Wegwarte - als Heilpflanze verwenden

Name: Cichorium intybus L.
Pflanzennamen im Volksmund: Zichorie, Gewöhnliche Wegwarte
Pflanzenfamilie: Cichorium intybus L.
Wuchshöhe: 30 bis 140 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Bachblüten-Therapie: Chicory Bachblüte Nr. 8
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Anämie, Appetit, Asthenie, Diabetes, Frühjahrskur, Gelbsucht, Gesichtsfarbe, Haut, Leber, Verstopfung

Steckbrief / Beschreibung

Die Wegwarte war im Altertum eine beliebte Heilpflanze, sie wird heute medizinisch aber nur noch selten genutzt. Wegwarten sind magenwirksam und sie haben vor allem bei Leberleiden eine günstige Wirkung bewiesen. Aufgrund des hohen Inulingehaltes der Wurzeln baute man die Wegwarten zeitweise in größeren Mengen an, aus den gerösteten Wurzeln ein Kaffeezusatz oder -Ersatz hergestellt. In einem Kriegskochbuch aus dem Jahr wird ein Hofgärtner in Thüringen als Erfinder des Zichorienkaffees genannt. Friedrich der Große forderte die Verwertung der Wegwarten für "Kaffee". So entstand auch die Bezeichnung "Preußischer Kaffee". Die nicht so bitteren, als Chicorée bekannten Kultursorten der Wegwarten, finden Verwendung als Salat- und Gemüsepflanzen. Nahe verwandt mit der Wegwarte ist auch die bei uns altbekannte Winterendivie. Die wildwachsende Wegwarte, deren blaue Blütenköpfe meist nur in den Vormittagsstunden geöffnet sind, findet man vor allem an Wegrändern.

Je nach Standort wird die ausdauernde Wegwarte 30 bis 100 cm hoch. Die steifen, kantigen, Stängel dieser Heilpflanzen bilden zahlreiche, starre Ästen. Die unteren Blätter sind tief eingeschnitten und gezähnt. Die oberen Blätter sind kleiner, länglich, stengelumfassend und behaart. Die Blütezeit der Wegwarten erstreckt sich von Juli bis September. Die leuchtend blau gefärbten Blüten sind zungenförmig. Die Wurzeln der Wegwarten sind Wurzel spindelförmig, Bei Verletzungen tritt weißer Milchsaft aus. Der Geschmack der Wegwarten ist sehr bitter.

Standort / Hier findet man Wegwarten

Die Wegwarte wächst fast überall im europäischen Raum. Bevorzugte Standorte der Pflanze sind Wegränder, Gräben, Waldränder und Brachland. Man findet Wegwarten bis in Höhenlagen von etwa 1500 m.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Wegwarte

abführend, appetitanregend, blutreinigend, fiebersenkend, gallentreibend, gallensekretionsfördernd, harntreibend, magenwirksam (verdauungsfördernd), tonisch

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von den Wegwarten die vor der Blüte gesammelten Blätter und die im Herbst gesammelten Wurzeln. 

Inhaltsstoffe der Wegwarte

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Bitterstoff Intybin, Inulin, Glykoside, Kautschuk, Fettsubstanzen, Eiweiß, Mineralsalze, Vitamine B, C, P, K, Aminosäuren, Kohlenhydrate

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Die Wegwarte wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit der Wegwarte in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Anämie, Appetit, Asthenie, Diabetes, Frühjahrskur, Gelbsucht, Gesichtsfarbe, Haut, Leber, Verstopfung

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Bilder der Wegwarte

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Wegwarte, Blätter

Blätter der Wegwarte

Foto: Susan Boyer
Public Domain