Handpflege – Hausmittel der Naturheilkunde
Die Haut an den Händen ist einer starken Beanspruchung ausgesetzt. Die Pflege der Hände wird mit zunehmendem Alter und bei Arbeiten, die die Haut an den Händen stark beanspruchen, wichtig.
Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel mit Heilpflanzen und Heilkräutern, die traditionell zur Pflege Ihrer Hände angewendet werden.
Hafer: Sein Mehl kommt in den Brei im Abschnitt „Handpflege, zum Reinigen der Hände“. Zum Rezept
Hafer von Matt Lavin, CC BY-SA 2.0
Handpflege zum Schutz der Hände
Zitronensaft und Rindertalg
Man reibt die Hände täglich mit einer Creme aus Zitronensaft und Talg ein. Zur Herstellung dieser Creme nimmt man 100 g in einem Wasserbad leicht erwärmten Talg. Unter ständigem Rühren gibt man solange frisch gepressten Zitronensaft hinzu, bis eine geschmeidige Creme entsteht. Die fertige Creme wird im Kühlschrank aufbewahrt.
Sicherheitshinweis für den Zitronenbaum »
Zitronensaft oder Tomatensaft
Man träufelt frisch gepressten reinen Zitronensaft oder den Saft frisch aufgeschnittener Tomaten auf die Hände.
⚠️ Hinweis: Grüne Pflanzenteile und der Stielansatz sind giftig – siehe Sicherheitshinweise.
Sicherheitshinweis für den Zitronenbaum » · Sicherheitshinweis für die Tomate »
Salzwasserbad
Man badet die Hände in einer Flüssigkeit aus 80 g Meersalz auf 1 Liter Wasser. Nach dem 5-minütigen Bad reibt man die Hände mit Mandelöl ein.
Handpflege, zum Reinigen der Hände
Hafermehlbrei
Bei sehr schmutzigen und schwer zu reinigenden Händen reibt man die Hände sorgfältig mit einem lauwarmen Hafermehlbrei ein.
Handpflege, gegen geschwollene Hände
Maismehl und Kleie
Bei geschwollenen Händen reibt man die Hände mit einer Paste aus Maismehl, Kleie und Wasser ein. Nach 15 Minuten beginnt man die Hände in Wechselbäder mit abwechselnd warmem und kaltem Wasser zu tauchen. Die letzte Anwendung ist kaltes Wasser.
Handpflege, Nikotinflecken entfernen
Zitronensaft
Gegen Nikotinflecken auf Fingern hilft das Reinigen mit reinem Zitronensaft. Kräftig einreiben und danach mindestens 30 Minuten nicht abwaschen.
Sicherheitshinweise zu den Pflanzen
Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).
Sicherheit von Citrus × limon (Zitronenbaum)
Für Citrus × limon liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Zitronenbaum – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Zitronenbaum
Sicherheit von Solanum lycopersicum (Tomate)
Die Vergiftungsinformationszentrale Wien weist darauf hin, dass der grüne Stielansatz der Tomate Solanin enthält und vor dem Verzehr entfernt werden soll. Nach der Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) ist die ganze Pflanze mit Ausnahme der reifen Früchte schwach giftig; die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die Pflanze für Mensch und Tier als giftig ein. Für Solanum lycopersicum liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.
⚠️ Hinweis: Grüne Pflanzenteile und der Stielansatz sind giftig – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Tomate – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Tomate
Sicherheit & Toxizität von Avena sativa (Hafer)
Für Haferstroh sind laut Kommission E keine Gegenanzeigen, Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen bekannt; für Haferkraut lagen dem HMPC keine Nebenwirkungen vor. Bei empfindlicher Haut können Haferprodukte Hautreaktionen auslösen. Bei Zöliakie sind Haferprodukte nur als „glutenfrei“ gekennzeichnet zu verwenden, da Hafer häufig mit Getreide-Gluten verunreinigt ist; Hafer-Avenin wird von etwa 95 % der Betroffenen vertragen, individuelle Verträglichkeit sollte ärztlich abgeklärt werden.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Hafer – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Hafer
Sicherheit & Toxizität von Zea mays (Mais)
Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) erarbeitet derzeit eine Monographie zu Maisgriffeln (Maisbart, Zea mays L., stigma). Der Entwurf vom September 2025 sieht eine Einstufung als traditionelles pflanzliches Arzneimittel vor, dessen Anwendung auf langjähriger Erfahrung beruht; eine endgültige Fassung liegt noch nicht vor. Maiskörner, Maismehl, Maisstärke und Maisöl sind nicht Gegenstand dieser Bewertung.
⚠️ Hinweis: Wenn ärztlich zu einer eingeschränkten Trinkmenge geraten wurde, wird Maisgriffeltee laut EMA-Entwurf nicht empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Bei Fieber, Schmerzen beim Wasserlassen, Krämpfen oder Blut im Urin ärztlichen Rat einholen – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Halten die Beschwerden länger als zwei Wochen an, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden – siehe Sicherheitshinweise.
ℹ️ Hinweis: Die Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren wird laut EMA-Entwurf mangels Daten nicht empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.
Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Mais – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.
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Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Wikipedia - Pflanzenheilkunde
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Für die Überarbeitung gelesen:
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung; keine Angaben einer Giftinformationszentrale oder des BfR; gelesen am 24.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Zitronenbaum)
- Vergiftungsinformationszentrale Wien – Vergiftung durch Pflanzen (gesundheit.gv.at) (Eintrag Tomate: „grüner Stielansatz enthält Giftstoff (Solanin), diesen vor dem Verzehr entfernen!“; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Tomate)
- Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) (Lycopersicon esculentum: „schwach giftig (+)“; „Die ganze Pflanze, ausser die reifen Beeren (Tomaten)“; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Tomate)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Lycopersicon esculentum: Mensch und Tier „toxic“; ganze Pflanze; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Tomate)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (keine Bewertung für Solanum lycopersicum; gelesen am 23.10.2026) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Tomate)
- Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) – Hafer ist glutenhaltig – oder doch nicht? (übernommen in die Sicherheitshinweise: Hafer)
- AWL.ch – Hafer (Avena sativa) (Kommission E / HMPC) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Hafer)
- EMA – Maydis stigma, herbal medicinal product (Pflanzenteil, Entwurfsstatus) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Mais)
- EMA/HMPC – Draft European Union herbal monograph on Zea mays L., stigma (Gegenanzeigen, Flüssigkeitszufuhr, Kinder, Dauer, Schwangerschaft) (übernommen in die Sicherheitshinweise: Mais)
Häufige Fragen zur Handpflege
Warum brauchen die Hände besondere Pflege?
Die Haut an den Händen ist einer starken Beanspruchung ausgesetzt.
Wann wird die Pflege der Hände wichtig?
Die Pflege der Hände wird mit zunehmendem Alter und bei Arbeiten, die die Haut an den Händen stark beanspruchen, wichtig.