Mangold – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Beta vulgaris subsp. vulgaris

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🌿 Mangold – Auf einen Blick

  • Familie: Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
  • Herkunft: Kulturform der an den Küsten wachsenden Wilden Rübe
  • Verwendung: innerlich und äußerlich

Volksmund: Beißkohl, Schnittmangold, Krautstiel

Mangold (Beta vulgaris subsp. vulgaris): große, glänzend grüne Blätter mit kräftigen Blattstielen

Mangold von INRA DIST, CC BY 2.0

Steckbrief von Mangold

Steckbrief des Mangolds
Wissenschaftlicher Name Beta vulgaris subsp. vulgaris (Cicla-Gruppe und Flavescens-Gruppe)
Familie Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae)
Verwendung innerlich und äußerlich

Unter den zahlreichen Gemüsesorten aus exotischer Herkunft hebt sich der Mangold wegen seiner europäischen Abstammung hervor. Wie auch die mit dem Mangold verwandten Arten Zuckerrübe, Runkelrübe und Rote Rübe stammt Mangold von der an den Küsten des Ärmelkanals, des Atlantiks und des Mittelmeeres wild wachsenden Beta maritima L. ab. Der Mangold ist nicht nur auf dem gesamten europäischen Kontinent verbreitet. Die hauptsächlich als Gemüse verwendete Pflanze hat auch Kleinasien und Indien erobert. Man kann jedoch nicht mit letzter Bestimmtheit sagen, ob die vielen gezüchteten Sorten, darunter der großblättrige Mangold und die Rote Rübe mit dicker, fleischiger Wurzel, ursprünglich in Europa vorkamen. Es wird vermutet, dass die Assyrer Mangold bereits 800 Jahre v. Chr. gekannt haben. Laut historischer Schriften aß man zu jener Zeit jedoch nur ihre Blätter. Die Römer bereiteten aus den Blättern des Mangolds, unter Beigabe von Wilder Malve, eine Suppe mit abführender Wirkung.

Im Mittelalter war eine Lauchsuppe, der Mangoldblätter beigemischt wurden, sehr beliebt. Die grünen Blattteile vom Mangold können als Spinatersatz verwendet werden, doch ist Mangold, im Gegensatz zu Spinat, ein ziemlich wässeriges und ein wenig fad schmeckendes Gemüse. Mangold enthält aber ziemlich viel Eisen und Vitamine, er ist ein gesundes Nahrungsmittel.

Standort von Mangold

Der Mangold wird in Gärten kultiviert.

Heilkraft von Mangold

In der Volksmedizin werden dem Mangold folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • abführend

    Abführend (laxierend) nennt man Mittel, die den Stuhlgang bzw. die Darmentleerung fördern.

  • antianämisch

    Antianämisch bzw. blutbildend bezieht sich auf Blutarmut (Anämie), bei der der rote Blutfarbstoff zu niedrig ist, und auf die Bildung der Blutzellen (Hämatopoese).

  • erfrischend

    Erfrischend nennt die Volksheilkunde Mittel, die gegen Durst helfen und kühlend wirken sollen.

  • erweichend

    Erweichend nennt man Mittel, die bei einer Verstopfung des Darmtraktes eingesetzt werden.

Anwendung von Mangold

Der Mangold wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Mangold in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:

  • Abszess

    Überlieferte Umschläge und Kräuterauflagen, die bei Abszessen begleitend eingesetzt werden.

  • Blasenentzündung

    Blasentees und Wärmeanwendungen, die bei Blasenentzündung unterstützend wirken können.

  • Niere

    Nierentees und Hausmittel, die eine gesunde Nierenfunktion unterstützen können.

  • Schönheitsmasken Rezepte

    Rezepte für Schönheitsmasken aus natürlichen Zutaten für verschiedene Hauttypen.

  • Verstopfung

    Ballaststoffreiche Hausmittel und Kräuter, die bei Verstopfung die Verdauung anregen können.

  • Wachstum

    Hausmittel und Ernährungstipps rund um ein gesundes Wachstum bei Kindern.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Mangold - Wikipedia
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu Mangold

Woher stammt der Mangold?

Wie auch die mit dem Mangold verwandten Arten Zuckerrübe, Runkelrübe und Rote Rübe stammt Mangold von der an den Küsten des Ärmelkanals, des Atlantiks und des Mittelmeeres wild wachsenden Beta maritima L. ab.

Seit wann kennt man den Mangold?

Es wird vermutet, dass die Assyrer Mangold bereits 800 Jahre v. Chr. gekannt haben.

Kann man Mangold wie Spinat verwenden?

Die grünen Blattteile vom Mangold können als Spinatersatz verwendet werden, doch ist Mangold, im Gegensatz zu Spinat, ein ziemlich wässeriges und ein wenig fad schmeckendes Gemüse.

Welche Inhaltsstoffe hat Mangold?

Mangold enthält aber ziemlich viel Eisen und Vitamine, er ist ein gesundes Nahrungsmittel.

Enthält Mangold Oxalsäure?

Die Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) nennt für Beta vulgaris Oxalsäure, hauptsächlich in den Blättern.