Olivenbaum – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Olea europaea L.

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🌿 Olivenbaum – Auf einen Blick

  • Familie: Ölbaumgewächse (Oleaceae)
  • Herkunft: Westasien, Mittelmeerraum
  • Verwendung: innerlich und äußerlich
  • Wichtig: Olivenbaumblätter: nur bei leichter Wassereinlagerung bewertet (EMA)

Volksmund: Ölbaum

Ölbaum (Olea europaea subsp. cuspidata): Zweige mit schmalen, lanzettlichen Blättern und kleinen, runden, grünen Früchten

Olivenbaum von Forest & Kim Starr, CC BY 3.0 us

Steckbrief von Olivenbaum

Steckbrief des Olivenbaums
Wissenschaftlicher Name Olea europaea L.
Familie Ölbaumgewächse (Oleaceae)
Verwendung innerlich und äußerlich

Die Olivenbäume gehören zu den ältesten und wichtigsten Kulturpflanzen der Völker der Mittelmeerregion. Der Olivenbaum wurde schon vor Jahrtausenden im Westen Asiens angepflanzt, wo er bis heute auch noch wildwachsend zu finden ist. Die Olivenbäume gelangten etwa vor 4000 Jahren nach Italien. Die Phönizier brachten die Oliven dann im 6. Jahrhundert v. Chr. nach Frankreich. Heute wird der Olivenbaum auf allen fünf Kontinenten kultiviert, besonders aber in Spanien, hier gibt es einen Bestand von geschätzten 180 Millionen Olivenbäumen.

Neben Wasser, Öl, Glykosiden und Eiweißstoffen enthalten die Oliven zahlreiche Mineralsalze, vor allem Kalzium sowie organische Säuren, Enzyme und zahlreiche Vitamine. Bei sorgfältiger Verarbeitung ergeben die Oliven ein wertvolles Lebensmittel. Die ländliche Bevölkerung der südlichen Länder ernährte sich früher von Schwarzbrot, Zwiebeln und Oliven.

Dem Olivenöl wird als kaltgepresstem Öl eine bekömmliche und heilkräftige Wirkung zugestanden. In frischem Zustand ist das Olivenöl leicht verdaulich. Das Olivenöl gilt in geringerem Maße cholesterinsenkend als etwa Mais- oder Sonnenblumenöl. Unsere Vorfahren wussten bereits die besonderen Heilkräfte des Olivenöls zu nutzen. Eine Massage mit frischem Olivenöl galt bei den Römern als wahrer Jungbrunnen. Den Olivenbaumblättern wurde früher eine fiebersenkende und wundheilende Wirkung zugeschrieben.

Heilkraft von Olivenbaum

In der Volksmedizin werden dem Olivenbaum folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • abführend

    Abführend (laxierend) nennt man Mittel, die den Stuhlgang bzw. die Darmentleerung fördern.

  • erweichend

    Erweichend nennt man Mittel, die bei einer Verstopfung des Darmtraktes eingesetzt werden.

  • gallensekretionsfördernd

    Gallensekretionsfördernd (choleretisch) heißt, dass die Leberzellen mehr Galle absondern.

  • harntreibend

    Harntreibend (diuretisch) heißt, dass die Harnbildung in den Nieren verstärkt und mehr Urin ausgeschieden wird.

Außerdem gilt er als blutdrucksenkend.

Anwendung von Olivenbaum

Der Olivenbaum wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Olivenbaum in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:

  • Abszess

    Überlieferte Umschläge und Kräuterauflagen, die bei Abszessen begleitend eingesetzt werden.

  • Bluthochdruck

    Pflanzliche Hausmittel und Ernährungstipps, die eine Behandlung von Bluthochdruck ergänzen können.

  • Cellulite bekämpfen

    Massagen, Peelings und Kräuter, die das Hautbild bei Cellulite verbessern können.

  • Diabetes

    Kräuter und Ernährungstipps, die eine ärztliche Diabetesbehandlung begleiten können.

  • Fettleibigkeit

    Pflanzliche Hilfen und Ernährungstipps, die beim Abnehmen unterstützen können.

  • Fingernägel / Zehennägel

    Pflegende Hausmittel für gesunde, kräftige Finger- und Zehennägel.

  • Gallensteine

    Überlieferte Hausmittel, die eine ärztliche Behandlung von Gallensteinen begleiten können.

  • Grippe

    Wärmende Tees und Hausmittel, die typische Grippebeschwerden lindern können.

  • Harnausscheidung

    Kräutertees und Hausmittel, die eine gesunde Harnausscheidung unterstützen können.

  • Hautprobleme

    Überblick über Hausmittel, die bei verschiedenen Hautproblemen pflegend wirken können.

  • Ischias

    Wärme, Einreibungen und Kräuter, die Ischiasbeschwerden begleitend lindern können.

  • Leber

    Leberfreundliche Heilpflanzen und Bitterstoffe, die die Leberfunktion unterstützen können.

  • Neuralgie

    Wärme und Kräuter, die bei Nervenschmerzen begleitend eingesetzt werden.

  • Ohr

    Wärmende Hausmittel wie Zwiebelsäckchen, die bei Ohrenschmerzen lindernd wirken können.

  • Orangenhaut bekämpfen

    Massagen, Bürstungen und Kräuter, die das Hautbild bei Orangenhaut verbessern können.

  • Rheumatismus

    Wärmeanwendungen und Kräuter, die rheumatische Beschwerden lindern können.

  • Schorf

    Pflegende Hausmittel, die die Haut bei Schorf und Krusten schonend unterstützen.

  • Schrunde

    Rückfettende Salben und Bäder, die rissige Haut bei Schrunden pflegen können.

  • Schürfwunden

    Heilpflanzen und Hausmittel, die die Pflege von Schürfwunden unterstützen können.

  • Sonnenbrand

    Kühlende und pflegende Hausmittel, die sonnengereizte Haut beruhigen können.

  • Haut, trockene

    Rückfettende Hausmittel und Pflegetipps für trockene, spannende Haut.

  • Verbrennungen

    Kühlende Hausmittel für leichte Verbrennungen und die anschließende Hautpflege.

  • Verletzungen

    Heilpflanzen und Hausmittel, die die Versorgung kleiner Verletzungen unterstützen können.

  • Verstauchungen

    Kühlende Umschläge und Wickel, die bei Verstauchungen lindernd wirken können.

  • Verstopfung

    Ballaststoffreiche Hausmittel und Kräuter, die bei Verstopfung die Verdauung anregen können.

  • Vitamin C Mangel

    Vitamin-C-reiche Pflanzen und Lebensmittel, die einem Mangel vorbeugen können.

  • Wunden

    Heilpflanzen und Salben, die die Wundheilung begleitend unterstützen können.

ℹ️ Hinweis: Die EMA hat die Olivenbaumblätter nur bei leichter Wassereinlagerung bewertet – siehe Sicherheitshinweise.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu Olivenbaum

Woher stammt der Olivenbaum?

Der Olivenbaum wurde schon vor Jahrtausenden im Westen Asiens angepflanzt, wo er bis heute auch noch wildwachsend zu finden ist.

Seit wann gibt es Olivenbäume in Europa?

Die Olivenbäume gelangten etwa vor 4000 Jahren nach Italien. Die Phönizier brachten die Oliven dann im 6. Jahrhundert v. Chr. nach Frankreich.

Was enthalten Oliven?

Neben Wasser, Öl, Glykosiden und Eiweißstoffen enthalten die Oliven zahlreiche Mineralsalze, vor allem Kalzium sowie organische Säuren, Enzyme und zahlreiche Vitamine.

Wofür hat die EMA Olivenbaumblätter bewertet?

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Olivenbaumblätter als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur vermehrten Ausscheidung von Wasser bei leichter Wassereinlagerung bewertet, nachdem ein Arzt ernste Ursachen ausgeschlossen hat.

Wer sollte Olivenbaumblätter nicht anwenden?

Bei Erkrankungen, bei denen eine eingeschränkte Flüssigkeitszufuhr empfohlen ist (z. B. schwere Herz- oder Nierenerkrankungen), darf es nicht angewendet werden; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie in Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen.