Mariendistel - als Heilpflanze verwenden

Mariendistel

Name: Silybum marianum (L.) Gaertn.
Pflanzennamen im Volksmund: Frauendistel, Milchdistel, Christi Krone, Donnerdistel, Fieberdistel, Heilandsdistel, Marienkörner oder Stechkörner
Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)
Wuchshöhe: 30 bis 150 cm
Verwendung: Innerlich
Die pharmazeutische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Gallenblase, Leber, Verdauung

Steckbrief / Beschreibung

Die Mariendisteln sind in Mitteleuropa nur selten als verwilderte Pflanzen anzutreffen. Die Heimat der Mariendistel ist das Mittelmeergebiet und der Orient. Nach einer Sage hat diese Heilpflanze ihren Namen erhalten, weil die auffälligen weißen Streifen auf den Blättern von der Milch der Muttergottes herrühren sollen. Bereits seit langer Zeit sind die Mariendisteln nicht nur als Heilpflanzen sondern auch als Nahrungspflanzen bekannt. Die jungen Blätter der Mariendistel ergeben einen Salat. Als Gemüse zubereitet, dabei werden die Wurzeln und Köpfchen in Wasser gekocht, haben die Mariendisteln in einigen Ländern die Bezeichnung Wilde Artischocke erhalten.

Die zerkleinerte Mariendistel dient als Viehfutter, die Samen der Disteln werden gern von Vögeln gefressen. Die Wirksamkeit der Mariendisteln bei Herz- und Kreislaufbeschwerden wurde in wissenschaftlichen Studien bestätigt. Verantwortlich für die Heilkraft der Mariendisteln bei diesen Beschwerden ist der Tyramingehalt der Samen. Die Früchte der Mariendistel gelten als wirksames Mittel gegen Seitenstechen, Milz- und Leberleiden. Einige Wirkstoffe der Mariendisteln scheinen eine günstige Wirkung bei Vergiftungen zu haben und die Leber zu schützen.

Je nach Standort wird die zweijährige Mariendistel 30 bis 150 cm hoch. Der kräftige Stängel wächst aufrecht.  Die großen, glänzenden Blätter der Mariendisteln sind grün gefärbt und mit weißen Streifen entlang den Adern verziert. Der Blattrand ist dornig und gelappt. Die Blütezeit der Mariendistel erstreckt sich von Juli bis in den August. Die purpurvioletten Blüten wachsen in einzelnen, halbkugeligen Köpfchen. Die Hüllblätter der Blüten sind mit langen, abstehenden, dornigen Spitzen bewachsen. Die Früchtchen einer Mariendistel sind schwarz, glänzend, manchmal gelblich gefleckt. Im oberen Bereich haben die Früchtchen der Mariendisteln einen gelben Ring mit Haarkranz. Die Wurzel der Disteln sind pfahlförmig und dick. Mariendisteln sind geruchlos, ihr Geschmack ähnelt dem der Artischocken.

Standort / Hier findet man Mariendistel

Der Mariendistel wächst in Mitteleuropa manchmal verwildert. In Süd- und Südosteuropa ist diese Heilpflanze öfter anzutreffen. Man findet die Mariendistel bis in Höhenlagen von 700 m.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Mariendistel

gallentreibend, gallensekretionsfördernd, harntreibend

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von den Mariendisteln die Blätter und die Samen. Zur Gewinnung der Samen trocknet man die Köpfchen und klopft sie dann aus.

Inhaltsstoffe der Mariendistel

Ätherisches Öl, Bitterstoff, Tyramin, Flavonoide, Histamin

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Die Mariendistel wird in der Pflanzenheilkunde innerlich angewendet. Anwendungen mit den Mariendisteln in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Gallenblase, Leber, Verdauung

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Bilder der Mariendistel

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Mariendistel

Samen der Mariendistel

Foto: Pere López
Bestimmte Rechte vorbehalten

Mariendisteln

Mariendistel

Foto: H. Zell
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Mariendistelblüte

Blüte einer Mariendistel

Foto: H. Zell
Bestimmte Rechte vorbehalten