Hasel - als Heilpflanze verwenden

Haselnuss - Corylus avellana

Hasel

Name: Corylus avellana L.
Pflanzennamen im Volksmund: Haselnuss
Pflanzenfamilie: Birkengewächse (Betulaceae)
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Augen, Blutkreislauf, Fettleibigkeit, Fieber, Haut, Krampfadern, Nasenbluten, Ödem, Venenentzündung, Wunde

Steckbrief / Beschreibung

Der Hasel ist ein sehr altes Gewächs. An unzähligen fossilen Blattabdrücken konnte man beweisen, dass bereits vor Jahrmillionen, im Tertiär, sehr ähnliche Haselformen existierten. Auch aus der Jungsteinzeit gefundene Gräber deuten darauf hin, das die Menschen damals bereits die Früchte des Hasels, die Haselnuss, verzehrten. Auch heute ist der blühende oder bereits fruchtende Haselnussstrauch allgemein bekannt. Im späten Herbst bildet der Hasel die männlichen Blütenstände, diese stäuben im Winter ihren gelb gefärbten Pollen. Zu beginn des nächsten Herbst reifen dann die Früchte des Hasel, die Haselnüsse heran.

Schon im Altertum verwendete man den Hasel für verschiedene medizinische Zwecke. Man empfahl die Haselnuss gegen Impotenz und Hustenreiz. Zerstoßene und mit Bärenfett vermischte Haselnüsse wurden auf die Kopfhaut aufgebracht, man hielt diese Mischung für ein gutes Haarwuchsmittel. Angeblich sollten Anwendungen mit dem Hasel auch eine schmerzstillende Wirkung bei Nierenkoliken besitzen. Auch als Nahrungsmittelergänzung war die Haselnuss sehr beliebt; die Nüsse sind kräftigend und sehr nahrhaft.

Der Hasel ist ein bis zu 5 m hochwachsender Strauch, der zahlreiche Stämmchen aus einer gemeinsamen Basis bildet. Die jungen Zweige des Hasel sind grau bis rotbraun gefärbt und borstig. Die älteren Zweige eines Hasel sind kahl, rötlichgrau gefärbt und braunwarzig. Die wechselständig angeordneten Blätter des Haselstrauches sind kurz gestielt, rundlich bis herzförmig und zum Blattende hin zugespitzt. Die Blattränder sind doppelt gesägt. Junge, frisch ausgetriebene Blätter sind flaumig, weich behaart. Die männlichen, gelb gefärbten Blüten baumeln in kleinen Würstchen herab. Die weiblichen, mit rot gefärbten pinselförmigen, hervorragenden Naben ausgestatteten Blüten des Hasel besitzen ein knospenartiges aussehen. Die Frucht, Haselnuss genannt, ist eine hartschalige Nuss. Diese ist im oberen Drittel in einen Becher aus zerschlitzten Hochblättern eingeschlossen.

Standort / Hier findet man Hasel

Die Pflanze wächst, mit Ausnahme der nördlichsten Gebiete, im gesamten europäischen Raum bis bis in Höhenlagen von etwa 1800 m. Bevorzugte Standorte dieser Pflanzen sind Hecken, Gebüsche, Wälder und Waldränder.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Hasel

Der Hasel wirkt adstringierend, blutreinigend, blutstillend, fiebersenkend, gefäßverengend und blutdruckerhöhend, schlankheitsfördernd

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Hasel die Kätzchen, die Rinde junger Triebe, die Samen und die Blätter.

Inhaltsstoffe des Hasels

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Flavonoide, Gerbstoffe

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Der Hasel wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit Hasel in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Augen, Blutkreislauf, Fettleibigkeit, Fieber, Haut, Krampfadern, Nasenbluten, Ödem, Venenentzündung, Wunde

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Bilder des Hasels

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Hasel - Corylus avellana

Hasel

Corylus avellana
Foto: MPF
Lizenz: GFDL

Hasel - Corylus avellana

Hasel

Corylus avellana
Foto: Glenn
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Hasel - Corylus avellana

Hasel

Corylus avellana
Foto: H. Zell
Lizenz: GFDL