Verletzungen - Heilen mit Pflanzen V

Zahlreiche Heilpflanzen und Heilkräuter können bei der Behandlung kleinerer Verletzungen eingesetzt werden. Die Pflanzenzubereitungen haben eine entzündungswidrige und entzündungshemmende, adstringierende, vernarbende oder wundheilende Eigenschaften. Die hier aufgeführten Rezepte zur Behandlung von Verletzungen benutzt man nur für oberflächliche Wunden. Kleinere Schnitte oder Abschürfungen können mit den hier aufgeführten Heilkräutern behandelt werden. Tiefe, klaffende und stark verschmutzte Wunden müssen jedoch ambulant von einem Arzt, bzw. in einem Krankenhaus behandelt werden.

Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel zur Behandlung von Verletzungen mit Heilkräutern und Heilpflanzen.

Verletzungen abtupfen

Diese Zubereitungen zur Behandlung einer Verletzung oder kleinerer Schnitte und Schürfwunden können auf Vorrat hergestellt werden. Alle Zubereitungen sind gut verschlossen, lichtdicht und kühl in kleineren Flaschen aufzubewahren. Bei bedarf betupft man die Verletzung (kleine Schürfwunden, Schnitte, etc. mit dem Öl bzw. dem alkoholischen Auszug ab.

Auszug mit Barbarakraut
Man gibt die zerkleinerten Blätter vom Barbarakraut für 24 Stunden in Olivenöl, danach filtriert man das Öl.

Auszug mit Madonnenlilien
Man gibt die Kronblätter der Madonnenlilie für 8 Stunden in Branntwein. Danach wird der Alkohol filtriert. Die Verletzung wird mit dem Alkohol abgetupft.

Öl mit Tüpfeljohanniskraut
Man legt: 500 g frische blühende Sprossspitzen vom Tüpfeljohanniskraut für 12 Tage lang in 1 Liter Olivenöl. Das Gefäß muss während dieser Zeit gut verschlossen sein.

Verletzungen auswaschen

Mit einer der folgenden Absude wird die Verletzungen großzügig mit viel Flüssigkeit ausgewaschen.

Absud mit gewöhnlichem Odermennig
Man gibt 90 g Blätter und blühende Sprossspitzen vom gewöhnlichen Odermennig in 1 Liter Wasser. Die Blätter müssen 10 Minuten kochen, nach dem Abkühlen wird die Flüssigkeit filtriert.

Absud aus Schwarzerle
Man gibt 30 g Rinde der Schwarzerle in 1 Liter Wasser. Die Rinde muss 10 Minuten kochen, nach dem Abkühlen wird die Flüssigkeit zur Behandlung der Verletzung filtriert.

Absud mit Eberraute
Man gibt 30 g Blätter und blühende Sprossspitzen der Edelraute in 1 Liter gesalzenes Wasser. Die Eberraute muss 15 Minuten kochen, nach dem Abkühlen wird die Flüssigkeit zur Behandlung von Wunden filtriert.

Absud mit Schlangenknöterich
Man gibt 40 g Wurzeln des Schlangenknöterich in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen 10 Minuten kochen, dann wird die Flüssigkeit sofort filtriert.

Absud mit Osterluzei
Man gibt 80 g Wurzeln der Osterluzei in 1 Liter Wasser. Die Osterluzei muss 10 Minuten kochen, nach dem Abkühlen wird die Flüssigkeit zur Behandlung der Verletzung filtriert.

Absud mit Hängebirkenblättern
Man gibt 70 g Blätter der Hängebirke in 1 Liter Wasser. Der Absud muss 15 Minuten kochen, nach dem Abkühlen wird die Flüssigkeit zur Behandlung von Verletzungen filtriert.

Absud mit Benediktenkraut
Man gibt 60 g Blätter vom Benediktenkraut in 1 Liter Wasser. Die Blätter müssen 10 Minuten kochen, danach wird die Flüssigkeit noch heiß filtriert.

Absud mit dem Schmalblättrigen Weidenröschen
Man gibt 40 g Wurzeln der schmalblättrigen Weidenröschen in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen 20 Minuten kochen, nach dem Abkühlen wird die Flüssigkeit zur Behandlung der Verletzung filtriert.

Absud mit Wurmfarn
Man gibt 15 g Wurzeln vom Wurmfarn in 1 Liter Wasser. Der Absud muss 10 Minuten kochen, danach wird die Flüssigkeit noch heiß filtriert.

Absud mit Gänsefingerkraut
Man gibt 30 g Wurzeln vom Gänsefingerkraut in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen 10 Minuten kochen, danach wird die Flüssigkeit zur Behandlung von Verletzungen noch heiß filtriert.

Absud mit dem Kriechenden Fingerkraut
Man gibt 35 g Wurzeln vom kriechendem Fingerkraut in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen 15 Minuten kochen, nach dem Abkühlen wird die Flüssigkeit zur Behandlung der Verletzung filtriert.

Absud mit Sanikel
Man gibt 40 g Wurzeln und Blätter vom Sanikel in 1 Liter Wasser. Der Absud muss 10 Minuten kochen, nach dem Abkühlen wird die Flüssigkeit zur Behandlung von Schürfwunden filtriert.

Absud mit Blutwurz
Man gibt 30 g Wurzeln vom Blutwurz in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen 15 Minuten kochen, nach dem Abkühlen wird die Flüssigkeit filtriert.

Tee (Aufguss) mit Wermut
Man gibt 10 g Blätter und blühende Sprossspitzen vom Wermut in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilkräuter müssen 10 Minuten ziehen, danach wird die Flüssigkeit filtriert.

Tee (Aufguss) mit echter Katzenminze
Man gibt 10 g blühende der echten Katzenminze in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilkräuter müssen 12 Minuten ziehen, danach wird der Tee (Aufguss) zur Behandlung der Verletzung filtriert.

Tee (Aufguss) mit Königsfarn
Man gibt 20 g Wurzeln vom Königsfarn in 1 Liter kochendes Wasser. Die Wurzeln müssen 10 Minuten ziehen, danach wird die Flüssigkeit filtriert.

Tee (Aufguss) mit Quendelseide
Man gibt 40 g der gesamten Pflanze in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilkräuter müssen 15 Minuten ziehen, danach wird die Flüssigkeit filtriert.

Tee (Aufguss) mit Hundsrose
Man gibt 50 g Blätter der Hundsrose in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen 10 Minuten ziehen, danach wird die Flüssigkeit zur Behandlung der Verletzung filtriert.

Tee (Aufguss) mit echtem Lavendel
Man gibt 60 g blühende Sprossspitzen vom Lavendel in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen 15 Minuten ziehen, danach wird die Flüssigkeit zur Behandlung von Verletzungen filtriert.

Tee (Aufguss) mit Pfennigkraut
Man gibt 50 g der gesamten Pflanze in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilpflanzen müssen vor dem abseihen 10 Minuten ziehen.

Tee (Aufguss) mit Myrte
Man gibt 40 g Blätter der Myrte in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen 10 Minuten ziehen, danach wird die Flüssigkeit filtriert.

Tee (Aufguss) mit Hasel
Man gibt 30 g Blätter vom Haselstrauch in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blätter müssen vor dem abseihen 15 Minuten ziehen.

Tee (Aufguss) mit Katzenpfötchen
Man gibt 30 g Blüten der Katzenpfötchen in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blüten müssen vor dem abseihen 10 Minuten ziehen.

Tee (Aufguss) mit Essigrosen
Man gibt 50 g Kronblätter der Essigrosen in 1 Liter kochendes Wasser. Der Tee (Aufguss) muss vor dem abseihen 15 Minuten ziehen.

Auf die Wunde legen

Nachdem die Verletzung mit einem Tee (Aufguss) oder Absud ausgewaschen wurde, kann man zur besseren Verheilung eine der folgenden Zubereitungen auf die Wunde legen.

Die Blätter einer der im folgenden aufgeführten Pflanzen werden frisch gesammelt und roh zerstoßen auf die Schürfwunde gelegt:

Gemeine Schafgarbe, Knoblauchsrauke, echter Nelkenwurz, Kriechender Günsel, kleine Braunelle, echter Sellerie, echtes Tausendgüldenkraut, Weißkohl, Wasserdost, Walderdbeeren, RuprechtskrautStachelbeeren, echter Hauswurz, Walnussbaum, Wasserpfeffer, Kleiner Wiesenknopf, eeine der Wegericharten, Ackerschachtelhalm, Mädesüß, Vogelknöterich, Hirtentäschelkraut, rote Fetthenne, Besenrauke oder Huflattich.

Zur besseren Verheilung der Verletzung kann man auch den reinen, frisch gepressten Saft einer Zitrone auf die Wunde träufeln. Ebenso eignet sich gequetschter und mit ein wenig kochendem Wasser vermischter Knoblauch.

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