Mais – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Zea mays L.
🌿 Mais – Auf einen Blick
- Familie: Süßgräser (Poaceae)
- Herkunft: vermutlich Mittelamerika
- Verwendung: innerlich
- Wichtig: Maisgriffeltee nicht bei ärztlich eingeschränkter Trinkmenge; nicht unter 12 Jahren
Volksmund: Kukuruz
Mais, Zea mays von H. Zell, CC BY-SA 3.0
Steckbrief von Mais
| Wissenschaftlicher Name | Zea mays L. |
|---|---|
| Familie | Süßgräser (Poaceae) |
| Verwendung | innerlich |
Bisher ist es den Wissenschaftlern und Historikern nicht gelungen, die ursprüngliche Heimat des Maises festzustellen. Vermutlich stammt der Mais aus Mittelamerika, eventuell verbreitete sich die Pflanze von Mexiko aus. Bei Ausgrabungen in Neumexiko wurden immerhin 7500 Jahre alte Maiskörner gefunden, so dass als sicher gilt, dass die Indianer im südwestlichen Teil Nordamerikas Mais schon vor Jahrtausenden gekannt oder sogar kultiviert haben. Für die Indianer war das Maiskorn so wichtig wie für uns Europäer das Weizenkorn.
Seit geraumer Zeit wird der Mais auf der ganzen Welt angebaut, in Europa hauptsächlich als Futtermittel für die Tierzucht. Junger amerikanischer Süßmais ist ebenso saftig-schmackhaft und mild wie frische Erbsen. Wie auch der Weizen ist der Mais kräftigend und nahrhaft. Insgesamt kann die Wirkung des Maises auf den Organismus nicht gleichberechtigt neben die des Weizens gestellt werden, da Mais die Schilddrüsenaktivität verlangsamen und mäßigend auf den Stoffwechsel einwirken soll. Maismehl findet Anwendung in der Herstellung von Diätnahrungsmitteln. Maiskeime enthalten ein Öl, dem eine cholesterinsenkende Wirkung zugeschrieben wird. Die stehengebliebenen Griffel der Maisblüten, die wie Barthaare den Maiskolben schmücken, sollen wassertreibend und reizmildernd wirken. Sie enthalten Salicylsäure und Vitamin K und sollen schmerzstillend und entzündungshemmend wirken.
Standort von Mais
Der Mais wird kultiviert.
Heilkraft von Mais
In der Volksmedizin werden dem Mais folgende Eigenschaften zugeschrieben:
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blutstillend
Blutstillend (hämostatisch) nennt man Mittel, die zum Stillen einer Blutung angewendet werden.
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antidiabetisch (blutzuckersenkend)
Antidiabetisch bzw. blutzuckersenkend nennt man Mittel zur Behandlung des Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit.
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cholesterinsenkend
Cholesterinsenkend bezieht sich auf Lipidsenker, die erhöhte Blutfette wie Cholesterin im Blut senken.
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entzündungshemmend
Entzündungshemmend heißt, dass eine Entzündung abgeschwächt wird, ohne dass ihre Ursache beseitigt ist.
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erweichend
Erweichend nennt man Mittel, die bei einer Verstopfung des Darmtraktes eingesetzt werden.
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harntreibend
Harntreibend (diuretisch) heißt, dass die Harnbildung in den Nieren verstärkt und mehr Urin ausgeschieden wird.
Außerdem gilt der Mais als schmerzstillend.
Anwendung von Mais
Der Mais wird in der Pflanzenheilkunde innerlich angewendet. Anwendungen mit dem Mais in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:
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Albuminurie
Traditionelle Hausmittel der Naturheilkunde rund um Eiweiß im Urin.
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Diabetes
Kräuter und Ernährungstipps, die eine ärztliche Diabetesbehandlung begleiten können.
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Fettleibigkeit
Pflanzliche Hilfen und Ernährungstipps, die beim Abnehmen unterstützen können.
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Gicht
Kräuter und Ernährungstipps, die bei Gicht begleitend eingesetzt werden.
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Haut Handpflege
Natürliche Pflegemittel für geschmeidige, gepflegte Hände.
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Niere
Nierentees und Hausmittel, die eine gesunde Nierenfunktion unterstützen können.
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Nierenentzündung
Hausmittel, die eine ärztliche Behandlung der Nierenentzündung begleiten können.
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Nierensteine
Durchspülende Kräutertees, die bei Nierensteinen begleitend eingesetzt werden.
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Ödem
Entwässernde Kräuter und Anwendungen, die bei Wassereinlagerungen entlasten können.
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Rheumatismus
Wärmeanwendungen und Kräuter, die rheumatische Beschwerden lindern können.
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Steinerkrankungen
Überlieferte Kräuter, die bei Nieren- und Gallensteinen begleitend genannt werden.
⚠️ Hinweis: Wenn ärztlich zu einer eingeschränkten Trinkmenge geraten wurde, wird Maisgriffeltee laut EMA-Entwurf nicht empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Bei Fieber, Schmerzen beim Wasserlassen, Krämpfen oder Blut im Urin ärztlichen Rat einholen – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Halten die Beschwerden länger als zwei Wochen an, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird laut EMA-Entwurf mangels Daten nicht empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.
Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Mais - Wikipedia
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Häufige Fragen zu Mais
Woher stammt der Mais?
Bisher ist es den Wissenschaftlern und Historikern nicht gelungen, die ursprüngliche Heimat des Maises festzustellen. Vermutlich stammt der Mais aus Mittelamerika, eventuell verbreitete sich die Pflanze von Mexiko aus.
Wie alt ist der Maisanbau?
Bei Ausgrabungen in Neumexiko wurden immerhin 7500 Jahre alte Maiskörner gefunden, so dass als sicher gilt, dass die Indianer im südwestlichen Teil Nordamerikas Mais schon vor Jahrtausenden gekannt oder sogar kultiviert haben.
Was sind Maisgriffel?
Die stehengebliebenen Griffel der Maisblüten, die wie Barthaare den Maiskolben schmücken, sollen wassertreibend und reizmildernd wirken. Sie enthalten Salicylsäure und Vitamin K.
Was ist bei Maisgriffeltee zu beachten?
Wenn ärztlich zu einer eingeschränkten Trinkmenge geraten wurde, wird Maisgriffeltee laut EMA-Entwurf nicht empfohlen. Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird laut EMA-Entwurf mangels Daten nicht empfohlen.