt man täglich 1 große Tasse von einer der folgenden Zubereitungen.
Tee mit Augentrost
Man gibt 25 g vom Augentrost in 1 Liter kochendes Wasser, die Heilkräuter müssen vor dem Abseihen 10 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweis für den Augentrost »
Tee mit echten Schlüsselblumen
Man gibt 15 g getrocknete Blätter und Blüten der echten Schlüsselblume in 1 Liter siedendes Wasser. Die Heilpflanzen müssen 5 Minuten ziehen.
Sicherheitshinweise zu den Pflanzen
Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).
Sicherheit von Ocimum basilicum (Basilikum)
Basilikum enthält die Pflanzeninhaltsstoffe Estragol und Methyleugenol. Sie zeigen im Tierversuch krebserzeugende Wirkungen und in In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen genotoxische Effekte, wobei die Datenlage für eine endgültige wissenschaftliche Bewertung unzureichend ist; epidemiologische Untersuchungen am Menschen liegen nicht vor. Eine konkrete Gesundheitsgefährdung für den Menschen ist nach dem damaligen Kenntnisstand nicht belegt. Das potentielle Risiko lässt sich vorsorglich verringern, wenn der dauerhafte und regelmäßige Verzehr, der über den gelegentlichen Einsatz in der Küchenpraxis hinausgeht, eingeschränkt wird (BgVV, heute BfR, 2002). Nach Auffassung des BfR ist es derzeit nicht möglich, das gesundheitliche Risiko durch alkenylbenzolhaltige Lebensmittel abschließend zu bewerten; insbesondere basilikumhaltiges Pesto kann einen hohen Gehalt an Alkenylbenzolen aufweisen (BfR 2022). Die Kommission E hat Basilikumkraut wegen seines Estragolgehalts negativ bewertet. Für Basilikum liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
⚠️ Hinweis: Basilikum enthält Estragol und Methyleugenol; vorsorglich sollte der dauerhafte und regelmäßige Verzehr über den gelegentlichen Küchengebrauch hinaus eingeschränkt werden – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Basilikum – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Basilikum
Sicherheit von Betonica officinalis (Betonie)
Für Betonica officinalis liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Betonie – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Betonie (Heilziest)
Toxizität und offizielle Sicherheitsbewertung von Euphrasia officinalis (Augentrost)
Für Augentrost hat der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA keine EU-Monographie erstellt, weil die Wirksamkeit nicht belegt ist und die Anwendung selbst zubereiteter Aufgüsse am Auge nicht hygienisch und nicht sicher ist. Selbst hergestellte Aufgüsse, Absud-Kompressen und Spülungen sind nicht steril; am Auge sollen ausschließlich sterile, apothekenübliche Zubereitungen verwendet werden.
⚠️ Hinweis: Selbst hergestellte Tee-Aufgüsse sind nicht steril und nicht auf den pH-Wert der Tränenflüssigkeit abgestimmt – sie können Reizungen oder Infektionen des Auges verursachen. Für Anwendungen am Auge werden heute sterile, apothekenübliche Präparate empfohlen.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Augentrost – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Augentrost
Sicherheit & Toxizität von Glechoma hederacea (Gundelrebe)
Für Menschen sind bei üblicher Anwendung (Tee, Küche) keine Giftigkeitsrisiken dokumentiert. Für Pferde ist die Pflanze dagegen gefährlich: Sie kann Vergiftungen mit Pupillenerweiterung, Zittern, Schweißausbrüchen und Atemproblemen bis hin zu Todesfällen verursachen, auch als Heu bleibt sie über Wochen giftig. Pferde dürfen Gundelrebe daher nicht fressen; Rinder und Schafe vertragen sie problemlos.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Gundermann – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Gundermann
Sicherheit & Toxizität von Primula veris, Primula elatior (Schlüsselblume)
Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat Schlüsselblumenwurzel (Primulae radix) und Schlüsselblumenblüten (Primulae flos) von Primula veris und Primula elatior als traditionelle pflanzliche Arzneimittel bewertet. Beide Monographien gelten für Tee und bestimmte Extrakte zum Einnehmen als Schleimlöser bei Husten im Zusammenhang mit einer Erkältung.
ℹ️ Hinweis: Die EMA hat Schlüsselblume nur als Schleimlöser bei Erkältungshusten bewertet und rät, bei Beschwerden über eine Woche ärztlichen Rat einzuholen – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Bei Gastritis oder Magengeschwür rät die EMA zur Vorsicht; Überdosierung kann Magenverstimmung, Erbrechen oder Durchfall verursachen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Schlüsselblume – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
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Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Wikipedia - Pflanzenheilkunde
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Für die Überarbeitung gelesen:
- BgVV (heute BfR) – Minimierung von Estragol- und Methyleugenol-Gehalten in Lebensmitteln (Hintergrundpapier vom 15. Januar 2002) (gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Basilikum)
- BfR – Alkenylbenzole in Lebensmitteln: Wie groß ist das gesundheitliche Risiko? (Mitteilung Nr. 22/2022 vom 2. August 2022) (gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Basilikum)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung; keine Angaben einer Giftinformationszentrale oder des BfR; gelesen am 15.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Betonie)
- EMA/HMPC – Public statement on Euphrasia officinalis L. and Euphrasia rostkoviana Hayne, herba (EMA/HMPC/727465/2009) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Augentrost)
- PharmaNow – Gerstenkorn, Hagelkorn & Co.: Tee im Auge? (übernommen in die Sicherheitshinweise: Augentrost)
- Botanischer Garten Hamburg – Pflanzenporträt Gundermann (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gundermann)
- Thieme (Fachzeitschrift) – Gundelrebe (Glechoma hederacea): Verursacher tödlicher Vergiftungen bei Pferden (übernommen in die Sicherheitshinweise: Gundermann)
- EMA/HMPC: Community herbal monograph on Primula veris L. and/or Primula elatior (L.) Hill, radix (2012) (Wurzel: Anwendungsbereich, Magen, Überdosierung, Kinder, Schwangerschaft, Stillzeit) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Schlüsselblume)
- EMA/HMPC: Community herbal monograph on Primula veris L. and/or Primula elatior (L.) Hill, flos (2012) (Blüten: Allergie gegen Primel-Arten, allergische Reaktionen, Kinder, Schwangerschaft, Stillzeit) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Schlüsselblume)
Häufige Fragen zum Katarrh
Was versteht man unter einem Katarrh?
Unter einem Katarrh versteht man eine Entzündung der Nasenschleimhäute, z.B. bei einem Schnupfen.
Kann ein Katarrh auch den Rachen betreffen?
Ein Katarrh kann aber auch eine Rachen-Brust-Entzündung sein.