Mädesüß - als Heilpflanze verwenden

Mädesüß / Filipendula ulmaria

Mädesüß

Name: Filipendula ulmaria L.
Pflanzennamen im Volksmund: Wurmkraut, Ziegenbart, Wiesenspierstaude, Wiesenkönigin, Wiesengeißbart, Rüsterstaude, Krampfkraut, Johanniswedel, Spierstaude
Pflanzenfamilie: Rosengewächse (Rosaceae)
Wuchshöhe: 100 bis 150 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische Industrie, die kosmetische Industrie und die Tiermedizin verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Bäder, Couperose, Durchfall, Fettleibigkeit, Gicht, Harnausscheidung, Harnstoff, Ödem, Rheumatismus, Steinerkrankungen, Wunde

Steckbrief / Beschreibung

Das der Familie der Rosengewächse angehörende Mädesüß kann als mehrjährig wachsende Pflanze eine Höhe von etwa 1,6 m erreichen. Das Mädesüß findet man Ufern von Bachläufen, in sumpfigen Gebieten, Sumpfwiesen, Auwäldern und an feuchten Wegrändern. Heimisch ist diese Pflanze im nördlichen Amerika, im mittleren Europa und in den nördlichen Gebieten Asiens. Im frühen Sommer bildet das Mädesüß große Dolden mit gelblich-weiß gefärbten Blüten. Für medizinische Zwecke verwendet man das während der Blütezeit gesammelte Kraut und die Blüten der Pflanze.

Standort / Hier findet man Mädesüß

Mit Ausnahme der Mittelmeerregionen findet man die Heilpflanze fast im gesamten Europa. Das Mädesüß wächst bis in Höhen von etwa 1700 m.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Mädesüß

Das Mädesüß wirkt adstringierend, harntreibend, krampflösend, narbenbildend (wundheilend), schweißtreibend und tonisch.

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Mädesüß die Blätter, den Wurzelstock und die noch nicht aufgeblühten Sprossspitzen. Nach dem Sammeln trocknet man die Pflanzenteile möglichst rasch.

Inhaltsstoffe des Mädesüß

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Gerbstoff, Phenolglykoside, Flavonglykoside, Mineralsalze

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Das Mädesüß wird innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit Mädesüß in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Bäder, Couperose, Durchfall, Fettleibigkeit, Gicht, Harnausscheidung, Harnstoff, Ödem, Rheumatismus, Steinerkrankungen, Wunde

In den Blüten und im Kraut der Pflanze finden sich Gerbstoffe, Flavonoide und Verbindungen der Salicalsäure. Äußerlich verwendete man das Mädesüß bei rheumatischen Erkrankungen. Da die Wirksamkeit für diesen Anwendungsbereich bisher nicht belegt wurde, sollte man bei äußerlichen Anwendungen dieser Pflanze keine allzu großen Erwartungen haben. Der Tee aus Mädesüß ist schweiß- und harntreibend. Man kann ihn deshalb zur heilungsunterstützenden Wirkung bei Erkältungskrankheiten benutzen.

Für die Zubereitung von Tee aus den Blüten oder dem Kraut des Mädesüß verwendet man 1 bis 2 Teelöffel pro Tasse der getrockneten oder frischen Pflanze. Nachdem der Tee etwa 10 bis 15 Minuten gezogen hat seiht man ihn ab. Um die schweißtreibende Wirkung weiter zu unterstützen kann man täglich mehrere Tassen des Tees möglichst heiß trinken. In den Apotheken findet man Erkältungstees und Arzneimittel mit Bestandteilen des Mädesüß.

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Bilder des Mädesüß

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Mädesüß / Filipendula ulmaria

Mädesüß

Filipendula ulmaria
Foto: Franz Xaver
Lizenz: GFDL

Mädesüß / Filipendula ulmaria

Mädesüß

Filipendula ulmaria
Foto: Frank Vincentz
Lizenz: GFDL

Mädesüß / Filipendula ulmaria

Mädesüß

Filipendula ulmaria
Foto: Christian Fischer
Bestimmte Rechte vorbehalten