Wasserpfeffer - als Heilpflanze verwenden

Name: Persicaria hydropiper (L.) Delarbre
Pflanzennamen im Volksmund: Flohpfeffer, Pfefferknöterich, Pfefferkraut, Scharfkraut
Pflanzenfamilie: Knöterichgewächse (Polygonaceae)
Wuchshöhe: 20 bis 80 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische Industrie und die Tiermedizin verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Bronchitis, Hämorrhoiden, Nierensteine, Schürfwunden, Steinerkrankungen, Verletzungen, Wechseljahre, Wunde

Steckbrief / Beschreibung

Wie der Name bereits vermuten lässt, sind die bevorzugten Standorte des Wasserpfeffers feuchte Gräben, Uferböschungen und feuchte Waldwege. Der zu den Knöterichgewächsen zugehörige Wasserpfeffer ist an seinen knotigen Stängeln und an den ungeteilten, wechselständig angeordneten Blättern, an deren Ansatzpunkt eine häutige Scheide den Stängel wie ein Rohr umschließt, gut zu erkennen. Bei dem Wasserpfeffer sind die Blätter pfirsichblattähnlich, die Blattscheiden sind spärlich bewimpert.

Besonders charakteristisch für diese Heilpflanze ist der stechende, ausdauernd brennend scharfe Geschmack, den alle Pfanzenteile beim Zerkauen auf der Zunge hinterlassen. Getrocknet und pulverisiert kann der Wasserpfeffer als Pfefferersatz verwendet werden. Die Signaturenlehre sah in den rostroten bis schwärzlichen Flecken auf den Blättern einiger Knötericharten einen Hinweis auf ihre blutstillende Wirkung. Beim dem Wasserpfeffer hat man tatsächlich blutgerinnungsfordernde Eigenschaften nachgewiesen. Ähnliche medizinische Eigenschaften wie der Wasserpfeffer weist der Milde Knöterich (P. convalvulus L.) auf. Letzterem fehlt jedoch der scharfe Geschmack des Wasserpfeffers.

Je nach Standort wird der einjährige Wasserpfeffer 20 bis 80 cm hoch. Die knotigen, aufrecht bis aufsteigend wachsenden Stängel sind grün, im oberen Bereich jedoch oft rötlich. Die am Blattansatz den Stängel umschließenden Blattscheiden sind meist bewimpert. Die kurz gestielten, länglich-lanzettlich geformten Blätter sind manchmal schwärzlich gefleckt. Die Blütezeit dieser Heilpflanze erstreckt sich von Juli bis Oktober. Die kleinen, grünlich bis rosa gefärbten Blüten wachsen in schlanken, dünnen, lockeren, nickenden Ähren. Der Geschmack aller Pflanzenteile ist pfefferartig.

Standort / Hier findet man Wasserpfeffer

Der Wasserpfeffer wächst im gemäßigten europäischen Raum. Die Pflanze bevorzugt Standorte mit möglichst dauerfeuchten Böden.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Wasserpfeffer

adstringierend, blutreinigend, blutstillend, harntreibend, hautreizend

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Wasserpfeffer die gesamte Pflanze. Gesammelte Pflanzen sollten rasch und schonend im Schatten getrocknet werden.

Inhaltsstoffe des Wasserpfeffers

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Gerbstoffe, Gallussäure, Flavonglykoside, ätherische Öle, Eisen

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Der Wasserpfeffer wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Wasserpfeffer in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Bronchitis, Hämorrhoiden, Nierensteine, Schürfwunden, Steinerkrankungen, Verletzungen, Wechseljahre, Wunde

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Bilder des Wasserpfeffers

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Polygonum hydropiper, Wasserpfeffer

Wasserpfeffer

Polygonum hydropiper
Foto: Petr Filippov
Bestimmte Rechte vorbehalten

Wasserpfeffer

Wasserpfeffer

Polygonum hydropiper
Foto: KENPEI
Bestimmte Rechte vorbehalten

Wasserpfeffer, Blüte

Blüten einer Wasserpfeffer

Foto: KENPEI
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