Wasserdost - als Heilpflanze verwenden

Name: Eupatorium L.
Pflanzennamen im Volksmund: Kunigundenkraut, Wasserhanf
Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)
Wuchshöhe: 60 bis 150 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische und die kosmetische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Cholesterin, Couperose, Gallenblase, Rekonvaleszenz, Schürfwunden, Verletzung, Verstopfung, Wunde

Steckbrief / Beschreibung

Der wissenschaftliche Name des Wasserdosts, Eupatorium, ist nicht gleichbedeutend mit dem gleichlautenden Pflanzennamen der alten Griechen. Bis in das 17. Jahrhundert verstand man nämlich darunter den Odermennig. Da beide Pflanzen, Wasserdost und Odermennig bitter schmecken, wurde dieser Name wahrscheinlich von dem Odermennig auch auf den Wasserdost übertragen. Wegen der hanfähnlichen Blätter wird der Wasserdost auch Wasserhanf genannt. Wasserdost ist in Mitteleuropa die einzige Art einer Gattung, die mehrere hundert, fast ausschließlich in Amerika vorkommende Arten einschließt.

Wasserdost besiedelt bei uns feuchte Untergründe in Waldlichtungen, an Gräben und an Ufern. Meist findet man den Wasserdost in großen Beständen. Mit Ausnahme von Ziegen verschmähen fast alle Tiere seine bitteren Blätter. Die Wurzeln und die Blätter wurden früher bei Leber- und Gallenleiden, sowie als Abführ- und Blutreinigungsmittel verwendet. Die wirksamen Pflanzenorgane des Wasserdosts sollten möglichst in frischem Zustand verwendet werden, da die günstigen heilwirksamen Eigenschaften dieser Pflanzen beim Trocknen verloren gehen. Auch ist die Dosierung bei Anwendungen mit dem Wasserdost genau einzuhalten, da die Pflanze sonst einen kräftigen Brechreiz erzeugen kann.

Je nach Standort wird der ausdauernde Wasserdost 60 bis 150 cm hoch. Die aufrecht stehenden, beblätterten und behaarten Stängel des Wasserdosts sind rötlich gefärbt. Die handförmigen, gegenständig angeordneten Blätter  sind 3 bis 7schnittig und kurz gestielt. Die Blattränder sind gesägt. Die Blütezeit des Wasserdosts erstreckt sich von Juli bis September. Die hellrot bis purpurn gefärbten Blüten des Wasserdosts bilden mit ihren kleinen  dichte Scheindolden. Der Wurzelstock dieser Heilpflanzen ist verzweigt, die Wurzeln sind hellgrau, schief und faserig. Der Geruch der Wurzeln eines Wasserdosts ist widerlich, der Geschmack ist bitter.

Standort / Hier findet man Wasserdost

Der Wasserdost wächst fast im gesamten europäischen Raum. Die Pflanze bevorzugt feuchte Standorte, besonders auf Waldlichtungen ist der Wasserdost oftmals zu finden. 

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Wasserdost

abführend, appetitanregend, blutreinigend, gallentreibend, stimulierend (anregend), wundheilend

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Wasserdost die vor der Blüte gesammelten Blätter und die im Frühling oder Herbst gesammelten Wurzeln. Gesammelte Wurzeln werden gewaschen, in Scheiben und dann zügig getrocknet. 

Inhaltsstoffe des Wasserdosts

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Gerbstoff, Harz, ätherisches Öl, Inulin, Eisen

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Der Wasserdost wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Wasserdost in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Cholesterin, Couperose, Gallenblase, Rekonvaleszenz, Schürfwunden, Verletzung, Verstopfung, Wunde

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Bilder des Wasserdosts

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Wasserdost, Blüten

Blüten des Wasserdosts

Foto: KENPEI
Bestimmte Rechte vorbehalten

Wasserdost, Eupatorium cannabinum

Wasserdost

Eupatorium cannabinum
Foto: Hajotthu
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